Aspirin 500mg überzogene Tabletten - PZN 10203603

Aspirin 500mg überzogene Tabletten

Bayer Vital GmbH

PZN: 10203603

8,59 € (inkl. MwSt.)
0,43 € / St.


Lieferung per regionalem Botendienst

Online-Zahlung möglich4


Sie haben Fragen zum Artikel?
Schreiben Sie uns eine Nachricht oder rufen Sie zu unseren Öffnungszeiten unter +49 7853 595 an.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage (bei Heilwassern das Etikett) und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Apotheke. Bei Tierarznei lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie die Tierärztin, den Tierarzt oder die Apotheke.

Bei Schmerzen oder Fieber ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben!

Darreichungsform: Ueberzogene Tabletten

  • Das Präparat enthält Acetylsalicylsäure (Ph.Eur.) und ist ein schmerzstillendes und fiebersenkendes Arzneimittel.
  • Es wird angewendet zur symptomatischen Behandlung von Fieber und/oder leichten bis mäßig starken Schmerzen wie z. B. Kopfschmerzen, Schmerzen im Rahmen eines grippalen Infekts, Zahnschmerzen sowie Muskelschmerzen.
  • Das Arzneimittel ist für die Anwendung bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren (mit einem Körpergewicht von 40 kg und darüber) bestimmt.
  • Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach anderen Arzneimitteln mit Acetylsalicylsäure für Patienten mit einem Körpergewicht unter 40 kg.
  • Wenn Sie sich nach 3 Tagen (gilt für Fieber) bzw. 3 - 4 Tagen (gilt für Schmerzen) nicht besser oder gar schlechter fühlen, müssen Sie sich an Ihren Arzt wenden.
  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie beschrieben bzw, nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Anwendung bei Erwachsenen und Jugendlichen (ab 16 Jahren)
    • Die empfohlene Einzeldosis ist 1 Tablette; bei Bedarf kann die Dosis im Abstand von mindestens 4 Stunden wiederholt werden.
    • Bei höherem Fieber oder stärkeren Schmerzen ist die empfohlene Einzeldosis 2 Tabletten; diese Dosis kann bei Bedarf ebenfalls im Abstand von mindestens 4 Stunden wiederholt werden.
    • Die Gesamttagesdosis darf 6 Tabletten nicht überschreiten.
  • Anwendung bei älteren Patienten (ab 65 Jahren)
    • Die empfohlene Einzeldosis ist 1 Tablette bei Bedarf kann die Dosis im Abstand von mindestens 4 Stunden wiederholt werden.
    • Die Gesamtdosis darf 4 Tabletten nicht überschreiten.
  • Anwendung bei Jugendlichen im Alter von 12 - 15 Jahren (Körpergewicht 40 - 50 kg):
    • Die Dosierung hängt vom Körpergewicht des Jugendlichen ab; die Altersangabe dient nur zu Informationszwecken.
    • Die empfohlene Einzeldosis ist 1 Tablette bei Bedarf kann die Dosis im Abstand von mindestens 4 Stunden wiederholt werden.
    • Die Gesamttagesdosis darf 6 Tabletten nicht überschreiten.
  • Anwendung bei besonderen Patientengruppen
    • Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion oder mit Kreislaufproblemen (z. B. Herzinsuffizienz oder erheblichen Blutungen): Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
    • Kinder unter 12 Jahren (mit einem Körpergewicht unter 40 kg): Nicht ohne ärztliche Verschreibung anwenden.

 

  • Dauer der Anwendung
    • Nehmen Sie dieses Arzneimittel maximal 3 Tage (bei Fieber) bzw. 3 - 4 Tage (gegen Schmerzen) ein, es sei denn auf ausdrückliche ärztliche Anordnung.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als sie sollten
    • Es ist möglich, dass während der Behandlugn Beschwerden wie Ohrgeräusche, Hörverlust, Kopfschmerzen oder Schwindel auftreten; dies sind typische Zeichen einer Überdosierung
    • Bei Verdacht auf Überdosierung beenden Sie die Einnahme und wenden Sie sich sofort an einen Arzt.

 

  • Wenn Sie die Anwendung vergessen haben
    • Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn sie eine vorherige Einnahme vergessen haben.

 

  • Wenn Sie noch weitere Fragen zur Einnahme haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
  • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
    • wenn Sie allergisch gegen Acetylsalicylsäure oder andere Salicylate oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
    • wenn Sie in der Vergangenheit mit Asthma oder einer allergischen Reaktion auf Acetylsalicylsäure oder ein ähnliches Arzneimittel (insbesondere nichtsteroidale Entzündungshemmer) reagiert haben (z. B. mit Nesselsucht, Angioödem, starken schnupfenartigen Beschwerden, Schock).
    • wenn Sie ein Magen- oder Darmgeschwür haben (einschließlich Zwölffingerdarmgeschwür).
    • wenn Sie häufig Blutungen haben oder Ihr Blutungsrisiko erhöht ist.
    • wenn Sie eine stark eingeschränkte Nieren-, Leber- oder Herzfunktion haben.
    • wenn Sie mit Methotrexat in einer Dosierung von mehr als 20 mg/Woche behandelt werden.
    • wenn Sie mit oralen Antikoagulanzien (Arzneimitteln, die das Blut verdünnen und die Gerinnung verhindern) behandelt werden.
    • nach dem 5. Monat der Schwangerschaft (Ihre letzte Monatsblutung mehr als 24 Wochen zurückliegt).
  • Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie dieses Arzneimittel anwenden dürfen, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Häufigkeiten: Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.
  • Alle diese Nebenwirkungen sind sehr schwerwiegend und können dringende ärztliche Hilfe oder eine sofortige Aufnahme ins Krankenhaus erforderlich machen. Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder begeben Sie sich in das nächstgelegene Krankenhaus, wenn Sie folgende Beschwerden bemerken:
    • Blutungen (Nasenbluten, Zahnfleischbluten, rote Flecken unter der Haut etc.)
    • allergische Reaktionen wie z. B. Hautausschlag, Asthma-Anfall oder Anschwellen des Gesichts in Verbindung mit Atemproblemen
    • Kopfschmerzen, Schwindel, Hörverlust, Ohrgeräusche (Tinnitus); derartige Beschwerden sind gewöhnlich Zeichen einer Überdosierung
    • Hirnblutung
    • Magenschmerzen
    • Magen-Darm-Blutung. Siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen". Diese Nebenwirkungen treten besonders häufig unter hohen Dosen auf.
    • Anstieg der Leberenzyme, die sich nach dem Absetzen der Behandlung weitgehend normalisieren, Leberfunktionsstörung (betroffen sind hauptsächlich die Leberzellen).
    • Nesselsucht (Urtikaria), Hautreaktionen
    • Reye-Syndrom (Bewusstseinstrübung, auffälliges Verhalten oder Erbrechen) bei einem Kind mit Viruserkrankung, das Acetylsalicylsäure eingenommen hat
    • Nierenfunktionsstörungen, Nierenschädigung
    • Ausbildung von Membranen im Darmraum mit möglicher nachfolgender Verengung (insbesondere bei Langzeitbehandlung).
    • Akute myokardiale Ischämie (schmerzhaftes Herzleiden, welches durch mangelnde Blutzufuhr zum Herzen verursacht wird) mit oder ohne Myokardinfarkt (Herzinfarkt), infolge einer Überempfindlichkeitsreaktion (Kounis-Syndrom).
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Acetylsalicylsäure - peroral

  • allgemein
    • Acetylsalicylsäure soll länger Zeit oder in höheren Dosen nicht ohne Befragung des Arztes angewendet werden
    • zur Vermeidung einer möglichen Überdosierung sollte bei allen gleichzeitig angewendeten Arzneimitteln geprüft werden, ob darin Acetylsalicylsäure enthalten ist
  • Acetylsalicylsäure soll in der Regel nicht oder nur mit Vorsicht und unter einer besonders sorgfältigen ärztlichen Überwachung (verstärktes Monitoring) in den folgenden Situationen angewendet werden
    • Überempfindlichkeit gegen andere Entzündungshemmer / Antirheumatika oder andere allergene Stoffe
    • Allergien (z. B. mit Hautreaktionen, Juckreiz, Nesselfieber) oder Asthma bronchiale, Heuschnupfen, Nasenschleimhautschwellungen (Nasenpolypen), chronischen Atemwegserkrankungen
      • Hinweis zu Patienten mit Asthma: bei manchen Patienten kann dem Auftreten eines Asthma- Anfalls eine Allergie gegen nichtsteroidale Antiphlogistika oder gegen Acetylsalicylsäure zugrunde liegen
        • in diesem Fall ist dieses Arzneimittel kontraindiziert
    • einer gleichzeitigen Therapie mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (z. B. Cumarinderivate, Heparin - mit Ausnahme niedrigdosierter Heparin-Therapie)
    • Magen- oder Darm-Geschwüren oder Magen-Darm-Blutungen, Gastritis in der Vorgeschichte / chronisch,wiederkehrenden Magen- oder Zwölffingerdarmbeschwerden
    • (schweren) Leberfunktionsstörungen / Leberinsuffizienz
    • vorgeschädigter Niere / eingeschränkter Nierenfunktion / Niereninsuffizienz
    • Bluthochdruck und / oder Herzinsuffizienz in der Anamnese
      • vor Behandlungsbeginn ist der Arzt bzw. der Apotheker zu befragen
    • anstehenden Operationen (auch bei kleineren Eingriffen wie z. B. Zahnextraktionen)
      • aufgrund der Hemmwirkung auf die Thrombozytenaggregation, die nach der Anwendung über mehrere Tage andauert, kann Acetylsalicylsäure während und nach einer Operation die Blutungsneigung erhöhen, selbst wenn es sich um einen geringfügigen Eingriff handelt
    • in den ersten 6 Monaten der Schwangerschaft
    • Patientinnen mit Metrorrhagie oder Menorrhagie (Gefahr der Verstärkung und Verlängerung der Monatsblutung)
  • Anwendung von Acetylsalicylsäure in folgenden Situationen wird nicht empfohlen
    • bei gleichzeitiger Anwendung oraler Antikoagulanzien bei Patienten ohne Gastroduodenalulkus in der Anamnese
    • bei gleichzeitiger Anwendung von Clopidogrel (außerhalb der zugelassenen Indikationen für diese Kombination bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom)
    • bei gleichzeitiger Anwendung von Ticlopidin
    • bei gleichzeitiger Anwendung von Anagrelid
      • erhöhtes Blutungsrisiko und Schmälerung der antithrombotischen Wirkung
    • bei gleichzeitiger Anwendung niedermolekularer Heparine (und ähnlicher Substanzen) und unfraktionierter Heparine in kurativer Dosierung
    • bei gleichzeitiger Anwendung anderer nichtsteroidaler Antiphlogistika (NSARs)
    • bei gleichzeitiger Anwendung von Glucocorticoiden (ausgenommen eine Ersatztherapie mit Hydrocortison)
    • bei gleichzeitiger Anwendung von Urikosurika
    • bei gleichzeitiger Anwendung von Pemetrexed bei Patienten mit leichter bis mäßiger Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance zwischen 45 ml/min. und 80 ml/min.)
  • Gastrointestinalblutungen oder -ulzera/-perforationen
    • können während der Behandlung jederzeit auftreten, ohne dass notwendigerweise irgendwelche Vorzeichen auftreten müssen oder dies aufgrund der Anamnese zu befürchten gewesen wäre
    • das relative Risiko hierfür steigt bei älteren Patienten, Patienten mit niedrigem Körpergewicht und Patienten, die mit Antikoagulanzien oder Thrombozytenaggregationshemmern behandelt werden
    • bei Auftreten von schwarzem Stuhl (Teerstuhl), Schmerzen, Hämatemesis wird der Patient aufgeforder sofort den Arzt zu informieren
      • im Falle einer Gastrointestinalblutung / den oben genannten Symptomen muss die Behandlung sofort abgebrochen werden
  • Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder mit verminderter kardiovaskulärer Durchblutung (z.B. renale Gefäßerkrankung, kongestive Herzinsuffizienz, Volumenverlust, größere Operationen, Sepsis oder schwere Blutungsereignisse)
    • Acetylsalicylsäure kann das Risiko einer Nierenfunktionsstörung und eines akuten Nierenversagens weiter erhöhen
  • Analgetika-Intoleranz / Analgetika-Asthma
    • Patienten, die an Asthma, Heuschnupfen, Nasenschleimhautschwellungen (Nasenpolypen) oder chronischen Atemwegsinfektionen (besonders gekoppelt mit heuschnupfenartigen Erscheinungen) leiden, und Patienten mit Überempfindlichkeit gegen Schmerz-und Rheumamittel aller Art, sind bei der Anwendung von Acetylsalicylsäure durch Asthmaanfälle gefährdet (sog. Analgetika-Intoleranz / Analgetika-Asthma)
      • diese Patienten sollten vor Anwendung den Arzt befragen
  • Patienten, die auch auf andere Stoffe mit Hautreaktion, Juckreiz oder Nesselfieber allergisch reagieren
    • diese Patienten sollten vor Anwendung den Arzt befragen
  • Anstieg der Leberwerte
    • bei Überschreitung der empfohlenen Dosierung können die Leberwerte (Transaminasen) ansteigen
    • deshalb ist die regelmäßige Kontrolle der Transaminasen, insbesondere bei Kindern, erforderlich
  • dauerhafte / gewohnheitsmäßige Einnahme
    • Kopfschmerzen
      • bei dauerhafter Einnahme von Schmerzmitteln jeglicher Art können Kopfschmerzen auftreten / verschlimmert werden, die zu erneuter Einnahme führen und damit wiederum eine Fortdauer der Kopfschmerzen bewirken können
        • wenn dieser Fall eintritt oder ein diesbezüglicher Verdacht besteht, sollte medizinischer Rat eingeholt und die Behandlung beendet werden
        • die Diagnose Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch sollte bei Patienten mit häufigen oder täglichen Kopfschmerzen in Betracht gezogen werden, obwohl (oder gerade weil) sie regelmäßig Kopfschmerzmittel einnehmen
      • neu auftretende Kopfschmerzen bei Patienten, die seit längerer Zeit Analgetika in hoher Dosierung einnehmen, dürfen nicht durch eine weitere Dosissteigerung behandelt werden
    • Analgetika-Nephropathie
      • die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln kann zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen
      • dieses Risiko ist besonders groß, wenn mehrere verschiedene Schmerzmittel kombiniert eingenommen werden
  • Harnsäureausscheidung
    • Acetylsalicylsäure vermindert (in niedriger Dosierung) die Harnsäureausscheidung
    • bei prädispositionierten Patienten, die bereits zu geringer Harnsäureausscheidung neigen, kann dies unter Umständen einen Gichtanfall auslösen
  • Reduktion von Nebenwirkungen
    • Nebenwirkungen können reduziert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis über den kürzesten, zur Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet wird
  • hohes Fieber / anhaltende Symptome > 3 Tage
    • bei hohem Fieber oder Anhalten der Symptome über mehr als drei Tage, muss der Arzt konsultiert werden
  • Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenasemangel
    • bei schweren Formen des Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenasemangel kann Acetylsalicylsäure eine Hämolyse oder eine hämolytische Anämie induzieren
    • das Risiko einer Hämolyse kann durch Faktoren wie z. B. hohe Dosierung, Fieber oder akute Infektionen erhöht werden
    • bei Patienten mit G6PD-Mangel darf Acetylsalicylsäure nur unter ärztlicher Aufsicht verabreicht werden
  • akute myokardiale Ischämie mit oder ohne Myokardinfarkt
    • seltene Fälle von akuter myokardialer Ischämie mit oder ohne Myokardinfarkt im Rahmen einer Überempfindlichkeitsreaktion (Kounis-Syndrom) wurden bei Patienten unter Acetylsalicylsäure-Therapie berichtet
    • bei bestätigtem Auftreten eines Kounis-Syndroms aufgrund von Acetylsalicylsäure ist die Behandlungsofort abzubrechen
  • Kinder und Jugendliche
    • Acetylsalicylsäure-haltige Arzneimittel dürfen ohne Rücksprache mit einem Arzt nicht bei Kindern und Jugendlichen bei Virusinfektionen (mit oder ohne Fieber) angewendet werden
    • Acetylsalicylsäure soll bei Kindern und Jugendlichen mit fieberhaften Erkrankungen oder Virusinfektionen (mit oder ohne Fieber) nur auf ärztliche Anweisung und nur dann angewendet werden, wenn andere Maßnahmen nicht wirken
    • sollte es bei diesen Erkrankungen (z. B. bestimmte virale Erkrankungen, insbesondere Influenza A, Influenza B und Varicella-Infektionen) zu lang anhaltendem Erbrechen kommen, so kann dies ein Zeichen des sehr seltenen, aber unter Umständen lebensbedrohlichen Reye-Syndroms sein
      • dies bedarf unbedingt sofortiger ärztlicher Behandlung
    • bei gleichzeitiger Anwendung von Acetylsalicylsäure könnte das Risiko eines Reye-Syndroms erhöht sein, ein Kausalzusammenhang ist jedoch nicht erwiesen
  • Stillzeit
    • Anwendung während der Stillzeit nicht empfohlen
  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen,
      • wenn Sie mit anderen Produkten behandelt werden, die Acetylsalicylsäure enthalten, um eine Überdosierung zu vermeiden.
      • wenn Sie über einen längeren Zeitraum Acetylsalicylsäure in hoher Dosierung eingenommen haben und unter dieser Behandlung Kopfschmerzen auftreten; erhöhen Sie nicht die Dosis, sondern lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
      • wenn Sie regelmäßig Schmerzmittel anwenden, insbesondere wenn Sie gleichzeitig mehrere Schmerzmittel kombinieren; dies kann zu einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion führen.
      • wenn Sie an G6PD-Mangel (Verminderung des Enzyms Glucose-6-phosphat-dehydrogenase) leiden; bei dieser erblichen Krankheit, von der die roten Blutkörperchen betroffen sind, können höhere Dosen Acetylsalicylsäure zur Zerstörung von roten Blutkörperchen (Hämolyse) führen.
      • wenn Sie schon einmal ein Magen- oder Darmgeschwür, eine Magen- oder Darmblutung oder eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) gehabt haben.
      • wenn Ihre Nieren- oder Leberfunktion eingeschränkt ist.
      • wenn Sie an eingeschränkter Nierenfunktion leiden oder ein Patient mit verminderter kardiovaskulärer Durchblutung sind.
      • wenn Sie Asthma haben; bei manchen Patienten kann das Auftreten von Asthma-Anfällen durch allergische Reaktionen auf nichtsteroidale Entzündungshemmer oder auf Acetylsalicylsäure bedingt werden. In diesem Fall wird die Anwendung dieses Arzneimittels nicht empfohlen.
      • wenn Sie starke Monatsblutungen haben.
      • wenn während der Behandlung Blutungen im Magen-Darm-Trakt auftreten (Bluterbrechen, Blut im Stuhl, Schwarzfärbung des Stuhls); in diesem Fall müssen Sie die Behandlung beenden und sofort Ihren Arzt oder einen ärztlichen Notdienst anrufen.
      • wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel einnehmen, die das Blut verdünnen und die Blutgerinnung verhindern (Antikoagulanzien).
      • Acetylsalicylsäure erhöht schon in geringen Dosen das Risiko von Blutungen. Dies gilt auch, wenn die Einnahme bereits mehrere Tage zurückliegt. Informieren Sie Ihren Arzt, den Operateur oder den Anästhesisten bzw. den Zahnarzt, wenn ein operativer Eingriff geplant ist; dies gilt auch für kleine Operationen.
      • Acetylsalicylsäure verändert die Harnsäurekonzentration im Blut; dies muss berücksichtigt werden, wenn Sie Arzneimittel gegen Gicht einnehmen.
      • Die Anwendung dieses Arzneimittels während der Stillzeit wird nicht empfohlen.
    • Bei der Einnahme von Acetylsalicylsäure wurden schwerwiegende allergische Reaktionen berichtet, welche Schmerzen im Brustkorb und sogar Herzinfarkt einschließen können (Kounis-Syndrom, siehe Kategorie "Nebenwirkungen")
    • Wenn Sie Schmerzen in der Brust zusammen mit allergischen Reaktionen (wie z. B. Hautausschläge, Kurzatmigkeit) bemerken, suchen Sie sofort einen Arzt auf.
    • Kinder
      • Bei Kindern mit Viruserkrankungen, die mit Acetylsalicylsäure behandelt wurden, wurde das Reye-Syndrom beobachtet (eine seltene, aber sehr schwerwiegende Erkrankung, die hauptsächlich zu Neurologischen - und Leberschädigungen führt).
      • Deshalb:
        • darf Acetylsalicylsäure bei Kindern mit einer Viruserkrankung wie z. B. Grippe oder Windpocken nur nach vorheriger Rücksprache mit einem Arzt angewendet werden;
        • muss sofort der Arzt informiert werden, wenn bei einem Kind, das Acetylsalicylsäure erhalten hat, Schwindel oder Ohnmachtsanfälle, auffälliges Verhalten oder Erbrechen beobachtet wird.
    •  

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Acetylsalicylsäure hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
  • Acetylsalicylsäure (500 mg pro 1 Stück)
  • Carnaubawachs
  • Hypromellose
  • Natrium carbonat
  • Silicium dioxid, hochdispers
  • Zink stearat
  • Gesamt Natrium Ion (71.7 mg pro 1 Stück)
  • Gesamt Natrium Ion
  • Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen.
    • Im weiteren Text werden folgende Definitionen verwendet:
      • Acetylsalicylsäure wird zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen in hohen Dosen (sog. „antiinflammatorischen" Dosen) angewendet; diese sind folgendermaßen definiert: 1 g oder mehr als Einzeldosis und/oder 3 g oder mehr pro Tag.
      • Acetylsalicylsäure wird zur Behandlung von Schmerzen und Fieber in folgenden Dosen angewendet: 500 mg oder mehr als Einzeldosis und/oder maximal 3 g pro Tag.
    • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
      • wenn Sie mit Methotrexat in einer Dosierung von mehr als 20 mg pro Woche behandelt werden. In diesem Fall darf Acetylsalicylsäure nicht in hohen (antiinflammatorischen) Dosen und nicht zur Behandlung von Schmerzen und Fieber angewendet werden.
      • wenn Sie mit Blutgerinnungshemmern zum Einnehmen (oralen Antikoagulanzien) behandelt werden oder schon einmal ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür hatten. In diesem Fall darf Acetylsalicylsäure nicht in hohen (antiinflammatorischen) Dosen und nicht zur Behandlung von Schmerzen und Fieber angewendet werden.
    • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Acetylsalicylsäure zusammen mit einem der folgenden Arzneimittel anwenden:
      • Blutgerinnungshemmer zum Einnehmen (orale Antikoagulanzien), wenn Acetylsalicylsäure zur Behandlung von Schmerzen und Fieber angewendet wird und Sie noch nie ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür hatten.
      • nichtsteroidale Entzündungshemmer, wenn Acetylsalicylsäure in hohen (antiinflammatorischen) Dosen oder zur Behandlung von Schmerzen und Fieber angewendet wird.
      • Heparine bei Anwendung in kurativen Dosen oder bei älteren Patienten (>/= 65 Jahre), wenn Acetylsalicylsäure in hohen (antiinflammatorischen) Dosen, insbesondere zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen, oder zur Behandlung von Schmerzen und Fieber angewendet wird.
      • Arzneimittel zur Auflösung von Blutgerinnseln (Thrombolytika).
      • Clopidogrel
      • Ticlopidin
      • Harnsäuresenkende Arzneimittel (Urikosurika) zur Behandlung der Gicht (z. B. Benzobromaron, Probenecid)
      • Glucocorticoide (ausgenommen eine Ersatztherapie mit Hydrocortison), wenn Acetylsalicylsäure in hohen (antiinflammatorischen) Dosen angewendet wird.
      • Pemetrexed bei Patienten mit leicht bis mäßig eingeschränkter Nierenfunktion
      • Anagrelid
      • entwässernde Arzneimittel (Diuretika)
      • Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer (ACE-Hemmer), Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten
      • Methotrexat in Dosen bis zu 20 mg pro Woche
      • Arzneimittel zur örtlichen Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden, Antacida und Aktivkohle
      • Deferasirox
      • selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (z. B. Citalopram, Escitalopram, Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin, Sertralin)
    • Um mögliche Wechselwirkungen zwischen den Arzneimitteln zu vermeiden, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker auch über alle sonstigen Arzneimittel informieren, die Sie einnehmen.
  • Einnahme zusammen mit Alkohol
    • Das Arzneimittel darf nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden.

Herstellerinformationen

Bayer Vital GmbH

Website
https://www.bayervital.de

Weitere Herstellerinformationen

Gebäude K56
51366 Leverkusen
Deutschland

Telefon +49 800 1006119
E-Mail gesundheit@bayer.com

Impressum
https://www.gesundheit.bayer.de/impressum