Gelsemium C30 - PZN 08000235

Gelsemium C30

Regenbogen Apotheke Oberursel

PZN: 08000235

4,50 € (inkl. MwSt.)
4.500,00 € / kg


Lieferung per regionalem Botendienst

Lieferung per Versand

Online-Zahlung möglich4


Sie haben Fragen zum Artikel?
Schreiben Sie uns eine Nachricht oder rufen Sie zu unseren Öffnungszeiten unter +49 6171 21919 an.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage (bei Heilwassern das Etikett) und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Apotheke. Bei Tierarznei lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie die Tierärztin, den Tierarzt oder die Apotheke.

Hintergrundinformationen zu Gelsemium sempervirens

Gelsemium sempervirens ist der "Gelbe Jasmin", ein Enziangewächs, das in Nordamerika beheimatet ist. Mit dem "Echten Jasmin" ist er allerdings nicht verwandt. Der gelbe Jasmin ist eine immergrüne Liane, die sich an Bäumen und Sträuchern empor rankt. Die angenehm duftenden, gelben Blüten sind trichterförmig und bilden Fruchtkapseln mit geflügelten Samen, die der Wind verbreitet. Die Pflanze ist durch die enthaltenen Alkaloide (Hauptinhaltsstoffe Gelsemin und Gelseminin) in allen Teilen stark giftig. Diese Alkaloide verhindern die Signalübertragung zwischen Nerven und Muskeln an den motorischen Endplatten. Bei klarem Geist kommt es bei fortschreitender Vergiftung somit zunächst zur Lähmung der willkürlichen Skelettmuskulatur, später auch der unwillkürlichen Eingeweidemuskulatur. Anschließend tritt Tod durch Atemlähmung und Herzstillstand ein.

Die mexikanischen Otomi-Indianer erzeugten aus dem gelben Jasmin einen giftigen Trank, den "gläsernen Sarg" (Bebo-sito). Dieser Trank führte bei vollem Bewusstsein zu vollständiger Bewegungslähmung.
Neben dieser gewünschten giftigen Wirkung wurde der gelbe Jasmin aber auch von den Indianern zu medizinischen Zwecken, vor allem zur Beruhigung und zur Schmerzlinderung, eingesetzt.

Heute werden für homöopathische Präparate die frischen unterirdischen Teile verwendet. Diese sind durch die homöopathische Potenzierung bei bestimmungsgemäßen Gebrauch unbedenklich.

Erscheinungsbild: Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome

Patienten, die von Gelsemium profitieren, sind von Natur aus eher schüchtern und zurückhaltend. Sie sind träge, angespannt und übermüdet, sodass sie kaum die Augen offen halten können, zugleich schwach, benommen und kränklich. Angst vor Prüfungen und Auftritten lähmen die Patienten geradezu. Ihre Beschwerden treten vorzugsweise auf der rechten Seite auf. Trotz Fieber empfinden sie keinen Durst.

Anwendungsgebiete von Gelsemium sempervirens in der Übersicht

·         Nervosität

·         Erschöpfung

·         Schlafstörungen

·         Lampenfieber und Prüfungsangst

·         Schüttelfrost

·         Schwindel

·         Erkältungen und grippale Infekte mit Fieber und reichlich Schweißabsonderung

·         Kopfschmerzen und Migräne, auch mit Sehstörungen

·         nervöse Verdauungsprobleme mit Magenbeschwerden, Aufstoßen, Blähungen und Durchfall

·         nervöse Herzbeschwerden, Herzklopfen und Herzrhythmusstörungen

·         Muskelschwäche und Zittern

Modalitäten: Verbesserungen und Verschlimmerungen

Die Beschwerden bessern sich nach dem Wasserlassen, durch Schwitzen, durch Trinken von Kaffee und alkoholischer Getränke. Zu einer Verschlechterung der Symptome kommt es durch Aufregung, emotionale Belastung, schlechte Nachrichten, Angst, vormittags zwischen 9-10 Uhr, in der Sonne, bei Nebel und feuchtwarmem Wetter, drohendem Gewitter und durch Tabakrauch.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen von Gelsemium sempervirens

In der Homöopathie wirkt Gelsemium auf das zentrale Nervensystem, die Atemwege, die weiblichen Geschlechtsorgane und den Stütz- und Bewegungsapparat. Derzeit sind bei homöopathischer Anwendung keine Nebenwirkungen und keine Gegenanzeigen von Gelsemium bekannt.

Gelsemium sempervirens - Dosierung und Darreichungsformen

Homöopathie legt großen Wert auf individuelle Behandlung jedes Patienten. Eine eingehende Anamnese durch einen erfahrenen Homöopathen ermöglicht die Wahl eines Einzelmittels, das anhand des Erscheinungsbildes eines Patienten am besten geeignet erscheint. Daher kann es vorkommen, dass zwei Patienten mit der gleichen Erkrankung zwei unterschiedliche homöopathische Mittel bekommen. Dementsprechend sind schematische Dosierungsangaben, wie man sie aus der Schulmedizin kennt, nicht angebracht.

Entscheidend ist bei homöopathischen Arzneimitteln die Information eines Mittels, nicht die Menge. Das verhält sich ähnlich wie die Wahl eines Fernsehprogramms mittels Fernbedienung oder des Stockwerkes im Fahrstuhl: Ein stärkeres Drücken des Knopfes bringt keinerlei Vorteil, es sei denn, der Knopf ist defekt, analog zu einer minderen Qualität der homöopathischen Zubereitung.

Bei homöopathischen Mitteln hoher Qualität genügt in der Regel ein einzelner Globulus, um die notwendige Information in den Körper zu bringen und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Bisweilen geht man auf Nummer sicher und gibt zwei oder drei davon. Das sollte ausreichen, denn stellt sich erst mit vielen Globuli ein Effekt ein, ist das Arzneimittel qualitativ minderwertig oder die Reaktion des Körpers ist anders als erwartet, das heißt das Mittel ist ungeeignet und die Mittelwahl war falsch.

Bei der Einnahme von Globuli sollten Sie einige Punkte beachten, um eine optimale Wirksamkeit zu gewährleisten. Dazu gehört, dass die Informationen am zuverlässigsten vermittelt werden, wenn sie über die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Daher sollten Sie Globuli nicht wie andere Medikamente mit Flüssigkeit herunterspülen, sondern auf der Zunge zergehen lassen und eine Weile im Mund behalten, bevor Sie sie herunterschlucken.

Ebenso ist eine lokale Behandlung mit Salben, Einreibungen und ähnlichem nicht notwendig, denn jede homöopathische Therapie bezieht den gesamten Körper und seine Selbstheilungskräfte mit ein, nicht nur Teile davon.

Für eine erfolgreiche Informationsvermittlung sollte die Mundschleimhaut nicht durch andere Einflüsse beeinträchtigt sein. Daher sollte die Einnahme zeitlich versetzt, mindestens zehn Minuten oder länger, zu Trinken, Nahrungsaufnahme oder dem Putzen der Zähne und Kaugummi kauen erfolgen. Geben Sie die Globuli auf die Hand und führen sie diese zum Mund. Verwenden Sie für die Einnahme keine Löffel aus Metall, sondern aus Plastik oder Horn.

Globuli wirken ganzheitlich. Genuss von Nikotin, Alkohol, Drogen sowie ungesundes Essen und unzuträgliche Lebensweise beeinträchtigen eine solche Wirkungsweise nachhaltig und machen die positiven Effekte zunichte.

Bei jeder erstmaligen Einnahme homöopathischer Zubereitungen kann es zu einer Erstverschlimmerung der Symptome kommen. Das ist nicht schlimm, sondern normal und gilt in der Homöopathie als gutes Zeichen. Sie signalisiert, dass die Informationen erfolgreich angekommen sind und die körpereigenen Selbstheilungskräfte in Gang gesetzt haben. Sollten sich die Symptome nicht innerhalb von zwei oder drei Tagen bessern, muss der behandelnde Therapeut aufgesucht und um Rat gefragt werden. Unter Umständen hat das zu bedeuten, dass sich eine weitere Krankheit im Hintergrund verborgen hält und einer zusätzlichen Behandlung bedarf.

Die Einnahme von Globuli sollte nicht nach der Uhr erfolgen, sondern nach Bedarf. Stehen Beschwerden an, sind sie einzunehmen und der Effekt abzuwarten. Solange eine Besserung der Symptome auftritt und die Wirkung anhält, ist keine weitere Einnahme vonnöten. Erst wenn die Beschwerden sich erneut abzuzeichnen beginnen sind die Globuli erneut einzunehmen. Haben sich nach der Einnahme die Symptome geändert, muss der behandelnde Homöopath ein neues Einzelmittel bestimmen.

Ist ein homöopathisches Mittel in akuten Fällen in kurzen Zeitabständen mehrfach einzunehmen, geschieht das am besten mit der Wasserglas-Methode. Dazu geben Sie maximal drei Globuli in ein Glas mit Wasser ohne Kohlensäure und nehmen einen kleinen Schluck davon ein. Das wiederholen Sie so lange, bis sich die Beschwerden bessern.

Die hochwirksamen Q- und LM-Potenzen verabreicht man meistens als Mischung in flüssiger Form. Für die Einnahme müssen Sie das Behältnis gründlich schütteln und von dem Inhalt ein bis zehn Tropfen auf einem nicht metallenen Löffel einnehmen. Behalten Sie die Flüssigkeit eine Weile im Mund, bevor Sie sie schlucken. Eine solche Einnahme erfolgt bei akuten Krankheitsfällen mehrmals täglich. Zur Behandlung chronischer Erkrankungen genügt eine einzige Einnahme am Tag. Ist das Medikament aufgebraucht, geht der Therapeut in der Regel zu einer höheren Potenzierung über.

Bei einer homöopathischen Selbstbehandlung sollten Sie eine D- oder C-Potenz in der Stufe 6 respektive 12 verwenden. Damit ist die Wirkung, die nur wenige Stunden anhält, am besten zu überblicken und bei mangelndem Effekt können Sie problemlos auf ein anderes Einzelmittel umsteigen. Bei höheren Potenzen ist der Effekt langsamer und nachhaltiger, was jedoch bei der Wahl eines ungeeigneten Mittels aufgrund der Langfristigkeit zum Problem werden kann.