Arnica D6
Taunus Apotheke Regenbogen Oberursel
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Arnica montana -
Hintergrundinformationen
Arnica montana ist die
homöopathische und botanische Bezeichnung der echten Arnika oder des
Bergwohlverleihs, einem Korbblütler, der in den Gebirgen Europas bis nach
Skandinavien wächst und mittlerweile unter Artenschutz steht. Zu der Bedrohung
der Art hat nicht zuletzt die kosmetische und medizinische Verwendung geführt,
die seit der ersten Erwähnung durch Hildegard von Bingen sehr verbreitet ist.
Heutzutage wird sie vornehmlich nur noch äußerlich angewendet, vor allem als
Salbe, und findet nur noch in der Homöopathie innerliche Anwendung. Als
Heilmittel hat sich Arnica vor allem bei allen Arten von Verletzungen bewährt,
da es Blutungen stillt, Schmerzen mindert und die Wundheilung fördert. Selbst
die bei Prellungen auftretenden blauen Flecken lassen sich damit fast
vollständig vermeiden. Außer auf der Haut wirkt sie auf Herz-Kreislauf-System
und den Bewegungsapparat bei rheumatischen Beschwerden aller Art und wird gerne
in der Geburtshilfe eingesetzt. Arnica montana ist sehr schnell wirksam.
Erscheinungsbild: Allgemeine
Charakteristik und Leitsymptome
Patienten, die von
Arnica montana profitieren, sind meist kräftig, eigenbrötlerisch, argwöhnisch
und lehnen andere Menschen ab. Ihre Beschwerden pflegen sie zu verharmlosen und
sie möchten am liebsten in Ruhe gelassen werden. Meist sind sie schreckhaft und
haben ausgeprägten Mundgeruch.
Anwendungsgebiete von Arnica montana in
der Übersicht
·
Verletzungen,
wie Wunden, Prellungen, Blutergüsse, Stauchungen und Quetschungen
·
Arthritis
mit steifen und schmerzempfindlichen Gelenken
·
rheumatische
Beschwerden (Muskel- u. Gelenkrheumatismus)
·
bei
Zahnextraktionen
·
Muskelkater
·
Zerschlagenheitsgefühl
am ganzen Körper
·
nach
Operationen zur Beschleunigung der Heilung
Modalitäten: Verbesserungen und
Verschlimmerungen
Zu einer Besserung der
Symptome kommt es im Liegen. Eine Verschlechterung tritt auf bei Berührung und
Bewegung, bei Erschütterungen, bei Kälte und nasskaltem Wetter.
Wirkungsweise und Nebenwirkungen von
Arnica montana
Bei falscher Anwendung
kann die Urtinktur bei innerlicher Einnahme die Gefäße stark erweitern und so
den Blutdruck senken, in Auge und Nase Blutungen hervorrufen und
Herzrhythmusstörungen und Schwindel bis zum Kollaps verursachen. Bei bekannter
Überempfindlichkeit gegen andere Korbblütler wie Schafgarbe, Kamille oder
Ringelblume, sollten Globuli bis zur D6 oder C3 nicht genommen werden.
Arnica montana Dosierung und
Darreichungsformen
3 mal täglich, Kinder die Hälfte oder bei mangelnder Wirkung Dosis erhöhen
sind Regeln, die in der Homöopathie nicht gelten. Hier entscheidet nicht die
Menge, sondern die Art der Information. Schematische Dosierungsangaben
widersprechen dem Prinzip der Individualität in der Homöopathie. Die
homöopathische Arznei wird am schnellsten und sichersten über die
Mundschleimhaut aufgenommen, also: Globuli oder Tabletten zergehen lassen,
Lösungen eine Weile im Mund behalten, bevor sie geschluckt werden. Auch über
die gesunde Haut kann das Mittel wirken. Die äußerliche Behandlung eines
erkrankten Körperteils mit Salben und Einreibungen ist in der Regel nicht
nötig. Die homöopathische Behandlung zielt auf den gesamten Organismus und
nicht auf einzelne Teile. Information wird am besten verstanden, wenn kein
anderer dazwischenredet. Wenn die Arznei einwirken soll, darf die
Mundschleimhaut nicht durch andere Einflüsse irritiert sein. Der Mindestabstand
zum Essen und Trinken, zu Kaugummi, Zigaretten, Zähneputzen und dergleichen
sollte 10 Minuten betragen. Die Arznei wird in akuten Fällen sofort gegeben,
ansonsten zu einem ruhigen Zeitpunkt.
Um ein Fernsehprogramm oder im Aufzug das
Stockwerk zu wählen, genügt ein Knopfdruck oder, bei manchen Vorrichtungen, das
bloße Berühren. Ein fester Druck bringt kein besseres Programm (es sei denn,
der Knopf ist schwer gängig, d.h. die Arznei ist von minderer Qualität). Bei
guter Arzneiqualität genügt ein Globulus oder ein Tropfen, um die Information
in den Organismus zu bringen. Manche geben zwei Globuli, zur Sicherheit, manche
drei oder fünf, manche Hersteller empfehlen zehn. Wenn wenige Globuli nicht
wirken, ist meist das Mittel falsch oder die Reaktion gestört. Dann sollte man
fachlichen Rat einholen.
Homöopathische Arzneien werden nicht nach der Uhr,
sondern nach Bedarf gegeben und ebenso auch wiederholt. Solange eine Wirkung
anhält, d.h. die Besserung voranschreitet, wird abgewartet. Erst bei Stillstand
der Wirkung oder erneutem Auftreten der alten Beschwerden wird die Einnahme
wiederholt. Haben sich die Symptome verändert, muss das Arzneimittel neu
bestimmt werden. Bei Wiederholung des Mittels in kurzen Zeitabständen geht man
günstiger Weise nach der sogenannten „Wasserglas-Methode“ vor : Dazu gibt man
ein bis drei Globuli in etwa 100 ml kohlensäurefreies Wasser und nimmt davon
jedes Mal, wenn nötig, einen Teelöffel (kein Metall) oder kleinen Schluck voll
ein, nachdem man zuvor umgerührt hat. Etwas anders verhält es sich bei den Q-
bzw. LM-Potenzen. Von der flüssigen Version (Tropfen), die vorzugsweise
eingesetzt wird, werden je nach Empfindlichkeit des Patienten ein bis 10
Tropfen nach mehrmaligem kräftigem Schütteln des Fläschchens eingenommen. In
chronischen Fällen einmal täglich, in akuten Fällen auch mehrmals täglich. Nach
dem Aufbrauchen wird ein jeweils höherer Potenzgrad genommen.
Für den Hausgebrauch wird die D oder C 6 bzw. 12
empfohlen. Ihre Wirkdauer kann gut überblickt werden; sie beträgt in akuten
Fällen nur einige Stunden. Die Gabe kann bei Bedarf wiederholt werden. Bei
mangelnder Wirkung ist ein schneller Wechsel der Arznei problemlos möglich.
Hochgiftige Substanzen allerdings, z.B. Schwermetalle, sollten nicht unter der
D 8 (besser der D 12 bzw. C 6) verwendet werden. Höhere Potenzen wirken
intensiver und länger, werden aber bei falscher Mittelwahl zum Problem:
Arzneisymptome können länger als erwünscht anhalten und sowohl das
Krankheitsbild als auch die Wirkung der zweiten Arznei überlagern.