Nux vomica D12 - PZN 08017827

Nux vomica D12

Regenbogen Apotheke Oberursel

PZN: 08017827

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage (bei Heilwassern das Etikett) und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Apotheke. Bei Tierarznei lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie die Tierärztin, den Tierarzt oder die Apotheke.

Hintergrundinformationen zu Nux vomica

Nux vomica ist die homöopathische Bezeichnung der Brechnuss, der Frucht des Brechnussbaumes Strychnos nux-vomica. Der immergrüne Baum ist vor allem in Südostasien beheimatet. Das namensgebende Alkaloid Strychnin gehört zu den bekanntesten Toxinen überhaupt - bereits 200 Milligramm sind für einen Erwachsenen tödlich. Der Tod tritt durch Lähmung der Atemmuskulatur ein.

Die Brechnuss wurde bereits in der arabischen Heilkunde des Mittelalters vielfach verwendet und ist noch heute wichtiger Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin. In Europa wurden Arzneimittel mit Brechnuss für die Behandlung von Herz-Kreislauf-Beschwerden, körperliche Schwäche und Appetitlosigkeit eingesetzt. In niedrigen Dosen wirkt Strychnin harntreibend und verdauungsfördernd. Aufgrund der hohen Toxizität und schwankender Wirkstoffgehalte ist man in der Schulmedizin vom Gebrauch der Brechnuss abgekommen.

Bei den potenzierten und damit verdünnten homöopathischen Präparaten sind solche Nebenwirkungen nicht zu befürchten. Man gewinnt sie aus den zerriebenen getrockneten Samen. Nux vomica war eines der ersten Mittel, an denen Samuel Hahnemann nach seinem berühmten Selbstversuch mit der Chinarinde eine Arzneimittelprüfung durchführte. Bis heute hat es sich zu einem der Mittel mit den meisten Anwendungsbereichen entwickelt.

Nux vomica dient der Behandlung von Erkältungskrankheiten, Beschwerden des Magen-Darm-Traktes und neurologischen Problemen. Es beruhigt die Nerven und ist daher für den Einsatz bei Migräne und Nervenschmerzen geeignet. Im Verdauungssystem wird Nux vomica regulierend. Daher gelten homöopathische Zubereitungen der Brechnuss als Mittel der Wahl bei Stress und ungesunder Lebensweise.

Erscheinungsbild: Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome

Patienten, die von Nux vomica profitieren, sind dünn und mager. Sie sind intelligent, fleißig und ehrgeizig, zugleich aber auch nervös, überreizt und hyperaktiv. Sie neigen zu Pedanterie, Jähzorn und starkem Konkurrenzverhalten und sind schlechte Verlierer. Nux vomica ist ein typisches Präparat für Manager und andere Führungskräfte wie auch für Frauen unter Doppelbelastung von Beruf und Familie.

Die nervlichen Anspannungen und die Einnahme von Stimulantien wie Nikotin und Koffein führen mit dazu, dass der Nux vomica-Typ häufig an einem empfindlichen Magen, Verdauungsbeschwerden und Darmkoliken leidet. Hinzu kommt oft ein ungesunder Lebensstil mit überwiegend sitzender Tätigkeit, wenig körperlicher Bewegung und ungesundem Essen wie Fast Food.

Die Patienten reagieren überempfindlich auf laute Geräusche, helles Licht, starke Gerüche und Berührungen. Darüber hinaus frieren sie leicht und neigen zur Hypochrondrie. Als Kinder sind sie gegenüber ihren Geschwistern extrem eifersüchtig und fürchten sich im Dunklen.

Anwendungsgebiete in der Übersicht

·         Erkältungen und grippale Infekte

·         Chronischer Schnupfen

·         Anfallsartiger starker Husten

·         Fieber mit verstopfter Nase

·         Streitsucht

·         Nervosität und Reizbarkeit

·         Drehschwindel (Vertigo)

·         Depressionen

·         Kopfschmerzen

·         Zahnschmerzen

·         Migräne

·         "Kater"

·         Neuralgien

·         Stress und Überarbeitung

·         Erschöpfungszustände

·         Burnout

·         Stressbedingte Schlastörungen

·         Kreislaufstörungen

·         Übelkeit und Brechreiz

·         Sodbrennen und saures Aufstoßen

·         Völlegefühl und Blähungen

·         Magenschmerzen, die sich durch warme Anwendungen bessern

·         Verstopfungen

·         Gallenkoliken

·         Hämorrhoiden

·         Menstruationsbeschwerden

·         Zahnungsprobleme bei Kleinkindern

Modalitäten: Verbesserungen und Verschlimmerungen

Die Beschwerden verschlimmern sich in der Kälte, an der frischen Luft im Freien, morgens und nach längeren ungestörten Schlafphasen, bei geistigen Anstrengungen, übermäßiges Essen, durch Genussmittel wie Kaffee, Nikotin und Alkohol. Zu einer Verbesserung kommt es abends, in der Wärme und durch warme Anwendungen, durch Schlafen und Ruhe.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen von Nux vomica Globuli

Nux vomica entfaltet erst nach regelmäßiger Einnahme seine Wirkung, die zudem nur kurz anhält. Wegen seiner Toxizität sind Präparate bis zur D3 verschreibungspflichtig. Das Mittel kann in allen Altersstufen angewendet werden. Bereits bei Säuglingen und Kleinkindern empfiehlt es sich für die Behandlung von grippalen Infekten mit verstopfter Nase und bei nächtlichen Bauchkrämpfen. Auch in Schwangerschaft und Stillzeit kann man Nux vomica einnehmen, sollte jedoch vor einer längeren Anwendung niedriger Potenzen einen erfahrenen Homöopathen oder Heilpraktiker um Rat fragen.

Dosierung und Darreichungsformen

Im Gegensatz zur Schulmedizin beschränkt sich die Homöopathie nicht auf die Bekämpfung von Symptomen, sondern zielt auf eine ganzheitliche Behandlung von Erkrankungen hin. Das bedeutet, dass ein homöopathisches Arzneimittel die körpereigenen Selbstheilungskräfte in Gang bringt, die der Organismus selbst nicht ausreichend aktivieren konnte. Dementsprechend kommt es in der Homöopathie nicht auf die Menge eines Medikamentes an, sondern auf die Information, die es vermittelt. Schematische Dosierungsangaben wie dreimal täglich oder Kinder die Hälfte der Dosis widersprechen dem Grundgedanken der Homöopathie.

Wichtig für die Wahl eines geeigneten Einzelmittels ist weniger die Erkrankung als der Patient selbst. Daher ist die gründliche Anamnese der erkrankten Person elementarer Bestandteil jeder homöopathischen Behandlung. Der Homöopath oder Heilpraktiker schaut sich seinen Patienten sehr genau an und versucht durch gezielte Fragen mehr über sein Erscheinungsbild herauszufinden. Solche Informationen aus der Anamnese führen zum Leitbild, das für ein bestimmtes homöopathisches Einzelmittel charakteristisch ist. Diese Verknüpfung führt dazu, dass verschiedene Patienten unterschiedliche Arzneimittel bekommen, obwohl sie an der gleichen Erkrankung leiden. So ist im Gegensatz zum Schubladensystem der Schulmedizin eine wesentlich individuellere Behandlung möglich.

Die Information eines Homöopathikums wird durch schrittweise Verdünnung in Form der Potenzierung auf das Mittel übertragen. Daher ist sie noch in Verdünnungen enthalten, die rein rechnerisch keine Moleküle der ursprünglichen Urtinktur oder Ausgangsmittels enthalten. Wie bei einem Aufzug kommt es nicht darauf an, wie fest der Rufknopf betätigt wird, sondern nur um die Vermittlung der Information. Ein festeres Drücken bringt nur dann etwas, wenn die Elektronik defekt ist - um im Bilde zu bleiben entsprechend einer minderen Qualität der Arzneimittelzubereitung.

Bei qualitativ hochwertigen homöopathischen Medikamenten reicht daher im Prinzip ein einzelner Tropfen einer Dilution oder ein einzelner Globulus aus, um die körpereigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Sicherheitshalber sind jedoch zwei bis drei der Kügelchen üblich. Das Mittel verabreicht man in der Regel über die Mundschleimhaut. Einreibungen mit Salben und andere Zubereitungsformen sind in der Homöopathie nicht üblich, zumal die Behandlung ganzheitlich erfolgt und sich nicht auf einzelne Körperteile beschränkt.

Die Information lässt sich am besten übertragen, wenn sie über die Mundschleimhaut übertragen werden kann - und das ohne störende Einflüsse. Daher ist es am besten, Globuli oder Tropfen eine Weile im Mund zu behalten und auf der Zunge zergehen zu lassen, bevor man sie herunterschluckt. Eine Verdünnung mit Flüssigkeit oder das Schlucken mit einem Glas Wasser wie bei schulmedizinischen Kapseln und Tabletten wäre kontraproduktiv.

Üblicherweise sollte man bei Globuli den Kontakt mit Metall vermeiden, der zu Informationsverlust führt. Daher ist für die Einnahme lieber einen Löffel aus Horn oder Plastik zu verwenden. Ebenso sollte man die Globuli direkt aus dem Behältnis in die hohle Hand geben und zum Mund führen, sie aber nicht mit den Fingern anfassen. Lediglich bei Säuglingen und Kindern ist es bisweilen hilfreich, die erforderliche Anzahl an Globuli in einer winzigen Menge Wasser oder Tee zu lösen und dem kleinen Patienten mit einem Löffelchen zu verabreichen.

Bei wiederholter Einnahme eines Mittels kann man auch die Wasserglasmethode anwenden. Dazu löst man die erforderliche Menge Globuli in rund hundert Millilitern kohlensäurefreiem Wasser und rührt mit einem Löffel (nicht aus Metall!) um. Davon nimmt man teelöffelweise oder in kleinen Schlucken etwas ein und wiederholt das nach einer Weile.

Von Q- und LM-Potenzen kommen vor allem flüssige Arzneimittelzubereitungen zum Einsatz. Davon nimmt man nach kräftigem Schütteln des Fläschchens ein bis zehn Tropfen ein - bei akuten Erkrankungen mehrmals täglich, in chronischen Fällen mindestens einmal am Tag.

Für die Eigenbehandlung sind C- oder D-Potenzen 6 oder 12 zu empfehlen, da hier die Wirkungsdauer kurz und der Effekt leichter zu beurteilen ist. Höhere Potenzen sind in ihrer Wirkung für Laien schlechter zu bewerten, da sie intensiv, langsam und nachhaltig erfolgt. Bei falscher Mittelwahl dauern die Arzneisymptome länger an und überlagern die Wirkung nachfolgender Einzelmittel, sodass der Effekt kaum noch zu überblicken ist. Zudem sollte man besonders bei toxischen Ausgangssubstanzen wie Toxinen und Schwermetallen bei der Eigenbehandlung lieber höhere Potenzen verwenden und vor einer langfristigen Einnahme aus Sicherheitsgründen einen Homöopathen oder Heilpraktiker konsultieren.

Die so vermittelten Informationen sollte man nicht durch andere stören. Das bedeutet, dass man bei der Einnahme von Globuli einen Mindestabstand von einer halben Stunde zu Essen und Trinken einhalten sollte. Ebenso sollte man Zigaretten, Kaugummi und ätherische Öle in jeder Form, also auch Zahnpasta vermeiden. Überhaupt ist zu bedenken, dass Globuli und andere homöopathische Mittel ganzheitlich wirken - torpediert man diese durch Alkohol, Nikotin und Drogen oder eine ungesunde Lebensweise, macht man die positiven Auswirkungen des Homöopathikums zunichte.

Wichtig ist es außerdem, dass homöopathische Arzneien nicht nach der Uhr, sondern nach Bedarf einzunehmen sind. Hat man Globuli eingenommen, wartet man zunächst deren Wirkung ab. Solange es zu einer Besserung kommt, vermeidet man eine neuerliche Einnahme. Erst wenn sich die Beschwerden wieder zu verschlimmern beginnen ist die nächste Dosis anzuwenden.

Typisch für homöopathische Arzneimittel ist eine Erstverschlimmerung. Das bedeutet, dass sich die bestehende Symptomatik zunächst verschärft. Das ist völlig normal und gilt als Zeichen dafür, dass die Therapie funktioniert und die körpereigenen Selbstheilungskräfte erfolgreich aktiviert wurden. Spätestens nach zwei bis drei Tagen sollten sich die Beschwerden bessern. Ist das nicht der Fall, ist der behandelnde Homöopath oder Heilpraktiker um Rat zu fragen.

Gleiches gilt, wenn sich die Beschwerden im Laufe der homöopathischen Behandlung nachhaltig verändern und neue oder unklare Symptome hinzukommen. Gegebenenfalls muss der Therapeut eine neuerliche Einzelmittelwahl durchführen und die weitere Behandlung mit neuem Mittel und neuer Potenzierung fortsetzen.