Agaricus muscarius C30
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Hintergrundinformationen - Agaricus
muscarius
Agaricus muscarius ist
die homöopathische Bezeichnung des mitteleuropäischem Roten Fliegenpilzes
(Amanita muscaria). Seinen deutschen Namen hat er erhalten, weil man ihn früher
als Mückengift verwendete, wozu der frische oder getrocknete Pilz in Milch
eingelegt wurde.
Er wächst vor allem im
Herbst vergesellschaftet mit Birken und Fichten und wird etwa zwanzig
Zentimeter hoch. Auf der Unterseite des auffälligen roten Hutes hat er weiße
Lamellen, auf der Oberseite weist er typische weiße Schuppen auf, die von der
eiförmigen Hülle des jungen Pilzes übrig bleiben.
Er enthält unter
anderem Ibotensäure, Muscarin und andere Halluzinogene und ist daher
hochtoxisch. Agaricus muscarius hat krampflösende und beruhigende Eigenschaften
und ist eines der wichtigsten homöopathischen Mittel gegen neurologische
Störungen wie Zuckungen und Unruhezustände.
Erscheinungsbild: Allgemeine
Charakteristik und Leitsymptome - Agaricus muscarius
Typisch für
Agaricus-Patienten sind Unruhe und Nervosität. Auf ihrer Haut beschreiben sie
vielfach ein Brennen, Jucken, Kribbeln oder Taubheitsgefühle ähnlich wie bei
Erfrierungen. Trockenheit äußert sich in ständigem Durst und Brennen im Mund.
Oft haben sie Schluckbeschwerden und Herpes an den Lippen, der Geschmack im
Mund ist typischerweise süßlich. Krampfartiger Husten tritt bevorzugt nachts
auf. Beim Wasserlassen werden oftmals brennende Schmerzen angegeben.
Gangunsicherheit und Koordinationsstörungen sind verbreitet wie auch diagonale
Beschwerden im Sinne von gleichzeitigen Schmerzen im rechten Arm und linken
Bein. Krämpfe wie nervöses Lidzucken, Tics und andere unwillkürliche Zuckungen
können ebenfalls auftreten. Ihre Hustenanfälle enden mit einem Niesen.
Anwendungsgebiete von Agaricus muscarius
in der Übersicht
· Bewegungsstörungen und
Gangunsicherheit
· Zuckungen und Krämpfe
· Unruhezustände
· Multiple Sklerose,
Chorea, Epilepsie und andere neurologische Erkrankungen
· Angina Pectoris
· Erfrierungen und
Frostbeulen
· Kribbeln und
Taubheitsgefühle
Modalitäten: Verbesserungen und
Verschlimmerungen - Agaricus muscarius
Für den Einsatz von
Agaricus muscarius spricht eine Besserung der Krankheitssymptome durch viel
Ruhe, Schlaf und Wärme auf sowie nach Stuhl- und Harnabgang.
Eine Verschlimmerung
findet statt nach Genuss von Alkohol und Nikotin, durch Kälte, Frost und nach
Geschlechtsverkehr, morgens nach dem Aufstehen, während der Periode, bei
kaltem, regnerischen Wetter, Gewitter und unmittelbar nach dem Essen.
Wirkungsweise und Nebenwirkungen - Agaricus
muscarius
Als homöopathisches
Heilmittel hat Agaricus muscarius praktisch keine Nebenwirkungen. Eine
Erstverschlimmerung der Beschwerden in den ersten Tagen der Einnahme wird als
positives Zeichen angesehen. Das Mittel sollte so lange eingenommen werden, bis
die entsprechenden Beschwerden gemildert oder verschwunden sind.
Zu einer
Verschlechterung des Zustandes kann es bei zu häufiger Einnahme kommen. In
diesem Falle sollte man das Mittel sofort absetzen.
Agaricus darf nicht
zusammen mit Belladonna eingenommen werden.
Dosierung und Darreichungsformen - Agaricus
muscarius
3 mal täglich, Kinder die Hälfte oder
bei mangelnder Wirkung Dosis erhöhen sind Regeln, die in der Homöopathie nicht
gelten. Hier entscheidet nicht die Menge, sondern die Art der Information.
Schematische Dosierungsangaben widersprechen dem Prinzip der Individualität in
der Homöopathie.
Die homöopathische Arznei wird am schnellsten und sichersten über die
Mundschleimhaut aufgenommen, also: Globuli oder Tabletten zergehen lassen,
Lösungen eine Weile im Mund behalten, bevor sie geschluckt werden. Auch über
die gesunde Haut kann das Mittel wirken. Die äußerliche Behandlung eines
erkrankten Körperteils mit Salben und Einreibungen ist in der Regel nicht
nötig. Die homöopathische Behandlung zielt auf den gesamten Organismus und
nicht auf einzelne Teile.
Information wird am besten verstanden, wenn kein anderer dazwischenredet. Wenn
die Arznei einwirken soll, darf die Mundschleimhaut nicht durch andere
Einflüsse irritiert sein. Der Mindestabstand zum Essen und Trinken, zu
Kaugummi, Zigaretten, Zähneputzen und dergleichen sollte 10 Minuten betragen.
Die Arznei wird in akuten Fällen sofort gegeben, ansonsten zu einem ruhigen
Zeitpunkt.
Um ein Fernsehprogramm oder im Aufzug das Stockwerk zu wählen, genügt ein
Knopfdruck oder, bei manchen Vorrichtungen, das bloße Berühren. Ein fester
Druck bringt kein besseres Programm (es sei denn, der Knopf ist schwer gängig,
d.h. die Arznei ist von minderer Qualität). Bei guter Arzneiqualität genügt ein
Globulus oder ein Tropfen, um die Information in den Organismus zu bringen.
Manche geben zwei Globuli, zur Sicherheit, manche drei oder fünf, manche
Hersteller empfehlen zehn. Wenn wenige Globuli nicht wirken, ist meist das
Mittel falsch oder die Reaktion gestört. Dann sollte man fachlichen Rat
einholen.
Homöopathische Arzneien werden nicht nach der Uhr, sondern nach Bedarf gegeben
und ebenso auch wiederholt. Solange eine Wirkung anhält, d.h. die Besserung
voranschreitet, wird abgewartet. Erst bei Stillstand der Wirkung oder erneutem
Auftreten der alten Beschwerden wird die Einnahme wiederholt.
Haben sich die Symptome verändert, muss das Arzneimittel neu bestimmt werden.
Bei Wiederholung des Mittels in kurzen Zeitabständen geht man günstiger Weise
nach der sogenannten „Wasserglas-Methode“ vor : Dazu gibt man ein bis drei
Globuli in etwa 100 ml kohlensäurefreies Wasser und nimmt davon jedes Mal, wenn
nötig, einen Teelöffel (kein Metall) oder kleinen Schluck voll ein, nachdem man
zuvor umgerührt hat.
Etwas anders verhält es sich bei den Q- bzw. LM-Potenzen. Von der flüssigen
Version (Tropfen), die vorzugsweise eingesetzt wird, werden je nach
Empfindlichkeit des Patienten ein bis 10 Tropfen nach mehrmaligem kräftigem
Schütteln des Fläschchens eingenommen. In chronischen Fällen einmal täglich, in
akuten Fällen auch mehrmals täglich. Nach dem Aufbrauchen wird ein jeweils
höherer Potenzgrad genommen.
Für den Hausgebrauch wird die D oder C 6 bzw. 12 empfohlen. Ihre Wirkdauer kann
gut überblickt werden; sie beträgt in akuten Fällen nur einige Stunden. Die
Gabe kann bei Bedarf wiederholt werden. Bei mangelnder Wirkung ist ein
schneller Wechsel der Arznei problemlos möglich. Hochgiftige Substanzen
allerdings, z.B. Schwermetalle, sollten nicht unter der D 8 (besser der D 12
bzw. C 6) verwendet werden. Höhere Potenzen wirken intensiver und länger,
werden aber bei falscher Mittelwahl zum Problem: Arzneisymptome können länger
als erwünscht anhalten und sowohl das Krankheitsbild als auch die Wirkung der
zweiten Arznei überlagern.