Bellis perennis C6
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Hintergrundinformationen zu Bellis
perennis
Bellis perennis, das
Gänseblümchen oder Tausendschön, ist in ganz Europa und Asien auf Wiesen und
Weiden verbreitet und gehört zu den Korbblütlern. Die kleinen Pflänzchen haben
eine Blattrosette, aus der sich die charakteristische weiße Blüte erhebt. Teile
der Pflanze sind essbar, darunter die Blüten, die Blätter der Rosette und die
Knospen. Besonders die Blüten machen sich gut in Salaten. Schon der römische
Gelehrte "Plinius der Ältere" erwähnte Bellis in seiner Enzyklopädie
"Historia naturalis" und in vielen mittelalterlichen Kräuterbüchern
wurde Bellis ein eigenes Kapitel gewidmet. In der Volksheilkunde wurde es zur
Blutreinigung, Entwässerung, bei Leberleiden und Hauterkrankungen angewendet.
In der Homöopathie verwendet man zur Blütezeit die ganze blühende Pflanze mit
Wurzel. Es gilt als eines der wichtigsten Mittel zur Wundheilung und wird zudem
auch als "Arnica des Bauchraumes" bezeichnet. Zusammenfassend wirkt
Bellis perennis auf Haut, Stütz- und Bewegungsapparat.
Erscheinungsbild: Allgemeine Charakteristik
und Leitsymptome
Patienten, die von
Bellis perennis profitieren, sind ständig müde und erschöpft und möchten sich
nur noch hinlegen und ausruhen. Sie fühlen sich wie gerädert. Schmerzen sind
drückend und oftmals unerträglich. Die Patienten sind tapfer und wollen sich
trotz der Schmerzen bewegen, was die Beschwerden auch bessert. Sie haben Angst
vor drohenden Gefahren und suchen Trost bei Freunden und Familie.
Anwendungsgebiete von Gänseblümchen
Globuli in der Übersicht
·
Verletzungen
von Haut und Muskeln
·
Prellungen,
Zerrungen, Quetschungen und Verstauchungen
·
Hautausschläge
und Ekzeme
·
Lippenherpes
·
Nesselsucht
·
Blutergüsse
·
Verdauungsbeschwerden,
wie schmerzfreie Durchfälle und Blähungen
·
Rücken- und
Gelenkschmerzen
Modalitäten: Verbesserungen und
Verschlimmerungen
Eine Besserung der
Symptome erfolgt durch Bewegung, Massage und Reiben der schmerzhaften Stellen.
Zu einer Verschlechterung kommt es in der Kälte und durch zu viel Bettwärme.
Dosierung und Darreichungsformen
3 mal täglich, Kinder die Hälfte oder bei mangelnder Wirkung Dosis erhöhen
sind Regeln, die in der Homöopathie nicht gelten. Hier entscheidet nicht die
Menge, sondern die Art der Information. Schematische Dosierungsangaben
widersprechen dem Prinzip der Individualität in der Homöopathie.
Die homöopathische Arznei wird am schnellsten
und sichersten über die Mundschleimhaut aufgenommen, also: Globuli oder
Tabletten zergehen lassen, Lösungen eine Weile im Mund behalten, bevor sie
geschluckt werden. Auch über die gesunde Haut kann das Mittel wirken. Die
äußerliche Behandlung eines erkrankten Körperteils mit Salben und Einreibungen
ist in der Regel nicht nötig. Die homöopathische Behandlung zielt auf den
gesamten Organismus und nicht auf einzelne Teile.
Information wird am besten verstanden, wenn kein
anderer dazwischenredet. Wenn die Arznei einwirken soll, darf die
Mundschleimhaut nicht durch andere Einflüsse irritiert sein. Der Mindestabstand
zum Essen und Trinken, zu Kaugummi, Zigaretten, Zähneputzen und dergleichen
sollte 10 Minuten betragen. Die Arznei wird in akuten Fällen sofort gegeben,
ansonsten zu einem ruhigen Zeitpunkt.
Um ein Fernsehprogramm oder im Aufzug das
Stockwerk zu wählen, genügt ein Knopfdruck oder, bei manchen Vorrichtungen, das
bloße Berühren. Ein fester Druck bringt kein besseres Programm (es sei denn,
der Knopf ist schwer gängig, d.h. die Arznei ist von minderer Qualität). Bei
guter Arzneiqualität genügt ein Globulus oder ein Tropfen, um die Information
in den Organismus zu bringen. Manche geben zwei Globuli, zur Sicherheit, manche
drei oder fünf, manche Hersteller empfehlen zehn. Wenn wenige Globuli nicht
wirken, ist meist das Mittel falsch oder die Reaktion gestört. Dann sollte man
fachlichen Rat einholen.
Homöopathische Arzneien werden nicht nach der
Uhr, sondern nach Bedarf gegeben und ebenso auch wiederholt. Solange eine
Wirkung anhält, d.h. die Besserung voranschreitet, wird abgewartet. Erst bei
Stillstand der Wirkung oder erneutem Auftreten der alten Beschwerden wird die
Einnahme wiederholt. Haben sich die Symptome verändert, muss das Arzneimittel
neu bestimmt werden. Bei Wiederholung des Mittels in kurzen Zeitabständen geht
man günstiger Weise nach der sogenannten „Wasserglas-Methode“ vor : Dazu gibt
man ein bis drei Globuli in etwa 100 ml kohlensäurefreies Wasser und nimmt davon
jedes Mal, wenn nötig, einen Teelöffel (kein Metall) oder kleinen Schluck voll
ein, nachdem man zuvor umgerührt hat. Etwas anders verhält es sich bei den Q-
bzw. LM-Potenzen. Von der flüssigen Version (Tropfen), die vorzugsweise
eingesetzt wird, werden je nach Empfindlichkeit des Patienten ein bis 10
Tropfen nach mehrmaligem kräftigem Schütteln des Fläschchens eingenommen. In
chronischen Fällen einmal täglich, in akuten Fällen auch mehrmals täglich. Nach
dem Aufbrauchen wird ein jeweils höherer Potenzgrad genommen.
Für den Hausgebrauch wird die D oder C 6 bzw. 12
empfohlen. Ihre Wirkdauer kann gut überblickt werden; sie beträgt in akuten
Fällen nur einige Stunden. Die Gabe kann bei Bedarf wiederholt werden. Bei
mangelnder Wirkung ist ein schneller Wechsel der Arznei problemlos möglich.
Hochgiftige Substanzen allerdings, z.B. Schwermetalle, sollten nicht unter der
D 8 (besser der D 12 bzw. C 6) verwendet werden. Höhere Potenzen wirken
intensiver und länger, werden aber bei falscher Mittelwahl zum Problem:
Arzneisymptome können länger als erwünscht anhalten und sowohl das
Krankheitsbild als auch die Wirkung der zweiten Arznei überlagern. Globuli aus
Eigenherstellung, handpotenziert in kleinen Chargen.