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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage (bei Heilwassern das Etikett) und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Apotheke. Bei Tierarznei lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie die Tierärztin, den Tierarzt oder die Apotheke.
Darreichungsform: Tabletten
- Das Präparat ist ein Spurenelement, das sowohl für die Bildung von Schilddrüsenhormonen als auch für eine normale Schilddrüsenfunktion erforderlich ist. Es wird normalerweise mit der Nahrung aufgenommen, hohe Konzentrationen findet man in Fisch und Meerestieren und in Milchprodukten. Bei nicht ausreichender Iodversorgung kann es zu einer verringerten Bildung von Schilddrüsenhormonen und zur Entwicklung eines Kropfes kommen, sogar beim ungeborenen Kind. Kaliumiodid, der Wirkstoff in diesem Arzneimittel, kann eine unzureichende Iodversorgung ausgleichen.
- Es wird angewendet
- zur Vorbeugung eines Kropfes bei unzureichender Iodzufuhr über die Nahrung, insbesondere in Schwangerschaft und Stillzeit.
- zur Vorbeugung eines erneuten Kropfwachstums nach Abschluss einer Kropfbehandlung oder nach einer Kropfoperation
- zur Behandlung eines Iodmangelkropfes bei Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen.
- Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in der Gebrauchsinformation beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
- Die empfohlene Dosis beträgt:
- Ihre tägliche Dosierung ist abhängig von Ihrer ernährungsbedingten Iodversorgung und dem Grund, weswegen Sie das Arzneimittel einnehmen. Im Allgemeinen können die nachfolgenden Dosierungsempfehlungen als Richtwerte gelten.
- Wenn Sie unsicher sind, halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt, insbesondere, wenn es sich um die Dosierung für Ihr Baby oder für ein Kleinkind unter 4 Jahren handelt.
- Zur Vorbeugung eines Iodmangelkropfes, wenn Ihre ernährungsbedingte Iodversorgung unzureichend ist:
- 50 - 100 Mikrogramm Iod/Tag für Säuglinge und Kinder(entspricht ½ bis 1 Tablette 100 µg Tabletten täglich).
- 100 - 200 Mikrogramm Iod/Tag für Jugendliche und Erwachsene (entspricht 1 bis 2 Tabletten 100 µg Tabletten täglich).
- 100 - 200 Mikrogramm Iod/Tag für Schwangere und stillende Mütter (entspricht 1 bis 2 Tabletten 100 µg Tabletten täglich).
- Zur Vorbeugung eines erneuten Kropfwachstums nach Abschluss einer Kropfbehandlung oder nach einer Kropfoperation:
- 100 - 200 Mikrogramm Iod/Tag (entspricht 1 bis 2 Tabletten 100 µg Tabletten täglich).
- Zur Kropfbehandlung bei Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen, wenn eine unzureichende Iodversorgung vorliegt:
- 100 - 200 Mikrogramm Iod/Tag für Neugeborene und Kinder (entspricht 1 bis 2 Tabletten 100 µg Tabletten täglich).
- 200 Mikrogramm Iod/Tag für Jugendliche (entspricht 2 Tabletten 100 µg Tabletten täglich).
- Dauer der Anwendung
- Die Behandlungsdauer kann unterschiedlich sein, abhängig vom Grund, weswegen Sie das Arzneimittel einnehmen:
- Zur Vorbeugung eines Kropfwachstums muss das Präparat im Allgemeinen über Jahre, häufig lebenslang eingenommen
werden. - Zur Behandlung des Kropfes bei Neugeborenen ist meist eine Behandlungsdauer von 2 - 4 Wochen ausreichend. Bei
Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sind meist 6 - 12 Monate oder mehr erforderlich.
- Zur Vorbeugung eines Kropfwachstums muss das Präparat im Allgemeinen über Jahre, häufig lebenslang eingenommen
- Die Behandlungsdauer kann unterschiedlich sein, abhängig vom Grund, weswegen Sie das Arzneimittel einnehmen:
- Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
- Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben als empfohlen, wenden Sie sich bitte umgehend an Ihren Arzt, er wird über evtl. erforderliche Maßnahmen entscheiden.
- Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
- Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern nehmen Sie am nächsten Tag die gewohnte verordnete Menge ein.
- Bei weiteren Fragen, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Kaliumiodid oder einen der genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
- wenn Ihre Schilddrüse zu viel Schilddrüsenhormon produziert,
- wenn bestimmte Knoten oder Bezirke in der Schilddrüse vorliegen, die unkontrolliert Schilddrüsenhormone produzieren (sog. autonome Adenome, fokale oder diffuse Schilddrüsenautonomie).
- Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
- Wenn bei Ihnen große unkontrolliert hormonbildende Bezirke in der Schilddrüse vorliegen (autonome Areale) und Sie mehr als 150 Mikrogramm täglich zu sich nehmen, ist es möglich, dass sich bei Ihnen eine Überproduktion der Schilddrüse entwickeln kann, die behandelt werden muss. Fragen Sie Ihren Arzt, ob dies auf Sie zutrifft.
- Bei Iodüberempfindlichkeit kann die Einnahme des Arzneimittelszu Fieber, Hautausschlag, Jucken und Brennen der Augen, Reizhusten, Durchfall oder Kopfschmerzen führen. In diesem Fall ist, nach Rücksprache mit dem Arzt, die Tabletteneinnahme zu beenden.
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
- Vor der geplanten Einnahme von Jodid HEXAL® soll geprüft werden, ob eine Schilddrüsenüberfunktion oder ein Knotenkropf vorliegt bzw. bekannt ist.
- Durch eine gezielte Diagnostik vor Beginn der Iodidtherapie sind diffuse oder umschriebene Autonomien in der Schilddrüse auszuschließen, da unter diesen Umständen mit Tagesdosen von 150 Mikrogramm Iodid und mehr eine Hyperthyreose ausgelöst werden kann.
- Bei älteren Patienten mit lange bestehendem Kropf kann es in Einzelfällen zu einer iodbedingten Schilddrüsenüberfunktion kommen.
- Eine Sättigung der Schilddrüse mit Iod kann die optimale Aufnahme von Radioiod zur Diagnostik oder Therapie verhindern. Es wird empfohlen, eine Iodgabe vor solchen Maßnahmen zu vermeiden.
- Besteht der Verdacht auf eine iodvermittelte Überempfindlichkeitsreaktion, ist ein differenziertes Herangehen erforderlich. Überempfindlichkeitsreaktionen auf iodhaltige Röntgenkontrastmittel oder allergische Reaktionen auf iodhaltige Nahrungsmittel werden in der Regel nicht durch den Iodanteil ausgelöst. Dagegen dürfen Patienten mit einer bekannten idiosynkratischen Reaktion auf ein iodhaltiges Medikament (hypokomplementämische Vaskulitis oder Dermatitis herpetiformis Duhring) nicht mit iodhaltigen Medikamenten behandelt werden, da höhere Ioddosen eine Exazerbation der Grunderkrankung auslösen.
- Jodid HEXAL® enthält Natrium
- Jodid HEXAL® enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d. h. es ist nahezu „natriumfrei".
- Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
- Iodmangel erhöht und Iodüberschuss vermindert das Ansprechen auf die thyreostatische Therapie der Hyperthyreose; darum sollte jede vermeidbare Iodgabe vor und während der Hyperthyreosebehandlung unterbleiben. Thyreostatika selbst hemmen die Überführung von Iod in organische Bindung innerhalb der Schilddrüse und können dadurch goitrogen wirken.
- Die thyreoidale Iodaufnahme wird kompetitiv gehemmt durch Substanzen, die über den gleichen „trapping"-Mechanismus wie Iodid in die Schilddrüse eingeschleust werden (z. B. Perchlorat, das darüber hinaus die Rezirkulation von Iod innerhalb der Drüse hemmt), aber auch durch Substanzen, die selbst nicht transportiert werden, wie Thiocyanat bei Konzentrationen über 5 mg/dl.
- Iodaufnahme und Iodumsatz der Schilddrüse werden durch endogenes und exogenes TSH stimuliert.
- Die gleichzeitige Behandlung mit hohen Ioddosen, die die Hormoninkretion der Schilddrüse hemmen, und Lithiumsalzen kann die Entstehung von Strumen und Hypothyreosen begünstigen.
- Höhere Dosen Kaliumiodid in Verbindung mit kaliumsparenden Diuretika können zur Hyperkaliämie führen.
- Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Es gibt keine Hinweise darauf, dass Iodid die Verkehrstüchtigkeit, die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen oder Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt.
- Überdosierung
- Symptome einer Intoxikation
- Braunfärbung der Schleimhäute, reflexartiges Erbrechen (bei stärkehaltigen Nahrungsbestandteilen Blaufärbung), Leibschmerzen und Diarrhoe (eventuell blutig). Es kann zu Dehydratation und Schock kommen. In seltenen Fällen sind Ösophagusstenosen aufgetreten. Todesfälle sind nur nach Aufnahme großer Iodmengen (30 - 250 ml Iodtinktur) beobachtet worden.
- Chronische Überdosierung kann zu Iodismus mit metallischem Geschmack, Anschwellen und Entzündung von Schleimhäuten (Rhinitis, Konjunktivitis, Gastroenteritis und Bronchitis), akneiformen und bullösen Eruptionen bis hin zu einer exfoliativen Dermatitis und angioneurotischem Ödem führen. In sehr seltenen Fällen wurde über iodinduziertes Fieber und Akne sowie eine Sialektasie berichtet. Latente Entzündungen wie Tuberkulose können durch Iodid aktiviert werden.
- Therapie der Intoxikation
- Therapie bei akuter Intoxikation
- Magenspülung mit Stärkelösung, Protein oder 5%iger Natriumthiosulfatlösung, bis alle Iodspuren entfernt sind. Symptomatische Therapie der Wasser- und Elektrolytstörungen, Schocktherapie.
- Therapie bei chronischer Intoxikation
- Absetzen des Iods.
- Iodinduzierte Hypothyreose
- Absetzen des Iods, Ausgleich der Stoffwechsellage durch Schilddrüsenhormone.
- Iodinduzierte Hyperthyreose
- Dies ist strenggenommen keine Überdosierung, da die Hyperthyreose auch durch Iodmengen ausgelöst werden kann, die in anderen Ländern physiologisch sind.
- Behandlung je nach Verlaufsform: Milde Formen erfordern u. U. keine Behandlung, ausgeprägte Formen eine thyreostatische Therapie (die allerdings nur verzögert wirksam ist). In schwersten Fällen (thyreotoxische Krise) Intensivtherapie, Plasmapherese oder Thyreoidektomie.
- Therapie bei akuter Intoxikation
- Symptome einer Intoxikation
- Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen.
- Wenn bei Ihnen früher einmal eine Überfunktion der Schilddrüse vorlag oder Sie an einem Kropf litten, halten Sie in diesem Fall vor Beginn einer Therapie mit diesem Präparat Rücksprache mit Ihrem Arzt. Ihr Arzt muss dann überprüfen, ob eine Schilddrüsenfehlfunktion bei Ihnen vorliegt.
- Dies gilt auch, wenn Sie eine vergrößerte Schilddrüse mit Knoten haben. Wenn bei Ihnen heiße Knoten vorliegen, dürfen Sie nicht mehr als 150 Mikrogramm täglich zu sich nehmen.
- Falls Sie sich einer Untersuchung oder Therapie mit Radioiod unterziehen müssen, informieren Sie bitte Ihren Arzt darüber, dass Sie das Arzneimittel einnehmen. Es ist möglich, dass Ihr Arzt Sie auffordert, die Therapie mit diesem Arzneimittel zu unterbrechen, da das Präparat die Wirkung von Radioiod beeinflussen kann.
- Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Das Arzneimittel hat keinen Einfl uss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen.
- Kalium iodid (261.6 µg pro 1 Stück)
- Iodid Ion (200 µg pro 1 Stück)
- Carboxymethylstärke, Natriumsalz Typ A
- Cellulose, mikrokristallin
- Magnesium stearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]
- Maisstärke
- Mannitol
- Gesamt Natrium Ion (23 mg pro 1 Stück)
- Gesamt Natrium Ion
- Bei Einnahme mit anderen Arzneimitteln
- Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
- Iodmangel erhöht, Iodüberschuss vermindert das Ansprechen auf eine medikamentöse Therapie der Schilddrüsenüberfunktion.
- Daher sollte jede vermeidbare Iodgabe vor und während der Behandlung der Schilddrüsenüberfunktion unterbleiben.
- Substanzen, die über den gleichen Mechanismus wie Iodid in die Schilddrüse eingeschleust werden (wie z. B. Perchlorat), aber auch Substanzen, die selbst nicht transportiert werden (wie Thiocyanat bei Konzentrationen über 5 mg/dl), hemmen die Iodaufnahme der Schilddrüse.
- Iodaufnahme und Iodumsatz der Schilddrüse werden durch körpereigenes und von außen zugeführtes TSH (die Schilddrüse stimulierendes Hormon) stimuliert. Gleichzeitige Behandlung mit hohen Ioddosen, die die Hormonbildung der Schilddrüse hemmen, und Lithiumsalzen (Arzneimittel vorwiegend zur Behandlung psychiatrischer Erkrankungen) kann die Entstehung eines Kropfes und einer Schilddrüsenunterfunktion begünstigen.
- Höhere Dosen Kaliumiodid in Verbindung mit kaliumsparenden, harntreibenden Mitteln können zu einem erhöhten Kaliumspiegel führen.
Herstellerinformationen
HEXAL AG
Website
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Weitere Herstellerinformationen
Industriestraße 25
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