Flurbiprofen AL 8.75 mg Lutschtabletten - PZN 12359947

Flurbiprofen AL 8.75 mg Lutschtabletten

ALIUD Pharma GmbH

PZN: 12359947

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage (bei Heilwassern das Etikett) und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Apotheke. Bei Tierarznei lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie die Tierärztin, den Tierarzt oder die Apotheke.

Darreichungsform: Lutschtabletten

  • Das Arzneimittel enthält Flurbiprofen. Flurbiprofen ist ein nicht-steroidales entzündungshemmendes Arzneimittel (NSAR) mit schmerzlindernden, fiebersenkenden und entzündungshemmenden Eigenschaften.
  • Es wird bei Erwachsenen und Kindern ab 12 Jahren zur Linderung der Symptome bei Halsschmerzen wie Entzündungen der Rachenschleimhaut, Schmerzen und Schwellungen und Schluckbeschwerden angewendet.
  • Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn die Symptome nach 3 Tagen schlechter werden oder sich nicht bessern.
  • Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie beschrieben an oder wie von Ihrem Arzt oder Apotheker verordnet. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Empfohlene Dosierung: Für Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren:
    • Nehmen Sie 1 Lutschtablette und lassen Sie diese langsam im Mund zergehen.
    • Bewegen Sie die Lutschtablette während des Lutschens im Mund.
    • Die Lutschtablette sollte innerhalb von 30 Minuten zu wirken beginnen.
    • Danach nehmen Sie, falls notwendig, alle 3 bis 6 Stunden 1 Lutschtablette.
    • Wenden Sie nicht mehr als 5 Lutschtabletten innerhalb von 24 Stunden an.
  • Nicht bei Kindern unter 12 Jahren anwenden.

 

  • Dauer der Anwendung
    • Diese Lutschtabletten sind nur für den kurzzeitigen Gebrauch bestimmt.
    • Zur Linderung der Symptome sollte die niedrigste wirksame Dosis für die kürzeste erforderliche Dauer angewendet werden. Wenn Sie an einer Infektion leiden, wenden Sie sich unverzüglich an einen Arztoder Apotheker, sofern die Symptome (wie Fieber und Schmerzen) andauern oder sich verschlimmern. Wenn Reizungen im Mundraum auftreten, sollte die Behandlung mit Flurbiprofen abgebrochen werden.
    • Wenden Sie das Arzneimittel nicht länger als 3 Tage an, es sei denn, Ihr Arzt hat es Ihnen verordnet. Falls Sie sich nicht besser oder sogar schlechter fühlen, oder falls neue Beschwerden auftreten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten,
    • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker oder suchen Sie umgehend das nächstgelegene Krankenhaus auf. Beschwerden einer Überdosierung können Übelkeit oder Erbrechen, Magenschmerzen oder seltener Durchfall sein. Ein Klingeln in den Ohren, Kopfschmerzen und Magen-Darm-Blutungen sind ebenfalls möglich.

 

  • Wenn Sie die Anwendung vergessen haben
    • Wenden Sie nicht die doppelte Dosis an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
  • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden, wenn Sie
    • allergisch (überempfindlich) gegen Flurbiprofen oder einen der sonstigen Bestandteile sind,
    • jemals nach der Einnahme von Acetylsalicylsäure oder irgendeinem anderen NSAR Asthma, unerwartete Pfeifatmung oder Kurzatmigkeit, eine gereizte Nase, ein Anschwellen des Gesichts oder einen juckenden Ausschlag (Nesselausschlag) hatten,
    • zwei- oder mehrmaliges Auftreten von Magengeschwüren, Darmgeschwüren oder Blutungen im Magen-/Darmbereich haben oder hatten,
    • nach der Einnahme von NSAR an Blutungen oder Durchbrüchen im Magen-Darm-Bereich, schwerer Dickdarmentzündung oder Bluterkrankungen gelitten haben,
    • Acetylsalicylsäure in hoher Dosierung oder andere NSAR (wie Celecoxib, Ibuprofen, Diclofenac-Natrium usw.) anwenden,
    • in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft sind,
    • Herz-, schwere Nieren- oder schwere Leberschwäche haben oder hatten.
  • Wie alle Arzneimittel kann dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Beenden Sie die Anwendung dieses Arzneimittels und suchen Sie unverzüglich ärztliche Hilfe auf, wenn eine dieser Nebenwirkungen bei Ihnen auftritt:
    • Anzeichen einer allergischen Reaktion, wie Asthma, unerwartet erschwertes Ein- und/oder Ausatmen, Kurzatmigkeit, Juckreiz, laufende Nase oder Hautausschläge.
    • Schwellungen im Gesicht, der Zunge oder im Rachen, die Atembeschwerden verursachen, Herzrasen, Blutdruckabfall bis hin zum Schock (diese können auch bei der ersten Anwendung des Arzneimittels auftreten).
    • Schwere Hautreaktionen wie Schälen der Haut, Blasenbildung oder schuppende Haut..
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen oder Nebenwirkungen, die nicht gelistet sind, bemerken:
    • Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
      • Schwindel, Kopfschmerzen
      • Reizung im Rachenraum
      • Geschwüre oder Schmerzen im Mund
      • Halsschmerzen
      • Unangenehmes oder untypisches Gefühl im Mundbereich (Wärme, Brennen, Kribbeln)
      • Übelkeit und Durchfall
      • Kribbeln und Juckreiz der Haut
    • Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
      • Schläfrigkeit
      • Blasenbildung im Mund oder Rachenraum, Taubheitsgefühl im Rachen
      • Geblähter Magen, Bauchschmerzen, Flatulenz, Verstopfung, Verdauungsstörungen, Übelkeit.
      • Trockener Mund
      • Brennen im Mund, veränderter Geschmackssinn
      • Hautausschläge, juckende Haut
      • Fieber, Schmerzen
      • Müdigkeit oder Schwierigkeiten beim Einschlafen
      • Verschlimmerung von Asthma, Pfeifatmung, Kurzatmigkeit
      • Vermindertes Empfinden im Rachenraum
    • Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)
      • anaphylaktische Reaktionen
    • Nicht bekannt ( Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
      • Blutarmut (Anämie), Thrombozythopenie (geringe Anzahl von Blutplättchen, was zu Blutergüssen und Blutungen führen kann)
      • Schwellungen (Ödeme), Bluthochdruck, Herzinsuffizienz oder Herzinfarkt
      • Schwere Hautreaktionen wie Blasenbildung einschließlich Stevens-Johnson Syndrom , Lyell Syndrom und toxischer epidermaler Nekrolyse.
      • Hepatitis (Leberentzündung)
  • Für mehr Informationen, s. Gebrauchsinformation.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen



  • Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
    • Das Auftreten unerwünschter Wirkungen kann durch die Anwendung der niedrigsten wirksamen Dosis über den kürzesten Zeitraum, der für die Erreichung der Beschwerdefreiheit notwendig ist, minimiert werden.
    • Ältere Patienten
      • Bei älteren Patienten ist mit einem häufigeren Auftreten von Nebenwirkungen auf NSAR zu rechnen, insbesondere Magen-Darm-Blutungen und -Perforation, die tödlich verlaufen können.
    • Erkrankungen der Atemwege
      • Ein Bronchospasmus kann bei Patienten ausgelöst werden, die an Bronchialasthma oder einer Allergie leiden oder litten. Flurbiprofen AL® muss bei diesen Patienten mit Vorsicht angewendet werden.
    • Andere NSAR
      • Die Anwendung von Flurbiprofen-Lutschtabletten zusammen mit anderen NSAR, einschließlich selektiven Cyclooxygenase-2-Inhibitoren, sollte vermieden werden.
    • SLE (Systemischer Lupus erythematodes) und Mischkollagenosen
      • Patienten mit SLE und Mischkollagenosen können ein erhöhtes Risiko für aseptische Meningitis haben. Allerdings wird dieser Effekt üblicherweise nicht in Zusammenhang mit der kurzzeitigen Anwendung von Arzneimitteln wie Flurbiprofen-Lutschtabletten beobachtet.
    • Systemischer Lupus erythematodes (SLE) und Mischkollagenosen
      • Patienten mit SLE und Mischkollagenosen können ein erhöhtes Risiko für eine aseptische Meningitis haben. Allerdings wird dieser Effekt üblicherweise nicht in Zusammenhang mit der kurzzeitigen Anwendung von Arzneimitteln wie Flurbiprofen-Lutschtabletten beobachtet.
    • Schädigung des kardiovaskulären Systems, der Niere und der Leber
      • In Zusammenhang mit der Anwendung von NSAR wurde über das Auftreten von nephrotoxischen Ereignissen in verschiedenen Formen, einschließlich interstitieller Nephritis, nephrotischem Syndrom und Niereninsuffizienz berichtet. Die Anwendung von NSAR kann zu einer dosisabhängigen Verringerung der Prostaglandinbildung und zu akuter Niereninsuffizienz führen. Das höchste Risiko besteht bei Patienten mit beeinträchtigter Nieren-, Herz- und Leberfunktion, bei Patienten, die Diuretika einnehmen, und bei älteren Patienten. Allerdings wird dieser Effekt üblicherweise nicht in Zusammenhang mit der kurzzeitigen Anwendung von Arzneimitteln wie Flurbiprofen-Lutschtabletten beobachtet.
    • Kardiovaskuläre und zerebrovaskuläre Wirkungen
      • Bei Patienten mit anamnestisch bekannter Hypertonie und/oder Herzinsuffizienz ist vor Beginn der Behandlung Vorsicht geboten (Besprechung mit dem Arzt oder Apotheker), da im Zusammenhang mit einer NSAR-Therapie über Flüssigkeitsretention, Hypertonie und Ödeme berichtet wurde.
      • Klinische Studien und epidemiologische Daten legen nahe, dass die Anwendung von manchen NSAR (insbesondere bei hohen Dosen und bei Langzeitbehandlung) möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko für arterielle thrombotische Ereignisse (zum Beispiel Herzinfarkt oder Schlaganfall) verbunden ist. Es stehen nicht genügend Daten zur Verfügung, um dieses Risiko für Flurbiprofen bei Anwendung der maximalen Tagesdosis von 5 Lutschtabletten ausschließen zu können.
    • Leber
      • Leichte bis mäßige Leberfunktionsstörungen.
    • Wirkungen auf das Nervensystem
      • Analgetika-induzierter Kopfschmerz: Im Fall von längerer Analgetika-Anwendung oder Anwendung außerhalb der Empfehlungen kann es zu Kopfschmerzen kommen, die nicht durch erhöhte Dosen dieses Arzneimittels behandelt werden dürfen.
    • Gastrointestinaltrakt
      • NSAR sollten bei Patienten mit Magen-Darm-Erkrankungen in der Vorgeschichte (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) mit Vorsicht angewendet werden, da sich diese Erkrankungen verschlechtern können.
      • Magen-Darm-Blutungen, -Ulzeration oder -Perforation, die tödlich verlaufen können, wurden bei allen NSAR zu jedem Zeitpunkt der Behandlung berichtet, mit oder ohne vorherige Warnsymptome oder schwere Magen-Darm-Ereignisse in der Vorgeschichte.
      • Das Risiko für gastrointestinale Blutung, Ulzeration oder Perforation ist höher mit steigenden NSAR-Dosen, bei Patienten mit Ulzera in der Anamnese, insbesondere bei Komplikationen wie Blutungen oder Perforation, sowie bei älteren Patienten; allerdings wird dieser Effekt üblicherweise nicht in Zusammenhang mit der kurzzeitigen Anwendung von Arzneimitteln wie Flurbiprofen-Lutschtabletten beobachtet. Patienten mit anamnestisch bekannter gastrointestinaler Toxizität, insbesondere in höherem Alter, sollten ihren Arzt über alle ungewöhnlichen abdominalen Symptome (speziell gastrointestinale Blutungen) informieren.
      • Vorsicht ist bei Patienten geboten, die gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Risiko für Ulzeration oder Blutungen erhöhen könnten, wie z. B. orale Corticosteroide, Antikoagulanzien wie Warfarin, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer oder Thrombozytenaggregationshemmer wie Acetylsalicylsäure.
      • Treten bei Patienten unter der Behandlung mit Flurbiprofen Magen-Darm-Blutungen oder -Ulzerationen auf, ist die Behandlung abzusetzen.
    • Haut
      • Im Zusammenhang mit der Einnahme von NSAR wurde in sehr seltenen Fällen von schweren Hautreaktionen, einige mit tödlichem Verlauf, einschließlich exfoliativer Dermatitis, Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse berichtet. Bei ersten Anzeichen eines Hautausschlags, Schleimhautläsionen oder sonstigen Anzeichen von Überempfindlichkeit sollten Flurbiprofen-Lutschtabletten abgesetzt werden.
    • Infektionen
      • Da in Einzelfällen eine Verschlimmerung infektionsbedingter Entzündungen (z. B. Entwicklung einer nekrotisierenden Fasciitis) im zeitlichen Zusammenhang mit der systemischen Anwendung von NSAR beschrieben wurde, soll der Patient unverzüglich einen Arzt aufsuchen, wenn während der Anwendung von Flurbiprofen-Lutschtabletten Anzeichen einer bakteriellen Infektion neu auftreten oder sich verschlimmern. Es ist zu prüfen, ob die Einleitung einer anti-infektiven Therapie mit einem Antibiotikum angezeigt ist.
      • Bei Anzeichen einer eitrigen bakteriellen Pharyngitis/Tonsillitis soll ein Arzt konsultiert werden, da weitere Behandlungsoptionen in Betracht gezogen werden müssen.
    • Maskierung von Symptomen zugrunde liegender Infektionen
      • Epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass systemische nicht-steroidale entzündungshemmende Arzneimittel (NSAR) die Symptome einer Infektion maskieren können, was zu einer verzögerten Initiierung einer angemessenen Behandlung führen und damit den Ausgang der Infektion verschlechtern kann. Dies wurde bei ambulant erworbener, bakterieller Lungenentzündung und bakteriellen Komplikationen bei Varizellen beobachtet. Bei der Anwendung von Flurbiprofen AL®, während der Patient an Fieber oder Schmerzen aufgrund einer Infektion leidet, wird eine Überwachung der Infektion empfohlen.
      • Es wird empfohlen, das Arzneimittel nicht länger als 3 Tage anzuwenden.
    • Sonstige Bestandteile
      • Dieses Arzneimittel enthält Isomalt und Maltitol-Lösung. Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz sollten Flurbiprofen AL® nicht einnehmen. 1 Lutschtablette enthält 2.037,5 mg Isomalt und 427,3 mg Maltitol-Lösung. Dies ist bei Patienten mit Diabetes mellitus zu berücksichtigen. Der Kalorienwert beträgt 2,3 kcal/g Isomalt bzw. Maltitol. Isomalt und Maltitol-Lösung können nach Anwendung mehrerer Dosen täglich eine leicht laxierende Wirkung haben.
      • Dieses Arzneimittel enthält ein Zitronenaroma mit Limonen und Geraniol. Diese können allergische Reaktionen hervorrufen.
      • Dieses Arzneimittel enthält Levomenthol. Bei entsprechend sensibilisierten Patienten können durch Levomenthol Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich Atemnot) ausgelöst werden.
  • Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
    • Die gleichzeitige Anwendung von Flurbiprofen mit folgenden Arzneimitteln sollte vermieden werden:
      • Andere NSAR einschließlich selektive Cyclooxygenase-2-Hemmer:
        • Die gleichzeitige Anwendung von zwei oder mehr NSAR ist zu vermeiden, weil dies mit einem erhöhten Risiko für unerwünschte Wirkungen einhergehen kann (vor allem für gastrointestinale Ereignisse wie z. B. Geschwüre oder Blutungen).
      • Acetylsalicylsäure (niedrige Dosis):
        • Sofern der Arzt nicht die Anwendung von niedrig dosierter Acetylsalicylsäure (maximal 75 mg täglich) empfohlen hat, da dies das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen kann.
    • Bei der gleichzeitigen Anwendung von Flurbiprofen mit folgenden Arzneimitteln ist Vorsicht geboten:
      • Antikoagulanzien:
        • NSAR können die Wirkung von Antikoagulanzien, wie z. B. Warfarin, verstärken.
      • Thrombozytenaggregationshemmer:
        • Erhöhtes Risiko für gastrointestinale Ulzeration oder Blutung.
      • Antihypertensiva (Diuretika, ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Antagonisten):
        • NSAR können die Wirkung von Diuretika und anderen Antihypertensiva abschwächen. Bei einigen Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (z. B. exsikkierte Patienten oder ältere Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion) kann die gleichzeitige Einnahme eines ACE-Hemmers oder Angiotensin-II-Antagonisten mit einem Arzneimittel, das die Cyclooxygenase hemmt, zu einer weiteren Verschlechterung der Nierenfunktion, einschließlich eines möglichen akuten Nierenversagens, führen. Dieser Effekt ist gewöhnlich reversibel. Diese Wechselwirkungen sollten berücksichtigt werden, wenn Patienten gleichzeitig Flurbiprofen und ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Antagonisten einnehmen. Daher sollte eine solche Kombination, vor allem bei älteren Patienten, nur mit Vorsicht angewendet werden. Die Patienten sollten zu einer adäquaten Flüssigkeitseinnahme aufgefordert werden und eine Überwachung der Nierenfunktion sollte in Erwägung gezogen werden.
      • Alkohol:
        • Kann das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen, insbesondere von Blutungen im Magen-Darm-Trakt.
      • Herzglykoside:
        • NSAR können eine Herzinsuffizienz verschlimmern, die glomeruläre Filtrationsrate (GFR) verringern und die Plasmaglykosidspiegel erhöhen. Es wird empfohlen, die Patienten angemessen zu überwachen und, sofern nötig, eine Dosisanpassung vorzunehmen.
      • Ciclosporin:
        • Erhöhtes Risiko für Nephrotoxizität.
      • Corticosteroide:
        • Erhöhtes Risiko gastrointestinaler Ulzera oder Blutungen
      • Lithium:
        • Kann die Lithium-Serumspiegel erhöhen. Es wird empfohlen, die Patienten angemessen zu überwachen und, sofern nötig, die Dosis anzupassen.
      • Methotrexat:
        • Die Anwendung von NSAR innerhalb von 24 Stunden vor oder nach der Verabreichung von Methotrexat kann die Konzentration von Methotrexat und dadurch seine toxische Wirkung erhöhen.
      • Mifepriston:
        • Nach der Anwendung von Mifepriston sollten für 8 - 12 Tage keine NSAR angewendet werden, da NSAR die Wirkung von Mifepriston herabsetzen können.
      • Orale Antidiabetika:
        • Es wurde von Veränderungen des Blutzuckerspiegels berichtet (häufigere Kontrollen werden empfohlen).
      • Phenytoin:
        • Erhöhte Phenytoin-Serumspiegel sind möglich. Es wird empfohlen, die Patienten angemessen zu überwachen und, sofern nötig, eine Dosisanpassung vorzunehmen.
      • Kaliumsparende Diuretika:
        • Die gleichzeitige Anwendung kann zu Hyperkaliämie führen.
      • Probenecid, Sulfinpyrazon:
        • Arzneimittel, die Probenecid oder Sulfinpyrazon enthalten, können die Ausscheidung von Flurbiprofen verzögern.
      • Chinolonantibiotika:
        • Daten aus tierexperimentellen Untersuchungen deuten darauf hin, dass NSAR das Risiko für Krampfanfälle in Zusammenhang mit Chinolonantibiotika erhöhen können. Patienten, die NSAR und Chinolone einnehmen, können daher ein erhöhtes Krampfanfallrisiko aufweisen.
      • Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI):
        • Erhöhtes Risiko für Magen-Darm-Ulzerationen oder -Blutungen.
      • Tacrolimus:
        • Möglicherweise erhöhtes Risiko für Nephrotoxizität bei gleichzeitiger Anwendung von NSAR und Tacrolimus.
      • Zidovudin:
        • Erhöhtes Risiko für Hämatotoxizität bei gleichzeitiger Anwendung von NSAR und Zidovudin.
    • Bis jetzt haben klinische Studien keine Interaktionen zwischen Flurbiprofen und Tolbutamid oder Antazida gezeigt.
    • Kinder und Jugendliche
      • Keine zusätzlichen Informationen verfügbar.
  • Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Es wurden keine Studien über die Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen durchgeführt.
    • Schwindel, Benommenheit und Sehstörungen sind mögliche Nebenwirkungen nach der Anwendung von Flurbiprofen. Betroffene Patienten sollten kein Fahrzeug fahren oder Maschinen bedienen.
  • Überdosierung
    • Symptome
      • Bei den meisten Patienten, die eine klinisch bedeutsame Menge von NSAR eingenommen haben, beschränken sich die Symptome auf Übelkeit, Erbrechen, Oberbauchschmerzen oder, in selteneren Fällen, Diarrhö. Tinnitus, Kopfschmerzen und gastrointestinale Blutungen können ebenfalls auftreten. Bei einer schwereren Vergiftung mit NSAR zeigen sich auch Toxizitätserscheinungen im Zentralnervensystem, die sich in Form von Benommenheit, gelegentlich Erregtheit, Sehstörungen und Desorientiertheit oder Koma äußern. Auch Konvulsionen können gelegentlich auftreten. Bei schweren Vergiftungen mit NSAR kann es zu Stoffwechselazidose und einer Verlängerung der Prothrombinzeit/INR (International Normalized Ratio) kommen, was wahrscheinlich auf Wechselwirkungen mit den im Blut zirkulierenden Gerinnungsfaktoren zurückzuführen ist. Akute Niereninsuffizienz und Leberschäden können auftreten. Bei Asthmatikern ist eine Exazerbation des Asthmas möglich.
    • Therapie
      • Die Therapie einer Überdosierung sollte symptomatisch und unterstützend sein. Es ist darauf zu achten, dass die Atemwege frei sind. Die Herzfunktion sowie Vitalzeichen müssen bis zur Stabilisierung überwacht werden.
      • Die orale Gabe von Aktivkohle oder die Durchführung einer Magenspülung können als Behandlungsmaßnahmen in Betracht gezogen werden, sollte der Patient innerhalb von einer Stunde nach der Einnahme einer potenziell toxischen Dosis vorstellig werden. Wenn nötig, ist eine Korrektur der Serumelektrolyte vorzunehmen. Bei häufigen oder verlängerten Krampfanfällen ist eine Behandlung mit intravenösem Diazepam oder Lorazepam durchzuführen. Bei Asthma sind Bronchodilatatoren zu verabreichen. Ein spezifisches Antidot für Flurbiprofen existiert nicht.
  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie das Arzneimittel einnehmen, wenn Sie
      • jemals Asthma hatten oder an Allergien leiden
      • entzündete Mandeln (Tonsillitis) haben oder glauben, eine bakterielle Halsentzündung zu haben (weil sie möglicherweise Antibiotika benötigen)
      • eine Infektion haben - siehe Abschnitt „Infektionen"
      • Herz, Nieren- oder Leberprobleme haben
      • einen Schlaganfall hatten
      • eine Vorgeschichte mit Darmerkrankungen haben (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn)
      • an einer chronischen Autoimmunerkrankung leiden wie systemischer Lupus erythematodes (SLE) oder Mischkollagenose
      • älter sind, da bei Ihnen mit größerer Wahrscheinlichkeit Nebenwirkungen auftreten können
      • in den ersten 6 Schwangerschaftsmonaten oder in der Stillzeit sind
    • Infektionen
      • Nicht-steroide entzündungshemmende Arzneimittel (NSAIDs) können Anzeichen von Infektionen wie Fieber und Schmerzen verschleiern. Dies kann eine angemessene Behandlung der Infektion verzögern, was zu einem erhöhten Komplikationsrisiko führen kann. Wenn Sie dieses Arzneimittel anwenden, während Sie an einer Infektion leiden, und die Symptome der Infektion anhalten oder sich verschlimmern, wenden Sie sich unverzüglich an einen Arzt oder Apotheker.
    • Während der Anwendung des Präparates
      • Brechen Sie die Anwendung der Lutschtabletten bei den ersten Anzeichen von Hautreaktionen (Hautausschlag, Schälen der Haut, Blasenbildung) oder anderen Anzeichen einer allergischen Reaktion ab und suchen Sie unverzüglich einen Arzt auf.
      • Informieren Sie Ihren Arzt bei ungewöhnlichen Symptomen im Bauch (vor allem Blutungen).
      • Sprechen Sie mit einem Arzt, wenn es Ihnen nicht besser geht, es Ihnen schlechter geht oder neue Symptome auftreten.
      • Die Anwendung von Arzneimitteln wie dieses, ist möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Herzanfälle (Herzinfarkt) oder Schlaganfälle verbunden. Jedes Risiko ist wahrscheinlicher mit hohen Dosen und länger dauernder Behandlung. Überschreiten Sie nicht die empfohlene Dosis oder Behandlungsdauer.
    • Kinder
      • Dieses Arzneimittel sollte nicht bei Kindern unter 12 Jahren angewendet werden.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Es liegen keine Studien über die Auswirkung auf die Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen vor. Allerdings sind Schwindel und Sehstörungen mögliche Nebenwirkungen nach der Einnahme von NSARs. Fahren Sie nicht Auto und bedienen Sie keine Maschinen, wenn Sie davon betroffen sind.
  • Flurbiprofen (8.75 mg pro 1 Stück)
  • Acesulfam, Kaliumsalz
  • Isomalt (2037.5 mg pro 1 Stück)
  • Kalium hydroxid
  • Levomenthol
  • Macrogol 300
  • Maltitol Lösung (427.3 mg pro 1 Stück)
  • Zitronen Aroma (7.5 mg pro 1 Stück)
  • Limonen
  • Geraniol
  • beta-Pinen
  • Sabinen
  • Gamma-Terpinen
  • Beta-Caryophyllen
  • Neral
  • alpha-Terpineol
  • Neryl acetat
  • Geraniol acetat
  • Anwendung mit anderen Arzneimitteln
    • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen oder angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen oder anzuwenden.
    • Dies gilt insbesondere für folgende Arzneimittel:
      • Acetylsalicylsäure in niedriger Dosierung (bis zu 75 mg täglich)
      • Arzneimittel gegen Bluthochdruck oder Herzschwäche (Antihypertensiva, Herzglykoside)
      • Entwässerungstabletten (Diuretika einschließlich kaliumsparender Arzneimittel)
      • blutverdünnende Arzneimittel (Antikoagulantien, Thombozytenagregationshemmer)
      • Arzneimittel gegen Gicht (Probenecid, Sulfinpyrazon)
      • andere NSAR, einschließlich selektiver Cyclooxygenase-2-Hemmer oder Corticosteroide (wie z. B. Celecoxib, Ibuprofen, Diclofenac-Natrium oder Prednisolon)
      • Mifepriston (ein Arzneimittel, das für einen Schwangerschaftsabbruch angewendet wird)
      • Chinolonantibiotika (wie Ciprofloxacin)
      • Ciclosporin oder Tacrolimus (zur Unterdrückung des Immunsystems)
      • Phenytoin (zur Behandlung von Epilepsie)
      • Methotrexat (zur Behandlung von Krebs)
      • Lithium oder selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRIs) (zur Behandlung von Depressionen)
      • Orale Antidiabetika (zur Behandlung von Diabetes)
      • Zidovudin (zur Behandlung von HIV)
  • Anwendung zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol
    • Während der Behandlung sollten Sie keinen Alkohol zu sich nehmen, da dies das Risiko von Magen- oder Darmblutungen erhöhen kann.

Herstellerinformationen

ALIUD PHARMA GmbH

Website
https://www.aliud.de/

Weitere Herstellerinformationen

Gottlieb-Daimler-Straße 19
89150 Laichingen
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