Hypericum C12
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Hintergrundinformationen zu Hypericum
perforatum
Das echte oder
getüpfelte Johanniskraut, Hypericum perforatum, gehört zu den Hartheugewächsen
und ist in ganz Europa verbreitet. Die bis zu einem Meter hohe, krautige
Pflanze wächst vorwiegend auf Wiesen, Wald- und Wegesrändern und fällt durch
ihre sichtbaren gelben Blüten auf. Seinen Namen hat Johanniskraut durch seine
Blütezeit erhalten, die von Juni bis August um den Johannistag am 24. Juni
liegt.
Die namensgebende Tüpfelung
("perforatum") der Blätter erkennt man, wenn man die Blätter gegen
das Licht hält: Zahlreiche kleine Öldrüsen sind als helle Punkte und
Hypericinbehälter als dunkle Punkte sichtbar. Die Blätter sehen wie perforiert
aus.
Vor allem die Blüten enthalten den roten
Farbstoff Hypericin, der beim Zerreiben austritt und volkstümlich als
Johannisblut oder Herrgottsblut bezeichnet wird. Hypericin wirkt
photosensibilisierend und führt bei Weidetieren, die das Kraut gefressen haben,
unter Sonneneinstrahlung zu Sonnenbrand.
Johanniskraut war im Mittelalter als mystische
Pflanze mit Zauberkräften bekannt. So wurde es auch Walpurgiskraut und
Hexenkraut genannt, da es Hexenspuk und Teufelsmächte auszutreiben vermochte.
Heute wird Johanniskraut in der Schulmedizin
vorrangig als Antidepressivum bei leichten bis mittelschweren Depressionen
eingesetzt. Durch eine neuronale Wiederaufnahmehemmung von verschiedenen
Neurotransmittern wirkt es hierbei gemüts- und stimmungsaufhellend. Die
Volksmedizin verwendet Johanniskrautöl äußerlich als Umschläge und Einreibungen
zur Wundbehandlung von Verbrennungen, zur Linderung der Beschwerden bei Gicht
und Rheuma oder gegen Verrenkungen und Verstauchungen.
In der Homöopathie dienen Zubereitungen von
Johanniskraut der Behandlung von Verletzungen, vor allem solchen, bei denen
Nerven betroffen sind. Sie dienen der Linderung von stechenden und
einschießenden Schmerzen und der Förderung der Wundheilung. Nach traumatischen
Verletzungen und nach Operationen hilft es gegen Wundschmerz, Kribbeln und
Taubheitsgefühl.
Für homöopathische Zubereitungen wird die
frische ganze Pflanze zur Blütezeit verwendet.
Erscheinungsbild: Allgemeine
Charakteristik und Leitsymptome
Patienten, die von
Hypericum profitieren, sind von Natur aus ängstlich, unruhig und aufgeregt. Sie
reden viel und verhaspeln sich oft beim Sprechen und vergessen, was sie
eigentlich sagen wollten oder wechseln aprupt das Thema. Ebenso vertun sie sich
häufig beim Schreiben. Depressive Verstimmungen treten häufig auf.
Anwendungsgebiete in der Übersicht
·
Verletzungen
mit Nervenschädigungen durch Prellungen, Stauchungen und Quetschungen mit
stechenden, einschießenden Schmerzen
·
Erschütterungen
der Wirbelsäule oder des Steißbeins
·
Gehirnerschütterung
und Phantomschmerzen nach Amputationen nach Rücksprache mit dem Arzt
·
Neuralgien und
andere ziehende Nervenschmerzen
·
Schnitt-,
Riss-, Stich- und Operationswunden
·
nach
Verbrennungen
·
Zahnschmerzen
oder Schmerzen nach Zahnextraktionen
·
Reißende,
klopfende Kopfschmerzen
·
schmerzhafte
Hautausschläge mit Nervenbeteiligung (Gürtelrose)
·
Tierbisse
·
leichte
Depressionen und melancholische Zustände
Modalitäten: Verbesserungen und
Verschlimmerungen
Die Beschwerden bessern
sich durch Stillliegen, Liegen auf dem Bauch oder durch Rückwärtsneigen des
Kopfes. Eine Verschlechterung tritt auf bei nebligem, feuchtem und kaltem
Wetter, bei Berührung, Erschütterung sowie bei Bewegung.
Wirkungsweise und Nebenwirkungen von
Hypericum wirkt auf das
periphere und das zentrale Nervensystem. Nebenwirkungen sind bei
bestimmungsgemäßem Gebrauch von homöopathischen Zubereitungsformen nicht
bekannt. Hypericum kann auch während der Schwangerschaft und der Stillzeit
eingenommen werden.
Hypericum perforatum - Dosierung und
Darreichungsformen
Homöopathie legt großen Wert auf individuelle Behandlung jedes Patienten.
Eine eingehende Anamnese durch einen erfahrenen Homöopathen ermöglicht die Wahl
eines Einzelmittels, das anhand des Erscheinungsbildes eines Patienten am
besten geeignet erscheint. Daher kann es vorkommen, dass zwei Patienten mit der
gleichen Erkrankung zwei unterschiedliche homöopathische Mittel bekommen.
Dementsprechend sind schematische Dosierungsangaben, wie man sie aus der
Schulmedizin kennt, nicht angebracht.
Entscheidend ist bei homöopathischen
Arzneimitteln die Information eines Mittels, nicht die Menge. Das verhält sich
ähnlich wie die Wahl eines Fernsehprogramms mittels Fernbedienung oder des
Stockwerkes im Fahrstuhl: Ein stärkeres Drücken des Knopfes bringt keinerlei
Vorteil, es sei denn, der Knopf ist defekt, analog zu einer minderen Qualität
der homöopathischen Zubereitung.
Bei homöopathischen Mitteln hoher Qualität
genügt in der Regel ein einzelner Globulus, um die notwendige Information in
den Körper zu bringen und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Bisweilen
geht man auf Nummer sicher und gibt zwei oder drei davon. Das sollte
ausreichen, denn stellt sich erst mit vielen Globuli ein Effekt ein, ist das
Arzneimittel qualitativ minderwertig oder die Reaktion des Körpers ist anders
als erwartet, das heißt das Mittel ist ungeeignet und die Mittelwahl war
falsch.
Bei der Einnahme von Globuli sollten Sie einige
Punkte beachten, um eine optimale Wirksamkeit zu gewährleisten. Dazu gehört,
dass die Informationen am zuverlässigsten vermittelt werden, wenn sie über die
Mundschleimhaut aufgenommen werden. Daher sollten Sie Globuli nicht wie andere
Medikamente mit Flüssigkeit herunterspülen, sondern auf der Zunge zergehen
lassen und eine Weile im Mund behalten, bevor Sie sie herunterschlucken.
Ebenso ist eine lokale Behandlung mit Salben,
Einreibungen und ähnlichem nicht notwendig, denn jede homöopathische Therapie
bezieht den gesamten Körper und seine Selbstheilungskräfte mit ein, nicht nur
Teile davon.
Für eine erfolgreiche Informationsvermittlung
sollte die Mundschleimhaut nicht durch andere Einflüsse beeinträchtigt sein.
Daher sollte die Einnahme zeitlich versetzt, mindestens zehn Minuten oder
länger, zu Trinken, Nahrungsaufnahme oder dem Putzen der Zähne und Kaugummi
kauen erfolgen. Geben Sie die Globuli auf die Hand und führen sie diese zum
Mund. Verwenden Sie für die Einnahme keine Löffel aus Metall, sondern aus
Plastik oder Horn. Globuli wirken ganzheitlich. Genuss von Nikotin, Alkohol,
Drogen sowie ungesundes Essen und unzuträgliche Lebensweise beeinträchtigen
eine solche Wirkungsweise nachhaltig und machen die positiven Effekte zunichte.
Bei jeder erstmaligen Einnahme homöopathischer
Zubereitungen kann es zu einer Erstverschlimmerung der Symptome kommen. Das ist
nicht schlimm, sondern normal und gilt in der Homöopathie als gutes Zeichen.
Sie signalisiert, dass die Informationen erfolgreich angekommen sind und die
körpereigenen Selbstheilungskräfte in Gang gesetzt haben. Sollten sich die
Symptome nicht innerhalb von zwei oder drei Tagen bessern, muss der behandelnde
Therapeut aufgesucht und um Rat gefragt werden. Unter Umständen hat das zu
bedeuten, dass sich eine weitere Krankheit im Hintergrund verborgen hält und
einer zusätzlichen Behandlung bedarf.
Die Einnahme von Globuli sollte nicht nach der
Uhr erfolgen, sondern nach Bedarf. Stehen Beschwerden an, sind sie einzunehmen
und der Effekt abzuwarten. Solange eine Besserung der Symptome auftritt und die
Wirkung anhält, ist keine weitere Einnahme vonnöten. Erst wenn die Beschwerden
sich erneut abzuzeichnen beginnen sind die Globuli erneut einzunehmen. Haben
sich nach der Einnahme die Symptome geändert, muss der behandelnde Homöopath
ein neues Einzelmittel bestimmen.
Ist ein homöopathisches Mittel in akuten Fällen
in kurzen Zeitabständen mehrfach einzunehmen, geschieht das am besten mit der
Wasserglas-Methode. Dazu geben Sie maximal drei Globuli in ein Glas mit Wasser
ohne Kohlensäure und nehmen einen kleinen Schluck davon ein. Das wiederholen
Sie so lange, bis sich die Beschwerden bessern. Die hochwirksamen Q- und
LM-Potenzen verabreicht man meistens als Mischung in flüssiger Form. Für die
Einnahme müssen Sie das Behältnis gründlich schütteln und von dem Inhalt ein
bis zehn Tropfen auf einem nicht metallenen Löffel einnehmen. Behalten Sie die Flüssigkeit
eine Weile im Mund, bevor Sie sie schlucken. Eine solche Einnahme erfolgt bei
akuten Krankheitsfällen mehrmals täglich. Zur Behandlung chronischer
Erkrankungen genügt eine einzige Einnahme am Tag. Ist das Medikament
aufgebraucht, geht der Therapeut in der Regel zu einer höheren Potenzierung
über.
Bei einer homöopathischen Selbstbehandlung
sollten Sie eine D- oder C-Potenz in der Stufe 6 respektive 12 verwenden. Damit
ist die Wirkung, die nur wenige Stunden anhält, am besten zu überblicken und
bei mangelndem Effekt können Sie problemlos auf ein anderes Einzelmittel
umsteigen. Bei höheren Potenzen ist der Effekt langsamer und nachhaltiger, was
jedoch bei der Wahl eines ungeeigneten Mittels aufgrund der Langfristigkeit zum
Problem werden kann.