nikofrenon 7 mg/24 Stunden Pflaster - PZN 15993202

nikofrenon 7 mg/24 Stunden Pflaster

HEUMANN PHARMA GmbH & Co. Generica KG

PZN: 15993202

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage (bei Heilwassern das Etikett) und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Apotheke. Bei Tierarznei lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie die Tierärztin, den Tierarzt oder die Apotheke.

Darreichungsform: Pflaster Transdermal

  • Das Präparat ist ein nicotinhaltiges transdermales Pflaster zur Unterstützung bei der Raucherentwöhnung.
  • Es wird angewendet zur Linderung von Nicotinentzugssymptomen und zur Unterstützung der Raucherentwöhnung bei Nicotinabhängigkeit.
  • Eine Beratung und Betreuung des Patienten erhöhen in der Regel die Erfolgsraten.
  • Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Bei Beginn der Behandlung mit dem Arzneimittel müssen Sie mit dem Rauchen vollständig aufhören.
  • Die nicotinhaltigen Pflaster gibt es in drei Wirkstärken: 7 mg/24 Stunden, 14 mg/24 Stunden und 21 mg/24 Stunden.
  • Die Startdosis ist abhängig von Ihren bisherigen Rauchgewohnheiten. Für eine optimale Behandlung richten Sie sich bitte nach folgendem Dosierschema:
    • Mehr als 20 Zigaretten pro Tag
      • Startphase 3 - 4 Wochen: 21 mg/24 Stunden
      • Fortsetzungsphase 3 - 4 Wochen: 14 mg/24 Stunden
      • Ausklang 3 - 4 Wochen: 7 mg/24 Stunden
    • Bis einschließlich 20 Zigaretten pro Tag
      • Startphase 3 - 4 Wochen: 14 mg/24 Stunden
      • Fortsetzungsphase 3 - 4 Wochen: 14 mg/24 Stunden
      • Ausklang 3 - 4 Wochen: 7 mg/24 Stunden
  • So wird über 9 - 12 Wochen stufenweise immer weniger Nicotin zugeführt. Damit wird der Körper vom Nicotin entwöhnt und gleichzeitig werden körperliche Entzugserscheinungen deutlich gemindert. Hat sich Ihr Rauchverlangen schon vorzeitig deutlich reduziert, können Sie auch bereits nach einer Woche auf eine niedrigere Pflasterstärke wechseln. Für eine Verringerung des Nicotinersatzes gegen Ende der Behandlung ist ein Pflaster mit 7 mg/24 Stunden geeignet.
  • Eine Dosierungsanpassung kann nicht durch Zerschneiden eines transdermalen Pflasters erreicht werden. Es kann bei Zerschneiden zu einer Abnahme der Wirksamkeit kommen, die über die Reduzierung der Klebefläche hinausgeht.
  • Falls vom Arzt nicht anders verordnet, kleben Sie täglich nach dem Aufstehen ein transdermales Pflaster auf und belassen es 24 Stunden auf der Haut. Durch das Aufkleben direkt nach dem Aufstehen vermeiden Sie eventuell auftretende Schlafstörungen in der Nacht und verhindern das typische morgendliche Verlangen nach einer Zigarette.
  • Je nach individueller Reaktion können Sie die Pflasterstärke anpassen. So sollten Sie beispielsweise beim Auftreten von Entzugssymptomen, wie starkem Verlangen nach einer Zigarette, Nervosität, Ruhelosigkeit und Stimmungsschwankungen, eine höhere Pflasterstärke wählen.
  • Entzugserscheinungen können durch gleichbleibende Nicotinkonzentrationen im Blut, die niedriger als beim Rauchen liegen, kontrolliert werden. Dieser Effekt wird mit Hilfe des transdermalen Pflasters in der richtigen Stärke erzielt.
  • Des Weiteren sind Entzugssymptome nicht mit unerwünschten Wirkungen (siehe Nebenwirkungen) zu verwechseln, die entsprechende Gegenmaßnahmen erforderlich machen.
  • Kombinationstherapie
    • Kombination von diesem Präparat mit nicotinhaltigen Arzneimitteln zur Raucherentwöhnung mit sofortigem Rauchstopp.
      • Wenn Sie mit der Monotherapie keinen ausreichenden Erfolg hatten oder wenn unter der Monotherapie akutes oder unkontrollierbares Rauchverlangen auftritt, können Sie zusätzlich zu diesem auch andere nicotinhaltige Arzneimittel (z. B. Nicotin-Kaugummi) anwenden.
      • Auch bei der Kombinationstherapie ist die Dosierung individuell und orientiert sich an Ihrer Nicotinabhängigkeit. Bitte beachten Sie hierbei auch die Gebrauchsinformation des Kombinationsarzneimittels.
      • Eine maximale Tagesdosis von insgesamt 64 mg darf nicht überschritten werden.
      • Dieses Arzneimittel kann in Verbindung mit verschiedenen Raucherentwöhnungsprogrammen, Selbstmotivation oder Verhaltenstherapie eingesetzt werden. In diesen Fällen sollte die Dosierung und Anwendung auch an das jeweilige Programm angepasst werden.
  • Hinweise für Raucher von "Light-Zigaretten", Zigarillos, Zigarren oder Pfeife:
    • Bei Rauchern von "Light-Zigaretten", Zigarillos, Zigarren oder Pfeife können sich Änderungen in der Dosierung ergeben. Dies gilt auch für Raucher, die Zigaretten nicht tief inhalieren.
    • In diesen Fällen sollten Sie die Entwöhnung mit einem Pflaster der niedrigsten Stärke beginnen. Im Falle einer Unterdosierung mit auftretenden Entzugssymptomen kann auf das höher dosierte Pflaster zurückgegriffen werden. Im Anschluss daran können Sie die Behandlung mit einem schwachen Pflaster ausklingen lassen.

 

  • Dauer der Anwendung
    • Die Entwöhnung geht schrittweise voran (siehe Dosisschema).
    • Die Anwendungsdauer kann insgesamt bis zu 3 Monate betragen.
    • Hinweis:
      • Über Behandlungszeiten von insgesamt mehr als 3 Monaten und über Dosierungen von mehr als 1 transdermalen Pflaster pro Tag liegen keine Untersuchungen vor.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten
    • Nicotin kann in höheren als den empfohlenen Dosierungen Vergiftungserscheinungen unterschiedlich starker Ausprägung hervorrufen. Bei Anzeichen einer Überdosierung wie Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Hör- und Sehstörungen, Blässe, Schweißausbruch, Verwirrtheit, Schwäche und Zittern muss das Pflaster sofort von der Haut entfernt und umgehend ein Arzt verständigt werden. Bei starker Überdosierung können diesen Symptomen Blutdruckabfall, schwacher und unregelmäßiger Puls, Atemschwierigkeiten, Erschöpfungszustände (Prostration), Kreislaufkollaps und generalisierte Krampfanfälle folgen.
    • Die Aufklebestelle kann mit Wasser (keine Seife) abgewaschen und anschließend getrocknet werden. Die Haut wird möglicherweise aufgrund eines vorhandenen Wirkstoffdepots in der Haut für mehrere Stunden weiterhin Nicotin an den Blutkreislauf abgeben.
    • Verständigen Sie umgehend einen Arzt. Er wird, falls erforderlich, symptomatisch therapieren. Wenn übermäßige Nicotinmengen verschluckt werden, reduziert Aktivkohle die Aufnahme von Nicotin aus dem Magen-Darm-Trakt.
    • Auch geringe Mengen Nicotin können schädigend für Kinder sein und zu schweren Vergiftungssymptomen mit möglicherweise tödlichem Ausgang führen.

 

  • Wenn Sie die Anwendung vergessen haben
    • Wenden Sie das transdermale Pflaster entweder sofort an oder warten Sie bis zum gewohnten Zeitpunkt, entsprechend der vorgegebenen Dosierung. Wenden Sie keinesfalls zwei Pflaster an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

 

  • Wenn Sie die Anwendung abbrechen
    • Unterbrechen Sie die Behandlung mit dem Arzneimittel oder beenden Sie die Anwendung vorzeitig, so müssen Sie damit rechnen, dass sich die gewünschte Wirkung nicht einstellt bzw. sich die Entzugssymptome wieder verstärken. Halten Sie deshalb bitte Rücksprache mit Ihrem Arzt, wenn Sie die Behandlung beenden oder unterbrechen wollen.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
  • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
    • wenn Sie allergisch gegen den Wirkstoff Nicotin oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind;
    • bei allgemeinen Hauterkrankungen;
    • bei nicht stabiler oder sich verschlechternder Verengung der Herzkranzgefäße (Angina pectoris);
    • unmittelbar nach Herzinfarkt;
    • bei schweren Herzrhythmusstörungen;
    • bei vor kurzem aufgetretenem Schlaganfall;
    • bei Vasospasmen;
    • bei einem Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom);
    • bei Kindern;
    • bei Nichtrauchern und Gelegenheitsrauchern.
  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
    • Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
    • Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
    • Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
    • Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
    • Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
    • Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
  • Nicotin kann zu Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit, Zunahme der Herzschlagfolge und vorübergehenden leichten Blutdrucksteigerungen führen. Bei der Anwendung dieses Pflasters bleibt jedoch der Nicotinspiegel im Blut weitgehend gleich und es werden keine solchen Spitzenwerte wie nach dem Rauchen einer Zigarette erreicht. Daher sind derartige Nebenwirkungen unter der Behandlung mit dem Präparat wesentlich schwächer ausgeprägt.
  • Symptome wie depressive Verstimmung, Reizbarkeit, Nervosität, Erregung, emotionale Labilität, Angstgefühle, Schläfrigkeit, Konzentrationsstörungen, Schlaflosigkeit und abnorme Träume können auch den Entzugserscheinungen im Zusammenhang mit der Raucherentwöhnung zugeschrieben werden.
  • Die nachfolgend unter "Erkrankungen des Nervensystems" und "Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts" beschriebenen Symptome können auch den Entzugserscheinungen im Zusammenhang mit der Raucherentwöhnung zugeschrieben werden. Beim Rauchen treten außerdem neben den Nicotin-Effekten zusätzliche Risiken durch die bekannten schädigenden Einflüsse von Kohlenmonoxid und Teer auf.
  • Erkrankungen des Immunsystem
    • Gelegentlich:
      • Überempfindlichkeit (z. B. generalisierte allergische Reaktionen wie generalisierte Nesselsucht, Haut- und Schleimhautschwellungen (angioneurotisches Ödem)
      • Allergische Reaktionen: Bei einigen Patienten trat bei der Verwendung von nicotinhaltigen Pflastern eine Kontaktsensibilisierung auf. Bei diesen Patienten kann es bei weiterer Verwendung von nicotinhaltigen Produkten oder beim Weiterrauchen zu allergischen Reaktionen kommen.
    • Sehr selten:
      • allergische Reaktionen bis hin zum Schock (anaphylaktische Reaktionen)
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • Sehr häufig:
      • Schlafstörungen wie Schlaflosigkeit, abnorme Träume
    • Häufig:
      • Nervosität
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • Sehr häufig:
      • Schwindel, Kopfschmerzen
    • Häufig:
      • Erregung (Agitation), Angstgefühle, Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Zittern (Tremor)
    • Gelegentlich:
      • Schläfrigkeit, emotionale Labilität, Reizbarkeit, depressive Verstimmung, Verwirrung, Gedächtnisstörungen, Empfindungsstörung (Parästhesie), Geschmacksstörungen, Schluckstörungen (Dysphagie), Migräne
    • Selten:
      • Zuckungen
  • Augenerkrankungen
    • Gelegentlich:
      • Sehstörungen
  • Herzerkrankungen
    • Häufig:
      • Herzklopfen (Palpitationen)
    • Gelegentlich:
      • Herzrasen
    • Selten:
      • Schmerzen im Brustbereich, Herzrhythmusstörungen
  • Gefäßerkrankungen
    • Häufig:
      • Blutdruckveränderungen
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • Häufig:
      • Husten, Atemnot (Dyspnoe), Rachenentzündung
    • Gelegentlich:
      • Infektionen der oberen Atemwege
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • Sehr häufig:
      • Übelkeit, Erbrechen
    • Häufig:
      • Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen (Dyspepsie), Durchfall, Mundtrockenheit, Verstopfung
    • Gelegentlich:
      • Blähungen, abnormer Stuhl, Zahnfleischentzündung, Magengeschwür, Schluckstörungen
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • Sehr häufig:
      • Reaktionen an der Anwendungsstelle wie brennendes Gefühl, Schwellungen, Hautrötung, Juckreiz, Hautausschlag, Nesselsucht, Blasenbildung, Zwicken
      • Die meisten dieser Reaktionen waren leichter Natur und bildeten sich innerhalb von 48 Stunden wieder zurück. In schweren Fällen hielten Rötungen und Schwellungen 1 - 3 Wochen an. Wesentliche Hautreaktionen traten 3 - 8 Wochen nach Beginn der Behandlung auf. In Einzelfällen erstreckten sich die Hauterscheinungen auch über die Aufklebestelle hinaus.
    • Häufig:
      • Verstärktes Schwitzen
    • Gelegentlich:
      • Akne
    • Selten:
      • Reaktionen an der Anwendungsstelle wie Hautverfärbungen, Hyperpigmentierung, Vaskulitis
      • Wenn Sie von sich wissen, dass Sie auf Heftpflaster überempfindlich reagieren, sollten Sie während der ersten Tage der Behandlung sorgfältig auf das Auftreten von Hauterscheinungen achten. Falls Sie deutliche Rötungen oder Schwellungen der Haut an der Aufklebestelle beobachten, sollten Sie das transdermale Pflaster an einer anderen Körperregion anbringen. Bleiben auch dann die Hautreizungen bestehen, sollte die Behandlung abgebrochen werden.
    • Sehr selten:
      • allergische Hautentzündung, Kontaktekzem, Lichtempfindlichkeit
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • Häufig:
      • Muskelschmerz, Bewegungsstörungen, Gelenkschmerzen
    • Gelegentlich:
      • Muskelkrämpfe (z. B. Wadenkrämpfe), Rückenschmerzen
  • Endokrine Erkrankungen
    • Gelegentlich:
      • Schilddrüsenstörung
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • Gelegentlich:
      • schmerzhafte Lymphknoten
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • Gelegentlich:
      • Blasenentzündung (Zystitis)
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • Sehr häufig:
      • Erkältungs- und grippeartige Krankheitsanzeichen, Reaktionen an der Anwendungsstelle wie brennendes Gefühl, Schwellungen, Hautrötung, Juckreiz, Hautausschlag, Nesselsucht, Blasenbildung, Zwicken. In Einzelfällen erstreckten sich die Hauterscheinungen auch über die Aufklebestelle hinaus.
    • Häufig:
      • Kraftlosigkeit, Schmerzen an der Applikationsstelle
    • Gelegentlich:
      • Schmerzen, Unwohlsein, Gewichtszunahme, Appetitsteigerung, Hitzewallungen
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Nicotin - extern

  • Risiken, die mit einer Nicotinersatztherapie verbunden sind
    • werden in jeder Hinsicht bei Weitem durch die bekannten Gefahren, von fortgesetztem Rauchen übertroffen
    • Nutzen der Raucherentwöhnung überwiegt im Allgemeinen jedes mit einer korrekt angewendeten Nicotinersatztherapie verbundene Risiko
  • Erkrankungsspezifische Hinweise
    • bei Patienten mit folgenden Erkrankungen sollte eine Risiko-Nutzen-Abwägung durch einen Angehörigen eines medizinischen Fachberufes erfolgen und der Einsatz sollte nur dann erwogen werden, wenn Raucherentwöhnung ohne pharmakologische Unterstützung nicht möglich ist:
      • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
        • Patienten mit stabiler Angina pectoris, älterem Myokardinfarkt, zerebrovaskulärer Erkrankung, peripherer arterieller Verschlusskrankheiten, Hypertonie, Myokardinsuffizienz
        • abhängige Raucher mit einem kürzlich aufgetretenen Myocardinfarkt, mit instabiler oder sich verschlechternder Angina Pectoris (einschließlich Prinzmetal-Angina), mit schweren Herzrhythmusstörungen, kürzlich aufgetretenem Schlaganfall und / oder unkontrollierter Hypertonie oder die als hämodynamisch instabil eingestuft wurden und sich ggf. im Krankenhaus befinden sollten dazu angehalten werden, das Rauchen ohne medikamentöse Unterstützung zu beenden (z. B. mit Hilfe einer Beratung)
          • falls dies nicht gelingt, kann die Anwendung des Arzneimittels erwogen werden
          • da die Daten zur Sicherheit bei dieser Patientengruppe jedoch begrenzt sind, sollte die Anwendung nur unter strenger ärztlicher Überwachung erfolgen
      • Diabetes mellitus
        • wenn eine Nicotinersatztherapie eingeleitet und das Rauchen aufgegeben wird, sollten Patienten mit Diabetes mellitus dazu angehalten werden, ihren Blutzuckerspiegel häufiger als üblich zu kontrollieren, da eine Reduktion der durch Nicotin induzierten Katecholaminfreisetzung den Kohlenhydratstoffwechsel beeinflussen kann
      • eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion
        • Vorsicht bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Einschränkung der Leberfunktion und / oder schwerer Einschränkung der Nierenfunktion, da die Ausscheidung von Nicotin oder seiner Metabolite vermindert sein kann, sodass es verstärkt zu Nebenwirkungen kommen kann
      • Phäochromozytom und unkontrollierter Hyperthyreoidismus
        • Vorsicht bei Patienten mit unkontrolliertem Hyperthyreoidismus oder Phäochromozytom, da Nicotin zur Freisetzung von Katecholaminen führt
      • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
        • Nicotinersatztherapie kann bei Personen, die an folgenden Krankheiten leiden, die Symptome verschlimmern
          • aktive Ösophagitis
          • orale und pharyngeale Entzündung
          • Gastritis
          • Magengeschwüre
          • Zwölffingerdarmgeschwüre
        • daher sollten Nicotinersatzpräparate bei diesen Erkrankungen mit Vorsicht angewendet werden
        • Krampfanfälle
          • bei Patienten unter antikonvulsiver Therapie oder mit anamnestisch bekannten Krampfanfällen (d. h. Epilepsie) könnte unter der Behandlung ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Krampfanfällen bestehen
      • Patienten mit anamnestisch bekannter Muskelschwäche (Myasthenia gravis, pseudomyasthenisches Syndrom)
        • könnten unter der Behandlung eine Verschlechterung ihrer durch die Muskelschwäche bedingten Symptome entwickeln
    • Patienten mit allergischen Reaktionen
      • Anfälligkeit für Angioödeme und Urtikaria
    • atopische oder ekzematöse Dermatitis (aufgrund einer lokalen Überempfindlichkeit gegenüber der Arzneiform)
      • in Fällen von schweren oder anhaltenden lokalen Reaktionen am Verabreichungsort (z.B. schweres Erythem, Pruritus oder Ödem) oder einer generalisierten Hautreaktion (z.B. Urtikaria, Nesselausschlag oder generalisierte Hautausschläge) sollten die Anwender angewiesen werden, die Verwendung abzusetzen und einen Arzt aufzusuchen
      • kann wahrscheinlicher sein, wenn in der Vorgeschichte eine Dermatitis aufgetreten ist
    • Kontaktsensibilisierung
      • Patienten mit Kontaktsensibilisierung sollten vorgewarnt werden, dass der Kontakt mit weiteren Nicotin-haltigen Produkten oder Rauchen eine schwere Reaktion auslösen kann
  • Einstellen des Rauchens
    • polycyklische aromatische Kohlenwasserstoffe im Zigarettenrauch bewirken den Metabolismus von Stoffen, die durch CYP 1A2 (und möglicherweise auch durch CYP 1A1) katalysiert werden
    • wenn ein Raucher das Rauchen einstellt, kann das zu einem verlangsamten Metabolismus und somit zu einem Anstieg der Blutwerte dieser Stoffe führen
      • dies kann bei Wirkstoffen mit geringer therapeutischer Breite klinisch relevant sein (z. B. Theophyllin, Tacrin, Clozapin, Ropinirol)
  • Missbrauch und Abhängigkeit
    • als Hilfsmittel zur Raucherentwöhnung verwendet, um die Entzugssymptome zu mindern
    • transdermal zugeführtes Nicotin hat aus folgenden Gründen wahrscheinlich ein sehr geringes Missbrauchspotential
      • langsamer Wirkungseintritt
      • nur geringe Fluktuationen des Blutspiegels
      • kann keine hohen Nicotinkonzentrationen im Blut verursachen
      • Anwendung findet selten (d. h. einmal täglich) statt
    • Abhängigkeitsverlagerung ist selten
    • diese verlagerte Abhängigkeit ist einerseits weniger schädlich und andererseits leichter zu überwinden als die Abhängigkeit vom Rauchen
  • Sicherheit bei der Handhabung
    • das Arzneimittel ist potenziell hautreizend und kann eine Kontaktsensibilisierung hervorrufen
    • um das Risiko von Verbrennungen zu vermeiden, sollten die Pflaster vor einer Magnetresonanztomographie entfernt werden
  • kombinierte Behandlung mit transdermalen Nicotin-haltigen Produkten und oralen Nicotin-Zubereitungen
    • besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei kombinierter Behandlung mit transdermalen und oralen Nicotin-Zubereitungen sind die gleichen wie bei jeder einzelnen Behandlung (siehe Fachinformation für die jeweils in Kombination verwendeten oralen Zubereitungen)
    • kombinierte Nicotinersatztherapie-Behandlung sollte nicht bei Personen mit bekannten Herz-Kreislauf-Erkrankungen ohne eine Nutzen-Risiko-Bewertung durch eine medizinische Fachkraft erfolgen
  • Sicherheitshinweis für kleine Kinder
    • transdermale Nikotin-haltige Produkte sollten außerhalb der Sicht- und Reichweite von Kindern aufbewahrt werden
    • die Nicotinmengen, die von erwachsenen und jugendlichen Rauchern vertragen werden, können bei kleinen Kindern zu Vergiftungserscheinungen mit tödlichem Ausgang führen
    • Nicotin-haltige Produkte sollten nicht an Orten aufbewahrt werden, wo sie von Kindern missbräuchlich verwendet, berührt oder eingenommen werden können
    • gebrauchte Produkte sollten in der Mitte mit der adhäsiven Seite nach innen gefaltet, in den geöffneten Beutel oder in ein Stück Aluminiumfolie gelegt werden und dann vorsichtig entsorgt werden
  • Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
    • keine Erfahrungen vorliegend (je nach Zulassungsstatus)
    • Kontraindikation beachten
  • Ältere (> 65 Jahre)
    • über die Anwendung bei Rauchern > 65 Jahren liegen nur beschränkte Erfahrungen vor
    • jedoch scheint die Wirksamkeit und Verträglichkeit in dieser Altersgruppe unproblematisch zu sein
  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Präparat anwenden, bei:
      • stabiler Verengung der Herzkranzgefäße (Angina pectoris)
      • älterem Herzinfarkt
      • Hirngefäßerkrankungen
      • Durchblutungsstörungen an Armen oder Beinen (z. B. "Raucherbein")
      • stark erhöhtem Blutdruck
      • Herzmuskelschwäche
      • Nieren- und Leberstörungen
      • Überfunktion der Schilddrüse
      • Epilepsie. Bei Patienten mit bekannten Krampfanfällen könnte unter der Behandlung mit dem Arzneimittel ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Krampfanfällen bestehen.
      • Muskelschwäche (Myasthenia gravis, pseudomyasthenisches Syndrom). Patienten mit bekannter Muskelschwäche in der Vorgeschichte können unter der Behandlung mit dem Arzneimittel eine Verschlechterung ihrer, durch die Muskelschwäche bedingten, Symptome entwickeln.
      • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus). Sie sollten während der Anwendung des Arzneimittels Ihren Blutzuckerspiegel häufiger überwachen, da sich Ihr Insulinbedarf oder Ihre Medikation verändern kann.
      • Magenschleimhautentzündung und akuten Magen- und Darmgeschwüren
    • In diesen Fällen sollten Sie vor der Anwendung des Arzneimittels mit Ihrem Arzt sprechen. Die Risiken des Weiterrauchens sind in diesem Fall gegen das Risiko der Nicotin-Ersatz-Therapie abzuwägen.
    • Wenn Sie unter Herzproblemen leiden, sollten Sie die Kombinationstherapie (Pflaster mit Nicotin-Kaugummi oder Lutschtabletten) nur nach Anraten Ihres Arztes anwenden.
    • Wenn Sie wissen, dass Sie auf Heftpflaster überempfindlich reagieren, oder wenn Sie Hautentzündungen in Ihrer Vorgeschichte haben, sollten Sie sorgfältig auf das Auftreten von Hauterscheinungen achten. Falls Sie deutliche Rötungen oder Schwellungen der Haut oder Hautausschlag an der Aufklebestelle beobachten, sollten Sie die Behandlung abbrechen und sich an Ihren Arzt wenden.
    • Selbst geringe Mengen an Nicotin sind für Kinder gefährlich und können schwere Vergiftungssymptome hervorrufen und tödliche Folgen haben. Daher ist es unbedingt notwendig, dass Sie dieses Arzneimittel jederzeit außerhalb der Reich- und Sichtweite von Kindern aufbewahren.
  • Kinder und Jugendliche
    • Kinder dürfen nicht mit diesem Präparat behandelt werden.
    • Über die Anwendung von diesem Präparat bei Patienten unter 18 Jahren liegen keine Erfahrungen vor.
  • Ältere Menschen
    • Über die Anwendung von diesem Arzneimittel bei Rauchern über 65 Jahren liegen nur beschränkte Erfahrungen vor, jedoch scheint die Wirksamkeit und Verträglichkeit in dieser Altersgruppe unproblematisch zu sein.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Es liegen keine Hinweise für Risiken im Straßenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen vor, solange die empfohlene Dosierung eingehalten wird. Beachten Sie jedoch, dass beim Aufgeben des Rauchens Verhaltensveränderungen hervorgerufen werden können.
  • Nicotin (17.5 mg pro 1 Stück)
  • Acrylat/Vinylacetat/Methacrylat Copolymer
  • Drucktinte, braun
  • Eudragit E 100
  • Papier
  • Pegoterat, aluminiumbeschichtet
  • Pegoterat, silikonisiert, einseitig aluminiumbeschichtet
  • Triglyceride, mittelkettig
  • Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.
    • Wechselwirkungen zwischen diesem und anderen Arzneimitteln sind nicht bekannt.
    • Beim Rauchen jedoch kann es aufgrund einer Vielzahl anderer im Rauch enthaltener Stoffe zu Wechselwirkungen kommen. Rauchen kann den Abbau gewisser Arzneistoffe beschleunigen, sodass nach Aufgeben des Rauchens mit Hilfe von diesem Präparat eine Anpassung der Dosierung entsprechender Arzneistoffe erwogen werden sollte. Daher sollten Sie Ihren Arzt darauf hinweisen, wenn Sie eines oder mehrere der folgenden Arzneimittel einnehmen:
      • Coffein, Theophyllin, Paracetamol, Phenacetin, Phenazon, Phenylbutazon, Pentazocin, Lidocain, Benzodiazepine (z. B. Nordazepam, Oxazepam), bestimmte Medikamente zur Behandlung von Depressionen (trizyklische Antidepressiva, z. B. Imipramin), Warfarin, Estrogen und Vitamin B12.
    • Weitere Effekte des Rauchens sind die Verringerung der schmerzstillenden Wirksamkeit von Propoxyphen, die Verringerung der harntreibenden Wirkung von Furosemid, eine Veränderung der Wirksamkeit von Propranolol und veränderte Ansprechquoten in der Behandlung von Magen- und Darmgeschwüren mit H2-Antagonisten.
    • Durch Nicotin können die Blutspiegel des Cortisols und der Katecholamine (Adrenalin und Noradrenalin) erhöht werden. Möglicherweise ist eine Dosisanpassung von Nifedipin und Nervenrezeptoren anregenden (adrenerge Agonisten) oder Nervenrezeptoren blockierenden (adrenerge Antagonisten) Substanzen erforderlich.
      • Dosisreduktion kann nach Beendigung des Rauchens aufgrund einer fehlenden Induktion der Leberenzyme notwendig sein für:
        • Tacrin, Clomipramin
      • Dosisreduktion kann nach Beendigung des Rauchens aufgrund einer Steigerung der subkutanen Insulinresorption notwendig sein für:
        • Insulin
      • Dosisreduktion kann nach Beendigung des Rauchens aufgrund einer Verringerung der zirkulie-renden Katecholamine notwendig sein für:
        • Alpha- und Beta-Blocker wie Prazosin, Propranolol
      • Dosissteigerung kann bei Raucherentwöhnung aufgrund einer Verringerung der zirkulierenden Katecholamine notwendig sein für:
        • Sympathomimetika wie Isoprenalin, Salbutamol.

Herstellerinformationen

Heumann Pharma GmbH & Co. Generica KG

Website
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Weitere Herstellerinformationen

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