Cetirizin AL direkt - PZN 00361028

Cetirizin AL direkt

ALIUD Pharma GmbH

PZN: 00361028

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage (bei Heilwassern das Etikett) und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Apotheke. Bei Tierarznei lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie die Tierärztin, den Tierarzt oder die Apotheke.

Darreichungsform: Lutschtabletten

  • Cetirizindihydrochlorid ist der Wirkstoff.
  • Das Arzneimittel ist ein Antiallergikum.
  • Bei Erwachsenen und Kindern ab einem Alter von 6 Jahren wird Cetirizin direkt angewendet zur:
    • Linderung von Nasen- und Augensymptomen bei saisonalem und ganzjährigen allergischen Schnupfen (allergische Rhinitis),
    • Linderung von chronischer Nesselsucht (chronischer idiopathischer Urtikaria).
  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in der Gebrauchsinformation beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Bitte befolgen Sie die Anweisungen, da das Arzneimittel sonst möglicherweise nicht richtig wirken kann.
  • Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahren
    • 10 mg Cetirizindihydrochlorid 1-mal täglich (entsprechend 1 Lutschtablette).
  • Kinder zwischen 6 und 12 Jahren
    • 5 mg Cetirizindihydrochlorid 2-mal täglich (entsprechend ½ Lutschtablette 2-mal täglich).
  • Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
    • Patienten mit mittelschwerer Nierenschwäche wird die Einnahme von 5 mg Cetirizindihydrochlorid 1-mal täglich empfohlen (entsprechend ½ Lutschtablette).

 

  • Dauer der Anwendung
    • Die Anwendungsdauer ist abhängig von der Art, Dauer und dem Verlauf Ihrer Beschwerden. Fragen Sie bitte Ihren Apotheker um Rat.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Wenn Sie meinen, dass Sie eine Überdosis eingenommen haben, teilen Sie dies bitte Ihrem Arzt mit. Ihr Arzt wird dann entscheiden, welche Maßnahmen gegebenenfalls zu ergreifen sind.
    • Nach einer Überdosierung können die unten beschriebenen Nebenwirkungen mit erhöhter Intensität auftreten. Über unerwünschte Wirkungen wie Verwirrtheit, Durchfall, Schwindel, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Unwohlsein, Pupillenerweiterung, Juckreiz, Ruhelosigkeit, Sedierung, Schläfrigkeit, Benommenheit, beschleunigter Herzschlag, Zittern und Harnverhalt wurde berichtet.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

 

  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Wenn Sie die Einnahme abbrechen, können in seltenen Fällen Pruritus (intensiver Juckreiz) und/oder Urtikaria (Nesselsucht) wieder auftreten.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden
    • wenn Sie allergisch gegen Cetirizindihydrochlorid, Hydroxyzin oder andere Piperazin-Derivate (eng verwandte Wirkstoffe anderer Arzneimittel) oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
    • wenn Sie eine schwere Nierenkrankheit haben (schwere Einschränkung der Nierenfunktion mit einer Kreatinin-Clearance unter 10 ml/min).
  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Die folgenden Nebenwirkungen treten selten oder sehr selten auf, aber wenn Sie diese Nebenwirkungen bei sich feststellen, müssen Sie die Einnahme des Arzneimittels sofort beenden und sich mit Ihrem Arzt in Verbindung setzen:
    • Allergische Reaktionen, einschließlich schwerwiegende allergische Reaktionen und Angioödem (schwerwiegende allergische Reaktion, die ein Anschwellen des Gesichts und des Rachens hervorruft).
    • Diese Reaktionen können kurz nachdem Sie das Arzneimittel zum ersten Mal eingenommen haben oder später auftreten.
  • Über folgende weitere Nebenwirkungen wurde berichtet:
    • Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
      • Müdigkeit,
      • Mundtrockenheit,
      • Übelkeit,
      • Schwindel,
      • Kopfschmerzen,
      • Schläfrigkeit,
      • entzündeter Rachenraum (Pharyngitis),
      • Schnupfen.
    • Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
      • Bauchschmerzen,
      • Asthenie (extreme Müdigkeit),
      • Unwohlsein,
      • Parästhesie (Missempfindungen auf der Haut),
      • Erregtheit,
      • Juckreiz,
      • Ausschlag,
      • Durchfall.
    • Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):
      • Allergische Reaktionen, einige davon schwerwiegend (sehr selten),
      • Tachykardie (zu schneller Herzschlag),
      • Ödeme (Schwellungen),
      • abnorme Leberfunktion,
      • Gewichtszunahme,
      • Krampfanfälle,
      • Aggression,
      • Verwirrtheit,
      • Depression,
      • Halluzination,
      • Schlaflosigkeit,
      • Nesselsucht (Urtikaria).
    • Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):
      • Thrombozytopenie (geringe Anzahl an Blutplättchen),
      • Akkommodationsstörungen (Störungen in der Nah-/Fernanpassung des Auges),
      • verschwommenes Sehen,
      • Okulogyration (unkontrollierbare kreisende Bewegung der Augen),
      • Ohnmacht (Synkope),
      • Zittern (Tremor),
      • Tics (wiederkehrende, nervöse Muskelzuckungen und Lautäußerungen),
      • Dyskinesie (unwillkürliche Bewegungen),
      • Dystonie (krankhafte, anhaltende, unwillkürliche Muskelanspannungen),
      • Dysgeusie (veränderter Geschmackssinn),
      • abnorme Harnausscheidung (Bettnässen, Schmerzen und/oder Schwierigkeiten beim Wasserlassen),
      • Angioödem (schwerwiegende allergische Reaktion, die ein Anschwellen des Gesichts oder des Rachens hervorruft),
      • fixes Arzneimittelexanthem (Arzneimittelallergie an Haut oder Schleimhäuten).
    • Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
      • Gedächtnisstörungen oder -verlust,
      • gesteigerter Appetit,
      • Selbstmordgedanken (wiederkehrende Gedanken an Selbstmord oder die Beschäftigung mit Selbstmord), Alpträume,
      • Drehschwindel (Vertigo),
      • Harnverhalt (Unfähigkeit, die Harnblase völlig zu entleeren),
      • Pruritus (intensiver Juckreiz) und/oder Urtikaria (Nesselsucht) bei Beendigung der Einnahme.
      • Gelenkschmerzen,
      • Rash (Ausschlag) mit Blasen, die Eiter enthalten,
      • Hepatitis (Entzündung der Leber)
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen



  • Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
    • Bei therapeutischen Dosierungen wurden im Zusammenhang mit Alkohol (bei einem Alkoholblutspiegel von 0,5 g/l) keine klinisch signifikanten Wechselwirkungen festgestellt.
    • Dennoch ist bei gleichzeitiger Einnahme mit Alkohol Vorsicht geboten.
    • Vorsicht ist geboten bei Patienten mit einer Prädisposition für Harnverhalt (z. B. Läsion des Rückenmarks, Prostatahyperplasie), da Cetirizin das Risiko eines Harnverhaltes erhöhen kann.
    • Vorsicht ist bei Patienten mit Epilepsie und bei Patienten mit Krampfneigung angezeigt.
    • Haut-Allergietests werden durch Antihistaminika gehemmt. Daher ist eine Auswaschphase von 3 Tagen vor der Durchführung eines Allergietests erforderlich.
    • Pruritus und/oder Urtikaria können bei Beendigung der Behandlung mit Cetirizin auftreten, selbst wenn diese Symptome vor Behandlungsbeginn nicht vorhanden waren.
    • In manchen Fällen können die Symptome so stark sein, dass die Behandlung wieder aufgenommen werden muss. Die Symptome sollten abklingen, sobald die Behandlung wieder aufgenommen wurde.
    • Kinder und Jugendliche
      • Die Anwendung der Lutschtabletten ist bei Kindern unter 6 Jahren nicht empfohlen, da diese Formulierung keine geeignete Dosisanpassung ermöglicht.
    • Sonstige Bestandteile
      • Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Lutschtablette.
  • Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
    • Auf Grund der Pharmakokinetik, Pharmakodynamik und des Verträglichkeitsprofils von Cetirizin sind keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln zu erwarten. Tatsächlich wurden weder pharmakodynamische noch signifikante pharmakokinetische Wechselwirkungen in durchgeführten Interaktionsstudien berichtet, insbesondere nicht mit Pseudoephedrin und Theophyllin (400 mg/Tag).
    • Das Ausmaß der Resorption von Cetirizin wird durch Nahrungsaufnahme nicht vermindert, obwohl die Resorptionsgeschwindigkeit herabgesetzt ist.
  • Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Objektive Messungen der Fahrtüchtigkeit, Schlaflatenz und Leistung am Fließband haben bei der empfohlenen Dosis von 10 mg Cetirizin keine klinisch relevanten Wirkungen gezeigt. Daher sollten Patienten, die Auto fahren wollen, ohne sicheren Halt arbeiten oder Maschinen bedienen, die empfohlene Dosis nicht überschreiten und die individuelle Reaktion auf das Arzneimittel abwarten.
    • Bei empfindlichen Patienten kann die gleichzeitige Einnahme mit Alkohol oder zentral dämpfenden Mitteln zu einer zusätzlichen Reduktion der Aufmerksamkeit und einer Leistungsbeeinträchtigung führen.
  • Überdosierung
    • Symptome
      • Die Symptome, die nach einer Cetirizin-Überdosierung beobachtet wurden, stehen meist in Zusammenhang mit ZNS-Wirkungen oder Wirkungen, die auf einen anticholinergen Effekt deuten könnten.
      • Nach Einnahme von mindestens dem Fünffachen der empfohlenen Tagesdosis wurden als Nebenwirkungen gemeldet: Verwirrtheit, Diarrhö, Schwindel, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Unwohlsein, Mydriasis, Pruritus, Ruhelosigkeit, Sedierung, Schläfrigkeit, Stupor, Tachykardie, Tremor und Harnretention.
    • Behandlung
      • Es gibt kein bekanntes spezifisches Antidot gegen Cetirizin.
      • Bei einer Überdosierung wird eine symptomatische oder unterstützende Behandlung empfohlen. Kurze Zeit nach Auftreten einer Überdosierung kann auch eine Magenspülung erwogen werden. Cetirizin wird durch eine Dialyse nur unvollständig entfernt.
  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel direkt einnehmen:
      • wenn Sie an einer eingeschränkten Nierenfunktion leiden. Fragen Sie bitte Ihren Arzt um Rat. Wenn nötig, nehmen Sie eine niedrigere Dosis ein. Ihr Arzt wird die neue Dosis festlegen.
      • wenn Sie Schwierigkeiten beim Wasserlassen haben (z. B. auf Grund von Problemen mit dem Rückenmark, der Prostata oder der Harnblase),
      • wenn Sie an Epilepsie leiden oder bei Ihnen ein erhöhtes Krampfrisiko besteht. Das Arzneimittel muss 3 Tage vor Durchführung eines Allergie-Hauttests abgesetzt werden.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • In klinischen Studien zeigte Cetirizin in der empfohlenen Dosis keine Hinweise auf eine Beeinträchtigung der Aufmerksamkeit, des Reaktionsvermögens und der Fahrtüchtigkeit.
    • Wenn Sie eine Teilnahme am Straßenverkehr, Arbeiten ohne sicheren Halt oder das Bedienen von Maschinen beabsichtigen, sollten Sie nicht mehr als die empfohlene Dosis anwenden. Sie sollten Ihre Reaktion auf das Arzneimittel aufmerksam beobachten.
    • Wenn Sie empfindlich reagieren, werden Sie möglicherweise bemerken, dass die gleichzeitige Anwendung von Alkohol oder anderen Mitteln, die das zentrale Nervensystem dämpfen, Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Reaktionsvermögen zusätzlich beeinträchtigen.
  • Cetirizin dihydrochlorid (10 mg pro 1 Stück)
  • Cetirizin (10 mg pro 1 Stück)
  • Apfel Aroma
  • Betadex (260 mg pro 1 Stück)
  • Cellulose Pulver
  • Cellulose, mikrokristallin
  • Magnesium stearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]
  • Natrium cyclamat
  • Natrium dihydrogencitrat
  • Povidon K25
  • Gesamt Natrium Ion (5.96 mg pro 1 Stück)
  • Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden.
    • Auf Grund der Eigenschaften von Cetirizin werden keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln erwartet.
  • Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol
    • Nahrungsmittel haben keinen merklichen Einfluss auf die Aufnahme.
    • Es wurden keine Wechselwirkungen mit auffälligen Auswirkungen zwischen Alkohol (bei einem Blutspiegel von 0,5 Promille, entspricht etwa einem Glas Wein) und Cetirizin in normalen Dosierungen beobachtet. Wie bei allen Antihistaminika wird jedoch empfohlen, die gleichzeitige Einnahme von Alkohol zu vermeiden.

Herstellerinformationen

ALIUD PHARMA GmbH

Website
https://www.aliud.de/

Weitere Herstellerinformationen

Gottlieb-Daimler-Straße 19
89150 Laichingen
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