Echinacea purpurea D1
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Hintergrundinformationen zu Echinacea
purpurea Globuli
Echinacea purpurea, der
Purpurfarbene Sonnenhut, gehört zur Familie der Korbblütler. Beheimatet ist die
bekannte Gartenpflanze mit ihren markanten Blüten in den USA, wo sie in
Prärien, felsigem Gelände und in lichten Wäldern gedeiht. Seine Pfahlwurzeln reichen
tief hinab, um selbst in trockener Umgebung Wasser zu finden. Das Kraut wird
über einen Meter hoch. Seine Korbblüten bestehen aus einem großen Körbchen mit
spitzen Röhrenblüten und rosa bis purpurfarbigen Zungenblüten. Der
Purpurfarbene Sonnenhut enthält zahlreiche Polysaccharide, Glykoproteine (z.B.
Echinacosid) und Kaffeesäure-Derivate (z.B. Cichoriensäure). Hinzu kommen
ätherische Öle, Harze, Alkaloide und Flavonoide. Diese genannten Inhaltsstoffe
unterstützen die Immunabwehr und helfen somit bei Infekten und Wunden.
In der Heilkunst der einheimischen Indianer
wurde der Sonnenhut äußerlich bei Wunden, Verbrennungen und Insektenstichen
verwendet. Innerlich benutzten sie das Kraut gegen Schlangenbisse,
Bauchschmerzen und Husten. Gekaut halfen die Wurzeln gegen Halsentzündungen und
Zahnschmerzen.
Heute ist Echinacea ein beliebtes Präparat zur
Stärkung des Immunsystems und eine viel verwendete Heilpflanze bei
Erkältungskrankheiten mit Husten und Atemwegsbeschwerden.
In der Homöopathie nutzt man Echinacea purpurea
ebenfalls zur Stärkung des Immunsystems, bei grippalen Infekten sowie bei
Wunden, Verbrennungen und Entzündungen der Haut. Sinnbildlich steht das
stachelige Aussehen der Blütenköpfe für die Abwehr von Angreifern. Für
homöopathische Zubereitungen werden die frischen, oberirdischen Teile zur
Blütezeit verwendet.
Erscheinungsbild: Allgemeine
Charakteristik und Leitsymptome
Patienten, die von
Echinacea purpurea profitieren, sind oftmals blass, müde und erschöpft. Auf
Widerspruch reagieren sie gereizt. Ihre Haut ist kalt und feucht. Körperliche
und geistige Anstrengungen versuchen sie zu vermeiden.
Anwendungsgebiete in der Übersicht
·
Grippe und
grippale Infekte
·
Husten
·
Schnupfen
·
Nasennebenhöhlenentzündungen
·
Halsentzündungen
·
Abszesse
·
Furunkel und
Karbunkel
·
Hautwunden
·
Insektenstiche
·
schlecht
heilende Wunden
·
Verbrennungen
Modalitäten: Verbesserungen und
Verschlimmerungen
Die Beschwerden bessern
sich bei Ruhe und im Liegen. Nach dem Essen oder Trinken von kalten Getränken,
durch nasses und kaltes Wetter tritt eine Verschlechterung auf.
Wirkungsweise und Nebenwirkungen von
Echinacea purpurea Globuli
Echinacea in einer
Potenz bis D4 kann zu folgenden Unverträglichkeitsreaktionen führen: Übelkeit,
Erbrechen, Hautausschläge und Juckreiz, selten auch Gesichtsschwellungen.
Treten diese auf, sollte das Mittel sofort abgesetzt werden. Bei bereits
bekannter Unverträglichkeit gegen Echinacea oder andere Korbblütler, sollte das
Präparat nicht oder nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder Homöopathen
angewendet werden.
Es muss beachtet werden, dass durch die
dauerhafte Anwendung von Echinacea es zu einer Überstimulation des Immunsystems
kommen kann. Daher sollte man Echinacea nicht länger als zwei Wochen lang
einnehmen.
Ebenso sollte die Einnahme von Echinacea bei
Allergien oder eingeschränktem Immunsystem vermieden werden. Das gilt bei
Autoimmunerkrankungen, zum Beispiel Hashimoto-Thyreoiditis, Morbus Crohn oder
Multipler Sklerose, oder Immunschwäche bei AIDS und infolge einer Leukämie. Bei
allen eitrigen Hauterkrankungen ist es empfehlenswert, einen Arzt zurate zu
ziehen.
Dosierung und Darreichungsformen
Homöopathie legt großen Wert auf individuelle Behandlung jedes Patienten.
Eine eingehende Anamnese durch einen erfahrenen Homöopathen ermöglicht die Wahl
eines Einzelmittels, das anhand des Erscheinungsbildes eines Patienten am
besten geeignet erscheint. Daher kann es vorkommen, dass zwei Patienten mit der
gleichen Erkrankung zwei unterschiedliche homöopathische Mittel bekommen.
Dementsprechend sind schematische Dosierungsangaben, wie man sie aus der
Schulmedizin kennt, nicht angebracht. Entscheidend ist bei homöopathischen
Arzneimitteln die Information eines Mittels, nicht die Menge. Das verhält sich
ähnlich wie die Wahl eines Fernsehprogramms mittels Fernbedienung oder des
Stockwerkes im Fahrstuhl: Ein stärkeres Drücken des Knopfes bringt keinerlei
Vorteil, es sei denn, der Knopf ist defekt, analog zu einer minderen Qualität
der homöopathischen Zubereitung.
Bei homöopathischen Mitteln hoher Qualität
genügt in der Regel ein einzelner Globulus, um die notwendige Information in
den Körper zu bringen und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Bisweilen
geht man auf Nummer sicher und gibt zwei oder drei davon. Das sollte
ausreichen, denn stellt sich erst mit vielen Globuli ein Effekt ein, ist das
Arzneimittel qualitativ minderwertig oder die Reaktion des Körpers ist anders
als erwartet, das heißt das Mittel ist ungeeignet und die Mittelwahl war
falsch.
Bei der Einnahme von Globuli sollten Sie einige
Punkte beachten, um eine optimale Wirksamkeit zu gewährleisten. Dazu gehört,
dass die Informationen am zuverlässigsten vermittelt werden, wenn sie über die
Mundschleimhaut aufgenommen werden. Daher sollten Sie Globuli nicht wie andere
Medikamente mit Flüssigkeit eingenehmen, sondern auf der Zunge zergehen lassen
und eine Weile im Mund behalten, bevor Sie sie herunterschlucken.
Ebenso ist eine lokale Behandlung mit Salben,
Einreibungen und ähnlichem nicht notwendig, denn jede homöopathische Therapie
bezieht den gesamten Körper und seine Selbstheilungskräfte mit ein, nicht nur
Teile davon.
Für eine erfolgreiche Informationsvermittlung
sollte die Mundschleimhaut nicht durch andere Einflüsse beeinträchtigt sein.
Daher sollte die Einnahme zeitlich versetzt, mindestens zehn Minuten oder
länger, zu Trinken, Nahrungsaufnahme oder dem Putzen der Zähne und Kaugummi
kauen erfolgen. Geben Sie die Globuli auf die Hand und führen sie diese zum
Mund. Verwenden Sie für die Einnahme keine Löffel aus Metall, sondern aus
Plastik oder Horn.
Globuli wirken ganzheitlich. Genuss von Nikotin,
Alkohol, Drogen sowie ungesundes Essen und unzuträgliche Lebensweise
beeinträchtigen eine solche Wirkungsweise nachhaltig und machen die positiven
Effekte zunichte.
Bei jeder erstmaligen Einnahme homöopathischer
Zubereitungen kann es zu einer Erstverschlimmerung der Symptome kommen. Das ist
nicht schlimm, sondern normal und gilt in der Homöopathie als gutes Zeichen.
Sie signalisiert, dass die Informationen erfolgreich angekommen sind und die
körpereigenen Selbstheilungskräfte in Gang gesetzt haben. Sollten sich die
Symptome nicht innerhalb von zwei oder drei Tagen bessern, muss der behandelnde
Therapeut aufgesucht und um Rat gefragt werden. Unter Umständen hat das zu
bedeuten, dass sich eine weitere Krankheit im Hintergrund verborgen hält und
einer zusätzlichen Behandlung bedarf.
Die Einnahme von Globuli sollte nicht nach der
Uhr erfolgen, sondern nach Bedarf. Stehen Beschwerden an, sind sie einzunehmen
und der Effekt abzuwarten. Solange eine Besserung der Symptome auftritt und die
Wirkung anhält, ist keine weitere Einnahme vonnöten. Erst wenn die Beschwerden
sich erneut abzuzeichnen beginnen sind die Globuli erneut einzunehmen. Haben
sich nach der Einnahme die Symptome geändert, muss der behandelnde Homöopath
ein neues Einzelmittel bestimmen.
Ist ein homöopathisches Mittel in akuten Fällen
in kurzen Zeitabständen mehrfach einzunehmen, geschieht das am besten mit der
Wasserglas-Methode. Dazu geben Sie maximal drei Globuli in ein Glas mit Wasser
ohne Kohlensäure und nehmen einen kleinen Schluck davon ein. Das wiederholen
Sie so lange, bis sich die Beschwerden bessern.
Die hochwirksamen Q- und LM-Potenzen verabreicht
man meistens als Mischung in flüssiger Form. Für die Einnahme müssen Sie das
Behältnis gründlich schütteln und von dem Inhalt ein bis zehn Tropfen auf einem
nicht metallenen Löffel einnehmen. Behalten Sie die Flüssigkeit eine Weile im
Mund, bevor Sie sie schlucken. Eine solche Einnahme erfolgt bei akuten
Krankheitsfällen mehrmals täglich. Zur Behandlung chronischer Erkrankungen
genügt eine einzige Einnahme am Tag. Ist das Medikament aufgebraucht, geht der
Therapeut in der Regel zu einer höheren Potenzierung über.
Bei einer homöopathischen Selbstbehandlung
sollten Sie eine D- oder C-Potenz in der Stufe 6 respektive 12 verwenden. Damit
ist die Wirkung, die nur wenige Stunden anhält, am besten zu überblicken und
bei mangelndem Effekt können Sie problemlos auf ein anderes Einzelmittel
umsteigen. Bei höheren Potenzen ist der Effekt langsamer und nachhaltiger, was
jedoch bei der Wahl eines ungeeigneten Mittels aufgrund der Langfristigkeit zum
Problem werden kann.