Eupatorium perfoliatum C30
Taunus Apotheke Regenbogen Oberursel
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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage (bei Heilwassern das Etikett) und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Apotheke. Bei Tierarznei lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie die Tierärztin, den Tierarzt oder die Apotheke.
Was ist Eupatorium perfoliatum Globuli und wofür wird es verwendet?
Eupatorium perfoliatum, der Wasserhanf oder das Kunigundenkraut genannt, ist ein Korbblütler, der ursprünglich aus Nordamerika stammt. Seine kleinen Blüten stehen in flachen Dolden zusammen. Die bis zu eineinhalb Meter hohe Pflanze wächst auf feuchten Böden, am Rande von Bachläufen, Seen und in Sümpfen. Der Wasserhanf hat Blätter, die ein wenig an Hanf erinnern, somit hat dieses Merkmal zum Namen "Wasserhanf" geführt. Die Bezeichnung "perfoliatum", "durchwachsenblättrig" rührt daher, dass der Blattansatz den Stängel umschließt, sodass es aussieht, als würde der Stängel das Blatt durchbohren.
Schon in der Heilkunde der nordamerikanischen Indianer wurde der Wasserdost gegen Beschwerden, die durch Kälte und Nässe zustande kamen, angewendet. In der Homöopathie stellt der Wasserdost heute eines der wichtigsten Grippemittel dar. Er dient der Behandlung von grippalen Infekten mit Gelenkschmerzen und Schüttelfrost. Für homöopathische Zubereitungen werden die frischen, oberirdischen Pflanzenteile zu Beginn der Blütezeit verwendet.
Erscheinungsbild: Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome
Patienten, die von Eupatorium perfoliatum profitieren, erscheinen durch ihre Erkrankung ausgezehrt und zerschlagen. Sie klagen über klopfende Kopfschmerzen sowie starke, bis unerträgliche Knochen-, Gelenk- und Muskelschmerzen, vor allem im Rücken und in Armen und Beinen. Die Knochen fühlen sich an, als wären sie gebrochen. Auf Berührungen reagieren die Patienten empfindlich.
Typische Symptome sind Erschöpfung mit Fieber und innere Unruhe. Das Gesicht ist rot und erhitzt oder blässlich und fahl.
Obwohl Bewegung keine Linderung bringt, haben die Patienten den Drang sich ständig zu bewegen. Die Beschwerden verschlimmern sich am dritten oder siebten Tag und kehren regelmäßig wieder. Am schlimmsten sind sie am frühen Morgen zwischen sieben und neun Uhr.
Sie verlangen nach frischem, kalten Wasser, müssen sich jedoch häufig nach dem Trinken gallig übergeben. Erbrechen lindert die qualvollen Magenschmerzen.
Wasserhanf & Wasserdost Globuli Anwendungsgebiete in der Übersicht
· Grippe und grippale Infekte mit Schüttelfrost, Fieber und Kopf- und Gliederschmerzen (Zerschlagenheitsgefühl)
· schmerzhafter, trockener Husten
· klopfende Kopfschmerzen und Migräne
· starke Knochenschmerzen
· Rücken- und Muskelschmerzen
Modalitäten: Verbesserungen und Verschlimmerungen
Zu einer Verbesserung der Beschwerden kommt es durch Aufenthalt zu Hause, sowie durch Ablenkung durch Gespräche. Die Symptome verschlechtern sich morgens zwischen 7 bis 9 Uhr und nachts, durch Geruch und Anblick von Essen, an der kalten Luft, durch Nässe und bei Bewegung.
Wirkungsweise und Nebenwirkungen von Eupatorium perfoliatum
Eupatorium perfoliatum wirkt homöopathisch vor allem auf die Atemwege, den Magen-Darm-Trakt und Muskeln und Gelenke des Bewegungsapparates.
Bei bekannter Unverträglichkeit gegen Korbblütler sind Präparate in niedriger Potenzierung bis D6 bzw. C3 kontraindiziert.
Eupatorium perfoliatum - Dosierung und Darreichungsformen
Homöopathie legt großen Wert auf individuelle Behandlung jedes Patienten. Eine eingehende Anamnese durch einen erfahrenen Homöopathen ermöglicht die Wahl eines Einzelmittels, das anhand des Erscheinungsbildes eines Patienten am besten geeignet erscheint. Daher kann es vorkommen, dass zwei Patienten mit der gleichen Erkrankung zwei unterschiedliche homöopathische Mittel bekommen. Dementsprechend sind schematische Dosierungsangaben, wie man sie aus der Schulmedizin kennt, nicht angebracht. Entscheidend ist bei homöopathischen Arzneimitteln die Information eines Mittels, nicht die Menge. Das verhält sich ähnlich wie die Wahl eines Fernsehprogramms mittels Fernbedienung oder des Stockwerkes im Fahrstuhl: Ein stärkeres Drücken des Knopfes bringt keinerlei Vorteil, es sei denn, der Knopf ist defekt, analog zu einer minderen Qualität der homöopathischen Zubereitung.
Bei homöopathischen Mitteln hoher Qualität genügt in der Regel ein einzelner Globulus, um die notwendige Information in den Körper zu bringen und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Bisweilen geht man auf Nummer sicher und gibt zwei oder drei davon. Das sollte ausreichen, denn stellt sich erst mit vielen Globuli ein Effekt ein, ist das Arzneimittel qualitativ minderwertig oder die Reaktion des Körpers ist anders als erwartet, das heißt das Mittel ist ungeeignet und die Mittelwahl war falsch.
Bei der Einnahme von Globuli sollten Sie einige Punkte beachten, um eine optimale Wirksamkeit zu gewährleisten. Dazu gehört, dass die Informationen am zuverlässigsten vermittelt werden, wenn sie über die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Daher sollten Sie Globuli nicht wie andere Medikamente mit Flüssigkeit eingenehmen, sondern auf der Zunge zergehen lassen und eine Weile im Mund behalten, bevor Sie sie herunterschlucken.
Ebenso ist eine lokale Behandlung mit Salben, Einreibungen und ähnlichem nicht notwendig, denn jede homöopathische Therapie bezieht den gesamten Körper und seine Selbstheilungskräfte mit ein, nicht nur Teile davon.
Für eine erfolgreiche Informationsvermittlung sollte die Mundschleimhaut nicht durch andere Einflüsse beeinträchtigt sein. Daher sollte die Einnahme zeitlich versetzt, mindestens zehn Minuten oder länger, zu Trinken, Nahrungsaufnahme oder dem Putzen der Zähne und Kaugummi kauen erfolgen. Geben Sie die Globuli auf die Hand und führen sie diese zum Mund. Verwenden Sie für die Einnahme keine Löffel aus Metall, sondern aus Plastik oder Horn.
Globuli wirken ganzheitlich. Genuss von Nikotin, Alkohol, Drogen sowie ungesundes Essen und unzuträgliche Lebensweise beeinträchtigen eine solche Wirkungsweise nachhaltig und machen die positiven Effekte zunichte.
Bei jeder erstmaligen Einnahme homöopathischer Zubereitungen kann es zu einer Erstverschlimmerung der Symptome kommen. Das ist nicht schlimm, sondern normal und gilt in der Homöopathie als gutes Zeichen. Sie signalisiert, dass die Informationen erfolgreich angekommen sind und die körpereigenen Selbstheilungskräfte in Gang gesetzt haben. Sollten sich die Symptome nicht innerhalb von zwei oder drei Tagen bessern, muss der behandelnde Therapeut aufgesucht und um Rat gefragt werden. Unter Umständen hat das zu bedeuten, dass sich eine weitere Krankheit im Hintergrund verborgen hält und einer zusätzlichen Behandlung bedarf.
Die Einnahme von Globuli sollte nicht nach der Uhr erfolgen, sondern nach Bedarf. Stehen Beschwerden an, sind sie einzunehmen und der Effekt abzuwarten. Solange eine Besserung der Symptome auftritt und die Wirkung anhält, ist keine weitere Einnahme vonnöten. Erst wenn die Beschwerden sich erneut abzuzeichnen beginnen sind die Globuli erneut einzunehmen. Haben sich nach der Einnahme die Symptome geändert, muss der behandelnde Homöopath ein neues Einzelmittel bestimmen.
Ist ein homöopathisches Mittel in akuten Fällen in kurzen Zeitabständen mehrfach einzunehmen, geschieht das am besten mit der Wasserglas-Methode. Dazu geben Sie maximal drei Globuli in ein Glas mit Wasser ohne Kohlensäure und nehmen einen kleinen Schluck davon ein. Das wiederholen Sie so lange, bis sich die Beschwerden bessern.
Die hochwirksamen Q- und LM-Potenzen verabreicht man meistens als Mischung in flüssiger Form. Für die Einnahme müssen Sie das Behältnis gründlich schütteln und von dem Inhalt ein bis zehn Tropfen auf einem nicht metallenen Löffel einnehmen. Behalten Sie die Flüssigkeit eine Weile im Mund, bevor Sie sie schlucken. Eine solche Einnahme erfolgt bei akuten Krankheitsfällen mehrmals täglich. Zur Behandlung chronischer Erkrankungen genügt eine einzige Einnahme am Tag. Ist das Medikament aufgebraucht, geht der Therapeut in der Regel zu einer höheren Potenzierung über.
Bei einer homöopathischen Selbstbehandlung sollten Sie eine D- oder C-Potenz in der Stufe 6 respektive 12 verwenden. Damit ist die Wirkung, die nur wenige Stunden anhält, am besten zu überblicken und bei mangelndem Effekt können Sie problemlos auf ein anderes Einzelmittel umsteigen. Bei höheren Potenzen ist der Effekt langsamer und nachhaltiger, was jedoch bei der Wahl eines ungeeigneten Mittels aufgrund der Langfristigkeit zum Problem werden kann.