Echinacea purpurea D1 - PZN 08020918

Echinacea purpurea D1

Regenbogen Apotheke Oberursel

PZN: 08020918

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage (bei Heilwassern das Etikett) und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Apotheke. Bei Tierarznei lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie die Tierärztin, den Tierarzt oder die Apotheke.

Hintergrundinformationen zu Echinacea purpurea Globuli

Echinacea purpurea, der Purpurfarbene Sonnenhut, gehört zur Familie der Korbblütler. Beheimatet ist die bekannte Gartenpflanze mit ihren markanten Blüten in den USA, wo sie in Prärien, felsigem Gelände und in lichten Wäldern gedeiht. Seine Pfahlwurzeln reichen tief hinab, um selbst in trockener Umgebung Wasser zu finden. Das Kraut wird über einen Meter hoch. Seine Korbblüten bestehen aus einem großen Körbchen mit spitzen Röhrenblüten und rosa bis purpurfarbigen Zungenblüten. Der Purpurfarbene Sonnenhut enthält zahlreiche Polysaccharide, Glykoproteine (z.B. Echinacosid) und Kaffeesäure-Derivate (z.B. Cichoriensäure). Hinzu kommen ätherische Öle, Harze, Alkaloide und Flavonoide. Diese genannten Inhaltsstoffe unterstützen die Immunabwehr und helfen somit bei Infekten und Wunden.

In der Heilkunst der einheimischen Indianer wurde der Sonnenhut äußerlich bei Wunden, Verbrennungen und Insektenstichen verwendet. Innerlich benutzten sie das Kraut gegen Schlangenbisse, Bauchschmerzen und Husten. Gekaut halfen die Wurzeln gegen Halsentzündungen und Zahnschmerzen.

Heute ist Echinacea ein beliebtes Präparat zur Stärkung des Immunsystems und eine viel verwendete Heilpflanze bei Erkältungskrankheiten mit Husten und Atemwegsbeschwerden.

In der Homöopathie nutzt man Echinacea purpurea ebenfalls zur Stärkung des Immunsystems, bei grippalen Infekten sowie bei Wunden, Verbrennungen und Entzündungen der Haut. Sinnbildlich steht das stachelige Aussehen der Blütenköpfe für die Abwehr von Angreifern. Für homöopathische Zubereitungen werden die frischen, oberirdischen Teile zur Blütezeit verwendet.

Erscheinungsbild: Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome

Patienten, die von Echinacea purpurea profitieren, sind oftmals blass, müde und erschöpft. Auf Widerspruch reagieren sie gereizt. Ihre Haut ist kalt und feucht. Körperliche und geistige Anstrengungen versuchen sie zu vermeiden.

Anwendungsgebiete in der Übersicht

·         Grippe und grippale Infekte

·         Husten

·         Schnupfen

·         Nasennebenhöhlenentzündungen

·         Halsentzündungen

·         Abszesse

·         Furunkel und Karbunkel

·         Hautwunden

·         Insektenstiche

·         schlecht heilende Wunden

·         Verbrennungen

Modalitäten: Verbesserungen und Verschlimmerungen

Die Beschwerden bessern sich bei Ruhe und im Liegen. Nach dem Essen oder Trinken von kalten Getränken, durch nasses und kaltes Wetter tritt eine Verschlechterung auf.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen von Echinacea purpurea Globuli

Echinacea in einer Potenz bis D4 kann zu folgenden Unverträglichkeitsreaktionen führen: Übelkeit, Erbrechen, Hautausschläge und Juckreiz, selten auch Gesichtsschwellungen. Treten diese auf, sollte das Mittel sofort abgesetzt werden. Bei bereits bekannter Unverträglichkeit gegen Echinacea oder andere Korbblütler, sollte das Präparat nicht oder nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder Homöopathen angewendet werden.

Es muss beachtet werden, dass durch die dauerhafte Anwendung von Echinacea es zu einer Überstimulation des Immunsystems kommen kann. Daher sollte man Echinacea nicht länger als zwei Wochen lang einnehmen.

Ebenso sollte die Einnahme von Echinacea bei Allergien oder eingeschränktem Immunsystem vermieden werden. Das gilt bei Autoimmunerkrankungen, zum Beispiel Hashimoto-Thyreoiditis, Morbus Crohn oder Multipler Sklerose, oder Immunschwäche bei AIDS und infolge einer Leukämie. Bei allen eitrigen Hauterkrankungen ist es empfehlenswert, einen Arzt zurate zu ziehen.

Dosierung und Darreichungsformen

Homöopathie legt großen Wert auf individuelle Behandlung jedes Patienten. Eine eingehende Anamnese durch einen erfahrenen Homöopathen ermöglicht die Wahl eines Einzelmittels, das anhand des Erscheinungsbildes eines Patienten am besten geeignet erscheint. Daher kann es vorkommen, dass zwei Patienten mit der gleichen Erkrankung zwei unterschiedliche homöopathische Mittel bekommen. Dementsprechend sind schematische Dosierungsangaben, wie man sie aus der Schulmedizin kennt, nicht angebracht. Entscheidend ist bei homöopathischen Arzneimitteln die Information eines Mittels, nicht die Menge. Das verhält sich ähnlich wie die Wahl eines Fernsehprogramms mittels Fernbedienung oder des Stockwerkes im Fahrstuhl: Ein stärkeres Drücken des Knopfes bringt keinerlei Vorteil, es sei denn, der Knopf ist defekt, analog zu einer minderen Qualität der homöopathischen Zubereitung.
Bei homöopathischen Mitteln hoher Qualität genügt in der Regel ein einzelner Globulus, um die notwendige Information in den Körper zu bringen und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Bisweilen geht man auf Nummer sicher und gibt zwei oder drei davon. Das sollte ausreichen, denn stellt sich erst mit vielen Globuli ein Effekt ein, ist das Arzneimittel qualitativ minderwertig oder die Reaktion des Körpers ist anders als erwartet, das heißt das Mittel ist ungeeignet und die Mittelwahl war falsch.
Bei der Einnahme von Globuli sollten Sie einige Punkte beachten, um eine optimale Wirksamkeit zu gewährleisten. Dazu gehört, dass die Informationen am zuverlässigsten vermittelt werden, wenn sie über die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Daher sollten Sie Globuli nicht wie andere Medikamente mit Flüssigkeit eingenehmen, sondern auf der Zunge zergehen lassen und eine Weile im Mund behalten, bevor Sie sie herunterschlucken.
Ebenso ist eine lokale Behandlung mit Salben, Einreibungen und ähnlichem nicht notwendig, denn jede homöopathische Therapie bezieht den gesamten Körper und seine Selbstheilungskräfte mit ein, nicht nur Teile davon.
Für eine erfolgreiche Informationsvermittlung sollte die Mundschleimhaut nicht durch andere Einflüsse beeinträchtigt sein. Daher sollte die Einnahme zeitlich versetzt, mindestens zehn Minuten oder länger, zu Trinken, Nahrungsaufnahme oder dem Putzen der Zähne und Kaugummi kauen erfolgen. Geben Sie die Globuli auf die Hand und führen sie diese zum Mund. Verwenden Sie für die Einnahme keine Löffel aus Metall, sondern aus Plastik oder Horn.
Globuli wirken ganzheitlich. Genuss von Nikotin, Alkohol, Drogen sowie ungesundes Essen und unzuträgliche Lebensweise beeinträchtigen eine solche Wirkungsweise nachhaltig und machen die positiven Effekte zunichte.
Bei jeder erstmaligen Einnahme homöopathischer Zubereitungen kann es zu einer Erstverschlimmerung der Symptome kommen. Das ist nicht schlimm, sondern normal und gilt in der Homöopathie als gutes Zeichen. Sie signalisiert, dass die Informationen erfolgreich angekommen sind und die körpereigenen Selbstheilungskräfte in Gang gesetzt haben. Sollten sich die Symptome nicht innerhalb von zwei oder drei Tagen bessern, muss der behandelnde Therapeut aufgesucht und um Rat gefragt werden. Unter Umständen hat das zu bedeuten, dass sich eine weitere Krankheit im Hintergrund verborgen hält und einer zusätzlichen Behandlung bedarf.
Die Einnahme von Globuli sollte nicht nach der Uhr erfolgen, sondern nach Bedarf. Stehen Beschwerden an, sind sie einzunehmen und der Effekt abzuwarten. Solange eine Besserung der Symptome auftritt und die Wirkung anhält, ist keine weitere Einnahme vonnöten. Erst wenn die Beschwerden sich erneut abzuzeichnen beginnen sind die Globuli erneut einzunehmen. Haben sich nach der Einnahme die Symptome geändert, muss der behandelnde Homöopath ein neues Einzelmittel bestimmen.
Ist ein homöopathisches Mittel in akuten Fällen in kurzen Zeitabständen mehrfach einzunehmen, geschieht das am besten mit der Wasserglas-Methode. Dazu geben Sie maximal drei Globuli in ein Glas mit Wasser ohne Kohlensäure und nehmen einen kleinen Schluck davon ein. Das wiederholen Sie so lange, bis sich die Beschwerden bessern.
Die hochwirksamen Q- und LM-Potenzen verabreicht man meistens als Mischung in flüssiger Form. Für die Einnahme müssen Sie das Behältnis gründlich schütteln und von dem Inhalt ein bis zehn Tropfen auf einem nicht metallenen Löffel einnehmen. Behalten Sie die Flüssigkeit eine Weile im Mund, bevor Sie sie schlucken. Eine solche Einnahme erfolgt bei akuten Krankheitsfällen mehrmals täglich. Zur Behandlung chronischer Erkrankungen genügt eine einzige Einnahme am Tag. Ist das Medikament aufgebraucht, geht der Therapeut in der Regel zu einer höheren Potenzierung über.
Bei einer homöopathischen Selbstbehandlung sollten Sie eine D- oder C-Potenz in der Stufe 6 respektive 12 verwenden. Damit ist die Wirkung, die nur wenige Stunden anhält, am besten zu überblicken und bei mangelndem Effekt können Sie problemlos auf ein anderes Einzelmittel umsteigen. Bei höheren Potenzen ist der Effekt langsamer und nachhaltiger, was jedoch bei der Wahl eines ungeeigneten Mittels aufgrund der Langfristigkeit zum Problem werden kann.