Wenn's glatt gehen soll...

Tipps zur Haarentfernung

Auf ein gepflegtes Äußeres achten heute die meisten Menschen und wenn im Sommer wieder Kleider und kurze Hosen den Blick auf nackte Beine lenken, sollte die Haut möglichst gepflegt sein und niemand möchte dort unschöne Behaarung sehen. Doch nicht nur an Frauenbeinen oder unter den Achseln ist haarlose Haut mittlerweile selbstverständlich. Körperenthaarung gehört für viele Frauen und Männer zum ganz normalen Alltag.

Der Anspruch hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Heute geben sich nicht mehr alle mit dem Rasierer oder mit den herkömmlichen Enthaarungsmethoden zufrieden. Sensitive Produkte und Anwendungen ohne Chemie, die die Haut unnötig reizen, sind immer stärker gefragt und erfreuen sich einer wachsenden Beliebtheit.

Eine gute Vorbereitung der Haut ist Pflicht

Bevor Sie sich für eine Enthaarungsmethode entscheiden, sollten Sie auf eine gepflegte und intakte Haut achten. Cremen Sie sich regelmäßig mit einer feuchtigkeitsspenden Körperlotion ein, benutzen Sie regelmäßig ein Körperpeeling oder rubbeln Ihre Haut mit einem Luffa-Schwamm ab. Das befreit die Haut von abgestorbenen Hautschüppchen, verhindert unschöne Pickelchen und vermindert das unangenehme Einwachsen von nachwachsenden Haaren unter der Haut.

Unmittelbar vor der Enthaarung sollte jedoch kein Peeling gemacht werden, um Hautreizungen und Rötungen vorzubeugen. Idealerweise benutzen Sie solche Produkte am Abend zuvor.

Welche Methode ist die Richtige?

Der Klassiker ist bei den meisten Frauen und Männern sicher die Rasur. Diese Methode eignet sich besonders bei großflächigen Stellen und wenn es schnell gehen soll. Hierbei hat sich die Nassrasur mit einem geeignetem Rasierschaum oder -gel gut bewährt. Die Härchen werden aufgeweicht und der Rasierer gleitet wunderbar über die Haut. Zur Not kann man hier übrigens auch eine Haarspülung zweckentfremden. Die Trockenrasur ist nicht so effektiv und kann bei empfindlicher Haut auch den sehr schmerzhaften „Rasierbrand“ auslösen. Wie der Name schon sagt, ist die Haut stark gerötet und brennt. Doch so praktisch wie die Rasur auch ist, die Haare wachsen nach kurzer Zeit wieder nach und kleine Stoppeln werden schnell sichtbar.

Sehr effektiv ist auch die Verwendung von Enthaarungscremes. Die Haare werden durch die chemischen, leicht ätzenden Bestandteile kurz unter der Haut aufgelöst. Die Haarwurzeln bleiben unversehrt und die Haare wachsen nach ca. 4 Tagen wieder nach. Allerdings wird diese Methode von einem unangenehmen Geruch begleitet und Sie sollten unbedingt vor der Anwendung testen, ob die Creme bei Ihnen keine Hautreizungen oder Allergien auslöst.

Wer längerfristig haarfrei sein möchte, muss die Zähne zusammenbeißen. Hier kommen nämlich Epiliergeräte, Warmwachs oder Zuckerpaste zum Einsatz. Dabei werden die Härchen beim Epilieren von einer rotierenden Walze ausgezupft oder beim Wachsen bzw. Sugaring großflächig ausgerupft. Diese Methoden können einem schon die Tränen in die Augen treiben. Besonders bei der Anwendung in sehr empfindlichen Bereichen wie der Bikinizone oder unter den Achseln. Aber wer hier tapfer durchhält, kann sich nach der Behandlung ca. 4- 6 Wochen an dem streichelzarten Ergebnis erfreuen. Die Haare wachsen meistens auch sehr viel feiner wieder nach und von Mal zu Mal wird die Behandlung erträglicher.

Wer dauerhaft die lästigen Härchen loswerden möchte, unterzieht sich einer preisintensiven Laser- oder Lichttherapie. Diese Methode wird von medizinisch geschulten Kosmetikinstituten angeboten oder auch von zertifizierten Ärzten durchgeführt. Hierbei wird die Haarwurzel mit Licht- bzw. Laserenergie völlig schmerzfrei zerstört und die Haare wachsen nicht mehr nach. Für ein gründliches Ergebnis sind ca. 6 Behandlungen in monatlichem Abstand notwendig. Allerdings können als unschöner Nebeneffekt Pigmentstörungen auf der Haut auftreten. Einen dauerhaften Erfolg erzielt man meistens nur bei dunkleren Haaren. Leichter Flaum oder blonde Haare lassen sich leider nicht dauerhaft mit dieser Methode entfernen.

Beruhigung und Pflege der Haut

Egal welche Enthaarungsmethode Sie anwenden, die Hautpflege danach ist Pflicht. Nicht nur um Reizungen und Rötungen zu lindern, sondern auch um den Effekt von glatter, gepflegter Haut noch zu verstärken. Hierfür empfiehlt es, sich beruhigende Lotionen oder Hautschäume mit Panthenol aus der Apotheke anzuwenden. Auf feuchtigkeitsspendende Gele sollten Sie möglichst verzichten, da sie oft Alkohol enthalten und zusätzlich die Haut reizen könnten. Besonders sei hier die Verwendung von Deodorants mit Alkohol zu erwähnen. Nach der Enthaarung unter den Achseln sollten Sie der empfindlichen Haut hier mindestens 24 Stunden Zeit zur Erholung gönnen. Bewährt hat sich, auf die geröteten Stellen Babypuder aufzutragen, was zu dem noch antibakteriell wirkt. Auch ausgiebige Sonnenbäder sind unmittelbar nach der Haarentfernung nicht zu empfehlen.

Ab dem dritten Tag können Sie auch wieder mit dem Körperpeeling beginnen. Wie schon erwähnt, verhindern Sie, dass Härchen einwachsen und schmerzhafte Entzündungen entstehen. Sollte es doch einmal passieren, dann können Sie das Haar meist mühelos mit der Pinzette entfernen. Sitzt es zu tief, dann suchen Sie bitte einen Dermatologen auf.

Wenn Sie diese Tipps neugierig gemacht haben, dann probieren Sie es doch einfach einmal aus. Sie finden sicher eine Methode, die für Sie genau die Richtige ist.