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Frau trinkt Wasser in der Nähe des Fensters

Fasten

Fasten neu gedacht – Heilfasten, Intervallfasten, Scheinfasten und mehr

Die Tage werden wieder heller, die Vögel zwitschern und die dunklen Wintermonate verabschieden sich endlich. Im Frühjahr möchten sich viele Menschen buchstäblich vom Ballast der langen Wintermonate befreien, Körper und Geist etwas Gutes tun, regenerieren, die Energiespeicher auffüllen und vielleicht auch das eine oder andere überflüssige Pfündchen loswerden. Das Frühjahr ist dafür eine gute Zeit, da auch der Stoffwechsel jetzt wieder so richtig in Schwung kommt.

Immer mehr Menschen in Deutschland halten Fasten für grundsätzlich sinnvoll, besonders die jüngere Generation befasst sich mit den neuesten Erkenntnissen zum Thema Fasten und seinem gesundheitlichen Nutzen. Fasten hat viele verschiedene Gesichter und auch abseits der Pfade des klassischen Fastens, für jeden ist was dabei. Fasten mal ganz neu gedacht!

Fasten – ein natürlicher Baustein des Lebens ?

Das Fasten, ein freiwilliger Nahrungsentzug, ist aus Sicht der Evolution ein sinnvolles Prinzip. Hilft es doch allen Lebewesen selbst in Hungerzeiten leistungsfähig zu bleiben und Energie für Jagd und Sammeln zu behalten. Fasten gehört genauso zu einem natürlichen Leben wie das Essen. Menschen, ebenso wie Tiere fasten in ihrem Leben freiwillig und unfreiwillig. Tiere fasten in verschiedenen Formen, beispielsweise wenn sie Winterschlaf halten. Zugvögel bewegen sich über weite Strecken ohne Nahrung und auch die Winterpause der Natur kann als Fastenpause betrachtet werden. Menschen fasten gezwungenermaßen in schlechten Zeiten, wie Kriegszeiten, Nahrungsmangel, Stress, wobei hier eher der Begriff des „Hungerns“ zutrifft.

Wie lange kennen wir gesundheitliches Fasten? Fasten hat Geschichte?

In der Geschichte der Medizin ist vom Fasten schon früh die Rede. Das Fasten hatte meist kulturelle oder religiöse Hintergründe. Heute gibt es zahlreiche Formen des Fastens, die der Gesundheit dienen sollen. Unter Umständen ist auch eine Gewichtsreduktion das Ziel. Auch die medizinische Bedeutung wird immer deutlicher. Fasten wirkt wie ein heilsamer Impuls auf den Körper. Es soll den Körper von innen reinigen, entgiften und überschüssige Wassereinlagerungen ausschwemmen. Durch die Konzentration auf den eigenen Körper soll der Geist zur Ruhe kommen.

Worum geht es beim Fasten und was sollte ich beachten?

Auf einer Bank sitzende Frau mit Buch auf dem Schoß, lesend auf Balkon

Erfolgreich fasten kann nur, wer die Einstellung mitbringt, sich damit etwas Gutes zu tun. Strenges Fasten sollte man möglichst unter ärztlicher Begleitung, nach einem festgelegten Fastenplan, um Stoffwechselentgleisungen zu vermeiden. Nur Gesunde zwischen dem 14. Und 65. Lebensjahr sollten eine Fastenkur durchführen. Wer eine solche Kur zu Hause macht, sollte sich eine Auszeit vom Alltag nehmen können und jeden Stress vermeiden. Zu fasten beinhaltet auch begleitend viel Bewegung an frischer Luft und viele Wellness- und Entspannungseinheiten für die Seele.

Der Fastenstoffwechsel

Während des Fastens stellt sich der Energiekreislauf „Essen“, das heißt Ernährung von außen, auf den Energiekreislauf „Fasten“ um, also auf eine Ernährung von innen und verbrennt Fettreserven. Das Signal für den Fastenbeginn und die Stoffwechselumschaltung ist die Entleerung des Magen-Darm-Traktes.

Heilfasten nach Buchinger

Bei der 10 bis maximal 40 Tage dauernden Trinkkur nach Otto Buchinger nehmen Fastende maximal 500 Kilokalorien täglich in Form von Gemüsebrühen, Gemüse- und Obstsäften auf. Der Verzicht auf feste Nahrung in Verbindung mit Ruhe, Muße und innerer Einkehr soll die Selbstheilungsprozesse stabilisieren und die Sinne sensibilisieren. Wichtig ist, bis zu drei Liter Flüssigkeit am Tag zu trinken. Denn es entstehen Abbauprodukte wie Harnsäure, Harnstoff, Kreatinin und Ammoniak, die über die Nieren ausgeschieden werden müssen. Ergänzend können Vitamine und Mineralstoffe den täglichen Nährstoffbedarf decken.

Fasten geht ein Entlastungstag und anschließend eine gründliche Darmreinigung voraus. Man löst 40 Gramm Glaubersalz oder Bittersalz in einem halben bis dreiviertel Liter Wasser auf und trinkt dies Schluck für Schluck. Auf das Fasten folgt ein Aufbautag mit einem geriebenen Apfel. Wichtig: sehr langsam kauen. Danach kommt täglich ein neues Nahrungsmittel wie Gemüse, Obst, Joghurt oder ein Getreideprodukt hinzu.

Welche Alternativen gibt es zu einer strengen Fastenkur?

Für alle, die es sich nicht vorstellen können, komplett auf Essen zu verzichten, bieten sich durchaus Alternativen, die man mit einem Zwinkern auch als „Fasten light“ bezeichnen kann. Durch klare Regeln wird der Körper sozusagen in einen Fastenmodus versetzt, ohne dass vollständig auf Nahrung verzichtet werden muss.

In aller Munde: „Intervallfasten“

Hände halten Messer und Gabel über dem Wecker auf einem Teller auf blauem Hintergrund

Während man beim typischen Heilfasten streng fastet, nur etwas Brühe und Saft oder auch nur Wasser trinkt, handelt es sich beim Intervallfasten, auch als intermittierendes Fasten bezeichnet, eher um einen Essens-Rhythmus. Dabei wird tage- oder stundenweise auf Nahrung verzichtet, der Körper in eine „Fastenperiode, versetzt, die sich positiv auf den gesamten Organismus auswirkt. Gegessen werden dürfen normale Mahlzeiten, nur eben zu bestimmten Zeiten, während man zu anderen Zeiten konsequent nichts isst.

Intermittierendes Fasten ist keine Diät im herkömmlichen Sinn, bei der man in kurzer Zeit viel Gewicht verliert, sondern eine Ernährungsweise, die sich dauerhaft durchhalten lässt. Im Gegensatz zu klassischen Diäten kommt es beim Intervallfasten nicht zu einem Muskelabbau und auch die Gefahr des sogenannten Jo-Jo-Effekts ist deutlich geringer. Wer auf eine kontinuierliche Gewichtsreduktion setzt, ist beim Intervallfasten gut aufgehoben, sollte jedoch bei der Essensauswahl zu den richtig gesunden Nahrungsmitteln greifen.

Verschiedene Formen des Intervallfastens?

Die verschiedenen Arten des Intervallfastens unterscheiden sich nach dem Rhythmus des Nahrungsverzichts:

  • 16:8 – Methode: 16 Stunden fasten, 8 Stunden für Mahlzeiten
  • 5:2 – Methode: 5 Tage normale, gesunde Ernährung, 2 Tage (nicht aufeinander folgend, z.B. Di / Do.) mit max. 500-600 Kalorien pro Tag fasten
  • Alternierendes Fasten: Ein- bis zweimal die Woche für 24 Stunden fasten

Und was ist mit Scheinfasten?

Immer häufiger taucht in den Medien eine neue Fastenform, das Scheinfastens auf.

Scheinfasten ist, wie das Heilfasten, eine Fastenkur über einen begrenzten Zeitraum von 5 Tagen. Scheinfasten (engl. Fasting Mimicking Diet FMD) ist ein Ernährungsprogramm, das den Zustand des klassischen Fastens nachahmt, obwohl Nahrung aufgenommen wird. Eine praktikable Option für diejenigen, die nicht auf Essen verzichten können oder wollen, sowie nur über eine kurze Zeit fasten möchten.

Wie funktioniert Scheinfasten?

Durch eine stark kalorienreduzierte, pflanzenbasierte Ernährung über fünf Tage wird bei der FMD-Methode der Körper in einen Fastenmodus versetzt, ohne dass die Energiezufuhr komplett unterbrochen wird.

Erlaubt sind 800-1100 kcal am Tag  in Form von drei kleinen Mahlzeiten, die aus Gemüse, Nüssen und anderen pflanzlichen Bestandteilen zusammengestellt werden. Auf Zucker, tierische Eiweiße und einfache Kohlenhydrate wird verzichtet. Ein Scheinfasten soll etwa 80 bis 90% des der Effekte des Heilfastens erreichen.

Fastenzeiten

Viele Menschen starten das neue Jahr mit einer Fastenkur, andere schließen sich der offiziellen Fastenzeit an. In diesem Jahr dauert die Fastenzeit vom 18. Februar bis 4. April 2026. Das sind etwa 6 Wochen, in denen ruhig mal auf was verzichten kann. Jeder darf entscheiden wo er den Verzicht übt und es geht nicht nur um Essen und Trinken. Genauso kann es auch um Lebensgewohnheiten gehen, wie Plastik, Handy, Fernsehen.

Und das darf auch Spaß machen!

Tipps für eine rundum gute und leichte Fastenzeit

Starten Sie doch einfach in Ihre persönliche Fastenzeit und lassen Sie sich von positiven Veränderungen überraschen

  • Wenn Sie noch nie gefastet haben, starten Sie erstmal mit einem kleineren Zeitraum
  • Vor Fastenstart: 1-2 Umstellungstage mit kleinen leichten Mahlzeiten machen es dem Körper leichter
  • Viel, viel trinken, mindestens 2,5 Liter am Tag!
  • Trinken darf schmecken: jegliche Form von Tee, Gemüsebrühe oder Wasser sind gestattet!
  • Nach dem Fasten ganz langsam wieder an das Essen gewöhnen (2-4 Aufbautage)
  • Entspannung, kleine Verwöhneinheiten, Ablenkung und Bewegung an der frischen Luft tun gut!

Ihre mea® Apotheke nimmt sich Zeit für Sie und begleitet Sie gerne mit vielen nützlichen Tipps und Empfehlungen!

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