Eupatorium perfoliatum D6
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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage (bei Heilwassern das Etikett) und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Apotheke. Bei Tierarznei lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie die Tierärztin, den Tierarzt oder die Apotheke.
Was ist Eupatorium perfoliatum Globuli
und wofür wird es verwendet?
Eupatorium perfoliatum,
der Wasserhanf oder das Kunigundenkraut genannt, ist ein Korbblütler, der
ursprünglich aus Nordamerika stammt. Seine kleinen Blüten stehen in flachen
Dolden zusammen. Die bis zu eineinhalb Meter hohe Pflanze wächst auf feuchten
Böden, am Rande von Bachläufen, Seen und in Sümpfen. Der Wasserhanf hat
Blätter, die ein wenig an Hanf erinnern, somit hat dieses Merkmal zum Namen
"Wasserhanf" geführt. Die Bezeichnung "perfoliatum",
"durchwachsenblättrig" rührt daher, dass der Blattansatz den Stängel
umschließt, sodass es aussieht, als würde der Stängel das Blatt durchbohren.
Schon in der Heilkunde der nordamerikanischen
Indianer wurde der Wasserdost gegen Beschwerden, die durch Kälte und Nässe
zustande kamen, angewendet. In der Homöopathie stellt der Wasserdost heute
eines der wichtigsten Grippemittel dar. Er dient der Behandlung von grippalen
Infekten mit Gelenkschmerzen und Schüttelfrost. Für homöopathische
Zubereitungen werden die frischen, oberirdischen Pflanzenteile zu Beginn der
Blütezeit verwendet.
Erscheinungsbild: Allgemeine
Charakteristik und Leitsymptome
Patienten, die von
Eupatorium perfoliatum profitieren, erscheinen durch ihre Erkrankung ausgezehrt
und zerschlagen. Sie klagen über klopfende Kopfschmerzen sowie starke, bis
unerträgliche Knochen-, Gelenk- und Muskelschmerzen, vor allem im Rücken und in
Armen und Beinen. Die Knochen fühlen sich an, als wären sie gebrochen. Auf
Berührungen reagieren die Patienten empfindlich.
Typische Symptome sind Erschöpfung mit Fieber
und innere Unruhe. Das Gesicht ist rot und erhitzt oder blässlich und fahl.
Obwohl Bewegung keine Linderung bringt, haben
die Patienten den Drang sich ständig zu bewegen. Die Beschwerden verschlimmern
sich am dritten oder siebten Tag und kehren regelmäßig wieder. Am schlimmsten
sind sie am frühen Morgen zwischen sieben und neun Uhr.
Sie verlangen nach frischem, kalten Wasser,
müssen sich jedoch häufig nach dem Trinken gallig übergeben. Erbrechen lindert
die qualvollen Magenschmerzen.
Wasserhanf & Wasserdost Globuli
Anwendungsgebiete in der Übersicht
·
Grippe und
grippale Infekte mit Schüttelfrost, Fieber und Kopf- und Gliederschmerzen
(Zerschlagenheitsgefühl)
·
schmerzhafter,
trockener Husten
·
klopfende
Kopfschmerzen und Migräne
·
starke
Knochenschmerzen
·
Rücken- und
Muskelschmerzen
Modalitäten: Verbesserungen und
Verschlimmerungen
Zu einer Verbesserung
der Beschwerden kommt es durch Aufenthalt zu Hause, sowie durch Ablenkung durch
Gespräche. Die Symptome verschlechtern sich morgens zwischen 7 bis 9 Uhr und
nachts, durch Geruch und Anblick von Essen, an der kalten Luft, durch Nässe und
bei Bewegung.
Wirkungsweise und Nebenwirkungen von
Eupatorium perfoliatum
Eupatorium perfoliatum
wirkt homöopathisch vor allem auf die Atemwege, den Magen-Darm-Trakt und Muskeln
und Gelenke des Bewegungsapparates.
Bei bekannter Unverträglichkeit gegen
Korbblütler sind Präparate in niedriger Potenzierung bis D6 bzw. C3
kontraindiziert.
Eupatorium perfoliatum - Dosierung und
Darreichungsformen
Homöopathie legt großen Wert auf individuelle Behandlung jedes Patienten.
Eine eingehende Anamnese durch einen erfahrenen Homöopathen ermöglicht die Wahl
eines Einzelmittels, das anhand des Erscheinungsbildes eines Patienten am
besten geeignet erscheint. Daher kann es vorkommen, dass zwei Patienten mit der
gleichen Erkrankung zwei unterschiedliche homöopathische Mittel bekommen.
Dementsprechend sind schematische Dosierungsangaben, wie man sie aus der
Schulmedizin kennt, nicht angebracht. Entscheidend ist bei homöopathischen
Arzneimitteln die Information eines Mittels, nicht die Menge. Das verhält sich
ähnlich wie die Wahl eines Fernsehprogramms mittels Fernbedienung oder des
Stockwerkes im Fahrstuhl: Ein stärkeres Drücken des Knopfes bringt keinerlei
Vorteil, es sei denn, der Knopf ist defekt, analog zu einer minderen Qualität
der homöopathischen Zubereitung.
Bei homöopathischen Mitteln hoher Qualität
genügt in der Regel ein einzelner Globulus, um die notwendige Information in
den Körper zu bringen und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Bisweilen
geht man auf Nummer sicher und gibt zwei oder drei davon. Das sollte
ausreichen, denn stellt sich erst mit vielen Globuli ein Effekt ein, ist das
Arzneimittel qualitativ minderwertig oder die Reaktion des Körpers ist anders
als erwartet, das heißt das Mittel ist ungeeignet und die Mittelwahl war
falsch.
Bei der Einnahme von Globuli sollten Sie einige
Punkte beachten, um eine optimale Wirksamkeit zu gewährleisten. Dazu gehört,
dass die Informationen am zuverlässigsten vermittelt werden, wenn sie über die
Mundschleimhaut aufgenommen werden. Daher sollten Sie Globuli nicht wie andere
Medikamente mit Flüssigkeit eingenehmen, sondern auf der Zunge zergehen lassen
und eine Weile im Mund behalten, bevor Sie sie herunterschlucken.
Ebenso ist eine lokale Behandlung mit Salben,
Einreibungen und ähnlichem nicht notwendig, denn jede homöopathische Therapie
bezieht den gesamten Körper und seine Selbstheilungskräfte mit ein, nicht nur
Teile davon.
Für eine erfolgreiche Informationsvermittlung
sollte die Mundschleimhaut nicht durch andere Einflüsse beeinträchtigt sein.
Daher sollte die Einnahme zeitlich versetzt, mindestens zehn Minuten oder
länger, zu Trinken, Nahrungsaufnahme oder dem Putzen der Zähne und Kaugummi
kauen erfolgen. Geben Sie die Globuli auf die Hand und führen sie diese zum
Mund. Verwenden Sie für die Einnahme keine Löffel aus Metall, sondern aus
Plastik oder Horn.
Globuli wirken ganzheitlich. Genuss von Nikotin,
Alkohol, Drogen sowie ungesundes Essen und unzuträgliche Lebensweise
beeinträchtigen eine solche Wirkungsweise nachhaltig und machen die positiven
Effekte zunichte.
Bei jeder erstmaligen Einnahme homöopathischer
Zubereitungen kann es zu einer Erstverschlimmerung der Symptome kommen. Das ist
nicht schlimm, sondern normal und gilt in der Homöopathie als gutes Zeichen.
Sie signalisiert, dass die Informationen erfolgreich angekommen sind und die
körpereigenen Selbstheilungskräfte in Gang gesetzt haben. Sollten sich die
Symptome nicht innerhalb von zwei oder drei Tagen bessern, muss der behandelnde
Therapeut aufgesucht und um Rat gefragt werden. Unter Umständen hat das zu
bedeuten, dass sich eine weitere Krankheit im Hintergrund verborgen hält und
einer zusätzlichen Behandlung bedarf.
Die Einnahme von Globuli sollte nicht nach der
Uhr erfolgen, sondern nach Bedarf. Stehen Beschwerden an, sind sie einzunehmen
und der Effekt abzuwarten. Solange eine Besserung der Symptome auftritt und die
Wirkung anhält, ist keine weitere Einnahme vonnöten. Erst wenn die Beschwerden
sich erneut abzuzeichnen beginnen sind die Globuli erneut einzunehmen. Haben
sich nach der Einnahme die Symptome geändert, muss der behandelnde Homöopath
ein neues Einzelmittel bestimmen.
Ist ein homöopathisches Mittel in akuten Fällen
in kurzen Zeitabständen mehrfach einzunehmen, geschieht das am besten mit der
Wasserglas-Methode. Dazu geben Sie maximal drei Globuli in ein Glas mit Wasser
ohne Kohlensäure und nehmen einen kleinen Schluck davon ein. Das wiederholen
Sie so lange, bis sich die Beschwerden bessern.
Die hochwirksamen Q- und LM-Potenzen verabreicht
man meistens als Mischung in flüssiger Form. Für die Einnahme müssen Sie das
Behältnis gründlich schütteln und von dem Inhalt ein bis zehn Tropfen auf einem
nicht metallenen Löffel einnehmen. Behalten Sie die Flüssigkeit eine Weile im
Mund, bevor Sie sie schlucken. Eine solche Einnahme erfolgt bei akuten
Krankheitsfällen mehrmals täglich. Zur Behandlung chronischer Erkrankungen
genügt eine einzige Einnahme am Tag. Ist das Medikament aufgebraucht, geht der
Therapeut in der Regel zu einer höheren Potenzierung über.
Bei einer homöopathischen Selbstbehandlung
sollten Sie eine D- oder C-Potenz in der Stufe 6 respektive 12 verwenden. Damit
ist die Wirkung, die nur wenige Stunden anhält, am besten zu überblicken und
bei mangelndem Effekt können Sie problemlos auf ein anderes Einzelmittel
umsteigen. Bei höheren Potenzen ist der Effekt langsamer und nachhaltiger, was
jedoch bei der Wahl eines ungeeigneten Mittels aufgrund der Langfristigkeit zum
Problem werden kann.