Anthroposophische Arzneimittel

Die anthroposophische Medizin basiert auf den Grundlagen der naturwissenschaftlich orientierten Medizin und erweitert dieses Wissen um Erkenntnisse aus den Geisteswissenschaften.

Körper, Leben, Seele und Geist werden als die vier Wesensglieder des Menschen beschrieben. Daneben existieren die Funktionsebenen Nerven-Sinnes-System, Rhythmisches System und Stoffwechsel-Gliedmaßen-System, die auch als Dreigliederung des Organismus bezeichnet werden.

Die anthroposophischen Arzneimittel sind mineralischen, pflanzlichen, metallischen oder tierischen Ursprungs. Ihre Anwendung beruht unter anderem auf dem Grundsatz, dass sie in jeweils spezifischer Weise die Wechselwirkung der menschlichen Wesensglieder beeinflussen können. Vielfach werden diese Substanzen in potenzierter homöopathischer Form verabreicht, typischerweise als D-Potenzen, oft als Komplex- bzw. Kompositionspräparate. Die anthroposophische Medizin will bewirken, dass der Organismus eine Krankheit aus eigener Kraft überwindet. Bei der Auswahl der Arzneimittel kommt es nicht allein auf die durch Befunde gestützte Diagnose an, sondern auf das gesamte Beschwerdebild des Patienten. Somit ist die gesamte Therapie ganzheitlich orientiert. Der Mensch wird als aktiv mitgestaltendes Individuum betrachtet.