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Mann hält Pillen in der Hand

Antibiotika

Antibiotische Zeiten – die Darmgesundheit im Blick

Winterzeit ist Erkältungs- und Grippezeit. Auch wenn eine Erkältung nicht durch Bakterien, sondern durch Viren ausgelöst wird, kann es durchaus passieren, dass die viral geschädigten Schleimhäute der Atemwege eine willkommene Eintrittspforte für Bakterien sind, diese sich unerlaubt auf den Schleimhäuten einnisten und bakterielle Infektionen beispielsweise in Nasennebenhöhlen oder Bronchien verursachen.
Im Winter werden Antibiotika häufig zur Bekämpfung von bakteriellen Atemwegsinfekten eingesetzt, kommen jedoch auch das ganze Jahr über bei allen bakteriellen Infektionen zum Einsatz, wobei das eingesetzte Antibiotikum auf die Infektionsart abgestimmt wird.

Was sind eigentlich Antibiotika? – wirksam gegen spezifische Bakterien

Es gibt sie noch gar nicht so lange, die Antibiotika. Erst vor rund 90 Jahren entdeckte der britische Bakteriologe Alexander Fleming zufälligerweise einen neuartigen Wirkstoff, der in der Lage war, Bakterien zu bekämpfen.
Penicillin kam 1942 als erstes Antibiotikum auf den Markt und rettete viele Leben, da endlich bakterielle Infektionen, wie entzündete Wunden, vereiterte Mandeln und Zähne ganz zu schweigen von einer lebensbedrohenden Lungenentzündung behandelt werden konnten. Jedoch wird der Nutzen dieser „Lebensretter“ nicht immer wohl geschätzt und es dominiert häufig die Abneigung, ein Antibiotikum einzunehmen.

Übrigens:

Das Wort Antibiotikum setzt sich aus den zwei Bausteinen „Anti“ für „gegen“ und „bios“ für das „Leben“ zusammen und steht für die antibiotische Wirkung gegen das Leben von Bakterien.

Gezielter Einsatz von Antibiotika – Antibiotika sind keine Alleskönner!

Antibiotika gehören grundsätzlich zu den größten medizinischen Errungenschaften der modernen Medizin. Antibiotika wirken NICHT gegen Viren oder andere Krankheitserreger. In vielen Fällen macht es Sinn, erst einmal abzuwarten, alternativ zu behandeln und bei leichten Verläufen nicht gleich zum Antibiotikum zu greifen. Macht sich jedoch ein dicker bakterieller Infekt breit, darf der positive Effekt eines Antibiotikums gezielt genutzt werden. Wo sie früher noch viel häufiger verordnet wurden, geht man heute sehr viel kritischer und gezielter mit ihrer Verordnung um, auch um gefürchtete Resistenzbildungen zu vermeiden.

Resistenz – was ist das?

Wenn Antibiotika unkritisch oder falsch eingesetzt werden, schaden sie mehr als sie nutzen. Zudem besteht die Gefahr, dass sie in Zukunft nicht mehr wirken, weil die cleveren Bakterien nach dem Motto: „Dich kenne ich!“ Resistenzen gebildet haben. Der Pool an zur Verfügung stehenden Reserveantibiotika schmilzt bereits dahin.

Bunte Pillenverpackungen, Gesundheitstipp Antibiotika.

Wie lange sollten Antibiotika eingenommen werden? Antibiotikaeinnahme - So lange wie nötig und so kurz wie möglich!

Die vom Arzt vorgeschriebene Behandlungsdauer eines Antibiotikums sollte konsequent eingehalten werden, egal ob die Beschwerden schon frühzeitiger verschwunden sind oder nicht. Auch mögliche Nebenwirkungen rechtfertigen nicht, die Antibiotikabehandlung frühzeitig abzusetzen.

Es ist nicht immer nötig, den gesamten Packungsinhalt aufzubrauchen. Die Dauer einer ärztlich verordneten Behandlung hängt sowohl vom eingesetzten Antibiotikum als auch von der Art und Schwere der Infektion ab.

Antibiotika -Keine Wirkung ohne Nebenwirkung

Und wie immer gilt auch hier: Keine Wirkung ohne Nebenwirkung! Grundsätzlich gilt, dass Antibiotika durchaus gut vertragen werden, auch wenn sie, wie alle Arzneimittel, unerwünschte Wirkungen haben können. Am häufigsten wird über Magen-Darm-Probleme geklagt, wie Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall, Übelkeit und Appetitlosigkeit. Die Gefahr von Pilzinfektionen der Schleimhäute ist erhöht und bei seltenen Unverträglichkeiten kann es zu allergischen Reaktionen der Haut, wie Rötungen und Juckreiz kommen.

Unverträglichkeitsreaktionen sollten dem behandelnden Arzt mitgeteilt werden, damit zukünftig mit einem alternativen Antibiotikum behandelt werden kann.

Wirkung und Nebenwirkung von Antibiotika Antibiotische Zeiten -Gute Zeiten, schlechte Zeiten für Bakterien

Antibiotika bekämpfen auf unterschiedliche Art und Weise Bakterien, indem sie sie abtöten oder ihre Vermehrung hemmen. Jedoch können sie nicht zwischen guten und schlechten Bakterien unterscheiden. So vermindert ein Antibiotikum auch die guten Bakterienstämme der natürlichen Darmflora und Schleimhäute.

Darmflora intakt -Probiotische Helfer für die Darmflora Das Probiotikum zum Antibiotikum

Die schlechte Nachricht: unter jeder antibiotischen Behandlung Antibiotikum reduziert sich die natürliche Darmflora um bis zu 90 %. Auch wenn sich beim gesunden Menschen ein Großteil der Darmflora innerhalb von 6 Monaten wieder komplett aufbaut, verschwinden 5-10% jedoch unwiederbringlich und die Vielfalt der Darmflora nimmt ab.

Hier kommen probiotische Helfer sinnvoll zum Einsatz. Speziell ausgewählte humanstämmige Bakterien können sich bereits während einer Antibiotika-Therapien ansiedeln und vermehren. Sie können bereits ab dem ersten Tag der Antibiotikaeinnahme zum Einsatz kommen und schützen die wertvolle Darmflora. Spezifische Probiotika sind ein wertvoller Beitrag für Darmgesundheit und Immunsystem und ebenso der beste Schutz vor Nebenwirkungen, wie z.B. durch Antibiotika ausgelöste Durchfälle.

Eine Frau sitzt mit einer Joghurtbowl auf dem Schoß.

Probiotische Helfershelferchen im Darm

Am bekanntesten sind Probiotika aus der Gruppe der Milchsäurebakterien, Laktobazillen und Bifidobakterien. Stämme der Coli-Bakterien (Escherichia Coli) und Hefebakterien

Die Vielfalt der guten Keime wird in unterschiedlichen Zusammensetzungen angeboten. Im Vergleich zu Joghurt haben probiotische Nahrungsergänzungsmittel einige Vorteile. Die Keime werden gefriergetrocknet verarbeitet und zeichnen sich durch eine hohe Stabilität bis zu 24 Monaten aus. Eine spezielle Verkapselung lässt sie auch heil und in größerer Zahl durch den Magen in den Darm gelangen. Probiotische Mikroorganismen müssen den Darm in aktiver Form und in ausreichender Konzentration erreichen um ihre Wirksamkeit entfalten zu können.

Tipp zur Einnahme von Probiotika

Damit möglichst viele gute Keime den Dickdarm erreichen, empfiehlt es sich, sie 90 bis spätestens 30 Minuten vor den Mahlzeiten oder abends vor dem Schlafengehen einzunehmen. Eine ballaststoffreiche und naturbelassene Ernährung unterstützt eine erfolgreiche Ansiedelung der guten Keime.

Darmgesunde Ernährung während der Antibiotika Einnahme? Ernährung für die Darmflora – Präbiotika und Probiotika

Mit einer darmfreundlichen Ernährung und der Zufuhr von einem ausgewogenen Gleichgewicht an Probiotika und Präbiotika können Sie dem Darm helfen, die natürliche Darmflora im Gleichgewicht zu halten. Probiotische Lebensmittel, die mit Laktobazillen und Bifidobakterien versorgen, sind beispielsweise Naturjoghurt, Kefir, Sauerkraut, Oliven und dunkle Schokolade.

Präbiotische Lebensmittel sind ballaststoffreiche Nahrungsmittel, also unverdauliche Nahrungsbestandteile. Präbiotika stärken die „guten Bakterien“ die wiederum das Wachstum der „schlechten Bakterien“ hemmen. Der Verzehr von Präbiotika verbessert zudem die Aufnahme von Calcium und Magnesium aus der Nahrung und sorgt für eine geregelte Verdauung.  Zur Gruppe der präbiotischen Nahrungsmittel gehören z.B. Bananen, Weizenkleie und viele Gemüsesorten. Je stabiler und gesünder die Darmflora, die „Wohngemeinschaft“ der nützlichen Mikroorganismen im Darm, umso stabiler ist unsere Gesundheit und umso geringer die Gefahr für chronische und akute Beschwerden und Erkrankungen. Clever, wie dieses System ist, kann es sich durchaus davon erholen, doch Hilfe von außen ist durchaus willkommen.

Ihre Apotheke berät Sie gerne zur Vielzahl an mikrobiologischen Problemlösern für jede individuelle Lebenssituation, ob im Alter, in Stresszeiten, bei wiederkehrenden Infekten, Darmproblemen oder im Rahmen einer Antibiotikatherapie.

Darmflora – ausgeklügelte Wohngemeinschaft von Mikroorganismen

Wussten Sie schon, dass jeder Mensch 1,5-2 kg Bakterien in seinem Darm trägt? Daneben leben auch andere Einzeller und Pilze in friedlicher Eintracht. Das mag eine unheimliche Vorstellung sein, ist aber das Geheimnis unserer Darmflora. Insgesamt hat die Darmflora schützende, versorgende, stoffwechselanregende und immunologische Fähigkeiten und Funktionen. Jeder Mensch hat seine eigene individuelle Darmflora, die sich erst nach der Geburt in den ersten Lebensjahren ausbildet.

AAD – Antibiotika-assoziierte Durchfälle

Durch den Angriff der Antibiotika auf die natürliche Darmflora, fehlt im Darm der natürliche Schutz. So können sich pathogene krankmachende, unter Umständen auch gegen Antibiotika resistente Keime leicht verbreiten. Besonders häufig ergreift ein Keim namens „Clostridium difficile“ die Chance zur Ausbreitung und ist häufig verantwortlich für die durch Antibiotika ausgelösten Durchfälle. Mediziner sprechen hier von einer „Clostridium difficile-assoziierten Diarrhoe“ (CDAD).

Die Darmflora sorgt für ein gutes Bauchgefühl

Im Darm befindet sich zwischen den Muskelschichten der Darmwand ein hochkomplexes Nervensystem, das als „Bauchhirn“ oder auch „enterisches Nervensystem“ bezeichnet wird. Es übernimmt wichtige Aufgaben, analysiert die aufgenommene Nahrung, unterstützt das Immunsystem und steuert die Darmaktivität. Da Darm und Gehirn in ständigem Austausch stehen, kann eine Schädigung der Darmflora möglicherweise auch psychische Probleme begünstigen. Das Bauchhirn ist vermutlich auch an der Verarbeitung von Gefühlen beteiligt.

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