Lemocin Flurbiprofen 8.75 mg/Dosis Spray z.Anw. - PZN 18661506

Lemocin Flurbiprofen 8.75 mg/Dosis Spray z.Anw.

STADA Consumer Health Deutschland GmbH

PZN: 18661506

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage (bei Heilwassern das Etikett) und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Apotheke. Bei Tierarznei lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie die Tierärztin, den Tierarzt oder die Apotheke.

Darreichungsform: Spray

  • Der Wirkstoff ist Flurbiprofen. Flurbiprofen gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die man nicht-steroidale entzündungshemmende Arzneimittel (NSAR) nennt. Diese Arzneimittel wirken, indem sie die Reaktion des Körpers auf Schmerzen, Schwellungen und erhöhte Temperatur beeinflussen.
  • Das Spray wird zur kurzzeitigen Linderung der Symptome bei Halsschmerzen wie Entzündungen der Rachenschleimhaut, Schmerzen, Schwellungen und Schluckbeschwerden bei Erwachsenen ab 18 Jahren angewendet.
  • Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn die Symptome nach 3 Tagen schlechter werden oder sich nicht bessern.
  • Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Die empfohlene Dosis beträgt:
    • Erwachsene ab 18 Jahren:
      • Bei Bedarf alle 3 - 6 Stunden eine Dosis von 3 Sprühstößen in den hinteren Rachenraum einsprühen.
      • Höchstens 5 Dosen (15 Sprühstöße) in einem Zeitraum von 24 Stunden anwenden.
      • Eine Dosis (3 Sprühstöße) enthält 8,75 mg Flurbiprofen.
    • Kinder und Jugendliche
      • Wenden Sie dieses Arzneimittel nicht bei Kindern oder Jugendlichen unter 18 Jahren an.

 

  • Dauer der Anwendung
    • Das Spray ist nur für den kurzzeitigen Gebrauch bestimmt. Zur Linderung der Symptome sollte die niedrigste wirksame Dosis für die kürzeste erforderliche Dauer angewendet werden. Wenn Sie an einer Infektion leiden, wenden Sie sich unverzüglich an einen Arzt oder Apotheker, sofern die Symptome (wie Fieber und Schmerzen) anhalten oder sich verschlimmern (siehe Kategorie " Kontraindikationen"). Wenn Reizungen im Mundraum auftreten, sollte die Behandlung mit Flurbiprofen abgebrochen werden.
    • Wenden Sie dieses Arzneimittel nicht länger als 3 Tage an, es sei denn, Ihr Arzt hat es Ihnen verordnet.
    • Falls Sie sich nicht besser oder sogar schlechter fühlen, oder falls neue Beschwerden auftreten, sprechen Sie mit einem Arzt oder Apotheker.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten
    • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker oder suchen Sie umgehend das nächstgelegene Krankenhaus auf.
    • Beschwerden einer Überdosierung können Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen oder seltener Durchfall sein. Ein Klingeln in den Ohren, Kopfschmerzen und Magen- Darm-Blutungen sind ebenfalls möglich.

 

  • Wenn Sie die Anwendung vergessen haben
    • Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
  • Das Spray darf nicht angewendet werden, wenn Sie
    • allergisch gegen Flurbiprofen oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
    • vorher schon einmal nach der Einnahme eines nichtsteroidalen entzündungshemmenden Arzneimittels (NSAR) oder Aspirin (Acetylsalicylsäure) eine allergische Reaktion hatten, wie z. B. Asthma, unerwartete Pfeifatmung oder Kurzatmigkeit, Juckreiz, eine laufende Nase, Hautausschläge, Schwellung,
    • ein zwei- oder mehrmaliges Auftreten von Magengeschwüren oder Blutungen im Magen-/Darmbereich oder Darmgeschwüren haben oder jemals hatten,
    • jemals eine schwere Colitis (Darmentzündung) hatten,
    • jemals nach der Einnahme von NSAR an Blutgerinnungsstörungen oder Blutungen gelitten haben,
    • sich in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft befinden,
    • eine schwerwiegende Herz-, Nieren- oder Leberschwäche haben.
  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Beenden Sie die Anwendung dieses Arzneimittels und suchen Sie unverzüglich Ihren Arzt auf, wenn eine dieser Nebenwirkungen bei Ihnen auftritt:
    • Schwere Hautreaktionen wie Blasenbildung, einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom und toxischer epidermaler Nekrolyse (seltene Erkrankungen aufgrund schwerwiegender Nebenwirkungen auf Medikamente oder Infektionen, bei denen eine heftige Reaktion der Haut und Schleimhäute ausgelöst wird). Häufigkeit: Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
    • Anzeichen eines anaphylaktischen Schocks, gekennzeichnet durch Schwellungen des Gesichts, der Zunge oder des Rachens, was zu Atembeschwerden, Herzrasen und Blutdruckabfall bis hin zu einem Schock führt (diese können auch bei der ersten Anwendung des Arzneimittels auftreten); Häufigkeit: Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen).
    • Anzeichen von Überempfindlichkeit und Hautreaktionen wie Rötung, Schwellung, Schälen der Haut, Blasenbildung, Ablösung der Haut oder Haut- und Schleimhautgeschwüre. Häufigkeit: Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
    • Anzeichen einer allergischen Reaktion, wie Asthma, unerwartet erschwertes Ein- und/oder Ausatmen oder Kurzatmigkeit, Juckreiz, laufende Nase oder Hautausschläge. Häufigkeit: Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen).
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen oder Nebenwirkungen, die nicht gelistet sind, bemerken:
    • Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
      • Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis)
    • Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
      • Schwindel, Kopfschmerzen,
      • Reizung im Rachenraum,
      • Geschwüre im Mund, Schmerzen oder Taubheit im Mund,
      • Halsschmerzen,
      • Beschwerden bei der Anwendung im Mundbereich (Brennen oder Wärmegefühl),
      • Übelkeit und Durchfall,
      • Kribbeln und Juckreiz der Haut.
    • Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
      • Blasenbildung im Mund oder Rachenraum, Taubheitsgefühl im Rachen,
      • Geblähter Magen, Bauchschmerzen, Flatulenz, Verstopfung, Verdauungsstörungen, Übelkeit,
      • Trockener Mund,
      • Brennen im Mund, veränderter Geschmackssinn,
      • Hautausschläge, Juckreiz auf der Haut,
      • Fieber, Schmerzen,
      • Müdigkeit oder Schwierigkeiten beim Einschlafen,
      • Verschlimmerung von Asthma, erschwertes Ein- und/oder Ausatmen, Kurzatmigkeit,
      • Vermindertes Empfinden im Rachenraum.
    • Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):
      • anaphylaktische Reaktion,
      • Gelbsucht.
    • Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):
      • Blutungen im Verdauungstrakt (schwarzer harter Stuhl mit Bauchschmerzen, möglicherweise Blut im Stuhl oder Erbrechen von Blut),
      • Schwellung verschiedener Körperteile (Angioödem).
    • Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
      • Blutarmut (Anämie), Thrombozytopenie (geringe Anzahl von Blutplättchen, was zu Blutergüssen und Blutungen führen kann),
      • Schwellungen (Ödeme), Bluthochdruck, Herzinsuffizienz oder Herzinfarkt,
      • schwere Formen von Hautreaktionen wie bullöse Reaktionen, einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom und toxischer epidermaler Nekrolyse (seltene Erkrankungen aufgrund schwerer Nebenwirkungen von Medikamenten oder Infektionen, bei denen Haut und Schleimhaut heftig reagieren),
      • Hepatitis (Leberentzündung).
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen



  • Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
    • Das Auftreten von Nebenwirkungen kann durch die Anwendung der niedrigsten wirksamen Dosis über den kürzesten Zeitraum, der für die Erreichung der Beschwerdefreiheit notwendig ist, minimiert werden.
    • Infektionen
      • Da in Einzelfällen eine Verschlimmerung infektionsbedingter Entzündungen (z. B. Entwicklung einer nekrotisierenden Fasziitis) im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendung systemischer NSAR beschrieben wurde, sollte der Patient unverzüglich den Arzt aufsuchen, wenn während der Anwendung von Flurbiprofen Spray Anzeichen einer Infektion auftreten oder diese sich verschlimmern. Es ist zu prüfen, ob die Einleitung einer antiinfektiösen/antibiotischen Therapie angezeigt ist.
      • Bei einer eitrigen bakteriellen Pharyngitis/Tonsillitis sollte der Patient einen Arzt konsultieren, da die Behandlung erneut bewertet werden muss.
      • Sollten sich die Symptome während der Behandlung verschlechtern oder sich neue Symptome entwickeln, sollte die Behandlung überprüft werden.
      • Wenn es zu Reizungen der Mundschleimhaut kommt, sollte die Behandlung mit Flurbiprofen beendet werden.
    • Maskierung von Symptomen zugrunde liegender Infektionen
      • Epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass systemische nicht steroidale entzündungshemmende Arzneimittel (NSARs) die Symptome einer Infektion maskieren können, was zu einer verzögerten Initiierung einer angemessenen Behandlung führen und damit den Ausgang der Infektion verschlechtern kann. Dies wurde bei ambulant erworbener, bakterieller Lungenentzündung und bakteriellen Komplikationen bei Varizellen beobachtet. Bei der Verabreichung von Lemocin® gegen Halsschmerzen Flurbiprofen Spray, während der Patient an Fieber oder Schmerzen aufgrund einer Infektion leidet, wird eine Überwachung der Infektion empfohlen.
    • Ältere Patienten
      • Bei älteren Personen ist mit einem häufigeren Auftreten von Nebenwirkungen auf NSAR zu rechnen, insbesondere Magen-Darm-Blutung und -Perforation, die tödlich verlaufen können.
    • Atemwege
      • Ein Bronchospasmus kann bei Patienten ausgelöst werden, die an Bronchialasthma oder einer Allergie leiden oder litten. Flurbiprofen Spray sollte bei diesen Patienten mit Vorsicht angewendet werden.
    • Andere NSAR
      • Die Anwendung von Flurbiprofen Spray zusammen mit NSAR, einschließlich selektiven Cyclooxygenase-2-Inhibitoren, sollte vermieden werden.
    • Systemischer Lupus erythematodes (SLE) und Mischkollagenose
      • Patienten mit systemischem Lupus erythematodes und Mischkollagenose können ein erhöhtes Risiko für aseptische Meningitis aufweisen; allerdings ist dieser Effekt üblicherweise nicht in Zusammenhang mit der kurzzeitig begrenzten Anwendung von Arzneimitteln wie Flurbiprofen Spray nachgewiesen.
    • Schädigung des kardiovaskulären Systems, der Nieren und der Leber
      • In Zusammenhang mit der Anwendung von NSAR wurde über das Auftreten von nephrotoxischen Ereignissen in verschiedenen Formen, einschließlich interstitieller Nephritis, nephrotischen Syndroms und Niereninsuffizienz, berichtet. Die Anwendung eines NSAR kann zu einer dosisabhängigen Verringerung in der Prostaglandinbildung führen und eine Niereninsuffizienz auslösen. Das größte Risiko für diese Vorfälle haben Patienten mit beeinträchtigter Nieren-, Herz- und Leberfunktion, Patienten, die Diuretika anwenden und ältere Patienten. Allerdings ist dieser Effekt üblicherweise in Zusammenhang mit der kurzzeitig begrenzten Anwendung von Arzneimitteln wie Flurbiprofen Spray nicht beobachtet worden.
    • Leber- oder Nierenfunktionsstörungen
      • Bei leichten bis mäßigen Leber- oder Nierenfunktionsstörungen ist Vorsicht geboten.
    • Kardiovaskuläre und zerebrovaskuläre Effekte
      • Vor Beginn der Behandlung von Patienten mit einer Vorgeschichte mit Bluthochdruck und/oder Herzinsuffizienz ist Vorsicht geboten (Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker), da in Zusammenhang mit einer NSAR-Therapie über Wasseransammlung, Bluthochdruck und Ödembildung berichtet wurde.
      • Klinische Studien und epidemiologische Daten legen nahe, dass die Anwendung von einigen NSAR (insbesondere in hohen Dosen und bei Langzeitbehandlung) möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko von arteriellen thrombotischen Ereignissen (zum Beispiel Herzinfarkt oder Schlaganfall) verbunden ist. Es stehen nicht genügend Daten zur Verfügung, um für Flurbiprofen bei einer Tagesdosis von bis zu 5 Dosen von jeweils 8,75 mg Flurbiprofen (3 Sprühstöße pro Dosis) dieses Risiko ausschließen zu können.
      • Patienten mit unkontrolliertem Bluthochdruck, Herzinsuffizienz, etablierter ischämischer Herzkrankheit, peripherer arterieller Verschlusskrankheit und/oder zerebrovaskulärer Erkrankung sollten nur nach sorgfältiger Abwägung mit Flurbiprofen behandelt werden. Die Anwendung von Flurbiprofen-Spray unter den angegebenen Bedingungen wird aufgrund ihrer niedrigen Dosis und kurzen Anwendungsdauer als geeignet angesehen.
    • Wirkungen auf das Nervensystem
      • Analgetika-induzierte Kopfschmerzen: Wenn Analgetika über einen längeren Zeitraum (> 3 Monate) alle zwei Tage oder häufiger verabreicht werden, können Kopfschmerzen auftreten oder sich verschlimmern. Kopfschmerzen, die durch übermäßigen Gebrauch von Analgetika hervorgerufen werden (MOH Medikamentenübergebrauchskopfschmerz), sollten nicht durch eine Dosiserhöhung behandelt werden. In solchen Fällen sollte die Einnahme/Anwendung von Schmerzmitteln in Absprache mit dem Arzt abgesetzt werden.
    • Magen-Darm-Trakt
      • NSAR sollten bei Patienten mit Magen-Darm-Erkrankungen in der Vorgeschichte (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) mit Vorsicht angewendet werden, da sich diese Erkrankungen verschlechtern können. Magen-Darm-Blutungen, Ulzeration oder Perforation, die möglicherweise tödlich verlaufen können, wurden bei allen NSAR zu jedem Zeitpunkt der Behandlung berichtet, mit oder ohne vorherigen Warnsymptomen oder schweren Magen-Darm-Ereignissen in der Vorgeschichte.
      • Das Risiko gastrointestinaler Blutungen, Ulzeration oder Perforation ist höher mit steigenden NSAR-Dosen, bei Patienten mit Ulzera in der Anamnese, insbesondere bei Komplikationen wie Blutungen oder Perforation, sowie bei älteren Patienten; allerdings wird dieser Effekt üblicherweise nicht in Zusammenhang mit der kurzzeitig begrenzten Anwendung von Arzneimitteln wie Flurbiprofen Spray beobachtet. Patienten mit gastrointestinalen Nebenwirkungen in der Vorgeschichte, insbesondere ältere Patienten, sollten ihrem Arzt alle ungewöhnlichen abdominellen Symptome (insbesondere Magen-Darm-Blutungen) melden.
      • Vorsicht ist bei Patienten geboten, die gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Risiko von Ulzeration oder Blutungen erhöhen könnten, z. B. orale Kortikosteroide, Antikoagulanzien wie Warfarin, selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer oder Thrombozytenaggregationshemmer wie Acetylsalicylsäure.
      • Treten bei Patienten während der Behandlung mit Flurbiprofen Magen-Darm-Blutungen oder Ulzeration auf, ist die Behandlung abzusetzen.
    • Hämatologische Effekte
      • Flurbiprofen kann wie andere NSAR die Thrombozytenaggregation hemmen und die Blutungszeit verlängern. Flurbiprofen Spray sollte bei Patienten mit einem Potenzial für abnormale Blutungen mit Vorsicht eingesetzt werden.
    • Haut
      • Im Zusammenhang mit der Einnahme von NSAR wurde in sehr seltenen Fällen von schweren Hautreaktionen, einige mit tödlichem Verlauf, einschließlich Dermatitis exfoliativa, Stevens-Johnson-Syndrom und toxischer epidermaler Nekrolyse, berichtet. Bei den ersten Anzeichen eines Hautausschlags, Schleimhautläsionen oder sonstigen Anzeichen von Überempfindlichkeit sollte Flurbiprofen Spray abgesetzt werden.
      • Patienten mit DM (Diabetes mellitus) können dieses Produkt nach Rücksprache mit ihrem Arzt verwenden.
    • Sonstige Bestandteile
      • Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Dosis (3 Sprühstöße), d. h., es ist nahezu „natriumfrei".
      • Dieses Arzneimittel enthält 0,14 mg Alkohol (Ethanol) pro Dosis (3 Sprühstöße). Die Menge in 1 Dosis (3 Sprühstöße) dieses Arzneimittels entspricht weniger als 0,0035 ml Bier oder 0,0014 ml Wein. Die geringe Alkoholmenge in diesem Arzneimittel hat keine wahrnehmbaren Auswirkungen.
      • Dieses Arzneimittel enthält Aromastoffe mit D-Limonen, Citral und Eugenol, die allergische Reaktionen hervorrufen können.
  • Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
    • Siehe folgende Tabellen
      • Die gleichzeitige Anwendung von Flurbiprofen mit folgenden Arzneimitteln sollte vermieden werden:
        • Andere NSARs einschließlich selektiver Cyclooxygenase-2-Inhibitoren
          • Die gleichzeitige Anwendung von zwei oder mehr NSAR ist zu vermeiden, weil dies mit einem erhöhten Risiko für Nebenwirkungen einhergehen kann (vor allem gastrointestinale Ereignisse, wie z. B. Geschwüre und Blutungen).
          • Acetylsalicylsäure (niedrig dosiert)
            • Sofern der Arzt nicht die Anwendung von niedrig dosierter Acetylsalicylsäure (maximal 75 mg täglich) verordnet hat, da dies das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen kann.
      • Bei der gleichzeitigen Anwendung von Flurbiprofen mit folgenden Arzneimitteln ist Vorsicht geboten:
        • Antikoagulanzien
          • NSAR können die Wirkung von Antikoagulanzien, wie z. B. Warfarin, verstärken.
        • Thrombozyten-aggregations-hemmer
          • Erhöhtes Risiko für gastrointestinale Ulzeration oder Blutung.
        • Antihypertensiva (Diuretika, ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Antagonisten)
          • NSAR können die Wirkung von Diuretika abschwächen. Andere Antihypertensiva können das Risiko einer durc Cyclooxigenase-Hemmung hervorgerufenen Nephrotoxizität erhöhen, insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion. (Patienten sollten ausreichend hydriert sein)
        • Alkohol
          • Kann das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen, insbesondere für Blutungen im Magen-Darm-Trakt.
        • Herzglykoside
          • NSAR können eine Herzinsuffizienz verschlimmern, die glomeruläre Filtrationsrate (GFR) verringern und die Plasmaglykosidspiegel erhöhen - eine entsprechende Überwachung und, sofern nötig, eine Dosisanpassung wird empfohlen.
        • Ciclosporin
          • Erhöhtes Risiko für Nephrotoxizität.
        • Kortikosteroide
          • Erhöhtes Risiko für Ulzeration und Blutungen im Magen-Darm-Trakt.
        • Lithium
          • Kann die Serumlithiumspiegel erhöhen. Es wird empfohlen, die Patienten angemessen zu überwachen und, sofern nötig, eine Dosisanpassung vorzunehmen.
        • Methotrexat
          • Die Anwendung von NSAR vor oder nach der Verabreichung von Methotrexat kann dessen Konzentration und dadurch seine toxische Wirkung erhöhen.
        • Mifepriston
          • Nach der Anwendung von Mifepriston sollten für 8 - 12 Tage keine NSAR angewendet werden, da NSAR die Wirkung von Mifepriston herabsetzen können.
        • Orale Antidiabetika
          • Es wurde von Veränderungen des Blutzuckerspiegels berichtet (häufigere Kontrolle wird empfohlen).
        • Phenytoin
          • Es sind erhöhte Phenytoinserumspiegel möglich. Es wird empfohlen, die Patienten angemessen zu überwachen und, sofern nötig, eine Dosisanpassung vorzunehmen.
        • Kaliumsparende Diuretika
          • Eine gleichzeitige Anwendung kann zu Hyperkaliämie führen (Überprüfung des Serumkaliumspiegels wird empfohlen).
        • Probenezid und Sulfinpyrazon
          • Arzneimittel, die Probenezid oder Sulfinpyrazon enthalten, können die Ausscheidung von Flurbiprofen verzögern.
        • Chinolonantibiotika
          • Daten aus tier- und humanexperimentellen Untersuchungen deuten darauf hin, dass NSAR das Risiko für Krampfanfälle in Zusammenhang mit Chinolon-Antibiotika erhöhen können. Patienten, die NSAR und Chinolone einnehmen, können daher ein erhöhtes Krampfanfallrisiko aufweisen.
        • Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI)
          • Erhöhtes Risiko für Magen-Darm-Ulzerationen oder -Blutungen.
        • Tacrolimus
          • Möglicherweise erhöhtes Risiko einer Nephrotoxizität bei gleichzeitiger Anwendung von NSAR mit Tacrolismus.
        • Zidovudin
          • Erhöhtes Risiko für Hämatotoxizität bei der gleichzeitigen Anwendung von NSAR mit Zidovudin.
        • Fluconazol
          • Kann den Serumspiegel von Flurbiprofen erhöhen.
        • Antazida
          • Kann die Absorptionsrate von Flurbiprofen erhöhen - klinische Relevanz ist nicht bekannt.
        • Nahrungsmittel
          • Die gleichzeitige Einnahme mit Nahrungsmitteln kann den Wirkungseintritt verzögern.
        • Acetazolamid
          • Flurbiprofen kann zu einem leichten Anstieg des scheinbaren Verteilungsvolumens im Steady-State von Acetazolamid führen. Die klinische Relevanz ist nicht bekannt.
    • Bisher gibt es keine Studien, die Wechselwirkungen zwischen Flurbiprofen und Tolbutamid gezeigt haben.
    • Kinder und Jugendliche
      • Keine zusätzlichen Informationen verfügbar.
  • Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Es wurden keine Studien über die Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen durchgeführt. Schwindel, Benommenheit und Sehstörungen sind mögliche Nebenwirkungen nach der Anwendung von NSARs. Wenn er davon betroffen ist, sollte ein Patient nicht Auto fahren oder Maschinen bedienen.
  • Überdosierung
    • Symptome
      • Bei den meisten Patienten, die klinisch bedeutsame Mengen von NSAR eingenommen haben, beschränkten sich die Symptome auf Übelkeit, Erbrechen, Oberbauchschmerzen oder, in selteneren Fällen, Diarrhö. Tinnitus, Kopfschmerzen und Magen-Darm-Blutungen können ebenfalls auftreten. Bei einer schwereren Vergiftung mit NSAR zeigten sich auch Toxizitätserscheinungen im Zentralnervensystem, die sich in Form von Benommenheit, gelegentlich Erregtheit, Sehstörungen und Desorientiertheit oder Koma äußern. Auch Krampfanfälle können gelegentlich auftreten. Bei schweren Vergiftungen mit NSAR kann es zu Stoffwechselazidose und einer Verlängerung der Prothrombinzeit/INR kommen, was wahrscheinlich auf Wechselwirkungen mit den im Blut zirkulierenden Gerinnungsfaktoren zurückzuführen ist. Akute Niereninsuffizienz und Leberschäden können auftreten. Bei Asthmatikern ist eine Verschlechterung des Asthmas möglich.
    • Therapie
      • Die Therapie einer Überdosierung sollte symptomatisch und unterstützend sein. Es ist darauf zu achten, dass die Atemwege frei sind. Die Herzfunktion sowie Vitalzeichen müssen bis zur Stabilisierung überwacht werden. Die orale Gabe von Aktivkohle oder die Durchführung einer Magenspülung können als Behandlungsmaßnahmen in Betracht gezogen werden, sollte der Patient innerhalb von einer Stunde nach der Anwendung einer potenziell toxischen Dosis vorstellig werden. Wenn nötig, ist eine Korrektur der Serumelektrolyte vorzunehmen. Bei häufigen oder verlängerten Krampfanfällen ist eine Behandlung mit intravenösem Diazepam oder Lorazepam durchzuführen. Bei Asthma sind Bronchodilatatoren zu verabreichen. Ein spezifisches Antidot für Flurbiprofen existiert nicht.
  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor das Spray anwenden, wenn Sie
      • bereits ein anderes nicht-steroidales entzündungshemmendes Arzneimittel (NSAR) oder Acetylsalicylsäure anwenden,
      • Tonsillitis (entzündete Mandeln) haben oder glauben, eine bakterielle Halsentzündung zu haben (weil sie möglicherweise Antibiotika benötigen),
      • älter sind (da Nebenwirkungen bei Ihnen mit größerer Wahrscheinlichkeit auftreten können),
      • Asthma haben oder jemals hatten oder an Allergien leiden,
      • Hauterkrankungen namens systemischer Lupus erythematodes oder Mischkollagenose haben,
      • Bluthochdruck haben,
      • eine Vorgeschichte mit Darmerkrankungen haben (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn),
      • in der Vergangenheit Herz-, Nieren- oder Leberprobleme hatten,
      • einen Schlaganfall hatten,
      • in den ersten 6 Schwangerschaftsmonaten sind oder wenn Sie stillen,
      • wenn Sie durch Schmerzmittel (Analgetika) ausgelöste Kopfschmerzen haben
      • wenn Sie Diabetes haben,
      • wenn Sie eine Infektion haben - siehe Abschnitt „Infektionen" unten.
      • Während der Anwendung des Sprays
        • Brechen Sie die Anwendung des Sprays bei den ersten Anzeichen von Hautreaktionen (Hautausschlag, Schälen der Haut, Blasenbildung) oder anderen Anzeichen einer allergischen Reaktion ab und suchen Sie unverzüglich einen Arzt auf.
        • Informieren Sie Ihren Arzt bei ungewöhnlichen Symptomen im Bauch (vor allem Blutungen).
        • Sprechen Sie mit einem Arzt, wenn es Ihnen nicht besser geht, es Ihnen schlechter geht oder neue Symptome auftreten.
        • Die Anwendung von Arzneimitteln, die Flurbiprofen enthalten, ist möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Herzanfälle (Herzinfarkt) oder Schlaganfälle verbunden. Jedes Risiko ist wahrscheinlicher mit hohen Dosen und länger dauernder Behandlung. Überschreiten Sie nicht die empfohlene Dosis oder Behandlungsdauer (siehe Kategorie "Dosierung").
      • Infektionen
        • Nichtsteroidale entzündungshemmende Arzneimittel (NSAR) können Anzeichen von Infektionen wie Fieber und Schmerzen verschleiern. Dies kann eine angemessene Behandlung der Infektion verzögern, was zu einem erhöhten Komplikationsrisiko führen kann. Wenn Sie dieses Arzneimittel anwenden, während Sie an einer Infektion leiden, und die Symptome der Infektion anhalten oder sich verschlimmern, wenden Sie sich unverzüglich an einen Arzt oder Apotheker.
      • Warnhinweise zu ggf. enthaltenen Hilfsstoffen finden Sie in der Gebrauchsinformation.
      • Kinder und Jugendliche
        • Dieses Arzneimittel darf nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Dieses Arzneimittel sollte Ihre Fähigkeit, ein Fahrzeug zu führen oder Maschinen zu bedienen, nicht beeinflussen. Allerdings sind Schwindel und Sehstörungen mögliche Nebenwirkungen nach der Anwendung von NSARs. Fahren Sie nicht Auto und bedienen Sie keine Maschinen, wenn Sie davon betroffen sind.
  • Flurbiprofen (8.75 mg pro 0.54 Milliliter)
  • Betadex
  • Citronensäure, wasserfrei
  • Dinatrium hydrogenphosphat 12-Wasser
  • Hydroxypropyl betadex
  • Kirsch Aroma
  • Ethanol
  • Propylenglycol
  • D-Limonen
  • Eugenol
  • Citral
  • Natrium hydroxid
  • Pfefferminz Aroma
  • Ethanol
  • Propylenglycol
  • D-Limonen
  • Saccharin, Natriumsalz
  • Wasser, gereinigt
  • Ethanol (0.464 mg pro 0.54 Milliliter)
  • Gesamt Natrium Ion (23 mg pro 0.54 Milliliter)
  • Gesamt Natrium Ion
  • Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Dies gilt insbesondere für folgende Arzneimittel:
      • andere nicht-steroidale entzündungshemmende Arzneimittel (NSAR) einschließlich selektiver Cyclooxygenase-2-Hemmer gegen Schmerzen oder Entzündung, da diese das Risiko von Magen- oder Darmblutungen erhöhen können,
      • Warfarin, Acetylsalicylsäure und andere blutverdünnende oder gerinnungshemmende Arzneimittel,
      • ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Antagonisten (Arzneimittel, die den Blutdruck senken),
      • Diuretika (Entwässerungstabletten) einschließlich kaliumsparender Diuretika,
      • selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRIs) (zur Behandlung von Depressionen),
      • herzwirksame Glykoside wie z. B. Digoxin (gegen Herzerkrankungen),
      • Ciclosporin (um nach einer Transplantation das Abstoßen von Organen zu verhindern),
      • Kortikoide (zur Entzündungshemmung),
      • Lithium (bei Stimmungsstörungen),
      • Methotrexat (zur Behandlung von Psoriasis, Arthritis und Krebs),
      • Mifepriston (ein Arzneimittel, das für einen Schwangerschaftsabbruch angewendet wird). NSARs sollten 8 - 12 Tage nach der Einnahme von Mifepriston nicht angewendet werden, da sie die Wirkung von Mifepriston verringern können.
      • Orale Antidiabetika (zur Behandlung von Diabetes),
      • Phenytoin (zur Behandlung von Epilepsie),
      • Probenecid, Sulfinpyrazon (gegen Gicht und Arthritis),
      • Chinolon-Antibiotika wie Ciprofloxacin, Levofloxacin (bei bakteriellen Infektionen),
      • Tacrolismus (Immunsuppressivum nach Organtransplationen),
      • Zidovudin (zur Behandlung von HIV),
      • Fluconazol (Antimykotikum zur Behandlung einer Reihe von Pilzinfektionen),
      • Antazida (zur Neutralisierung von Magensäure),
      • Acetazolamid (zur Behandlung eines Glaukoms oder von Flüssigkeitsretention).
  • Anwendung zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol
    • Während der Behandlung sollten Sie keinen Alkohol zu sich nehmen, da dies das Risiko von Magen- oder Darmblutungen erhöhen kann. Die Anwendung zusammen mit einer Mahlzeit könnte den Beginn der Wirkung verzögern.

Herstellerinformationen

STADA Consumer Health Deutschland GmbH

Website
https://www.stada.de/

Weitere Herstellerinformationen

Stadastraße 2 – 18
61118 Bad Vilbel
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