Chelidonium C30 - PZN 08016940

Chelidonium C30

Regenbogen Apotheke Oberursel

PZN: 08016940

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage (bei Heilwassern das Etikett) und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Apotheke. Bei Tierarznei lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie die Tierärztin, den Tierarzt oder die Apotheke.

Hintergrundinformationen zu Chelidonium majus Globuli

Chelidonium majus, das Schöllkraut, wird auch Schellkraut oder Warzenkraut genannt. Es handelt sich um ein in Europa und Asien häufig vorkommendes Mohngewächs. Es wächst bis zu einem halben Meter hoch auf Ruderalstellen, an Weges- und Waldrändern und in der Nähe von Häusern und neben Mauern. Neben seinen charakteristischen kleinen gelben Blüten, weist es einen typischen gelben Milchsaft auf, der bei Verletzungen austritt. Dieser ist bitter, scharf schmeckend und stark hautreizend. Seine Alkaloide machen das Schöllkraut zu einer Giftpflanze. Bei Verzehr der Pflanze kommt es zu Vergiftungserscheinungen mit schmerzhaften, blutigen Durchfällen und Erbrechen. In geringer Dosierung kann es die Leber schädigen.

In der Volksmedizin verwendet man Schöllkraut zur Anregung des Gallenflusses und zur Behandlung von Warzen, indem der Milchsaft auf die Warzen aufgetupft wird. Hierbei nutzt man die viruzide Wirkung der enthaltenen Alkaloide.

Gemäß dem Simile-Prinzip ist Chelidonium majus eine beliebte Heilpflanze zur homöopathischen Behandlung von Erkrankungen der Leber und Gallenblase. Chelidonium majus hat hierbei eine krampflösende und schmerzstillende, zugleich aber auch beruhigende Wirkung.

In der Homöopathie wird der frische Wurzelstock mit anhängenden Wurzeln im Spätherbst oder zu Beginn des Austriebs zur Gewinnung der Urtinktur verwendet.

Erscheinungsbild: Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome

Patienten, die von Chelidonium majus profitieren, sind niedergeschlagen, traurig und ängstlich. Gegenüber anderen Personen sind sie übellaunig, leicht reizbar und schnippisch. Sie sind schwach, ermüden nach der kleinsten Anstrengung und besitzen eine innere Schwere. Oft zeigen sie sich geistesabwesend und vergessen, was sie gerade tun wollten.
Oft leiden sie an Verdauungsstörungen mit Aufstoßen, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen. Verstopfungen und Durchfälle wechseln sich ab. Der Stuhl ist schleimig, gelblich, steinhart oder klumpig. Gegen Fleisch, Kaffee und Käse besteht eine große Abneigung, hingegen besteht Heißhunger auf warme, saure und scharfe Speisen.
Schmerzen treten vor allem auf der rechten Seite auf, d.h. beispielsweise im rechten Oberbauch, in der rechten Schulter oder an der rechten Schläfe.

Anwendungsgebiete von Schöllkraut in der Übersicht

·         Gallenkoliken

·         Gallensteine

·         Lebererkrankungen

·         Milzerkrankungen

·         Kopfschmerzen und Migräne

·         Bronchitis

·         Hühneraugen und Hornhautschwielen

·         Warzen

·         rheumatische Beschwerden

Modalitäten: Verbesserungen und Verschlimmerungen

Die Beschwerden bessern sich durch warme Speisen und Getränke. Eine Verschlechterung tritt auf durch Bewegung, durch Berührung, bei Wetterwechsel und gegen 4 Uhr und 16 Uhr.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen von Chelidonium majus

Typisch für Chelidonium sind die auf der rechten Seite stärker als auf der linken Seite ausgeprägten Beschwerden. Bis zur Potenz D6 bzw. C3 ist Chelidonium in der Schwangerschaft und in der Stillzeit kontraindiziert. In Einzelfällen wurden durch die Einnahme chelidoniumhaltiger Arzneimittel in einer Potenz bis D6 bzw. C3 ein Anstieg der Leberfunktionswerte beobachtet. Aus diesem Grund sollten die Arzneimittel nur gemeinsam mit einem Therapeuten eingesetzt werden.

Chelidonium majus Dosierung und Darreichungsformen

Homöopathie legt großen Wert auf individuelle Behandlung jedes Patienten. Eine eingehende Anamnese durch einen erfahrenen Homöopathen ermöglicht die Wahl eines Einzelmittels, das anhand des Erscheinungsbildes eines Patienten am besten geeignet erscheint. Daher kann es vorkommen, dass zwei Patienten mit der gleichen Erkrankung zwei unterschiedliche homöopathische Mittel bekommen. Dementsprechend sind schematische Dosierungsangaben, wie man sie aus der Schulmedizin kennt, nicht angebracht.

Entscheidend ist bei homöopathischen Arzneimitteln die Information eines Mittels, nicht die Menge. Das verhält sich ähnlich wie die Wahl eines Fernsehprogramms mittels Fernbedienung oder des Stockwerkes im Fahrstuhl: Ein stärkeres Drücken des Knopfes bringt keinerlei Vorteil, es sei denn, der Knopf ist defekt, analog zu einer minderen Qualität der homöopathischen Zubereitung.

Bei homöopathischen Mitteln hoher Qualität genügt in der Regel ein einzelner Globulus, um die notwendige Information in den Körper zu bringen und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Bisweilen geht man auf Nummer sicher und gibt zwei oder drei davon. Das sollte ausreichen, denn stellt sich erst mit vielen Globuli ein Effekt ein, ist das Arzneimittel qualitativ minderwertig oder die Reaktion des Körpers ist anders als erwartet, das heißt das Mittel ist ungeeignet und die Mittelwahl war falsch.

Bei der Einnahme von Globuli sollten Sie einige Punkte beachten, um eine optimale Wirksamkeit zu gewährleisten. Dazu gehört, dass die Informationen am zuverlässigsten vermittelt werden, wenn sie über die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Daher sollten Sie Globuli nicht wie andere Medikamenten mit Flüssigkeit herunterspülen, sondern auf der Zunge zergehen lassen und eine Weile im Mund behalten, bevor Sie sie herunterschlucken.

Ebenso ist eine lokale Behandlung mit Salben, Einreibungen und ähnlichem nicht notwendig, denn jede homöopathische Therapie bezieht den gesamten Körper und seine Selbstheilungskräfte mit ein, nicht nur Teile davon.

Für eine erfolgreiche Informationsvermittlung sollte die Mundschleimhaut nicht durch andere Einflüsse beeinträchtigt sein. Daher sollte die Einnahme zeitlich versetzt, mindestens zehn Minuten oder länger, zu Trinken, Nahrungsaufnahme oder dem Putzen der Zähne und Kaugummi kauen erfolgen. Geben Sie die Globuli auf die Hand und führen sie diese zum Mund. Verwenden Sie für die Einnahme keine Löffel aus Metall, sondern aus Plastik oder Horn.

Globuli wirken ganzheitlich. Genuss von Nikotin, Alkohol, Drogen sowie ungesundes Essen und unzuträgliche Lebensweise beeinträchtigen eine solche Wirkungsweise nachhaltig und machen die positiven Effekte zunichte.

Bei jeder erstmaligen Einnahme homöopathischer Zubereitungen kann es zu einer Erstverschlimmerung der Symptome kommen. Das ist nicht schlimm, sondern normal und gilt in der Homöopathie als gutes Zeichen. Sie signalisiert, dass die Informationen erfolgreich angekommen sind und die körpereigenen Selbstheilungskräfte in Gang gesetzt haben. Sollten sich die Symptome nicht innerhalb von zwei oder drei Tagen bessern, muss der behandelnde Therapeut aufgesucht und um Rat gefragt werden. Unter Umständen hat das zu bedeuten, dass sich eine weitere Krankheit im Hintergrund verborgen hält und einer zusätzlichen Behandlung bedarf.

Die Einnahme von Globuli sollte nicht nach der Uhr erfolgen, sondern nach Bedarf. Stehen Beschwerden an, sind sie einzunehmen und der Effekt abzuwarten. Solange eine Besserung der Symptome auftritt und die Wirkung anhält, ist keine weitere Einnahme vonnöten. Erst wenn die Beschwerden sich erneut abzuzeichnen beginnen sind die Globuli erneut einzunehmen. Haben sich nach der Einnahme die Symptome geändert, muss der behandelnde Homöopath ein neues Einzelmittel bestimmen.

Ist ein homöopathisches Mittel in akuten Fällen in kurzen Zeitabständen mehrfach einzunehmen, geschieht das am besten mit der Wasserglas-Methode. Dazu geben Sie maximal drei Globuli in ein Glas mit Wasser ohne Kohlensäure und nehmen einen kleinen Schluck davon ein. Das wiederholen Sie so lange, bis sich die Beschwerden bessern.

Die hochwirksamen Q- und LM-Potenzen verabreicht man meistens als Mischung in flüssiger Form. Für die Einnahme müssen Sie das Behältnis gründlich schütteln und von dem Inhalt ein bis zehn Tropfen auf einem nicht metallenen Löffel einnehmen. Behalten Sie die Flüssigkeit eine Weile im Mund, bevor Sie sie schlucken. Eine solche Einnahme erfolgt bei akuten Krankheitsfällen mehrmals täglich. Zur Behandlung chronischer Erkrankungen genügt eine einzige Einnahme am Tag. Ist das Medikament aufgebraucht, geht der Therapeut in der Regel zu einer höheren Potenzierung über.

Bei einer homöopathischen Selbstbehandlung sollten Sie eine D- oder C-Potenz in der Stufe 6 respektive 12 verwenden. Damit ist die Wirkung, die nur wenige Stunden anhält, am besten zu überblicken und bei mangelndem Effekt können Sie problemlos auf ein anderes Einzelmittel umsteigen. Bei höheren Potenzen ist der Effekt langsamer und nachhaltiger, was jedoch bei der Wahl eines ungeeigneten Mittels aufgrund der Langfristigkeit zum Problem werden kann.