Phosphorus Q2 - PZN 08024885

Phosphorus Q2

Regenbogen Apotheke Oberursel

PZN: 08024885

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage (bei Heilwassern das Etikett) und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Apotheke. Bei Tierarznei lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie die Tierärztin, den Tierarzt oder die Apotheke.

Hintergrundinformationen zu Phosphorus

Phosphorus bezeichnet in der Homöopathie das Element Phosphor. In der Natur kommt er nur in Form von Verbindungen, vor allem als Phosphate, vor. Diese spielen eine große Rolle bei Stoffwechselprozessen. Phosphor ist wesentlicher Bestandteil unserer Erbsubstanz und des Energieträgers Adenosintriphosphat (ATP), welches innerhalb des menschlichen Körpers in den Mitochondrien gebildet wird.

Für homöopathische Zubereitungen wird der elementare, gelbe Phosphor verwendet. Phosphorus hat ein breites Wirkungsspektrum und wirkt vor allem auf Haut, Schleimhäute sowie auf das zentrale Nervensystem.

Erscheinungsbild: Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome

Patienten, die von Phosphorus profitieren, "leuchten" ebenso wie das chemische Element Phosphor: Sie sind "sprühend", d.h. voller Energie, nach kurzer Zeit jedoch schnell "abgebrannt", d.h. müde und erschöpft. Es handelt sich um freundliche, offene und liebenswürdige Mitmenschen, die man auf Anhieb sympathisch findet. Sie sind kontaktfreudig, spontan, meist hochgewachsen, von zarter Statur mit heller Haut und rötlichem Haar. Es besteht eine Neigung zu Labilität, Ausdauer und Selbstbewusstsein sind schwach ausgeprägt.

Phosphorus-Patienten erscheinen temperamentvoll, gefühlsbetont und stehen gerne im Mittelpunkt, sind leicht verletzlich und brauchen nach Kränkungen Trost. Empfindlich reagieren sie auf Lärm, grelles Licht und unangenehme Gerüche. Typischerweise leiden sie an einer Vielzahl von Ängsten. Sie fürchten sich bei Gewitter, vor der Dunkelheit und bekommen Panik beim Gedanken an Alleinsein oder Krankheit und Tod.

Charakteristisch für Phosphorus ist, dass die Personen sich schnell blaue Flecke holen und zu schlecht stillbaren Blutungen neigen. Die Patienten verlangen nach kalten Getränken, die sie erbrechen, sobald sie sich im Magen erwärmt haben. Dabei frieren sie leicht.

Anwendungsgebiete von Phosphorus in der Übersicht

·         Nervosität und Ängste

·         Magenschleimhautentzündungen und Magengeschwüre nach Rücksprache

·         Sodbrennen und saures Aufstoßen

·         Blähungen

·         blaue Flecken (Hämatome)

·         Nasenbluten

·         Zahnfleischbluten

·         blutende Wunden

·         Kehlkopfentzündung nach Rücksprache

·         grippale Infekte mit Husten und Bronchitis

·         Kopfschmerzen und Migräne mit Übelkeit, Schwindel und Erbrechen

 

Modalitäten: Verbesserungen und Verschlimmerungen

Die Beschwerden bessern sich an der frischen Luft, in der Kälte, durch kaltes Essen und kalte Getränke, bei Ruhe, nachts im Schlaf, beim Liegen auf der rechten Seite und durch Zuwendung. Gesellschaft wird als angenehm empfunden. Zu einer Verschlechterung kommt es durch körperliche und geistige Überanstrengung, warme Speisen und heiße Getränke, Gewitter, gegen Abend, durch Geräusche und beim Liegen auf der linken Seite.


Phosphorus - Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Phosphorus wirkt bei Beschwerden der Haut, der Atemwege und des Verdauungstraktes. Aufgrund des breiten Wirkungsspektrums sollte die Anwendung durch einen erfahrenen Therapeuten erfolgen.

Phosphorus ist einschließlich bis zur Potenz D3 verschreibungspflichtig. In Schwangerschaft und Stillzeit sollte Phosphorus nur unter der Aufsicht eines Arztes oder Homöopathen und nur über einen begrenzten Zeitraum eingenommen werden.

Dosierung und Darreichungsformen von Phosphorus Globuli

Ziel der Homöopathie ist eine ganzheitliche Behandlung des Patienten. Sie zielt nicht auf die Beseitigung der mit einer Krankheit verbundenen Symptome, sondern auf die Besserung eines körperlichen und seelischen Ungleichgewichtes, die zu der Erkrankung geführt haben.

Daher steht die Wahl eines geeigneten Einzelmittels an erster Stelle. Dafür nimmt der Homöopath eine eingehende Anamnese, eine Befragung und körperliche Untersuchung des Patienten vor. Sie gibt ihm wichtige Hinweise, welches Mittel in Anbetracht des vorliegenden Leitbildes am besten geeignet erscheint. Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass Patienten mit der gleichen Krankheit unterschiedliche Mittel erhalten, in klarem Gegensatz zur Arzneimittelwahl in der Schulmedizin.

Die für die Schulmedizin typischen schematischen Dosierungsangaben finden in der Homöopathie keine Verwendung. Wichtig ist die Information, die das homöopathische Mittel trägt, nicht die Menge oder Konzentration. Ähnlich wie beim Rufen des Fahrstuhles bringt ein stärkeres Betätigen des Knopfes keine Vorteile, außer der Mechanismus ist defekt, analog zu einer minderen Qualität der Arzneimittelzubereitung.

Von einem qualitativ hochwertigen homöopathischen Mittel reicht daher ein einziger Globulus für die Aktivierung der körpereigenen Selbstheilungskräfte aus. Aus Sicherheitsgründen verwendet man trotzdem in der Regel zwei oder drei der Kügelchen. Schlägt das Mittel trotz sicherer Qualität nicht an, bedeutet das, dass der Therapeut das falsche Einzelmittel gewählt hat.

Homöopathische Einzelmittel wirken am besten, wenn sie direkt über die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Daher sollten Sie Globuli niemals wie Tabletten mit Flüssigkeit einnehmen oder sofort hinunterschlucken. Lassen Sie die Kügelchen langsam auf der Zunge zergehen. Nehmen Sie die Globuli dafür nicht in die Finger, sondern streuen sie sie in die hohle Hand oder geben Sie die erforderliche Menge auf einen Horn- oder Plastiklöffel. Metall beeinträchtigt die Wirksamkeit, sodass der Kontakt zu vermeiden ist.

Bei Säuglingen ist es mitunter hilfreich, die Dosis in einer kleinen Flüssigkeitsmenge zu lösen und mit einem Teelöffel zu verabreichen. Der Wirkmechanismus ist zudem der Grund dafür, dass lokale Behandlungen mit Salben und Einreibungen in der klassischen Homöopathie keine Rolle spielen.

Diese ganzheitliche Wirkung darf man nicht zeitgleich durch ungünstige Einflüsse torpedieren. Daher sind ungesunde Lebensweise, Alkohol, Nikotin und Drogen für eine erfolgreiche homöopathische Behandlung kontraproduktiv.

Bei der Einnahme homöopathischer Einzelmittel tritt bisweilen eine Erstverschlimmerung der Symptome auf. Das ist völlig normal und gilt als Anzeichen für ein Anschlagen der Therapie: Die Selbstheilungskräfte des Körpers wurden erfolgreich aktiviert und setzen sich mit dem Krankheitsgeschehen auseinander. Diese Erstverschlimmerung sollte innerhalb von spätestens zwei oder drei Tagen abklingen. Ist das nicht der Fall oder kommen weitere Symptome oder neue, unklare Beschwerden hinzu, suchen Sie Ihren Arzt oder Homöopathen auf und lassen Sie ihn dies abklären. Möglicherweise steckt eine weitere oder neue Krankheit hinter diesen Anzeichen, die eine anders geartete Therapie erfordert.

Nehmen Sie Globuli nach Bedarf und nicht nach der Uhr ein. Im Akutfall verwenden Sie die von Ihrem Therapeuten angegebene Dosis und warten den Effekt ab. Solange sich die Symptome bessern und die Wirkung anhält, sind keine weiteren Globuli einzunehmen. Warten Sie damit, bis wieder erste Krankheitszeichen auftreten.

Ändern sich die Symptome nach der Einnahme, fragen Sie Ihren Homöopathen um Rat - gegebenenfalls hat sich das Krankheitsbild verschoben und erfordert ein neues, jetzt besser geeignetes Einzelpräparat. Halten Sie sich bei der Behandlung chronischer Erkrankungen an die verschriebene Dosierung und fragen Sie gegebenenfalls um Rat, falls sich die Symptomatik ändert.

Für eine Selbstbehandlung sind vor allem die C- und D-Potenzen in den Stufen 6 bis 12 geeignet. Ihr kurzer Effekt ist für Sie leichter zu überblicken als die langsamen, aber nachhaltigen Wirkungen von Hochpotenzen. Kommt es zu keiner Reaktion, können Sie jederzeit auf ein anderes Einzelmittel ausweichen, ohne langfristige Veränderungen befürchten zu müssen.