Calciumgluconat 10% MPC Injektionslösung - PZN 04208950

Calciumgluconat 10% MPC Injektionslösung

B. Braun Melsungen AG

PZN: 04208950

17,75 € (inkl. MwSt.)
88,75 € / l



Sie haben Fragen zum Artikel?
Schreiben Sie uns eine Nachricht oder rufen Sie zu unseren Öffnungszeiten unter +49 89 2607408 an.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage (bei Heilwassern das Etikett) und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Apotheke. Bei Tierarznei lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie die Tierärztin, den Tierarzt oder die Apotheke.

Dosierung



Basiseinheit: 1 ml Injektionslösung enthält 94 mg Calciumgluconat, entsprechend 0,21 mmol Calcium

  • Behandlung einer akuten symptomatischen Hypocalciämie
    • Erwachsene
      • übliche Initialdosis: 10 ml Injektionslösung (2,25 mmol Calcium)
      • Wiederholung der Gabe, falls erforderlich, in Abhängigkeit vom klinischen Zustand des Patienten
      • Hinweis
        • Höhe nachfolgender Dosen richtet sich nach aktueller Serum-Calciumkonzentration
    • Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
      • Dosis abhängig von Grad der Hypocalciämie sowie von Art und Schwere der Symptome (bei leichten neuromuskulären Symptomen orale Calciumgabe)
      • übliche Richtwerte für Initialdosis
        • 3 Monate / 5,5 kg KG
          • 2 - 5 ml / 0,45 - 1,13 mmol Calcium
        • 6 Monate / 7,5 kg KG
          • 2 - 5 ml / 0,45 - 1,13 mmol Calcium
        • 1 Jahr / 10 kg KG
          • 2 - 5 ml / 0,45 - 1,13 mmol Calcium
        • 3 Jahre / 14 kg KG
          • 5 - 10 ml / 1,13 - 2,25 mmol Calcium
        • 7,5 Jahre / 24 kg KG
          • 5 - 10 ml / 1,13 - 2,25 mmol Calcium
        • 12 Jahre / 38 kg KG
          • 5 - 10 ml / 1,13 - 2,25 mmol Calcium
        • > 12 Jahre / > 38 kg KG : Dosierung wie für Erwachsene
      • das entspricht ungefähr
        • Säuglinge, Kleinkinder und Kinder < 4 Jahre
          • 0,4 - 1 ml / kg Körpergewicht (0,09 - 0,23 mmol Calcium / kg KG)
          • in Fällen schwerer Hypocalcämie-Symptome bei Neugeborenen und Säuglingen, wie z. B. bei kardialen Symptomen, können höhere Initialdosen für eine schnelle Normalisierung des Serum-Calciumspiegels erforderlich sein (bis zu 2 ml / kg Körpergewicht entsprechend 0,45 mmol Calcium / kg KG)
        • Kinder 4 - 12 Jahren
          • 0,2 - 0,5 ml / kg KG (0,05 - 0,11 mmol Calcium / kg KG)
        • Patienten > 12 Jahre
          • Dosierungen wie für Erwachsene
      • Gabe kann in Abhängigkeit vom klinischen Zustand des Patienten wiederholt werden; Höhe nachfolgender Dosen richtet sich nach aktueller Serum-Calciumkonzentration
      • nach i.v.-Therapie ggf. nachfolgende Behandlung mit oralen Calciumgaben indiziert, z. B. in Fällen von Calciferol-Mangel
    • ältere Patienten
      • evtl. Dosisreduktion erforderlich aufgrund altersbedingter Faktoren (Beeinträchtigung der Nierenfunktion, Mangelernährung)

Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Calciumgluconat - invasiv

  • Plasmaspiegel und Calciumausscheidung im Urin sind während parenteraler Calciumzufuhr zu überwachen, insb.
    • bei Kindern
    • bei chronischem Nierenversagen
    • wenn es Anzeichen für die Bildung von Steinen im Harntrakt gibt
  • wenn die Calciumkonzentration im Plasma 2,75 mmol je Liter überschreitet oder die 24 h-Ausscheidung von Calcium im Urin 5 mg/kg überschreitet
    • muss die Behandlung sofort abgebrochen werden, da bei diesen Konzentrationen Herzarrhythmien auftreten können
  • falls Calciumgluconat ausnahmsweise Patienten, die mit Herzglykosiden behandelt werden, intravenös injiziert werden muss
    • ist eine ausreichende Überwachung der Herzfunktion unbedingt erforderlich und
    • alle Möglichkeiten einer Notfallbehandlung kardialer Komplikationen wie schwerer Herzrhythmusstörungen müssen verfügbar sein
  • intravenöse Injektionen sollten unter Überwachung der Herzfrequenz oder EKG-Kontrolle durchgeführt werden
    • da es bei zu rascher Zufuhr von Calcium zu Bradykardie mit Vasodilatation oder zu Herzrhythmusstörungen kommen kann
  • Niereninsuffizienz
    • eine Niereninsuffizienz kann mit Hypercalcämie und einer sekundären Überfunktion der Nebenschilddrüsen einhergehen
    • daher sollten Patienten mit Niereninsuffizienz parenterale Calciumgaben nur nach sorgfältiger Indikationsstellung und unter Überwachung des Calcium- und Phosphat-Haushalts erhalten
  • Nephrocalcinose
    • Calciumsalze sollten bei Patienten mit Nephrocalcinose mit Vorsicht angewendet werden
  • Patienten mit Herzerkrankungen
    • Vorsicht geboten
  • Patienten mit Sarkoidose (Morbus Boeck)
    • Calciumsalze sollten bei Patienten mit Sarkoidose (Morbus Boeck) nur mit Vorsicht und nach sorgfältiger Indikationsstellung angewendet werden, desgleichen bei Patienten unter gleichzeitiger Medikation mit Epinephrin
  • Gewebereizungen
    • Calciumsalze lösen Gewebereizungen aus
    • Injektionsstelle ist sorgfältig zu beobachten um Extravasationen auszuschließen
  • Calciumgluconat ist physikalisch mit vielen anderen Verbindungen inkompatibel
    • bei der Verwendung von Infusionssystemen oder bei der Gabe an unterschiedlichen Stellen muss ein Vermischen von Calciumgluconat mit inkompatiblen Arzneimitteln vermieden werden
    • aufgrund von Mikrokristallisation unlöslicher Calciumsalze im Körper sind nach getrennten Gaben physikalisch inkompatibler Lösungen oder vollwertiger parenteraler Ernährungslösungen mit Calcium und Phosphaten schwere Komplikationen und auch Todesfälle aufgetreten
  • Calcium-Ceftriaxonpräzipitaten
    • es wurden Fälle mit tödlichen Reaktionen auf Grund von Calcium-Ceftriaxonpräzipitaten in der Lunge und den Nieren bei zu früh geborenen und bei reifen Neugeborenen im Alter von weniger als einem Monat berichtet
      • mindestens einer davon erhielt Ceftriaxon und Calcium zu unterschiedlichen Zeiten und durch unterschiedliche intravenöse Zugänge
      • in den verfügbaren wissenschaftlichen Daten gibt es, neben den Fällen bei Neugeborenen, die mit Ceftriaxon und calciumhaltigen Lösungen oder anderen calciumhaltigen Produkten behandelt wurden, keine weiteren bestätigten Fälle einer intravaskulären Ausfällung
      • in vitro-Studien zeigten, dass im Vergleich mit anderen Altersgruppen, Neugeborene ein erhöhtes Risiko für eine Ausfällung von Ceftriaxoncalcium haben
  • bei Patienten jeden Alters darf Ceftriaxon nicht mit calciumhaltigen i.v.-Lösungen vermischt oder zusammen verabreicht werden, auch nicht über unterschiedliche Infusionsschläuche oder Zugänge
  • bei Patienten, die älter als 28 Tage sind, können Ceftriaxon und calciumhaltige Lösungen nacheinander verabreicht werden, wenn die Infusionssysteme an unterschiedlichen Stellen angelegt werden oder das Infusionssystem ausgewechselt wird oder zwischen den Infusionen gründlich mit einer physiologischen Kochsalzlösung durchgespült wird, um Ausfällungen zu verhindern
  • Kinder
    • bei Kindern sollte Calciumgluconat nicht intramuskulär, sondern nur langsam intravenös injiziert werden
  • Calcium ist in Fettgewebe nicht löslich und kann zu Infiltrationen mit nachfolgender Abszessbildung, Gewebeverhärtung und Nekrosen führen
  • nach perivaskulärer oder zu oberflächlicher intramuskulärer Injektion kann es zu lokalen Gewebereizungen, nachfolgend auch zu Hautablationen oder Gewebenekrosen kommen
    • Extravasationen müssen vermieden werden; die Injektionsstelle ist sorgfältig zu beobachten
  • Calcium D-gluconat 1-Wasser (940 mg pro 10 Milliliter)
  • Calcium Ion (2.1 mmol pro 10 Milliliter)
  • Calcium saccharat 4-Wasser
  • Calcium Ion (0.15 mmol pro 10 Milliliter)
  • Wasser, für Injektionszwecke
  • Gesamt Calcium Ion (2.25 mmol pro 10 Milliliter)

Herstellerinformationen

B. Braun Melsungen AG

Website
https://www.bbraun.de

Weitere Herstellerinformationen

Carl-Braun-Straße 1
34212 Melsungen
Deutschland

Telefon +49 5661 91477103
E-Mail info@bbraun.com

Impressum
https://www.bbraun.de/de/impressum.html