Aconitum C12
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Hintergrundinformationen - Aconitum
napellus
Aconitum napellus ist
die botanische und homöopathische Bezeichnung des Blauen Eisenhutes, eines in
den Gebirgsregionen von Europa, Asien und Amerika weit verbreiteten
mehrjährigen Hahnenfußgewächses, das bis zu zwei Metern Höhe erreicht und wegen
seiner charakteristischen Blütenform auch als Sturmhut oder Mönchskappe
bezeichnet wird. Als hübsche Zierpflanze wird er heutzutage vielfach in Gärten
angepflanzt, wo ihn zahlreiche Insektenarten gerne besuchen.
Es handelt sich dabei um eine der giftigsten
Pflanzen Europas. Der altertümliche Name Ziegentod rührt daher, dass Nutztiere
starben, wenn auch nur geringe Mengen davon in ihr Heu geraten waren. Vor allem
die Samen und Wurzeln weisen einen hohen Gehalt an Giftstoffen auf, bei denen
es sich um eine ganze Reihe verschiedener Alkaloide wie etwa Aconitin handelt.
Bereits der Verzehr geringer Mengen der Pflanze führt zum Tod durch
Herzversagen und Atemstillstand. So sind schon zwei Gramm der Wurzel tödlich.
Bereits in der Antike wurde Aconitum als
Pfeilgift und, unter das Essen gemischt, zur Beseitigung unliebsamer
Mitmenschen verwendet. Aber auch zu medizinischen Zwecken wurde die Pflanze
schon damals eingesetzt. So empfahl Dioskurides Eisenhut als Gegengift bei
Skorpionstichen. Der Name stammt aus dem Griechischen, bedeutet wörtlich
Giftpflanze und leitet sich seinerseits von den schroffen Felsen (akóneis) ab,
an denen der Eisenhut mit Vorliebe wächst.
Nach einer anderen Deutung bedeutet der Name
"ohne Staub", als Hinweis auf die Tatsache, dass der Eisenhut fast
ohne Erde auskommt. Genau wie der Eisenhut praktisch ohne Erde wachsen kann,
entstehen die Krankheitssymptome quasi aus dem Nichts. Die Beschwerden sind
sehr heftig, ausgesprochen schmerzhaft, aber nur von kurzer Dauer. Entsprechend
ist Aconitum napellus das homoöpathische Mittel der Wahl bei Schockzuständen,
das innerhalb weniger Sekunden wirkt. Seine Wirksamkeit äußert sich im
Herz-Kreislauf-System, dem Nervensystem und den Schleimhäuten. Die Urtinktur
wird aus der ganzen Pflanze hergestellt.
Aconitum napellus Erscheinungsbild:
Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome
Patienten, die von
Aconitum napellus profitieren, sind lebhaft bis unruhig, nervös, reizbar und
empfinden eine sehr ausgeprägte Angst vor dem Tod. Im Allgemeinen sind sie in
ihrer Konstitution eher kräftig und robust, aber erkälten sich schnell in der
Kälte, bei Zugluft oder kaltem Wind. Typisch sind Stimmungsschwankungen,
Panikzustände, Schlafstörungen und Alpträume. Sie leiden oft an starken
Kopfschmerzen und brennenden Schmerzen auf der Haut. Aconitum empfiehlt sich
bei allen Erkrankungen, die plötzlich, heftig und ohne Vorwarnung auftreten.
Diese gehen meistens einher mit Hitzewallungen, Frösteln, Kälteschauern und
rotem Gesicht. Die Haut ist heiß und trocken. Hinzu kommen ausgesprochen
heftige Schmerzen. Richten sich die Patienten aus dem Liegen auf, sind sie
meist totenblass im Gesicht. Die Patienten genesen genauso rasch wie sie
erkranken.
Anwendungsgebiete von Aconitum napellus
in der Übersicht
·
bei Schock-,
Panik- und Angstzuständen oder im Trauerfall
·
Erkältungen
mit Bronchitis, trockenem Husten, Kurzatmigkeit und schnell steigendem Fieber
·
Ischias und
andere Neuralgien
·
plötzlich
auftretende Kopfschmerzen
·
Ohrenschmerzen
und Mittelohrentzündungen
·
Erkrankungen
des Herz-Kreislauf-Systems
·
Angst- und
Unruhezustände, Panikattacken
·
Angina
Pectoris
·
plötzliche
Zahnschmerzen
·
während der
Schwangerschaft bei Erkältungen und grippalen Infekten
·
zur
Überwindung des Geburtstraumas
·
bei Babys
zur Behandlung des Krupp-Hustens und plötzlichen Erkältungen mit hohem,
trockenem Fieber
Modalitäten: Verbesserungen und
Verschlimmerungen
Eine Verbesserung
verspüren Patienten durch Ruhe, frische Luft und Wärme. Zu einer
Verschlechterung kommt es in der Nacht während des Schlafes, durch Druck,
Kälte, Licht, Geräusche, Zugluft und Schockzustände sowie durch
Überanstrengung, bei Frauen während der Periode.
Wirkungsweise und Nebenwirkungen von
Aconitum napellus
Aufgrund der hohen
Giftigkeit der Grundsubstanz sind alle Darreichungsformen bis zur D3
verschreibungspflichtig. In der Regel sollte es nur im Akutfall eingenommen
werden.
Aconitum napellus - Dosierung und
Darreichungsformen
3 mal täglich, Kinder
die Hälfte oder bei mangelnder Wirkung Dosis erhöhen sind Regeln, die in der
Homöopathie nicht gelten. Hier entscheidet nicht die Menge, sondern die Art der
Information. Schematische Dosierungsangaben widersprechen dem Prinzip der
Individualität in der Homöopathie.
Die homöopathische Arznei wird am schnellsten
und sichersten über die Mundschleimhaut aufgenommen, also: Globuli oder
Tabletten zergehen lassen, Lösungen eine Weile im Mund behalten, bevor sie
geschluckt werden. Auch über die gesunde Haut kann das Mittel wirken. Die
äußerliche Behandlung eines erkrankten Körperteils mit Salben und Einreibungen
ist in der Regel nicht nötig. Die homöopathische Behandlung zielt auf den
gesamten Organismus und nicht auf einzelne Teile.
Information wird am besten verstanden, wenn kein
anderer dazwischenredet. Wenn die Arznei einwirken soll, darf die
Mundschleimhaut nicht durch andere Einflüsse irritiert sein.
Der Mindestabstand zum Essen und Trinken, zu Kaugummi, Zigaretten,
Zähneputzen und dergleichen sollte 10 Minuten betragen. Die Arznei wird in
akuten Fällen sofort gegeben, ansonsten zu einem ruhigen Zeitpunkt.
Um ein Fernsehprogramm oder im Aufzug das
Stockwerk zu wählen, genügt ein Knopfdruck oder, bei manchen Vorrichtungen, das
bloße Berühren. Ein fester Druck bringt kein besseres Programm (es sei denn,
der Knopf ist schwer gängig, d.h. die Arznei ist von minderer Qualität). Bei
guter Arzneiqualität genügt ein Globulus oder ein Tropfen, um die Information
in den Organismus zu bringen. Manche geben zwei Globuli, zur Sicherheit, manche
drei oder fünf, manche Hersteller empfehlen zehn. Wenn wenige Globuli nicht
wirken, ist meist das Mittel falsch oder die Reaktion gestört. Dann sollte man
fachlichen Rat einholen.
Homöopathische Arzneien werden nicht nach der
Uhr, sondern nach Bedarf gegeben und ebenso auch wiederholt. Solange eine
Wirkung anhält, d.h. die Besserung voranschreitet, wird abgewartet. Erst bei
Stillstand der Wirkung oder erneutem Auftreten der alten Beschwerden wird die
Einnahme wiederholt.
Haben sich die Symptome verändert, muss das
Arzneimittel neu bestimmt werden.
Bei Wiederholung des Mittels in kurzen Zeitabständen
geht man günstiger Weise nach der sogenannten „Wasserglas-Methode“ vor : Dazu
gibt man ein bis drei Globuli in etwa 100 ml kohlensäurefreies Wasser und nimmt
davon jedes Mal, wenn nötig, einen Teelöffel (kein Metall) oder kleinen Schluck
voll ein, nachdem man zuvor umgerührt hat. Etwas anders verhält es sich bei den
Q- bzw. LM-Potenzen. Von der flüssigen Version (Tropfen), die vorzugsweise
eingesetzt wird, werden je nach Empfindlichkeit des Patienten ein bis 10
Tropfen nach mehrmaligem kräftigem Schütteln des Fläschchens eingenommen. In
chronischen Fällen einmal täglich, in akuten Fällen auch mehrmals täglich. Nach
dem Aufbrauchen wird ein jeweils höherer Potenzgrad genommen.
Für den Hausgebrauch wird die D oder C 6 bzw. 12
empfohlen. Ihre Wirkdauer kann gut überblickt werden; sie beträgt in akuten
Fällen nur einige Stunden. Die Gabe kann bei Bedarf wiederholt werden. Bei
mangelnder Wirkung ist ein schneller Wechsel der Arznei problemlos möglich.
Hochgiftige Substanzen allerdings, z.B. Schwermetalle, sollten nicht unter der
D 8 (besser der D 12 bzw. C 6) verwendet werden.
Höhere Potenzen wirken intensiver und länger,
werden aber bei falscher Mittelwahl zum Problem: Arzneisymptome können länger
als erwünscht anhalten und sowohl das Krankheitsbild als auch die Wirkung der
zweiten Arznei überlagern.