Kohle AL 250 mg Tabletten
PZN: 16240775
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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage (bei Heilwassern das Etikett) und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Apotheke. Bei Tierarznei lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie die Tierärztin, den Tierarzt oder die Apotheke.
Darreichungsform: Tabletten
- Dies ist ein Arzneimittel aus medizinischer Kohle/Adsorbens.
- Es wird angewendet bei
- Durchfall,
- Vergiftungen durch Nahrungsmittel, Schwermetalle und Arzneimittel.
- Die Tabletten sind nicht anzuwenden bei Vergiftungen durch Pflanzenschutzmittel.
- Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Gebrauchsinformation beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
- Die empfohlene Dosis beträgt:
- Soweit nicht anders verordnet, nehmen Erwachsene bei Durchfall 3- bis 4-mal täglich 2 bis 4 Tabletten ein, Kinder ab 3 Jahren die Hälfte.
- Bei Vergiftungen kann die Dosis ohne Bedenken bis auf 50 Tabletten, die in Flüssigkeit zu einem Brei verrührt sind, erhöht werden. In diesem Fall ist zusätzlich die Einnahme eines salinischen Abführmittels 30 bis 60 Minuten später zu empfehlen.
- Dauer der Anwendung
- Nehmen Sie bei Durchfall die Tabletten bis zur Normalisierung des Stuhlgangs ein. Sollte die Behandlung nach 3 Tagen erfolglos geblieben sein, suchen Sie bitte einen Arzt auf.
- Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
- Nach sehr hohen Dosen kann es in Einzelfällen zu Dünndarmverschluss (mechanischem Ileus) kommen, dem durch Gabe von Laxanzien (Abführmitteln, z. B. Natriumsulfat) vorgebeugt werden kann.
- Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
- Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
- Wenn Sie die Einnahme abbrechen
- Eine Unterbrechung oder vorzeitige Beendigung der Behandlung ist in der Regel unbedenklich.
- Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie allergisch gegen medizinische Aktivkohle oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
- bei fieberhafter Diarrhö (Durchfall),
- bei Vergiftungen mit ätzenden Stoffen (starke Säuren und Laugen), da hierdurch diagnostische Maßnahmen wie Speiseröhrenspiegelung (Ösophagoskopie) oder Magenspiegelung (Gastroskopie) erschwert werden,
- bei Vergiftungen durch Pflanzenschutzmittel.
- Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
- Bei der Einnahme gegen Durchfall in den empfohlenen Dosierungen sind keine Nebenwirkungen bekannt.
- Nach sehr hohen Dosierungen, wie sie bei Vergiftungen eingenommen werden können, kann es in Einzelfällen zu Verstopfung und zum Darmverschluss (mechanischem Ileus) kommen, dem durch Gabe salinischer Abführmittel (z. B. Natriumsulfat) vorgebeugt werden kann.
- Da medizinische Kohle unverändert wieder ausgeschieden wird, kommt es nach der Einnahme zu einer Schwarzfärbung des Stuhls.
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
Medizinische Kohle - peroral- bei akuter Vergiftung oder Überdosierung von Medikamenten
- zuerst einen Arzt oder eine Giftinformationszentrale kontaktieren und gemäß deren Anweisungen sofort danach nach deren Anweisung Kohle verabreichen
- medizinische Kohle nicht geeignet zur Adsorption von organischen und anorganischen Salzen und Lösungsmitteln, z.B.
- Salze von Eisenverbindungen
- Lithium
- Thallium
- Cyanid (Blausäure)
- Methanol
- Ethanol
- Ethylenglykol
- petroleumhaltige Lösungsmittel
- Hinweis
- bei diesen Stoffen sind andere Maßnahmen zur Giftelimination erforderlich (z.B. Magenspülung)
- die wichtigsten Gifte, bei denen medizinische Kohle wirkungslos ist und eine geeignete orale Therapie bekannt ist, sind
- Cyanid
- spezifisches Antidot: Natriumnitrit, 4-Dimethylaminophenol
- Eisenverbindungen
- spezifisches Antidot: Deferoxamin (Desferrioxamin)
- Lithium
- spezifisches Antidot: Calciumpolystyrensulfat
- Methanol
- spezifisches Antidot: Ethanol
- Ethylenglykol
- spezifisches Antidot: Ethanol
- Cyanid
- nicht wirksam bei Verätzungen mit Säuren oder Laugen
- medizinische Kohle kann nachfolgende endoskopische Diagnostik erschweren
- bei vielen Intoxikationen soll neben medizinischer Kohle zusätzlich ein spezifisches Antidot verabreicht werden (z.B. N-Acetylcystein bei Paracetamolvergiftungen)
- in Fällen, bei denen eine orale Therapie oder ein orales, spezifisches Antidot von wesentlicher Bedeutung ist, wird von der Anwendung von medizinischer Kohle abgeraten
- motilitätshemmende Substanzen
- Anwendung von medizinischer Kohle nicht ratsam bei Patienten, die motilitätshemmende Medikamente einnehmen oder eine giftige Substanz mit motilitätshemmender Wirkung geschluckt haben, da das Risiko eines paralytischen Ileus besteht, was zu einer Perforation führen könnte
- Patienten, bei denen eine mehrfache Gabe von medizinischer Kohle nach einer Vergiftung notwendig ist
- bei diesen Patienten sollte die Peristaltik durch eine Überprüfung der gastrointestinalen Geräusche in kurzen Abständen überwacht werden
- bewusstlose Patienten
- zur Vermeidung einer Aspiration sollte bei bewusstlosen Patienten ein Arzt oder das Krankenpflegepersonal unter ärztlicher Aufsicht die Suspension durch eine Magensonde verabreichen
- Schwarzfärbung des Stuhl
- Anwendung von medizinischer Kohle geht mit einer Schwarzfärbung des Stuhls einher
- Schwarzfärbung des Stuhls kann Blutungen im Verdauungstrakt verbergen
- Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen.
- Das Arzneimittel verursacht eine Schwarzfärbung des Stuhls, die Blutungen im Verdauungstrakt verbergen kann.
- Kinder
- Das Arzneimittel ist nicht für Kinder unter 3 Jahren bestimmt. Kinder im Alter von 3 Jahren dürfen ein Medikament nur auf Empfehlung eines Arztes erhalten.
- Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Das Arzneimittel hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
- Kohle, medizinisch (250 mg pro 1 Stück)
- Carboxymethylstärke, Natriumsalz Typ C
- Cellulose, mikrokristallin
- Gelatine
- Glycerol 85%
- Magnesium stearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]
- Saccharose (252 mg pro 1 Stück)
- Talkum
- Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
- Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden.
- Das Arzneimittel soll nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln eingenommen werden, da deren Wirksamkeit vermindert werden kann.
- Medizinische Kohle kann mit oralen Kontrazeptiva (Empfängnisverhütungsmitteln) interagieren.
- Daher sollten Sie während der Behandlung eine alternative, wirksame und sichere Methode der Empfängnisverhütung anwenden.
- Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
- Es sind keine Wechselwirkungen bekannt.
Herstellerinformationen
ALIUD PHARMA GmbH
Website
https://www.aliud.de/
Weitere Herstellerinformationen
Gottlieb-Daimler-Straße 19
89150 Laichingen
Deutschland
Telefon +49 7333 9651-0
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