Magnesium Verla i.v. 20 mmol/10ml - PZN 17638787

Magnesium Verla i.v. 20 mmol/10ml

Verla-Pharm Arzneimittel GmbH & Co. KG

PZN: 17638787

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage (bei Heilwassern das Etikett) und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Apotheke. Bei Tierarznei lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie die Tierärztin, den Tierarzt oder die Apotheke.

Darreichungsform: Infusionsloesungs-Konzentrat

  • Das Arzneimittel ist ein Mineralstoffpräparat.
  • Bei Präeklampsie, Eklampsie, bei drohender Frühgeburt < 32 SSW zur Neuroprotektion des Feten, schwerem Magnesiummangel (Normalwerte von Magnesium im Serum 0,8 - 1,1 mmol/l).
  • Wenden Sie das Arzneimittel immer genau wie beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Die Dosierung ist abhängig von der Indikation und vom Magnesium-Serumspiegel.
    • Die empfohlene Dosierung beträgt
      • Bei Präeklampsie, Eklampsie:
        • 8 - 12 ml des Infusionslösungskonzentrats i.v. in verdünnter Form mittels Perfusor oder Kurzinfusion über 15 - 20 Minuten verwenden, entsprechend 4000 - 6000 mg Magnesiumsulfat-Heptahydrat (16 - 24 mmol Magnesium).
        • Erhaltungsdosis:
          • 2 - 4 ml des Infusionslösungskonzentrats pro Stunde i.v. bis 24 - 48 Stunden post partum anwenden, entsprechend 1000 - 2000 mg Magnesiumsulfat-Heptahydrat (4 - 8 mmol Magnesium)
      • Bei drohender Frühgeburt zur Neuroprotektion des Feten:
        • 8 - 12 ml des Infusionslösungskonzentrats i.v. in verdünnter Form mittels Perfusor oder Kurzinfusion über 15 - 30 Minuten verwenden, entsprechend 4000-6000 mgMagnesiumsulfat-Heptahydrat (16 - 24 mmol Magnesium).
        • Erhaltungsdosis (falls erforderlich):
          • 2 - 4 ml des Infusionslösungskonzentrats pro Stunde i.v. anwenden, entsprechend 1000 - 2000 g Magnesiumsulfat-Heptahydrat (4 - 8 mmol Magnesium), bis zur Geburt bzw. über einen Zeitraum von maximal 24 Stunden, je nachdem, was zuerst erreicht wird. Die Magnesiumsulfat- Verabreichung wird zwischen der 24. und 32. Schwangerschaftswoche empfohlen und sollte einen Abstand von mindestens 4 Stunden zur Geburt haben.
      • Bei schwerem Magnesiummangel:
        • 10 ml (= 1 Ampulle mit 10 ml) des Infusionslösungskonzentrats pro Tag, entsprechend 4930 mg Magnesiumsulfat-Heptahydrat (20 mmol Magnesium).

 

  • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten:
    • Hauptsymptome und allgemeine Zeichen einer Überdosierung sind Muskelschwäche, Verschwinden der tiefen Sehnenreflexe, Abfall des Blutdruckes und der Herzfrequenz, Steigerung der Hautdurchblutung, EKG-Veränderungen, Erbrechen, Sedierung und Verwirrung.
    • Wenn die Plasma-Magnesium-Konzentration 2 mmol/l überschreitet, sind die tiefen Sehnenreflexe abgeschwächt, bei ca. 5 mmol/l sind sie nicht mehr vorhanden und es kommt zu einer Atemdepression. Bei 6,0 - 7,5 mmol/l kommt es zum Koma und ab 8 mmol/l zur Atemlähmung und zum diastolischen Herzstillstand.
    • Eine Magnesiumintoxikation ist mit intravenöser Calcium-Zufuhr - als Antidot - zu behandeln (z. B. langsame iv. Gabe von 10 ml einer 10%igen Calciumgluconat-Lösung). Zusätzlich sollte der Cholinesterase-Blocker Neostigmin verabreicht werden, da er die Acetylcholin-Konzentration erhöht und die muskelrelaxierende Wirkung von Magnesium antagonisiert.

 

  • Wenn Sie die Anwendung vergessen haben
    • Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.
  • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
    • wenn Sie allergisch gegen Magnesiumsulfat oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
    • bei ausgeprägter Bradykardie (verlangsamter Herztätigkeit),
    • bei Myasthenia gravis (Muskelschwäche)
    • bei AV-Block I. - III. Grades (Reizleitungsstörung zwischen Vorhöfen und Herzkammern) oder sonstigen Störungen des Reizleitungssystems im Herzen.
  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Bei der intravenösen Anwendung treten im Allgemeinen ein bedeutungsloses Wärmegefühl und ein Flush (Hautrötung) auf. Bei zu rascher parenteraler Gabe von Magnesium kann es vorübergehend, besonders bei vasolabilen Patienten, zu Nebenwirkungen in Form von Übelkeit, Kopfschmerzen, Kribbeln, Schwitzen, Erregung, Unruhe sowie Schläfrigkeit und Verlangsamung von Herz- und Atemtätigkeit kommen.
  • Darüber hinaus kann es bei parenteraler Applikation von Magnesium zu Bradykardien, Überleitungsstörungen und peripherer Gefäßerweiterung kommen.
  • Dosis-Reduktion oder das Absetzen des Präparates führen im Allgemeinen zu einem schnellen Abklingen dieser Nebenwirkungen.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Magnesiumsulfat - invasiv

  • Niereninsuffizienz
    • Magnesiumsalze sollten bei Patienten mit Beeinträchtigung der Nierenfunktion mit besonderer Vorsicht angewendet werden
    • entsprechende Dosisanpassung vornehmen
  • hepatisches Koma
    • Magnesiumsulfat sollte bei hepatischem Koma nicht angewendet werden, wenn das Risiko für ein Nierenversagen besteht
  • Überwachung, Laborkontrollen
    • Calciumwerte im Serum sollten routinemäßig überwacht werden
    • Magnesiumwerte im Serum sollten während der Behandlung überwacht werden (normal 0,65 - 1,0 mmol)
    • als Antidot müssen Ampullen mit Calcium bereitgehalten werden
      • wenn das Antidot nicht ausreicht, sind intensivmedizinische Maßnahmen durchzuführen
    • Überwachung der Abwesenheit einer Atemdepression: Atemfrequenz sollte nicht unter 16 Atemzüge / Min. liegen
    • Urinausscheidung sollte 25 ml / Std. nicht unterschreiten, da es ansonsten zu einer Hypermagnesiämie kommen kann
    • Vorhandensein des Patellarsehnenreflexes sollte geprüft werden
      • sind sie nicht mehr auslösbar: Dosis reduzieren
  • Vorsicht, wenn Hitzewallungen und Schwitzen auftreten
  • Gegenmittel
    • injizierbare Calciumgluconat-Lösung als Gegenmittel sollte unmittelbar verfügbar sein
  • intravenöse Anwendung
    • Kinder: max. Infusionsgeschwindigkeit 0,04 mmol / kg KG / Min.
  • intramuskuläre Anwendung
    • Vorgaben der guten klinischen Praxis für intramuskuläre Injektionen befolgen
      • abgemagerte oder atrophierte Muskeln vermeiden
      • Dorsoglutealmuskel und den Ischiasnerv vermeiden
      • sollte die zu verabreichende Gesamtdosis 5 ml überschreiten, sollte das Injektionsvolumen auf mehr als eine tiefe muskuläre Injektionsstelle aufgeteilt werden
      • Vorsicht bei älteren oder dünnen Patienten, die möglicherweise nur Einzelinjektionen mit bis zu 2 ml vertragen
      • keine Injektionsstelle verwenden, die Anzeichen einer Infektion oder Verletzung zeigt
      • Injektionsstellen abwechseln, wenn Sie die Gabe einer intramuskulären Dosis wiederholen, um Verletzungen oder ein unangenehmes Gefühl an den Muskeln zu vermeiden
  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Präparat anwenden.
    • Besondere Vorsicht bei der Anwendung ist erforderlich, bei schweren Ausscheidungsstörungen der Nieren. Eine Dosis-Anpassung an den Grad der Ausscheidungsstörung ist nötig.
    • Während der hochdosierten parenteralen Magnesiumtherapie sollen folgende Überwachungs- und Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden:
      • Kontrolle der Herz-Kreislauf- und Atemfunktion (Atemfrequenz nicht unter 16/min),
      • Prüfung der Auslösbarkeit der Patellarsehnenreflexe,
      • Bestimmung der Urinausscheidung (nicht unter 25 ml pro h),
      • Bereithaltung von Ampullen von Calciumgluconat, 10%ig als Antidot
      • Gewährleistung intensivmedizinischer Maßnahmen, wenn das Antidot allein nicht ausreicht.
    • Das Arzneimittel sollte - wegen möglicher Ausfällungen - grundsätzlich nicht mit Calcium-, Phosphat-, Tetracyclin-haltigen oder alkoholischen Lösungen gemischt werden.
    • Kinder und Jugendliche
      • Es liegen keine Daten vor.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen:
    • Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.
  • Magnesium sulfat 7-Wasser (4930 mg pro 10 Milliliter)
  • Magnesium Ion (20 mmol pro 10 Milliliter)
  • Magnesium Ion (486.1 mg pro 10 Milliliter)
  • Schwefelsäure
  • Wasser, für Injektionszwecke
  • Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln:
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.
    • Diuretika, Aminoglykosid-Antibiotika (wie Gentamycin, Tobramycin, Amphotericin B), Immunsuppressiva (wie Cyclosporin A), Zytostatika (wie Cisplatin) und Digitalisglykoside verursachen eine verstärkte Ausscheidung von Magnesium über die Nieren.
    • Folgende Arzneimittel sollen nicht gleichzeitig gegeben werden:
      • Muskelrelaxantien vom Curaretyp - diese verstärken die Wirkung von Magnesium an der motorischen Endplatte;
      • Barbiturate, Narkotika oder andere Hypnotika - diese erhöhen das Risiko der Atemdepression;
      • Calciumsalze - diese vermindern die Wirkung von Magnesium.
    • Die gleichzeitige Gabe von Magnesium und Calciumantagonisten darf nur unter Intensivbedingungen erfolgen, da es zu einer Verstärkung blutdrucksenkender Effekte kommen kann.

Herstellerinformationen

Verla-Pharm Arzneimittel GmbH & Co. KG

Website
https://www.verla.de

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