KOHLE HEVERT - PZN 19428491

KOHLE HEVERT

Hevert-Arzneimittel GmbH & Co. KG

PZN: 19428491

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage (bei Heilwassern das Etikett) und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Apotheke. Bei Tierarznei lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie die Tierärztin, den Tierarzt oder die Apotheke.

Darreichungsform: Tabletten

  • Bei Durchfall und Nahrungsmittelvergiftung
  • Anwendungsgebiete
    • Bei Durchfall sowie bei Vergiftungen durch Nahrungsmittel, Schwermetalle und Arzneimittel. Das Präparat ist nicht anzuwenden bei Vergiftungen durch Pflanzenschutzmittel.
  • Soweit nicht anders verordnet nehmen Erwachsene bei Durchfall 3- bis 4-mal täglich 2 bis 4 Tabletten in viel Flüssigkeit zerfallen ein, Kinder die Hälfte.
  • Bei Vergiftungen kann die Dosis ohne Bedenken bis auf 50 Tabletten, die in Flüssigkeit zu einem Brei verrührt sind, erhöht werden. In diesem Fall ist zuzüglich die Einnahme eines salinischen Abführmittels wie Natriumsulfat 30 bis 60 Minuten später zu empfehlen.

 

  • Dauer der Anwendung
    • Bei Durchfall bis zur Normalisierung des Stuhlgangs.
    • Sollte die Behandlung nach 3 Tagen erfolglos geblieben sein, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
  • Wann dürfen Sie das Arzneimittel nicht einnehmen?
    • Das Präparat darf nicht eingenommen werden bei fieberhafter Diarrhoe (Durchfall).
  • Bei der Einnahme medizinische Kohle gegen Durchfall sind in den empfohlenen Dosierungen keine Nebenwirkungen bekannt.
  • Nach sehr hohen Dosen, wie sie bei Vergiftungen eingenommen werden, kann es in Einzelfällen zu Verstopfung und zum Darmverschluss (mechanischer Ileus) kommen, dem durch Gabe salinischer Abführmittel (zum Beispiel Natriumsulfat) vorgebeugt werden kann.
  • Da medizinische Kohle unverändert wieder ausgeschieden wird, kommt es nach der Einnahme des Arzneimittels zu einer Schwarzfärbung des Stuhls.
  • Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.

Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Medizinische Kohle - peroral

  • bei akuter Vergiftung oder Überdosierung von Medikamenten
    • zuerst einen Arzt oder eine Giftinformationszentrale kontaktieren und gemäß deren Anweisungen sofort danach nach deren Anweisung Kohle verabreichen
  • medizinische Kohle nicht geeignet zur Adsorption von organischen und anorganischen Salzen und Lösungsmitteln, z.B.
    • Salze von Eisenverbindungen
    • Lithium
    • Thallium
    • Cyanid (Blausäure)
    • Methanol
    • Ethanol
    • Ethylenglykol
    • petroleumhaltige Lösungsmittel
    • Hinweis
      • bei diesen Stoffen sind andere Maßnahmen zur Giftelimination erforderlich (z.B. Magenspülung)
  • die wichtigsten Gifte, bei denen medizinische Kohle wirkungslos ist und eine geeignete orale Therapie bekannt ist, sind
    • Cyanid
      • spezifisches Antidot: Natriumnitrit, 4-Dimethylaminophenol
    • Eisenverbindungen
      • spezifisches Antidot: Deferoxamin (Desferrioxamin)
    • Lithium
      • spezifisches Antidot: Calciumpolystyrensulfat
    • Methanol
      • spezifisches Antidot: Ethanol
    • Ethylenglykol
      • spezifisches Antidot: Ethanol
  • nicht wirksam bei Verätzungen mit Säuren oder Laugen
    • medizinische Kohle kann nachfolgende endoskopische Diagnostik erschweren
  • bei vielen Intoxikationen soll neben medizinischer Kohle zusätzlich ein spezifisches Antidot verabreicht werden (z.B. N-Acetylcystein bei Paracetamolvergiftungen)
  • in Fällen, bei denen eine orale Therapie oder ein orales, spezifisches Antidot von wesentlicher Bedeutung ist, wird von der Anwendung von medizinischer Kohle abgeraten
  • motilitätshemmende Substanzen
    • Anwendung von medizinischer Kohle nicht ratsam bei Patienten, die motilitätshemmende Medikamente einnehmen oder eine giftige Substanz mit motilitätshemmender Wirkung geschluckt haben, da das Risiko eines paralytischen Ileus besteht, was zu einer Perforation führen könnte
  • Patienten, bei denen eine mehrfache Gabe von medizinischer Kohle nach einer Vergiftung notwendig ist
    • bei diesen Patienten sollte die Peristaltik durch eine Überprüfung der gastrointestinalen Geräusche in kurzen Abständen überwacht werden
  • bewusstlose Patienten
    • zur Vermeidung einer Aspiration sollte bei bewusstlosen Patienten ein Arzt oder das Krankenpflegepersonal unter ärztlicher Aufsicht die Suspension durch eine Magensonde verabreichen
  • Schwarzfärbung des Stuhl
    • Anwendung von medizinischer Kohle geht mit einer Schwarzfärbung des Stuhls einher
    • Schwarzfärbung des Stuhls kann Blutungen im Verdauungstrakt verbergen
  • Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
    • Informieren Sie bei Verdacht auf Vergiftungen unverzüglich einen Arzt oder den Rettungsdienst!
    • Bei verschiedenen Giften und Arzneimitteln sind andere oder zusätzliche Maßnahmen erforderlich.
    • Medizinische Kohle ist nicht wirksam bei Vergiftungen mit organischen und anorganischen Salzen sowie Lösungsmitteln, zum Beispiel Lithium, Thallium, Cyanid (Blausäure), Eisensalzen, Methanol, Ethanol und Ethylenglykol (zum Beispiel in Frostschutzmitteln). Hier sind andere Maßnahmen zur Giftelimination (zum Beispiel Magenspülung) angezeigt.
    • Wichtige Gifte, bei denen medizinische Kohle wirkungslos ist und eine geeignete orale Therapie bekannt ist, sind nachfolgend aufgeführt:
      • Cyanid
        • Spezifisches Gegengift (Antidot): 4-Dimethylaminophenol
      • Eisenverbindungen
        • Spezifisches Gegengift (Antidot): Deferoxamin (Desferrioxamin)
      • Lithium
        • Spezifisches Gegengift (Antidot): Calciumpolystyrolsulfonat
      • Methanol
        • Spezifisches Gegengift (Antidot): Ethanol
      • Ethylenglykol
        • Spezifisches Gegengift (Antidot): Ethanol
    • Bei vielen Vergiftungen ist zusätzlich zu medizinischer Kohle auch ein spezifisches Gegengift zu verabreichen (zum Beispiel Acetylcystein bei Paracetamolvergiftung).

 

  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
    • Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.
  • Kohle, medizinisch (250 mg pro 1 Stück)
  • Bentonit
  • Maisstärke
  • Kohlenhydrate (0.006 BE pro 1 Stück)
  • Wechselwirkungen mit anderen Mitteln
    • Das Präparat sollte nicht unmittelbar mit anderen Arzneimitteln eingenommen werden, da deren Wirksamkeit vermindert werden kann.

Herstellerinformationen

Hevert-Arzneimittel GmbH & Co. KG

Website
https://www.hevert.de

Weitere Herstellerinformationen

In der Weiherwiese 1
55569 Nußbaum
Deutschland

Telefon +49 6751 910-0
E-Mail info@hevert.de