Cuprum metallicum D12
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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage (bei Heilwassern das Etikett) und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Apotheke. Bei Tierarznei lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie die Tierärztin, den Tierarzt oder die Apotheke.
Hintergrundinformationen zu Cuprum
metallicum
Metallisches Kupfer
gehört zu den Übergangsmetallen im Periodensystem der Elemente und ist neben
Silber und Gold der beste elektrische Leiter.
In der Kupferzeit und der nachfolgenden
Bronzezeit (Bronze ist ein Gemisch von Kupfer und Zinn) war die Mittelmeerinsel
Zypern das Zentrum des Kupferbergbaus und der Verhüttung der entsprechenden
Kupfererze. Entsprechend bedeutet der lateinische Begriff "cyprium"
zyprisches Erz.
Kupfer ist für den menschlichen Stoffwechsel
essenziell, da Kupferionen Bestandteil zahlreicher Enzyme und Proteine sind. So
ist Kupfer über das Transportprotein Caeruleoplasmin für die Verwertung von
Eisenionen und somit für die Blutbildung notwendig. Zudem ist es an der Bildung
von Kollagenfasern des Bindegewebes und der Produktion der "Stresshormone"
Adrenalin und Noradrenalin in der Nebenniere beteiligt.
Übermäßige Kupferexposition führt zu einer
Schwermetallvergiftung, ähnlich wie bei Blei. Zu den Symptomen gehören unter
anderem Krämpfe, Durchfälle, Übelkeit und Erbrechen.
Mit Cuprum metallicum wird in der Homöopathie
speziell aufbereitetes metallisches Kupfer bezeichnet.
Gemäß dem Simile-Prinzip ist Cuprum metallicum
in der Homöopathie eines der wichtigsten Mittel zur Lösung von Krämpfen. Dies
gilt insbesondere für die Muskeln des Magen-Darm-Traktes, der Atemwege und der
Blutgefäße.
Erscheinungsbild: Allgemeine
Charakteristik und Leitsymptome
Personen, die von
Cuprum metallicum profitieren, neigen zu Verkrampfungen, sowohl körperlich als
auch innerlich (selbstkritische Persönlichkeiten). Körperliche Verkrampfungen
können häufig von Fingern und Zehen ausgehen und anschließend den gesamten
Körper erfassen. Die Personen neigen zu Stimmungsschwankungen, sind lebhaft,
voller Temperament, übertrieben kritisch und meckern über alles und jeden. Vielfach
sind sie boshaft und niemand kann es ihnen recht machen. Von ihren Mitmenschen
werden sie daher als unsympathisch empfunden.
Kinder sind verhaltensauffällig, aggressiv und
beißen, schreien, schlagen und spucken, wenn sie nicht bekommen, was sie wollen.
Sie erscheinen stets nervös, unruhig, angespannt und trotzig und möchten nicht
angesprochen oder berührt werden. Oft sind sie erschöpft, reizbar und neigen zu
plötzlichen Lach-, Wein- oder Schreikrämpfen.
Bei Krankheit oder wenn sie sich gestört fühlen
ziehen sie sich wortlos zurück und schmollen. Die Personen sind durch Kälte
ausgezeichnet: Ihre Hände und Füße sind kalt, ihr Gesicht und ihre Haut
erscheinen blass und ihre Lippen sind bläulich verfärbt.
Gegen Milch und warme Getränke haben sie eine
Abneigung. Dagegen haben sie großen Durst auf kalte Getränke. Appetit haben sie
nur wenig, ihr Essen schlingen sie schnell herunter, wodurch sie hinterher an
Aufstoßen und Schluckauf leiden.
Anwendungsgebiete in der Übersicht (alle
nur nach Absprache mit dem Therapeuten)
·
generelle
Krämpfe in jedem Organsystem (Krampfmittel)
·
Epilepsie
·
Asthma
·
krampfartiger
Husten, z.B. Keuchhusten
·
Krupp-Husten
und Pseudokrupp
·
Fieberkrämpfe
·
kolikartige
Bauchschmerzen mit Durchfällen und Erbrechen
·
Wadenkrämpfe
·
Verkrampfungen
der Gesichtsmuskulatur
·
Muskelzuckungen
·
heftige
Magen-Darm-Krämpfe
·
Wehen nach
der Geburt
Modalitäten: Verbesserungen und
Verschlimmerungen
Zu einer Besserung der
Symptome kommt es durch Trinken von kaltem Wasser und Schwitzen. Schlechter
werden die Beschwerden nachts im Liegen, durch Berührung und durch Erbrechen.
Ebenso verschlimmern sich die Symptome bei Frauen vor der Menses.
Wirkungsweise und Nebenwirkungen von
Cuprum metallicum
Cuprum metallicum ist
für fast alle Altersstufen geeignet. Bis D5 ist die Gabe unter 12 Jahren
kontraindiziert. Zudem ist Cuprum metallicum in der Schwangerschaft und
Stillzeit kontraindiziert. Zu Vergiftungserscheinungen kommt es erst ab einer
täglichen Einnahme von mehr als einem Gramm, was mit Globuli praktisch
unmöglich sein dürfte.
Grundsätzlich ist Cuprum metallicum für die
Behandlung sehr heftiger, mitunter sogar lebensbedrohlicher Krankheitssymptome
geeignet. Daher sollte man bei den meisten Krankheiten, bei denen Cuprum
metallicum angebracht ist, unbedingt einen Arzt aufsuchen. Für eine
eigenmächtige Selbstbehandlung ist es daher nur bedingt empfehlenswert.
Cuprum metallicum - Dosierung und
Darreichungsformen
Homöopathie legt großen Wert auf individuelle Behandlung jedes Patienten.
Eine eingehende Anamnese durch einen erfahrenen Homöopathen ermöglicht die Wahl
eines Einzelmittels, das anhand des Erscheinungsbildes eines Patienten am
besten geeignet erscheint. Daher kann es vorkommen, dass zwei Patienten mit der
gleichen Erkrankung zwei unterschiedliche homöopathische Mittel bekommen.
Dementsprechend sind schematische Dosierungsangaben, wie man sie aus der
Schulmedizin kennt, nicht angebracht.
Entscheidend ist bei homöopathischen
Arzneimitteln die Information eines Mittels, nicht die Menge. Das verhält sich
ähnlich wie die Wahl eines Fernsehprogramms mittels Fernbedienung oder des
Stockwerkes im Fahrstuhl: Ein stärkeres Drücken des Knopfes bringt keinerlei
Vorteil, es sei denn, der Knopf ist defekt, analog zu einer minderen Qualität
der homöopathischen Zubereitung.
Bei homöopathischen Mitteln hoher Qualität
genügt in der Regel ein einzelner Globulus, um die notwendige Information in
den Körper zu bringen und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Bisweilen
geht man auf Nummer sicher und gibt zwei oder drei davon. Das sollte ausreichen,
denn stellt sich erst mit vielen Globuli ein Effekt ein, ist das Arzneimittel
qualitativ minderwertig oder die Reaktion des Körpers ist anders als erwartet,
das heißt das Mittel ist ungeeignet und die Mittelwahl war falsch.
Bei der Einnahme von Globuli sollten Sie einige
Punkte beachten, um eine optimale Wirksamkeit zu gewährleisten. Dazu gehört,
dass die Informationen am zuverlässigsten vermittelt werden, wenn sie über die
Mundschleimhaut aufgenommen werden. Daher sollten Sie Globuli nicht wie andere
Medikamenten mit Flüssigkeit herunterspülen, sondern auf der Zunge zergehen
lassen und eine Weile im Mund behalten, bevor Sie sie herunterschlucken.
Ebenso ist eine lokale Behandlung mit Salben,
Einreibungen und ähnlichem nicht notwendig, denn jede homöopathische Therapie
bezieht den gesamten Körper und seine Selbstheilungskräfte mit ein, nicht nur
Teile davon.
Für eine erfolgreiche Informationsvermittlung
sollte die Mundschleimhaut nicht durch andere Einflüsse beeinträchtigt sein.
Daher sollte die Einnahme zeitlich versetzt, mindestens zehn Minuten oder
länger, zu Trinken, Nahrungsaufnahme oder dem Putzen der Zähne und Kaugummi
kauen erfolgen. Geben Sie die Globuli auf die Hand und führen sie diese zum
Mund. Verwenden Sie für die Einnahme keine Löffel aus Metall, sondern aus
Plastik oder Horn.
Globuli wirken ganzheitlich. Genuss von Nikotin,
Alkohol, Drogen sowie ungesundes Essen und unzuträgliche Lebensweise
beeinträchtigen eine solche Wirkungsweise nachhaltig und machen die positiven
Effekte zunichte.
Bei jeder erstmaligen Einnahme homöopathischer
Zubereitungen kann es zu einer Erstverschlimmerung der Symptome kommen. Das ist
nicht schlimm, sondern normal und gilt in der Homöopathie als gutes Zeichen.
Sie signalisiert, dass die Informationen erfolgreich angekommen sind und die
körpereigenen Selbstheilungskräfte in Gang gesetzt haben. Sollten sich die
Symptome nicht innerhalb von zwei oder drei Tagen bessern, muss der behandelnde
Therapeut aufgesucht und um Rat gefragt werden. Unter Umständen hat das zu
bedeuten, dass sich eine weitere Krankheit im Hintergrund verborgen hält und
einer zusätzlichen Behandlung bedarf.
Die Einnahme von Globuli sollte nicht nach der
Uhr erfolgen, sondern nach Bedarf. Stehen Beschwerden an, sind sie einzunehmen
und der Effekt abzuwarten. Solange eine Besserung der Symptome auftritt und die
Wirkung anhält, ist keine weitere Einnahme vonnöten. Erst wenn die Beschwerden
sich erneut abzuzeichnen beginnen sind die Globuli erneut einzunehmen. Haben
sich nach der Einnahme die Symptome geändert, muss der behandelnde Homöopath
ein neues Einzelmittel bestimmen.
Ist ein homöopathisches Mittel in akuten Fällen
in kurzen Zeitabständen mehrfach einzunehmen, geschieht das am besten mit der
Wasserglas-Methode. Dazu geben Sie maximal drei Globuli in ein Glas mit Wasser
ohne Kohlensäure und nehmen einen kleinen Schluck davon ein. Das wiederholen
Sie so lange, bis sich die Beschwerden bessern.
Die hochwirksamen Q- und LM-Potenzen verabreicht
man meistens als Mischung in flüssiger Form. Für die Einnahme müssen Sie das
Behältnis gründlich schütteln und von dem Inhalt ein bis zehn Tropfen auf einem
nicht metallenen Löffel einnehmen. Behalten Sie die Flüssigkeit eine Weile im
Mund, bevor Sie sie schlucken. Eine solche Einnahme erfolgt bei akuten Krankheitsfällen
mehrmals täglich. Zur Behandlung chronischer Erkrankungen genügt eine einzige
Einnahme am Tag. Ist das Medikament aufgebraucht, geht der Therapeut in der
Regel zu einer höheren Potenzierung über.
Bei einer homöopathischen Selbstbehandlung sollten
Sie eine D- oder C-Potenz in der Stufe 6 respektive 12 verwenden. Damit ist die
Wirkung, die nur wenige Stunden anhält, am besten zu überblicken und bei
mangelndem Effekt können Sie problemlos auf ein anderes Einzelmittel umsteigen.
Bei höheren Potenzen ist der Effekt langsamer und nachhaltiger, was jedoch bei
der Wahl eines ungeeigneten Mittels aufgrund der Langfristigkeit zum Problem
werden kann.