Grippostad C Stickpack
STADA Consumer Health Deutschland GmbH
PZN: 09671871
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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage (bei Heilwassern das Etikett) und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Apotheke. Bei Tierarznei lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie die Tierärztin, den Tierarzt oder die Apotheke.
Ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben!
Darreichungsform: Granulat
- Das Präparat ist ein Arzneimittel gegen grippale Infekte und Erkältungskrankheiten.
- Das Arzneimittel wird angewendet
- bei Erwachsenen zur Behandlung von gemeinsam auftretenden Beschwerden wie Kopf- und Gliederschmerzen, Schnupfen und Reizhusten im Rahmen einer einfachen Erkältungskrankheit.
- Bei gleichzeitigem Fieber oder erhöhter Körpertemperatur wirkt das Präparat fiebersenkend.
- Das Arzneimittel enthält mehrere Wirkstoffe, die jeweils in einer festgelegten Menge dosiert sind. Daher kann die Dosis nicht individuell angepasst werden, wenn Sie überwiegend unter einem der oben genannten Symptome leiden. Sprechen Sie in solchen Fällen bitte mit Ihrem Arzt oder Apotheker, dieser wird Ihnen ein Arzneimittel anderer Zusammensetzung empfehlen.
- Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
- Die empfohlene Dosis beträgt
- Erwachsene
- nehmen 3-mal täglich den Inhalt eines Beutels ein.
- Patienten mit eingeschränkter Leber- und/oder Nierenfunktion
- Bei Patienten mit Leber- und/oder Nierenfunktionsstörungen sowie angeborenem vermehrten Bilirubin-Gehalt des Blutes (Gilbert-Syndrom oder Meulengracht-Krankheit) muss die Dosis vermindert bzw. der Zeitabstand zwischen zwei Einnahmen verlängert werden. Bitte sprechen Sie diesbezüglich mit Ihrem Arzt.
- Bei schwerer Einschränkung der Nierenfunktion dürfen Sie das Arzneimittel nicht einnehmen.
- Kinder und Jugendliche
- Kinder unter 18 Jahren dürfen das Arzneimittel nicht einnehmen.
- Erwachsene
- Dauer der Anwendung
- Sie sollten das Präparat nicht ohne ärztlichen Rat über längere Zeit oder in höheren Dosen einnehmen.
- Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
- Verständigen Sie bei Verdacht auf eine Überdosierung mit dem Arzneimittel sofort einen Arzt und zeigen Sie ihm Ihre Medikamentenpackung. Ihr Arzt wird über das weitere Vorgehen entscheiden und je nachdem wie lange die Einnahme zurückliegt, die notwendigen Maßnahmen ergreifen.
- Folgende Zeichen können auf eine Überdosierung der in dem Präparat enthaltenen Wirkstoffe hindeuten:
- Paracetamol: Bei Überdosierung kann es anfangs (am 1. Tag) zu Übelkeit, Erbrechen, Appetitverlust, Blässe und Bauchschmerzen kommen. Trotz Besserung des Allgemeinbefindens am 2. Tag kann es zu einer fortschreitenden Schädigung der Leber kommen.
- Chlorphenaminmaleat: Bei Überdosierung können z. B. Rötung des Gesichts, starre und weite Pupillen, Mundtrockenheit und Verstopfung auftreten. Daneben wurden auch Halluzinationen, Koordinationsstörungen und Krämpfe beobachtet.
- Coffein: Bei Überdosierung können Zittern, Störungen des zentralen Nervensystems und Herz-Kreislauf-Störungen auftreten.
- Ascorbinsäure (Vitamin C): In hohen Dosen kann vorübergehender Durchfall auftreten.
- Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
- Falls Sie eine Einnahme einmal vergessen haben, nehmen Sie bei der nächsten Einnahme nicht mehr als die übliche, empfohlene Dosis ein. Fahren Sie so mit der Einnahme fort, wie hier beschrieben.
- Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie allergisch gegen Paracetamol, Ascorbinsäure (Vitamin C), Coffein, Chlorphenaminmaleat oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
- wenn Sie unter schweren Nierenfunktionsstörungen leiden,
- von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren,
- wenn Sie schwanger sind,
- wenn Sie stillen.
- Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
- Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffen sind:
- Wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt, wenn Sie bei sich allergische Reaktionen beobachten.
- Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
- Mundtrockenheit.
- Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
- allergische Hautreaktionen (einfacher Hautausschlag oder Nesselausschlag), unter Umständen begleitet von Temperaturanstieg (Arzneimittelfieber) und Schleimhautschädigung.
- Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):
- Anstieg der Leberwerte (Lebertransaminasen).
- Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):
- Veränderungen des Blutbildes wie Verminderung der weißen Blutzellen (Leukopenie, Neutropenie, Agranulozytose),
- verminderte Anzahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie, thrombozytopenische Purpura),
- Verringerung der Anzahl aller Zellen des Blutes (Panzytopenie),
- verminderte Blutzellbildung im Knochenmark (aplastische Anämie),
- bei hoher Dosierung Bildung eines veränderten Blutfarbstoffs, was zu einem Sauerstoffmangel im Gewebe führen kann (leichte Methämoglobinbildung),
- Unwillkürliche Bewegungen (Dyskinesien),
- Auslösung einer Augenkrankheit mit erhöhtem Augeninnendruck (Engwinkelglaukom),
- Sehstörungen,
- die Atemwege betreffende allergische Reaktionen; bei vorbelasteten Personen kann durch den Wirkstoff Paracetamol eine Verkrampfung der Atemmuskulatur (Bronchospasmus) ausgelöst werden (Analgetika-Asthma),
- Magen-Darm-Beschwerden,
- Beschwerden beim Wasserlassen; nach längerer Einnahme höherer Dosen kann es zu Nierenschäden kommen,
- Appetitsteigerung,
- Für den Wirkstoff Paracetamol sind schwere allergische Reaktionen (Schwellungen u.a. im Gesicht [Quincke-Ödem], Atemnot, Schweißausbruch, Übelkeit, Blutdruckabfall bis hin zum Kreislaufversagen und anaphylaktischer Schock) beschrieben worden.
- Sehr selten wurden für den Wirkstoff Paracetamol Fälle von schweren Hautreaktionen berichtet.
- nach längerer Einnahme höherer Dosen oder bei Überdosierung kann es zu Leberschäden kommen,
- psychotische Reaktionen.
- Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
- eine schwere Erkrankung, die das Blut saurer machen kann (sogenannte metabolische Azidose), bei Patienten mit schweren Erkrankungen, die Paracetamol einnehmen,
- unregelmäßiger Herzschlag (Arrhythmie), wie z. B. Beschleunigung des Herzschlags (Tachykardie),
- Müdigkeit, Benommenheit,
- schwerste Hautreaktionen mit Blasenbildung (Stevens-Johnson-Syndrom, Lyell-Syndrom) sind in Einzelfällen im zeitlichen Zusammenhang bei Arzneimitteln mit gleicher Wirkstoffkombination wie in diesem Präparat aufgetreten.
- innere Unruhe, Schlaflosigkeit.
- Weisen Sie Ihren Arzt auf die Einnahme dieses Arzneimittels hin, wenn bei Ihnen Laboruntersuchungen (z. B. Blut oder Urin) durchgeführt werden sollen.
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
- Grippostad® C STICKPACK sollte nur mit besonderer Vorsicht bzw. nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden bei
- Nierenfunktionsstörungen
- Leberfunktionsstörungen
- Gilbert-Syndrom (Meulengracht-Krankheit)
- Oxalat-Urolithiasis
- Eisen-Speichererkrankungen (Thalassämie, Hämochromatose, sideroblastische Anämie)
- chronischem Alkoholmissbrauch
- Pyloroduodenaler Obstruktion und Blasenhalsobstruktion
- Engwinkelglaukom
- Ulcus ventriculi oder duodeni
- Hyperthyreose
- Arrhythmien (Gefahr der Verstärkung von Tachykardien und Extrasystolen)
- Angststörungen (Gefahr der Verstärkung).
- Bei hohem Fieber, Anzeichen einer Sekundärinfektion, Verschlechterung der Symptome oder weiteren Komplikationen muss der Arzt konsultiert werden.
- Allgemein sollen Paracetamol-haltige Arzneimittel ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nur wenige Tage und nicht in erhöhter Dosis angewendet werden.
- Bei längerem hoch dosierten, nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch von Analgetikahaltigen Arzneimitteln können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen.
- Kinder und Jugendliche
- Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist kontraindiziert.
- Warnhinweise
- Paracetamol
- Eine Überschreitung der empfohlenen Dosis kann wie bei allen Paracetamol-haltigen Arzneimitteln zu schweren Leberschäden führen. In diesem Fall ist eine umgehende Behandlung erforderlich.
- Um das Risiko einer Überdosierung zu vermeiden, sollte sichergestellt werden, dass auch bei Einnahme weiterer Paracetamolhaltiger Arzneimittel die Tageshöchstdosis von Paracetamol (ab 43 kg Körpergewicht: 4.000 mg Paracetamol) nicht überschritten wird.
- Fälle von metabolischer Azidose mit vergrößerter Anionenlücke (HAGMA) aufgrund von Pyroglutaminsäure-(5-Oxoprolin-)Azidose wurden bei Patienten mit schweren Erkrankungen, wie schwerer Nierenfunktionsstörung und Sepsis, oder bei Patienten mit Mangelernährung oder anderen Ursachen für Glutathionmangel (z. B. chronischer Alkoholismus) berichtet, die mit einer therapeutischen Dosis von Paracetamol über einen längeren Zeitraum oder mit einer Kombination von Paracetamol und Flucloxacillin behandelt wurden. Bei Verdacht auf HAGMA aufgrund einer Pyroglutaminsäure-Azidose wird ein sofortiges Absetzen von Paracetamol und eine engmaschige Überwachung empfohlen.
- Ascorbinsäure
- Bei der Einnahme hoher Dosen von Ascorbinsäure (4 g täglich) wurden bei Patienten mit erythrozytärem Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel in Einzelfällen z. T. schwere Hämolysen beobachtet. Eine Überschreitung der angegebenen Dosisempfehlung ist daher zu vermeiden.
- Bei Disposition zur Nierensteinbildung besteht bei Einnahme hoher Dosen von Ascorbinsäure die Gefahr der Bildung von Calciumoxalatsteinen.
- Grippostad® C STICKPACK enthält 128 mg Natrium pro Beutel, entsprechend 6,4% der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g.
- Paracetamol
- Grippostad® C STICKPACK sollte nur mit besonderer Vorsicht bzw. nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden bei
- Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
- Folgende Wechselwirkungen zu den Einzelkomponenten von Grippostad® C STICKPACK sind bekannt:
- Paracetamol
- Die gleichzeitige Anwendung mit Arzneimitteln, die zu einer Verlangsamung der Magenentleerung führen wie z. B. Propanthelin, kann zur Verzögerung der Aufnahme und des Wirkungseintritts von Paracetamol führen.
- Die gleichzeitige Behandlung mit Arzneimitteln, die zu einer Beschleunigung der Magenentleerung führen wie z. B. Metoclopramid, kann eine Beschleunigung der Aufnahme und des Wirkungseintritts von Paracetamol bewirken.
- Die gleichzeitige Anwendung mit AZT (Zidovudin) kann die Neigung zur Ausbildung einer Neutropenie verstärken. Grippostad® C STICKPACK soll daher nur nach ärztlichem Anraten gleichzeitig mit AZT angewendet werden.
- Die Einnahme von Probenecid hemmt die Bindung von Paracetamol an Glukuronsäure und führt dadurch zu einer Reduzierung der Paracetamol-Clearance um ungefähr den Faktor 2. Bei gleichzeitiger Einnahme von Probenecid sollte die Paracetamoldosis verringert werden.
- Salicylamide können zu einer Verlängerung der Eliminationshalbwertszeit von Paracetamol führen.
- Besondere Vorsicht ist bei der gleichzeitigen Einnahme von Arzneimitteln, die zu einer Enzyminduktion führen, sowie bei potenziell hepatotoxischen Substanzen geboten.
- Die wiederholte Einnahme von Paracetamol über mehr als eine Woche verstärkt die Wirkung von Antikoagulanzien. Die gelegentliche Einnahme von Paracetamol hat keine signifikanten Auswirkungen.
- Colestyramin verringert die Aufnahme von Paracetamol.
- Vorsicht ist geboten, wenn Paracetamol gleichzeitig mit Flucloxacillin angewendet wird, da die gleichzeitige Anwendung mit einer metabolischen Azidose mit vergrößerter Anionenlücke aufgrund einer Pyroglutaminsäure-(5-Oxoprolin-)Azidose in Zusammenhang gebracht wurde, insbesondere bei Patienten mit Risikofaktoren.
- Chlorphenaminmaleat
- Bei gleichzeitiger Einnahme von Chlorphenaminmaleat mit zentraldämpfenden Mitteln oder Alkohol wird die sedierende Wirkung verstärkt.
- Coffein
- Coffein kann die sedativen Wirkungen verschiedener Substanzen wie z. B. Barbiturate, Antihistaminika etc. abschwächen.
- Coffein wirkt synergistisch bezüglich der tachykarden Wirkung von z. B. Sympathomimetika, Thyroxin etc.
- Bei gleichzeitiger Einnahme von Theophyllin kann die Ausscheidung von Theophyllin vermindert sein.
- Coffein erhöht das Abhängigkeitspotenzial von Substanzen des Typs Ephedrin.
- Bei Kombination von Coffein und Substanzen mit breitem Wirkungsspektrum (z. B. Benzodiazepine) können im Einzelnen unterschiedliche und nicht voraussehbare Wechselwirkungen auftreten.
- Orale Kontrazeptiva, Cimetidin und Disulfiram vermindern den Coffein-Abbau in der Leber; Barbiturate und Nikotin beschleunigen ihn.
- Die gleichzeitige Gabe von Gyrasehemmern des Chinoloncarbonsäure-Typs kann die Elimination von Coffein und seinem Abbauprodukt Paraxanthin verzögern.
- Ascorbinsäure
- Bisher sind keine Wechselwirkungen bekannt geworden.
- Paracetamol
- Folgende Wechselwirkungen zu den Einzelkomponenten von Grippostad® C STICKPACK sind bekannt:
- Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr und/oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße in Zusammenwirken mit Alkohol.
- Überdosierung
- Symptome einer Überdosierung
- Überdosierungen mit Grippostad® C STICKPACK sind bisher nicht bekannt geworden.
- Die Symptome einer Überdosierung mit Grippostad® C STICKPACK setzen sich aus den Symptomen der Intoxikationen mit den Einzelsubstanzen zusammen.
- Paracetamol
- Ein Intoxikationsrisiko besteht insbesondere bei älteren Menschen, kleinen Kindern, Personen mit Lebererkrankungen, chronischem Alkoholmissbrauch, chronischer Fehlernährung und bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die zu einer Enzyminduktion führen. In diesen Fällen kann eine Überdosierung zum Tod führen.
- In der Regel treten Symptome innerhalb von 24 Stunden auf: Übelkeit, Erbrechen, Anorexie, Blässe und Unterleibsschmerzen. Danach kann es zu einer Besserung des subjektiven Befindens kommen, es bleiben jedoch leichte Leibschmerzen als Hinweis auf eine Leberschädigung.
- Eine Überdosierung mit ca. 6 g oder mehr Paracetamol als Einzeldosis bei Erwachsenen oder mit 140 mg/kg Körpergewicht als Einzeldosis bei Kindern führt zu Leberzellnekrosen, die zu einer totalen irreversiblen Nekrose und später zu hepatozellulärer Insuffizienz, metabolischer Azidose und Enzephalopathie führen können. Diese wiederum können zu Koma, auch mit tödlichem Ausgang, führen. Gleichzeitig wurden erhöhte Konzentrationen der Lebertransaminasen (AST, ALT), Laktatdehydrogenase und des Bilirubins in Kombination mit einer erhöhten Prothrombinzeit beobachtet, die 12 - 48 Stunden nach der Anwendung auftreten können. Klinische Symptome der Leberschäden werden in der Regel nach 2 Tagen sichtbar und erreichen nach 4 - 6 Tagen ein Maximum.
- Auch wenn keine schweren Leberschäden vorliegen, kann es zu akutem Nierenversagen mit akuter Tubulusnekrose kommen. Zu anderen, leberunabhängigen Symptomen, die nach einer Überdosierung mit Paracetamol beobachtet wurden, zählen Myokardanomalien und Pankreatitis.
- Chlorphenaminmaleat
- Bei Überdosierung kann es zu einem anticholinergen Syndrom mit Rötung des Gesichts, Ataxie, Erregung, Halluzinationen, Muskeltremor, Konvulsionen, erstarrten und erweiterten Pupillen, trockenem Mund, Obstipation und abnorm hohem Fieber kommen. Daneben können auch zentralnervöse Zeichen einer Vergiftung (Halluzination, Koordinationsstörungen, Krämpfe) auftreten. Finale Symptome sind Koma, Atemlähmung und Herz-Kreislauf-Kollaps.
- Coffein
- Bei Aufnahme von 1 g Coffein oder mehr in kurzer Zeit können Vergiftungssymptome auftreten: Tremor, zentralnervöse Symptome, Herz-Kreislauf-Reaktionen (Tachykardie, Myokardschäden).
- Ascorbinsäure
- Zur Gefahr von Hämolysen und Nierensteinen. Nach Einzeldosen ab 3 g treten gelegentlich, ab 10 g fast immer vorübergehende osmotische Diarrhöen auf, die von entsprechenden abdominellen Symptomen begleitet werden.
- Therapie einer Überdosierung
- Die Behandlung einer Überdosierung erfolgt symptomatisch.
- Symptome einer Überdosierung
- Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen:
- wenn Sie an schweren Krankheiten leiden, einschließlich (schwerer) Nierenfunktionsstörung oder Sepsis (wenn Bakterien und ihre Giftstoffe im Blut kreisen und zu Organschäden führen), oder wenn Sie an Mangelernährung oder chronischer Alkoholkrankheit leiden oder wenn Sie zusätzlich Flucloxacillin (ein Antibiotikum) einnehmen. Bei Patienten in diesen Situationen wurde über eine schwere Erkrankung berichtet, die als metabolische Azidose (eine Störung des Bluts und des Flüssigkeitshaushalts) bezeichnet wird. Sie trat auf, wenn Paracetamol in normalen Mengen über einen längeren Zeitraum angewendet wurde oder wenn Paracetamol zusammen mit Flucloxacillin angewendet wurde. Zu den Zeichen einer metabolischen Azidose können gehören: starke Atembeschwerden mit tiefer schneller Atmung, Benommenheit, Übelkeit und Erbrechen,
- wenn bei Ihnen eine Leberfunktionsstörung vorliegt,
- bei angeborenem vermehrten Bilirubin-Gehalt des Blutes (genannt Gilbert-Syndrom oder Meulengracht-Krankheit),
- wenn Sie unter Nierensteinen leiden oder zu Nierensteinen neigen. Dann besteht bei Einnahme großer Mengen des Arzneimittels durch die enthaltene Ascorbinsäure (Vitamin C) die Gefahr, dass sich Nierensteine (Calciumoxalatsteine) bilden. Sprechen Sie in diesem Fall vor der Einnahme mit Ihrem Arzt,
- wenn Sie unter bestimmten Erkrankungen leiden, bei denen zu viel Eisen im Körper gespeichert wird (Thalassämie, Hämochromatose, sideroblastische Anämie),
- wenn Sie alkoholkrank sind,
- wenn bei Ihnen eine Verengung des Magenausgangs und/oder eine Verengung des Blasenausgangs vorliegt,
- wenn Sie unter einer Erhöhung des Augeninnendrucks leiden (Engwinkelglaukom),
- wenn Sie unter Magen- und/oder Zwölffingerdarm-Geschwüren leiden,
- wenn bei Ihnen eine Schilddrüsenüberfunktion vorliegt,
- wenn Sie unter Herzrhythmusstörungen leiden,
- wenn Sie unter Angststörungen leiden,
- wenn Sie andere Paracetamol-haltige Arzneimittel anwenden,
- bevor Sie schmerzstillende Arzneimittel wie dieses Präparat über längere Zeit und/oder in höheren Dosierungen einnehmen. Dadurch können Kopfschmerzen auftreten, die Sie dann nicht durch erhöhte Dosen dieser Arzneimittel behandeln dürfen. Sprechen Sie in diesem Fall bitte mit Ihrem Arzt.
- wenn Sie an einer erblichen Störung des Stoffwechsels der roten Blutzellen (erythrozytäre Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel) leiden. Es kann in Einzelfällen zu einer Auflösung der roten Blutzellen kommen (schwere Hämolyse). Ihr Arzt kann diese Erkrankung durch einen Bluttest feststellen.
- Wenn sich Ihre Beschwerden verschlimmern, keine Besserung eintritt oder weitere Beschwerden hinzukommen sowie bei hohem Fieber müssen Sie Ihren Arzt aufsuchen.
- Kinder und Jugendliche
- Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist die Anwendung nicht erlaubt.
- Hinweise zum Wirkstoff Paracetamol (enthalten in diesem Präparat)
- Ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat sollten Sie Paracetamol-haltige Arzneimittel (wie z. B dieses Arzneimittel) allgemein nur wenige Tage und nicht in erhöhter Menge einnehmen.
- Eine Überschreitung der empfohlenen Dosis kann, wie bei allen Arzneimitteln, die Paracetamol enthalten, zu schweren Leberschäden führen. In diesem Fall ist eine umgehende ärztliche Behandlung erforderlich.
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen:
- Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschienen
- Dieses Arzneimittel kann auch bei Anwendung im empfohlenen Dosisbereich das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkeht und/oder zum Bedienen von Maschienen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße in Zusammenwirken mit Alkohol.
- Wenn Ihr Reaktionvermögen beeinträchigt ist, dürfen Sie kein Fahrzeug führen oder Maschienen bedienen.
- Ascorbinsäure (300 mg pro 2.02 Gramm)
- Chlorphenamin hydrogenmaleat (5 mg pro 2.02 Gramm)
- Coffein (50 mg pro 2.02 Gramm)
- Paracetamol (400 mg pro 2.02 Gramm)
- Chlorphenamin (3.52 mg pro 2.02 Gramm)
- Citronensäure, wasserfrei
- Natrium cyclamat
- Natrium hydrogencarbonat
- Povidon K25
- Riboflavin 5' phosphat, Mononatriumsalz
- Saccharin, Natriumsalz
- Talkum
- Zitronen Aroma
- Gesamt Natrium Ion (128 mg pro 2.02 Gramm)
- Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
- Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.
- Wechselwirkungen der in dem Präparat enthaltenen Wirkstoffe sind mit folgenden Arzneimitteln möglich:
- andere Arzneimittel, die Paracetamol enthalten:
- Bei gleichzeitiger Einnahme des Präparates mit anderen Paracetamol-haltigen Arzneimitteln muss von Ihrem Arzt oder Apotheker sichergestellt werden, dass die maximale Tagesdosis an Paracetamol nicht überschritten wird. Möglicherweise muss die Dosierung angepasst werden.
- Arzneimittel, die zu einer Verlangsamung der Magenentleerung führen (z. B. Propanthelin):
- Solche Arzneimittel können zu einem langsameren Wirkungseintritt des Präparates führen.
- Arzneimittel, die zu einer Beschleunigung der Magenentleerung führen (z. B. Metoclopramid):
- Solche Arzneimittel können zu einem schnelleren Wirkungseintritt des Präparates führen.
- Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (Antikoagulanzien):
- Die wiederholte Einnahme des Arzneimittels über einen Zeitraum von mehr als 1 Woche kann die Wirkung der blutgerinnungshemmenden Arzneimittel verstärken.
- Arzneimittel mit breitem Wirkungsbereich wie z. B. Benzodiazepine (Schlaf- und Beruhigungsmittel):
- Ihr Arzt kann Ihnen sagen, ob Sie solche Arzneimittel bereits anwenden. Bei Kombination mit dem Präparat können unterschiedliche und nicht voraussehbare Wechselwirkungen auftreten. Wenn Sie bei gleichzeitiger Einnahme solcher Arzneimittel Wechselwirkungen bemerken, informieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt.
- Arzneimittel zur Behandlung einer HIV-Infektion (AZT, Zidovudin):
- Die Neigung zur Ausbildung einer Neutropenie (Verminderung der weißen Blutkörperchen) wird verstärkt. Daher sollten Sie das Arzneimittel nur nach ärztlichem Anraten gleichzeitig mit AZT anwenden.
- Arzneimittel gegen Gicht (Probenecid):
- Bei gleichzeitiger Einnahme von Probenecid wird Ihr Arzt die Dosis gegebenenfalls verringern.
- Schmerzmittel (Salicylamide):
- Bei gleichzeitiger Anwendung des Arzneimittels Salicylamiden kann die Wirkung verlängert sein.
- Arzneimittel zur Senkung erhöhter Blutfettwerte (Colestyramin):
- Bei gleichzeitiger Anwendung mit Colestyramin kann die Wirkung verringert sein.
- Flucloxacillin (Antibiotikum),
- wegen des schwerwiegenden Risikos von Blut- und Flüssigkeitsanomalien (sogenannte metabolische Azidose), die dringend behandelt werden müssen.
- Arzneimittel zur Behandlung von Asthma (Theophyllin):
- Die Ausscheidung von Theophyllin aus dem Körper kann herabgesetzt sein.
- Arzneimittel gegen Erkältungskrankheiten oder Heuschnupfen (Ephedrin und verwandte Substanzen):
- Die gleichzeitige Anwendung mit dem Präparat erhöht die Gefahr für die Entwicklung einer Abhängigkeit von solchen Substanzen.
- Arzneimittel, die sich auf Stoffwechselvorgänge in der Leber auswirken:
- Die gleichzeitige Anwendung dieser Arzneimittel kann die Gefahr einer Leberschädigung durch das Präparat erhöhen.
- Beispiele:
- bestimmte Schlafmittel (Barbiturate)
- Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie (Phenytoin, Carbamazepin)
- Arzneimittel zur Behandlung von Tuberkulose (Rifampicin)
- Beispiele:
- Die gleichzeitige Anwendung dieser Arzneimittel kann die Gefahr einer Leberschädigung durch das Präparat erhöhen.
- Arzneimittel mit beruhigender Wirkung:
- Die Wirkung dieser Arzneimittel kann durch das Präparat verändert werden.
- Beispiele:
- bestimmte Schlafmittel (Barbiturate)
- Arzneimittel zur Behandlung geistig-seelischer Erkrankungen (Psychopharmaka)
- Arzneimittel zur Behandlung von Allergien (Antihistaminika)
- Beispiele:
- Die Wirkung dieser Arzneimittel kann durch das Präparat verändert werden.
- Arzneimittel, die die Herzfrequenz steigern:
- Die Wirkung dieser Arzneimittel kann durch das Präparat verstärkt werden.
- blutdrucksteigernde Arzneimittel (Sympathomimetika)
- Schilddrüsenhormone (Thyroxin)
- Die Wirkung dieser Arzneimittel kann durch das Präparat verstärkt werden.
- Arzneimittel, die den Abbau und die Ausscheidung verändern können
- Beispiele:
- "Pille" (orale Kontrazeptiva)
- Magenmittel (Cimetidin)
- Alkoholentwöhnungsmittel (Disulfiram)
- bestimmte Schlafmittel (Barbiturate)
- Nikotin (z. B. beim Rauchen)
- bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen (bestimmte Gyrasehemmer).
- Beispiele:
- andere Arzneimittel, die Paracetamol enthalten:
- Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol
- Das Arzneimittel darf nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden, da Alkohol die Wirkung und die Nebenwirkungen des Arzneimittels beeinflussen kann.
Herstellerinformationen
STADA Consumer Health Deutschland GmbH
Website
https://www.stada.de/
Weitere Herstellerinformationen
Stadastraße 2 – 18
61118 Bad Vilbel
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