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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage (bei Heilwassern das Etikett) und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Apotheke. Bei Tierarznei lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie die Tierärztin, den Tierarzt oder die Apotheke.
Darreichungsform: Filmtabletten
- Das Präparat ist ein pflanzliches Arzneimitte bei depressiven Verstimmungen.
- Es wird angewendet bei leichten, vorübergehenden depressiven Störungen.
- Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
- Die empfohlene Dosis beträgt:
- Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren nehmen 2 - 3 mal täglich 1 Filmtablette ein.
- Dauer der Anwendung
- Erfahrungsgemäß ist eine Einnahmedauer von 4 - 6 Wochen bis zur deutlichen Besserung der Symptome erforderlich; wenn jedoch die Krankheitssymptome länger als 4 Wochen bestehen bleiben oder sich trotz vorschriftsmäßiger Dosierung verstärken, sollte erneut ein Arzt aufgesucht werden.
- Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
- Bei Einnahme erheblicher Überdosen sollte die Haut wegen möglicher erhöhter ichtempfindlichkeit für die Dauer von 1 - 2 Wochen vor Sonnenlicht und UV-Bestrahlung geschützt werden (Aufenthalt im Freien einschränken, Sonnenschutz durch bedeckende Kleidung und Verwendung von Sonnenschutzmitteln mit hohem Lichtschutzfaktor, sog. „Sonnenblockern"). Die beschriebenen Nebenwirkungen können verstärkt auftreten.
- Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
- Holen Sie die Einnahme sobald als möglich nach. Nehmen Sie jedoch nicht mehr als die Ihnen empfohlene Tagesdosis ein.
- Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Johanniskraut (Hypericum) oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
- bei bekannter Lichtüberempfindlichkeit der Haut,
- bei schweren vorübergehenden depressiven Störungen.
- Wenden Sie diesese Präparat nicht an, wenn Sie gleichzeitig auch mit einem anderen Arzneimittel behandelt werden, welches einen der folgenden Arzneistoffe aus einer der folgenden Stoffgruppen enthält:
- a. Arzneimittel zur Unterdrückung von Abstoßungsreaktionen gegenüber Transplantaten
- Ciclosporin
- Tacrolimus zur innerlichen Anwendung
- b. Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen oder AIDS
- Proteinase-Hemmer wie Indinavir und Amprenavir
- c. Zytostatika wie Irinotecan
- d. Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung
- Warfarin
- a. Arzneimittel zur Unterdrückung von Abstoßungsreaktionen gegenüber Transplantaten
- Das Arzneimittel darf wegen nicht ausreichend vorliegender Untersuchungen in der Schwangerschaft und Stillzeit und bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden.
- Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
- Bei der Anwendung von diesem Arzneimittel kann es vor allem bei hellhäutigen Personen durch erhöhte Empfindlichkeit der Haut gegenüber UV-Licht (Photosensibilisierung) zu sonnenbrandähnlichen Reaktionen der Hautpartien kommen, die starker Bestrahlung (Sonne, Solarium) ausgesetzt sind. Außerdem können unter der Medikation mit dem Präparat vermehrt allergische Hautausschläge, Magen-Darm-Beschwerden, Müdigkeit oder Unruhe auftreten. Die Häufigkeit ist nicht bekannt.
- Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?
- Sollten Sie eine der genannten Nebenwirkungen beobachten, so informieren Sie Ihren Arzt, damit er über den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen entscheiden kann.
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
Johanniskraut - peroral- Wechselwirkungen
- können Elimination anderer Arzneistoffe beschleunigen und dadurch Wirksamkeit dieser anderen Wirkstoffe herabsetzen
- können die Aktivität von Cytochrom P450 (CYP)-3A4,CYP2C9, CYP2C19 sowie P-Glykoprotein induzieren
- hierdurch kann die Wirksamkeit von gleichzeitig angewendeten Wirkstoffen, die über diese Leberenzyme metabolisiert oder von P-Glykoprotein transportiert werden, abgeschwächt sein
- können Konzentration von Serotonin in bestimmten Strukturen des Zentralnervensystems heraufsetzen, sodass dieser Neurotransmitter u. U. toxische Konzentrationen erreicht, insbesondere bei Kombination mit anderen Antidepressiva vom Typ SRI der SSRI
- eine gleichzeitige Anwendung sollte nur nach sorgfältiger Nutzen/Risiko-Abwägung erfolgen
- wegen des möglichen Auftretens eines Serotoninsyndroms mit
- Übelkeit
- Erbrechen
- Angst
- Ruhelosigkeit
- Verwirrtheit
- wegen des möglichen Auftretens eines Serotoninsyndroms mit
- eine gleichzeitige Anwendung sollte nur nach sorgfältiger Nutzen/Risiko-Abwägung erfolgen
- bei Patienten, die nachfolgende Arzneimittel einnehmen, sollten zu Beginn und nach Beendigung der Einnahme von Johanniskraut geeignete Therapiekontrollen (z. B. Bestimmung der Konzentration dieser Arzneimittel im Plasma oder Vollblut) durchgeführt werden
- vor Anwendung eines Hypericum-Präparates sind die Art der Interaktion und die Konsequenzen wie folgt zu bedenken
- bei gleichzeitiger Verabreichung mit Antikoagulantien vom Cumarin-Typ sollten die Blutgerinnungswerte regelmäßig kontrolliert werden
- pharmakokinetisch-antagonistische Wechselwirkung mit verminderter Wirkung von
- Digoxin
- Simvastatin
- Amitryptilin
- Fexofenadin
- Benzodiazepine
- Methadon
- Finasterid
- hormonelle Kontrazeptiva
- Theophyllin
- Ivabradin
- evtl. nach Maßgabe des klinischen Effektes höher dosieren
- Verapamil
- Simvastatin
- Midazolam
- pharmakodynamisch-synergistische Wechselwirkung in Wirkungsverstärkung
- Antidepressiva vom SRI- bzw. SSRI-Typ wie
- Paroxetin
- Sertralin
- Nefazodon
- Buspiron
- Triptane
- Trazodon
- Antidepressiva vom SRI- bzw. SSRI-Typ wie
- Arzt informieren
- wenn Patient Johanniskraut anwendet und ein weiteres Arzneimittel verordnet bekommt
- wenn die Patienten selbst ein anderes Arzneimittel zusätzlich einnehmen wollen
- Hinweise im Abschnitt Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen" beachten
- bei fortdauernden Krankheitssymptomen oder beim Auftreten anderer als der in der Packungsbeilage erwähnten Nebenwirkungen einen Arzt oder eine andere in einem Heilberuf qualifizierte Person konsultieren
- Frauen im gebährfähigen Alter
- die keine Verhütungsmaßnahmen treffen, vor Einnahme
- Leberwerte
- bei eingeschränkter Leberfunktion bzw. erhöhten Leberwerten, Johanniskraut nur nach Rücksprache mit dem Arzt einnehmen
- hormonelle Kontrazeptiva
- bei Frauen, die hormonelle Kontrazeptiva anwenden und gleichzeitig Johanniskraut einnehmen, können Zwischenblutungen als Folge einer Wechselwirkung auftreten
- Sicherheit der hormonellen Empfängnisverhütung kann herabgesetzt sein
- zusätzliche empfängnisverhütende Maßnahmen sollten ergriffen werden
- operative Eingriffe mit Voll- oder Teilnarkose
- vor geplanten operativen Eingriffen mit Voll- oder Teilnarkose sollten mögliche Wechselwirkungen mit verwendeten Präparaten identifiziert werden
- falls erforderlich sollte Johanniskraut abgesetzt werden
- nach dem Absetzen normalisieren sich die veränderten Enzymaktivitäten innerhalb 1 Woche
- UV-Strahlen
- während der Anwendung von Johanniskraut muss übermäßige Exposition an UV-Strahlen vermieden werden (lange Sonnenbäder, Höhensonne, Solarien)
- Kinder und Jugendliche
- da keine ausreichenden Daten vorliegen, wird die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht empfohlen (siehe jeweilige Herstellerinformation)
- Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.
- Arzneimittel, die wie dieses Präparat Bestandteile aus Johanniskraut (Hypericum) enthalten, können mit anderen Arzneistoffen in Wechselwirkung treten: Wirkstoffe aus Hypericum können die Ausscheidung anderer Arzneistoffe beschleunigen und dadurch die Wirksamkeit dieser anderen Stoffe herabsetzen. Wirkstoffe aus Hypericum können aber auch die Konzentration eines sog. „Botenstoffes" (des Serotonins) im Gehirn heraufsetzen, so dass dieser Stoff u. U. unerwünschte Wirkungen entfalten kann, insbesondere bei Kombination mit anderen gegen Depression wirkenden Medikamenten.
- Sie sollten, falls Sie bereits dieses Arzneimittel anwenden, hierüber Ihren Arzt informieren, wenn er Ihnen ein weiteres Medikament verordnet oder wenn Sie selbst ein in der Apotheke erhältliches verschreibungsfreies anderes Arzneimittel zusätzlich einnehmen wollen.
- Sofern eine gleichzeitige Anwendung von diesem Präparat mit anderen Arzneimitteln für erforderlich gehalten wird, muss Ihr Arzt die möglichen Wechselwirkungen bedenken.
- Bei Frauen, die hormonelle Empfängnisverhütungsmittel anwenden (z. B. die „Pille") und gleichzeitig dieses Präparat einnehmen, können Zwischenblutungen als Folge einer Wechselwirkung mit Arzneimitteln auftreten; die Sicherheit der hormonellen Empfängnisverhütung kann herabgesetzt sein, so dass zusätzliche empfängnisverhütende Maßnahmen ergriffen werden sollten.
- Während der Anwendung muss übermäßige Exposition an UV-Strahlen (lange Sonnenbäder, Höhensonne, Solarien) vermieden werden.
- Vor geplanten operativen Eingriffen mit einer mit Voll- oder Teilnarkose sollten Sie mindestens 1 - 2 Wochen vorher mit Ihrem Arzt sprechen, um mögliche Wechselwirkungen der verwendeten Präparate zu identifizieren. In diesem Fall sollte das Präparat mindestens eine Woche vor dem operativen Eingriff abgesetzt werden.
- Kinder
- Zur Anwendung von diesem Arzneimittel bei Kindern liegen keine ausreichenden Untersuchungen vor. Das Arzneimittel darf deshalb bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden.
- Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Es wurden keine ausreichenden Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und der Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.
- Johanniskraut Trockenextrakt, (3,5-6:1), Auszugsmittel: Ethanol 60% (V/V) (250 mg pro 1 Stück)
- Calcium hydrogenphosphat 2-Wasser
- Carboxymethylstärke, Natriumsalz
- Cellulose Pulver
- Eudragit E 100
- Hypromellose
- Lactose 1-Wasser
- Macrogol 6000
- Magnesium stearat
- Montanglycolwachs
- Silicium dioxid, hochdispers
- Stearinsäure
- Talkum
- Titan dioxid
- Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
- Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlichandere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen. Aufgrund von möglichen Wechselwirkungen dürfen Sie dieses Präparat nicht mit den bereits oben aufgeführten Arzneimitteln einnehmen:
- Das Präparat kann mit weiteren zahlreichen anderen Arzneistoffen in dem Sinne in Wechselwirkung treten, dass die Konzentration dieser Stoffe im Blut gesenkt wird und dadurch ihre Wirksamkeit abgeschwächt ist. Zu diesen Stoffen gehören folgende Arzneistoffe:
- Digoxin
- Simvastatin
- Fexofenadin
- Benzodiazepine
- Methadon
- Finasterid
- hormonelle Empfängnisverhütungsmittel (Kontrazeptiva, z. B. „Pille"), außerdem
- andersartige Mittel gegen Depression wie
- Amitriptylin
- Dieses Präparat kann serotonerge Effekte (wie z. B. Übelkeit, Erbrechen, Angst, Ruhelosigkeit, Verwirrtheit) verstärken, wenn es mit den folgenden Arzneistoffen kombiniert wird:
- andere Antidepressiva vom SRI- bzw. SSRI-Typ wie:
- Paroxetin
- Sertralin
- Nefazodon sowie
- Buspiron und
- Triptane.
- andere Antidepressiva vom SRI- bzw. SSRI-Typ wie:
- Bei gleichzeitiger Behandlung mit anderen Arzneimitteln, die photosensibilisierend wirken, ist eine Verstärkung phototoxischer Wirkungen möglich.
Herstellerinformationen
Dr. Gustav Klein GmbH & Co. KG
Website
https://www.klein-naturarznei.de
Weitere Herstellerinformationen
Steinenfeld 3
77736 Zell am Harmersbach
Deutschland
Telefon +49 7835 6355-0
E-Mail brigitte.lovoi@klein-phytopharma.de