Phytolacca C30 - PZN 08017900

Phytolacca C30

Regenbogen Apotheke Oberursel

PZN: 08017900

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage (bei Heilwassern das Etikett) und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Apotheke. Bei Tierarznei lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie die Tierärztin, den Tierarzt oder die Apotheke.

Hintergrundinformationen zu Phytolacca Globuli

Phytolacca decandra ist die Kermesbeere. Die ursprünglich in Amerika beheimatete Pflanze wird bis zu zwei Meter hoch und ist heute auf der ganzen Welt verbreitet. Der Name ist auf Carl von Linné zurückzuführen, der sie nach ihren schwarz glänzenden Beeren benannte. Der rote Farbstoff der Beeren wurde früher von Indianern zum Färben von Stoffen und von Europäern als Lebensmittelfarbe für Wein und Süßwaren verwendet. Heute spielt der Farbstoff keine Rolle mehr, da alle Teile der Pflanze giftig sind. Vergiftungen äußern sich mit Übelkeit, Erbrechen, Krämpfen und Durchfall. In homöopathischen Zubereitungen jedoch ist die Kermesbeere bei bestimmungsgemäßem Gebrauch ungiftig.

In der Homöopathie wird Phytolacca bei Erkrankungen der Atemwege, des Mundes sowie des Bewegungsapparates eingesetzt. Die Urtinktur wird hierbei aus der frischen Wurzel der Pflanze im Herbst gewonnen.


Erscheinungsbild: Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome

Patienten, die von Phytolacca profitieren, wirken niedergeschlagen, gleichgültig und apathisch. Andererseits erscheinen sie übellaunig, gereizt und wollen in Ruhe gelassen werden. Sie sind erschöpft, unruhig und schmerzempfindlich. Typisch sind geschwollene Drüsen, eine rote, belegte Zunge und ein trockener Mund. Sie neigen zu Mundgeruch.


Anwendungsgebiete von Phytolacca Globuli in der Übersicht

·         Halsschmerzen und Angina (Schmerzen strahlen zum Ohr aus)

·         Entzündungen im Mundraum und Rachen

·         geschwollene Lymphknoten

·         Entzündungen der Ohrspeicheldrüsen

·         Brustentzündungen (Mastitis) mit schmerzhaften Schwellungen

·         rissige Brustwarzen mit trockenen Höfen in der Stillzeit

·         Abstillen

·         rheumatische Beschwerden



Modalitäten: Verbesserungen und Verschlimmerungen

Die Beschwerden bessern sich in der Wärme, bei warmem Wetter, in Ruhe sowie beim Liegen auf der linken Seite oder auf dem Bauch. Zu einer Verschlechterung kommt es bei nassem und kaltem Wetter, bei körperlicher Aktivität und durch heiße Getränke. Liegen auf der rechten Seite verschlimmert die Symptome.


Wirkungsweise und Nebenwirkungen von Phytolacca

Phytolacca eignet sich zur Behandlung chronischer wie auch akuter Beschwerden. Die Wirkung zielt vor allem auf Drüsengewebe ab (z.B. Mandeln, Brüste und Brustdrüsen).

Bewährt hat sich Phytolacca in der Schwangerschaft und Stillzeit. Es hilft bei ausstrahlenden Halsschmerzen und bei Entzündungen der stillenden Brust, bei Milchstau und bei wunden Brustwarzen.


Dosierung und Darreichungsformen

Ziel der Homöopathie ist eine ganzheitliche Behandlung des Patienten. Sie zielt nicht auf die Beseitigung der mit einer Krankheit verbundenen Symptome, sondern auf die Besserung eines körperlichen und seelischen Ungleichgewichtes, die zu der Erkrankung geführt haben.

Daher steht die Wahl eines geeigneten Einzelmittels an erster Stelle. Dafür nimmt der Homöopath eine eingehende Anamnese, eine Befragung und körperliche Untersuchung des Patienten vor. Sie gibt ihm wichtige Hinweise, welches Mittel in Anbetracht des vorliegenden Leitbildes am besten geeignet erscheint. Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass Patienten mit der gleichen Krankheit unterschiedliche Mittel erhalten, in klarem Gegensatz zur Arzneimittelwahl in der Schulmedizin.

Die für die Schulmedizin typischen schematischen Dosierungsangaben finden in der Homöopathie keine Verwendung. Wichtig ist die Information, die das homöopathische Mittel trägt, nicht die Menge oder Konzentration. Ähnlich wie beim Rufen des Fahrstuhles bringt ein stärkeres Betätigen des Knopfes keine Vorteile, außer der Mechanismus ist defekt, analog zu einer minderen Qualität der Arzneimittelzubereitung.

Von einem qualitativ hochwertigen homöopathischen Mittel reicht daher ein einziger Globulus für die Aktivierung der körpereigenen Selbstheilungskräfte aus. Aus Sicherheitsgründen verwendet man trotzdem in der Regel zwei oder drei der Kügelchen. Schlägt das Mittel trotz sicherer Qualität nicht an, bedeutet das, dass der Therapeut das falsche Einzelmittel gewählt hat.

Homöopathische Einzelmittel wirken am besten, wenn sie direkt über die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Daher sollten Sie Globuli niemals wie Tabletten mit Flüssigkeit einnehmen oder sofort hinunterschlucken. Lassen Sie die Kügelchen langsam auf der Zunge zergehen. Nehmen Sie die Globuli dafür nicht in die Finger, sondern streuen sie sie in die hohle Hand oder geben Sie die erforderliche Menge auf einen Horn- oder Plastiklöffel. Metall beeinträchtigt die Wirksamkeit, sodass der Kontakt zu vermeiden ist.

Bei Säuglingen ist es mitunter hilfreich, die Dosis in einer kleinen Flüssigkeitsmenge zu lösen und mit einem Teelöffel zu verabreichen. Der Wirkmechanismus ist zudem der Grund dafür, dass lokale Behandlungen mit Salben und Einreibungen in der klassischen Homöopathie keine Rolle spielen.

Diese ganzheitliche Wirkung darf man nicht zeitgleich durch ungünstige Einflüsse torpedieren. Daher sind ungesunde Lebensweise, Alkohol, Nikotin und Drogen für eine erfolgreiche homöopathische Behandlung kontraproduktiv.

Bei der Einnahme homöopathischer Einzelmittel tritt bisweilen eine Erstverschlimmerung der Symptome auf. Das ist völlig normal und gilt als Anzeichen für ein Anschlagen der Therapie: Die Selbstheilungskräfte des Körpers wurden erfolgreich aktiviert und setzen sich mit dem Krankheitsgeschehen auseinander. Diese Erstverschlimmerung sollte innerhalb von spätestens zwei oder drei Tagen abklingen. Ist das nicht der Fall oder kommen weitere Symptome oder neue, unklare Beschwerden hinzu, suchen Sie Ihren Arzt oder Homöopathen auf und lassen Sie ihn dies abklären. Möglicherweise steckt eine weitere oder neue Krankheit hinter diesen Anzeichen, die eine anders geartete Therapie erfordert.

Nehmen Sie Globuli nach Bedarf und nicht nach der Uhr ein. Im Akutfall verwenden Sie die von Ihrem Therapeuten angegebene Dosis und warten den Effekt ab. Solange sich die Symptome bessern und die Wirkung anhält, sind keine weiteren Globuli einzunehmen. Warten Sie damit, bis wieder erste Krankheitszeichen auftreten.

Ändern sich die Symptome nach der Einnahme, fragen Sie Ihren Homöopathen um Rat - gegebenenfalls hat sich das Krankheitsbild verschoben und erfordert ein neues, jetzt besser geeignetes Einzelpräparat. Halten Sie sich bei der Behandlung chronischer Erkrankungen an die verschriebene Dosierung und fragen Sie gegebenenfalls um Rat, falls sich die Symptomatik ändert.

Für eine Selbstbehandlung sind vor allem die C- und D-Potenzen in den Stufen 6 bis 12 geeignet. Ihr kurzer Effekt ist für Sie leichter zu überblicken als die langsamen, aber nachhaltigen Wirkungen von Hochpotenzen. Kommt es zu keiner Reaktion, können Sie jederzeit auf ein anderes Einzelmittel ausweichen, ohne langfristige Veränderungen befürchten zu müssen.