Nux vomica D12
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Hintergrundinformationen zu Nux vomica
Nux vomica ist die
homöopathische Bezeichnung der Brechnuss, der Frucht des Brechnussbaumes
Strychnos nux-vomica. Der immergrüne Baum ist vor allem in Südostasien
beheimatet. Das namensgebende Alkaloid Strychnin gehört zu den bekanntesten
Toxinen überhaupt - bereits 200 Milligramm sind für einen Erwachsenen tödlich.
Der Tod tritt durch Lähmung der Atemmuskulatur ein.
Die Brechnuss wurde bereits in der arabischen
Heilkunde des Mittelalters vielfach verwendet und ist noch heute wichtiger
Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin. In Europa wurden
Arzneimittel mit Brechnuss für die Behandlung von Herz-Kreislauf-Beschwerden,
körperliche Schwäche und Appetitlosigkeit eingesetzt. In niedrigen Dosen wirkt
Strychnin harntreibend und verdauungsfördernd. Aufgrund der hohen Toxizität und
schwankender Wirkstoffgehalte ist man in der Schulmedizin vom Gebrauch der
Brechnuss abgekommen.
Bei den potenzierten und damit verdünnten
homöopathischen Präparaten sind solche Nebenwirkungen nicht zu befürchten. Man
gewinnt sie aus den zerriebenen getrockneten Samen. Nux vomica war eines der
ersten Mittel, an denen Samuel Hahnemann nach seinem berühmten Selbstversuch
mit der Chinarinde eine Arzneimittelprüfung durchführte. Bis heute hat es sich
zu einem der Mittel mit den meisten Anwendungsbereichen entwickelt.
Nux vomica dient der Behandlung von
Erkältungskrankheiten, Beschwerden des Magen-Darm-Traktes und neurologischen
Problemen. Es beruhigt die Nerven und ist daher für den Einsatz bei Migräne und
Nervenschmerzen geeignet. Im Verdauungssystem wird Nux vomica regulierend.
Daher gelten homöopathische Zubereitungen der Brechnuss als Mittel der Wahl bei
Stress und ungesunder Lebensweise.
Erscheinungsbild: Allgemeine
Charakteristik und Leitsymptome
Patienten, die von Nux
vomica profitieren, sind dünn und mager. Sie sind intelligent, fleißig und
ehrgeizig, zugleich aber auch nervös, überreizt und hyperaktiv. Sie neigen zu
Pedanterie, Jähzorn und starkem Konkurrenzverhalten und sind schlechte
Verlierer. Nux vomica ist ein typisches Präparat für Manager und andere
Führungskräfte wie auch für Frauen unter Doppelbelastung von Beruf und Familie.
Die nervlichen Anspannungen und die Einnahme von
Stimulantien wie Nikotin und Koffein führen mit dazu, dass der Nux vomica-Typ
häufig an einem empfindlichen Magen, Verdauungsbeschwerden und Darmkoliken
leidet. Hinzu kommt oft ein ungesunder Lebensstil mit überwiegend sitzender
Tätigkeit, wenig körperlicher Bewegung und ungesundem Essen wie Fast Food.
Die Patienten reagieren überempfindlich auf
laute Geräusche, helles Licht, starke Gerüche und Berührungen. Darüber hinaus
frieren sie leicht und neigen zur Hypochrondrie. Als Kinder sind sie gegenüber
ihren Geschwistern extrem eifersüchtig und fürchten sich im Dunklen.
Anwendungsgebiete in der Übersicht
·
Erkältungen
und grippale Infekte
·
Chronischer
Schnupfen
·
Anfallsartiger
starker Husten
·
Fieber mit
verstopfter Nase
·
Streitsucht
·
Nervosität
und Reizbarkeit
·
Drehschwindel
(Vertigo)
·
Depressionen
·
Kopfschmerzen
·
Zahnschmerzen
·
Migräne
·
"Kater"
·
Neuralgien
·
Stress und
Überarbeitung
·
Erschöpfungszustände
·
Burnout
·
Stressbedingte
Schlastörungen
·
Kreislaufstörungen
·
Übelkeit und
Brechreiz
·
Sodbrennen
und saures Aufstoßen
·
Völlegefühl
und Blähungen
·
Magenschmerzen,
die sich durch warme Anwendungen bessern
·
Verstopfungen
·
Gallenkoliken
·
Hämorrhoiden
·
Menstruationsbeschwerden
·
Zahnungsprobleme
bei Kleinkindern
Modalitäten: Verbesserungen und
Verschlimmerungen
Die Beschwerden
verschlimmern sich in der Kälte, an der frischen Luft im Freien, morgens und
nach längeren ungestörten Schlafphasen, bei geistigen Anstrengungen,
übermäßiges Essen, durch Genussmittel wie Kaffee, Nikotin und Alkohol. Zu einer
Verbesserung kommt es abends, in der Wärme und durch warme Anwendungen, durch
Schlafen und Ruhe.
Wirkungsweise und Nebenwirkungen von Nux
vomica Globuli
Nux vomica entfaltet
erst nach regelmäßiger Einnahme seine Wirkung, die zudem nur kurz anhält. Wegen
seiner Toxizität sind Präparate bis zur D3 verschreibungspflichtig. Das Mittel
kann in allen Altersstufen angewendet werden. Bereits bei Säuglingen und
Kleinkindern empfiehlt es sich für die Behandlung von grippalen Infekten mit
verstopfter Nase und bei nächtlichen Bauchkrämpfen. Auch in Schwangerschaft und
Stillzeit kann man Nux vomica einnehmen, sollte jedoch vor einer längeren
Anwendung niedriger Potenzen einen erfahrenen Homöopathen oder Heilpraktiker um
Rat fragen.
Dosierung und Darreichungsformen
Im Gegensatz zur Schulmedizin beschränkt sich die Homöopathie nicht auf die
Bekämpfung von Symptomen, sondern zielt auf eine ganzheitliche Behandlung von
Erkrankungen hin. Das bedeutet, dass ein homöopathisches Arzneimittel die
körpereigenen Selbstheilungskräfte in Gang bringt, die der Organismus selbst
nicht ausreichend aktivieren konnte. Dementsprechend kommt es in der
Homöopathie nicht auf die Menge eines Medikamentes an, sondern auf die
Information, die es vermittelt. Schematische Dosierungsangaben wie dreimal
täglich oder Kinder die Hälfte der Dosis widersprechen dem Grundgedanken der
Homöopathie.
Wichtig für die Wahl eines geeigneten
Einzelmittels ist weniger die Erkrankung als der Patient selbst. Daher ist die
gründliche Anamnese der erkrankten Person elementarer Bestandteil jeder
homöopathischen Behandlung. Der Homöopath oder Heilpraktiker schaut sich seinen
Patienten sehr genau an und versucht durch gezielte Fragen mehr über sein
Erscheinungsbild herauszufinden. Solche Informationen aus der Anamnese führen
zum Leitbild, das für ein bestimmtes homöopathisches Einzelmittel
charakteristisch ist. Diese Verknüpfung führt dazu, dass verschiedene Patienten
unterschiedliche Arzneimittel bekommen, obwohl sie an der gleichen Erkrankung
leiden. So ist im Gegensatz zum Schubladensystem der Schulmedizin eine
wesentlich individuellere Behandlung möglich.
Die Information eines Homöopathikums wird durch
schrittweise Verdünnung in Form der Potenzierung auf das Mittel übertragen.
Daher ist sie noch in Verdünnungen enthalten, die rein rechnerisch keine
Moleküle der ursprünglichen Urtinktur oder Ausgangsmittels enthalten. Wie bei
einem Aufzug kommt es nicht darauf an, wie fest der Rufknopf betätigt wird,
sondern nur um die Vermittlung der Information. Ein festeres Drücken bringt nur
dann etwas, wenn die Elektronik defekt ist - um im Bilde zu bleiben
entsprechend einer minderen Qualität der Arzneimittelzubereitung.
Bei qualitativ hochwertigen homöopathischen
Medikamenten reicht daher im Prinzip ein einzelner Tropfen einer Dilution oder
ein einzelner Globulus aus, um die körpereigenen Selbstheilungskräfte zu
aktivieren. Sicherheitshalber sind jedoch zwei bis drei der Kügelchen üblich.
Das Mittel verabreicht man in der Regel über die Mundschleimhaut. Einreibungen
mit Salben und andere Zubereitungsformen sind in der Homöopathie nicht üblich, zumal
die Behandlung ganzheitlich erfolgt und sich nicht auf einzelne Körperteile
beschränkt.
Die Information lässt sich am besten übertragen,
wenn sie über die Mundschleimhaut übertragen werden kann - und das ohne
störende Einflüsse. Daher ist es am besten, Globuli oder Tropfen eine Weile im
Mund zu behalten und auf der Zunge zergehen zu lassen, bevor man sie
herunterschluckt. Eine Verdünnung mit Flüssigkeit oder das Schlucken mit einem
Glas Wasser wie bei schulmedizinischen Kapseln und Tabletten wäre kontraproduktiv.
Üblicherweise sollte man bei Globuli den Kontakt
mit Metall vermeiden, der zu Informationsverlust führt. Daher ist für die
Einnahme lieber einen Löffel aus Horn oder Plastik zu verwenden. Ebenso sollte
man die Globuli direkt aus dem Behältnis in die hohle Hand geben und zum Mund
führen, sie aber nicht mit den Fingern anfassen. Lediglich bei Säuglingen und
Kindern ist es bisweilen hilfreich, die erforderliche Anzahl an Globuli in
einer winzigen Menge Wasser oder Tee zu lösen und dem kleinen Patienten mit
einem Löffelchen zu verabreichen.
Bei wiederholter Einnahme eines Mittels kann man
auch die Wasserglasmethode anwenden. Dazu löst man die erforderliche Menge
Globuli in rund hundert Millilitern kohlensäurefreiem Wasser und rührt mit
einem Löffel (nicht aus Metall!) um. Davon nimmt man teelöffelweise oder in
kleinen Schlucken etwas ein und wiederholt das nach einer Weile.
Von Q- und LM-Potenzen kommen vor allem flüssige
Arzneimittelzubereitungen zum Einsatz. Davon nimmt man nach kräftigem Schütteln
des Fläschchens ein bis zehn Tropfen ein - bei akuten Erkrankungen mehrmals
täglich, in chronischen Fällen mindestens einmal am Tag.
Für die Eigenbehandlung sind C- oder D-Potenzen
6 oder 12 zu empfehlen, da hier die Wirkungsdauer kurz und der Effekt leichter
zu beurteilen ist. Höhere Potenzen sind in ihrer Wirkung für Laien schlechter
zu bewerten, da sie intensiv, langsam und nachhaltig erfolgt. Bei falscher
Mittelwahl dauern die Arzneisymptome länger an und überlagern die Wirkung
nachfolgender Einzelmittel, sodass der Effekt kaum noch zu überblicken ist.
Zudem sollte man besonders bei toxischen Ausgangssubstanzen wie Toxinen und
Schwermetallen bei der Eigenbehandlung lieber höhere Potenzen verwenden und vor
einer langfristigen Einnahme aus Sicherheitsgründen einen Homöopathen oder
Heilpraktiker konsultieren.
Die so vermittelten Informationen sollte man
nicht durch andere stören. Das bedeutet, dass man bei der Einnahme von Globuli
einen Mindestabstand von einer halben Stunde zu Essen und Trinken einhalten
sollte. Ebenso sollte man Zigaretten, Kaugummi und ätherische Öle in jeder
Form, also auch Zahnpasta vermeiden. Überhaupt ist zu bedenken, dass Globuli
und andere homöopathische Mittel ganzheitlich wirken - torpediert man diese
durch Alkohol, Nikotin und Drogen oder eine ungesunde Lebensweise, macht man
die positiven Auswirkungen des Homöopathikums zunichte.
Wichtig ist es außerdem, dass homöopathische
Arzneien nicht nach der Uhr, sondern nach Bedarf einzunehmen sind. Hat man
Globuli eingenommen, wartet man zunächst deren Wirkung ab. Solange es zu einer
Besserung kommt, vermeidet man eine neuerliche Einnahme. Erst wenn sich die
Beschwerden wieder zu verschlimmern beginnen ist die nächste Dosis anzuwenden.
Typisch für homöopathische Arzneimittel ist eine
Erstverschlimmerung. Das bedeutet, dass sich die bestehende Symptomatik
zunächst verschärft. Das ist völlig normal und gilt als Zeichen dafür, dass die
Therapie funktioniert und die körpereigenen Selbstheilungskräfte erfolgreich
aktiviert wurden. Spätestens nach zwei bis drei Tagen sollten sich die
Beschwerden bessern. Ist das nicht der Fall, ist der behandelnde Homöopath oder
Heilpraktiker um Rat zu fragen.
Gleiches gilt, wenn sich die Beschwerden im
Laufe der homöopathischen Behandlung nachhaltig verändern und neue oder unklare
Symptome hinzukommen. Gegebenenfalls muss der Therapeut eine neuerliche
Einzelmittelwahl durchführen und die weitere Behandlung mit neuem Mittel und
neuer Potenzierung fortsetzen.