Cuprum metallicum D12 - PZN 08026074

Cuprum metallicum D12

Regenbogen Apotheke Oberursel

PZN: 08026074

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage (bei Heilwassern das Etikett) und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Apotheke. Bei Tierarznei lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie die Tierärztin, den Tierarzt oder die Apotheke.

Hintergrundinformationen zu Cuprum metallicum

Metallisches Kupfer gehört zu den Übergangsmetallen im Periodensystem der Elemente und ist neben Silber und Gold der beste elektrische Leiter.
In der Kupferzeit und der nachfolgenden Bronzezeit (Bronze ist ein Gemisch von Kupfer und Zinn) war die Mittelmeerinsel Zypern das Zentrum des Kupferbergbaus und der Verhüttung der entsprechenden Kupfererze. Entsprechend bedeutet der lateinische Begriff "cyprium" zyprisches Erz.

Kupfer ist für den menschlichen Stoffwechsel essenziell, da Kupferionen Bestandteil zahlreicher Enzyme und Proteine sind. So ist Kupfer über das Transportprotein Caeruleoplasmin für die Verwertung von Eisenionen und somit für die Blutbildung notwendig. Zudem ist es an der Bildung von Kollagenfasern des Bindegewebes und der Produktion der "Stresshormone" Adrenalin und Noradrenalin in der Nebenniere beteiligt.

Übermäßige Kupferexposition führt zu einer Schwermetallvergiftung, ähnlich wie bei Blei. Zu den Symptomen gehören unter anderem Krämpfe, Durchfälle, Übelkeit und Erbrechen.
Mit Cuprum metallicum wird in der Homöopathie speziell aufbereitetes metallisches Kupfer bezeichnet.
Gemäß dem Simile-Prinzip ist Cuprum metallicum in der Homöopathie eines der wichtigsten Mittel zur Lösung von Krämpfen. Dies gilt insbesondere für die Muskeln des Magen-Darm-Traktes, der Atemwege und der Blutgefäße.

Erscheinungsbild: Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome

Personen, die von Cuprum metallicum profitieren, neigen zu Verkrampfungen, sowohl körperlich als auch innerlich (selbstkritische Persönlichkeiten). Körperliche Verkrampfungen können häufig von Fingern und Zehen ausgehen und anschließend den gesamten Körper erfassen. Die Personen neigen zu Stimmungsschwankungen, sind lebhaft, voller Temperament, übertrieben kritisch und meckern über alles und jeden. Vielfach sind sie boshaft und niemand kann es ihnen recht machen. Von ihren Mitmenschen werden sie daher als unsympathisch empfunden.

Kinder sind verhaltensauffällig, aggressiv und beißen, schreien, schlagen und spucken, wenn sie nicht bekommen, was sie wollen. Sie erscheinen stets nervös, unruhig, angespannt und trotzig und möchten nicht angesprochen oder berührt werden. Oft sind sie erschöpft, reizbar und neigen zu plötzlichen Lach-, Wein- oder Schreikrämpfen.

Bei Krankheit oder wenn sie sich gestört fühlen ziehen sie sich wortlos zurück und schmollen. Die Personen sind durch Kälte ausgezeichnet: Ihre Hände und Füße sind kalt, ihr Gesicht und ihre Haut erscheinen blass und ihre Lippen sind bläulich verfärbt.

Gegen Milch und warme Getränke haben sie eine Abneigung. Dagegen haben sie großen Durst auf kalte Getränke. Appetit haben sie nur wenig, ihr Essen schlingen sie schnell herunter, wodurch sie hinterher an Aufstoßen und Schluckauf leiden.

Anwendungsgebiete in der Übersicht (alle nur nach Absprache mit dem Therapeuten)

·         generelle Krämpfe in jedem Organsystem (Krampfmittel)

·         Epilepsie

·         Asthma

·         krampfartiger Husten, z.B. Keuchhusten

·         Krupp-Husten und Pseudokrupp

·         Fieberkrämpfe

·         kolikartige Bauchschmerzen mit Durchfällen und Erbrechen

·         Wadenkrämpfe

·         Verkrampfungen der Gesichtsmuskulatur

·         Muskelzuckungen

·         heftige Magen-Darm-Krämpfe

·         Wehen nach der Geburt

 

Modalitäten: Verbesserungen und Verschlimmerungen

Zu einer Besserung der Symptome kommt es durch Trinken von kaltem Wasser und Schwitzen. Schlechter werden die Beschwerden nachts im Liegen, durch Berührung und durch Erbrechen. Ebenso verschlimmern sich die Symptome bei Frauen vor der Menses.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen von Cuprum metallicum

Cuprum metallicum ist für fast alle Altersstufen geeignet. Bis D5 ist die Gabe unter 12 Jahren kontraindiziert. Zudem ist Cuprum metallicum in der Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert. Zu Vergiftungserscheinungen kommt es erst ab einer täglichen Einnahme von mehr als einem Gramm, was mit Globuli praktisch unmöglich sein dürfte.

Grundsätzlich ist Cuprum metallicum für die Behandlung sehr heftiger, mitunter sogar lebensbedrohlicher Krankheitssymptome geeignet. Daher sollte man bei den meisten Krankheiten, bei denen Cuprum metallicum angebracht ist, unbedingt einen Arzt aufsuchen. Für eine eigenmächtige Selbstbehandlung ist es daher nur bedingt empfehlenswert.

Cuprum metallicum - Dosierung und Darreichungsformen

Homöopathie legt großen Wert auf individuelle Behandlung jedes Patienten. Eine eingehende Anamnese durch einen erfahrenen Homöopathen ermöglicht die Wahl eines Einzelmittels, das anhand des Erscheinungsbildes eines Patienten am besten geeignet erscheint. Daher kann es vorkommen, dass zwei Patienten mit der gleichen Erkrankung zwei unterschiedliche homöopathische Mittel bekommen. Dementsprechend sind schematische Dosierungsangaben, wie man sie aus der Schulmedizin kennt, nicht angebracht.

Entscheidend ist bei homöopathischen Arzneimitteln die Information eines Mittels, nicht die Menge. Das verhält sich ähnlich wie die Wahl eines Fernsehprogramms mittels Fernbedienung oder des Stockwerkes im Fahrstuhl: Ein stärkeres Drücken des Knopfes bringt keinerlei Vorteil, es sei denn, der Knopf ist defekt, analog zu einer minderen Qualität der homöopathischen Zubereitung.

Bei homöopathischen Mitteln hoher Qualität genügt in der Regel ein einzelner Globulus, um die notwendige Information in den Körper zu bringen und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Bisweilen geht man auf Nummer sicher und gibt zwei oder drei davon. Das sollte ausreichen, denn stellt sich erst mit vielen Globuli ein Effekt ein, ist das Arzneimittel qualitativ minderwertig oder die Reaktion des Körpers ist anders als erwartet, das heißt das Mittel ist ungeeignet und die Mittelwahl war falsch.

Bei der Einnahme von Globuli sollten Sie einige Punkte beachten, um eine optimale Wirksamkeit zu gewährleisten. Dazu gehört, dass die Informationen am zuverlässigsten vermittelt werden, wenn sie über die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Daher sollten Sie Globuli nicht wie andere Medikamenten mit Flüssigkeit herunterspülen, sondern auf der Zunge zergehen lassen und eine Weile im Mund behalten, bevor Sie sie herunterschlucken.

Ebenso ist eine lokale Behandlung mit Salben, Einreibungen und ähnlichem nicht notwendig, denn jede homöopathische Therapie bezieht den gesamten Körper und seine Selbstheilungskräfte mit ein, nicht nur Teile davon.

Für eine erfolgreiche Informationsvermittlung sollte die Mundschleimhaut nicht durch andere Einflüsse beeinträchtigt sein. Daher sollte die Einnahme zeitlich versetzt, mindestens zehn Minuten oder länger, zu Trinken, Nahrungsaufnahme oder dem Putzen der Zähne und Kaugummi kauen erfolgen. Geben Sie die Globuli auf die Hand und führen sie diese zum Mund. Verwenden Sie für die Einnahme keine Löffel aus Metall, sondern aus Plastik oder Horn.

Globuli wirken ganzheitlich. Genuss von Nikotin, Alkohol, Drogen sowie ungesundes Essen und unzuträgliche Lebensweise beeinträchtigen eine solche Wirkungsweise nachhaltig und machen die positiven Effekte zunichte.

Bei jeder erstmaligen Einnahme homöopathischer Zubereitungen kann es zu einer Erstverschlimmerung der Symptome kommen. Das ist nicht schlimm, sondern normal und gilt in der Homöopathie als gutes Zeichen. Sie signalisiert, dass die Informationen erfolgreich angekommen sind und die körpereigenen Selbstheilungskräfte in Gang gesetzt haben. Sollten sich die Symptome nicht innerhalb von zwei oder drei Tagen bessern, muss der behandelnde Therapeut aufgesucht und um Rat gefragt werden. Unter Umständen hat das zu bedeuten, dass sich eine weitere Krankheit im Hintergrund verborgen hält und einer zusätzlichen Behandlung bedarf.

Die Einnahme von Globuli sollte nicht nach der Uhr erfolgen, sondern nach Bedarf. Stehen Beschwerden an, sind sie einzunehmen und der Effekt abzuwarten. Solange eine Besserung der Symptome auftritt und die Wirkung anhält, ist keine weitere Einnahme vonnöten. Erst wenn die Beschwerden sich erneut abzuzeichnen beginnen sind die Globuli erneut einzunehmen. Haben sich nach der Einnahme die Symptome geändert, muss der behandelnde Homöopath ein neues Einzelmittel bestimmen.

Ist ein homöopathisches Mittel in akuten Fällen in kurzen Zeitabständen mehrfach einzunehmen, geschieht das am besten mit der Wasserglas-Methode. Dazu geben Sie maximal drei Globuli in ein Glas mit Wasser ohne Kohlensäure und nehmen einen kleinen Schluck davon ein. Das wiederholen Sie so lange, bis sich die Beschwerden bessern.

Die hochwirksamen Q- und LM-Potenzen verabreicht man meistens als Mischung in flüssiger Form. Für die Einnahme müssen Sie das Behältnis gründlich schütteln und von dem Inhalt ein bis zehn Tropfen auf einem nicht metallenen Löffel einnehmen. Behalten Sie die Flüssigkeit eine Weile im Mund, bevor Sie sie schlucken. Eine solche Einnahme erfolgt bei akuten Krankheitsfällen mehrmals täglich. Zur Behandlung chronischer Erkrankungen genügt eine einzige Einnahme am Tag. Ist das Medikament aufgebraucht, geht der Therapeut in der Regel zu einer höheren Potenzierung über.

Bei einer homöopathischen Selbstbehandlung sollten Sie eine D- oder C-Potenz in der Stufe 6 respektive 12 verwenden. Damit ist die Wirkung, die nur wenige Stunden anhält, am besten zu überblicken und bei mangelndem Effekt können Sie problemlos auf ein anderes Einzelmittel umsteigen. Bei höheren Potenzen ist der Effekt langsamer und nachhaltiger, was jedoch bei der Wahl eines ungeeigneten Mittels aufgrund der Langfristigkeit zum Problem werden kann.