Anatrofer 1000 mg magensaftresistente Tabletten - PZN 19696091

Anatrofer 1000 mg magensaftresistente Tabletten

LOGENEX Pharm GmbH

PZN: 19696091

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage (bei Heilwassern das Etikett) und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Apotheke. Bei Tierarznei lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie die Tierärztin, den Tierarzt oder die Apotheke.

Darreichungsform: Tabletten Magensaftresistent

  • Das Arzneimittel wird zur Behandlung der metabolischen Azidose (Übersäuerung des Blutes bei verminderter Säureausscheidung durch die Niere) bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 14 Jahren mit chronischem Nierenversagen eingesetzt.
  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.
  • Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Ihr Arzt wird entscheiden, welche Dosis für Sie geeignet ist, wobei er den Schweregrad Ihrer Erkrankung und Ihr Ansprechen auf die Behandlung berücksichtigt.
  • Die empfohlene Anfangsdosis für Erwachsene beträgt 2 - 3 Tabletten täglich.
  • Die Erhaltungsdosis beträgt bis zu 8 Tabletten täglich.
  • In einigen Fällen können höhere Dosen erforderlich sein. Die Tabletten sollten in mehreren Einzeldosen über den Tag verteilt eingenommen werden.
  • Während der Behandlung mit diesem Arzneimittel wird der Arzt regelmäßig Ihre Blutwerte kontrollieren. Es ist wichtig, dass Sie diese regelmäßigen Kontrollen nicht versäumen.
  • Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
    • Die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von dem Arzneimittel bei Kindern und Jugendlichen unter 14 Jahren wurden nicht untersucht. Es sollte bei Kindern und Jugendlichen unter 14 Jahren nicht angewendet werden.
    • Der Arzt entscheidet, welche Dosis für einen Jugendlichen ab 14 Jahren geeignet ist.

 

  • Dauer der Anwendung
    • Dieses Präparat wird zur Langzeitbehandlung eingesetzt. Sie sollten die Behandlung mit diesem Arzneimittel so lange fortsetzen, wie Ihr Arzt es Ihnen empfohlen hat.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Eine Überdosierung von Natriumhydrogencarbonat kann Bauchschmerzen, Blähungen, Übelkeit, Durchfall, Muskelschwäche, Müdigkeit, Atembeschwerden, Schläfrigkeit, Benommenheit, Verwirrung, Muskelkrämpfe, Krampfanfälle und Koma verursachen.
    • Im Falle einer Überdosierung mit diesem Arzneimittel müssen Sie möglicherweise im Krankenhaus behandelt werden. Wenn Sie mehr von dem Arzneimittel eingenommen haben als Sie sollten und eines dieser Symptome bei Ihnen auftritt, suchen Sie so schnell wie möglich einen Arzt auf.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

 

  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Beenden Sie die Einnahme von dem Präparat nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden
    • wenn Sie allergisch gegen Natriumhydrogencarbonat oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
    • bei erhöhtem Basengehalt der Blut- und Körperflüssigkeiten (metabolische Alkalose) oder bei zu geringem Kohlendioxidgehalt im Blut (respiratorische Alkalose),
    • bei erhöhtem Natriumspiegel im Blut (Hypernatriämie),
    • bei Chloridmangel aufgrund von Durchfall und Erbrechen oder hervorgerufen durch die Einnahme von harntreibenden Mitteln,
    • bei niedrigem Kaliumspiegel im Blut (Hypokaliämie).
  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Die folgenden Nebenwirkungen können auftreten (Häufigkeit nicht bekannt):
    • Blähungen, Völlegefühl, Magenschmerzen, Übelkeit, Magendurchbruch,
    • Metabolische Alkalose (das Blut ist zu alkalisch),
    • erhöhte Natriummenge, verringerte Kalium-, Phosphor- oder Kalziummenge im Blut,
    • Muskelkrämpfe aufgrund eines verminderten Kalziumspiegels im Blut,
    • Verschlimmerung von Hypertonie (Bluthochdruck) und Ödemen (Schwellungen),
    • Herzinsuffizienz, die sich in Kurzatmigkeit, Schwäche und Schwellungen äußert,
    • Bildung von Nierensteinen bei längerer Einnahme.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Natrium hydrogencarbonat - peroral

  • Indikation Behandlung von metabolischer Azidose (magensaft-resistente Darreichungsform)
    • Anwendung nur mit Vorsicht bei Patienten mit
      • Hypoventilation
      • Hypokalzämie
      • hyperosmolare Störungen
    • Kontrolle der Wirkung und Elektrolyte
      • Wirkung sollte wöchentlich kontrolliert werden (z.B. durch Bestimmung von pH-Wert, Standardbicarbonat, Alkalireserve), insbesondere
        • zu Beginn der Behandlung
        • beim Wechsel von einer nicht magensaftresistenten Natriumhydrogencarbonat-Formulierung zu der magensaftresistenten Dareichungsform
        • nach Verabreichung von höheren Dosen
        • unter Dauermedikation
      • Plasmaelektrolyte, v.a. Natrium, Kalium und Kalzium regelmäßig kontrollieren
      • Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt des Patienten während der Behandlung regelmäßig kontrollien, wegen des Natriumgehalts
      • während einer Langzeitbehandlung sind regelmäßige Laboruntersuchungen erforderlich
      • je nach dem Ergebnis dieser Kontrollen ist die jeweilige weitere Dosierung festzulegen
    • übermäßige Alkalisierung
      • eine übermäßige Alkalisierung kann durch Dosisreduktion korrigiert werden
    • Patienten mit einem arteriellen pH-Wert < 7,2
      • Behandlung der Azidose mittels Infusion
    • Kinder und Jugendliche (< 14 Jahre)
      • Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern und Jugendlichen unter 14 Jahren nicht erwiesen
      • keine Daten vorliegend
      • sollte in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden
  • Indikation: Traditionelle Anwendung als mild wirkendes Arzneimittel bei Sodbrennen und säurebedingten Magenbeschwerden
    • Bildung von Kohlendioxidgas
      • Einnahme in Kombination mit übermäßiger Aufnahme von Nahrung und / oder kohlensäurenhaltigen Getränken kann durch Bildung großer Mengen von Kohlendioxidgas zu Rissen in der Magenwand führen
      • erste Anzeichen hierfür können starke Magen- oder Oberbauchschmerzen sein
    • Nierensteine
      • langanhaltender Gebrauch kann die Bildung von Calcium- oder Magnesiumphosphatsteinen in der Niere begünstigen
      • außerdem kann es bei Patienten mit einer eingeschränkten Nierenfunktion ebenso wie bei Patienten mit einer metabolischen Alkalose zu einem relevanten Verlust von Säureequivalenten kommen, so dass alkalisierter Urin ausgeschieden und damit ebenfalls die Nierensteinbildung begünstigt wird
    • Kinder und Jugendliche (< 12 Jahre)
      • keine ausreichenden Untersuchungen vorliegend
      • soll deshalb nicht angewendet werden
  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen.Informieren Sie Ihren Arzt, falls Sie an einer der folgenden Erkrankungen leiden:
      • Leberzirrhose (eine Lebererkrankung, bei der Narbengewebe allmählich gesunde Zeberzellen ersetzt),
      • geschwollene Knöchel, Füße und Beine (Ödeme),
      • Ihre Atmung ist zu flach oder zu langsam, sodass Ihr Körper nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird (mögliche Symptome: Atemnot, Müdigkeit, Schwindel)
      • Diabetes,
      • Herzinsuffizienz (mögliche Symptome: Atemnot, Schwellungen, Schwächegefühl).
    • Während der Behandlung mit diesem Arzneimittel wird Ihr Arzt regelmäßig Ihre Blutwerte kontrollieren.
    • Ihr Arzt wird Ihnen zusätzlich zu diesem Arzneimittel möglicherweise die Einnahme von Kaliumpräparaten verordnen.
    • Kinder und Jugendliche
      • Die Sicherheit und Wirksamkeit von dem Arzneimittel bei Kindern und Jugendlichen unter 14 Jahren wurden nicht nachgewiesen. Es sollte bei Kindern und Jugendlichen unter 14 Jahren nicht angewendet werden.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Dieses Arzneimittel hat keinen oder einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
  • Natrium hydrogencarbonat (1 g pro 1 Stück)
  • Hydrogencarbonat Ion (11.9 mmol pro 1 Stück)
  • Natrium Ion (11.9 mmol pro 1 Stück)
  • Acryl-EZE, weiß, 93A18597
  • Methacrylsäure Ethylmethacrylat Copolymer (1:1)
  • Talkum
  • Titan dioxid
  • Silicium dioxid, hochdispers
  • Natrium hydrogencarbonat
  • Natrium dodecylsulfat
  • Cellulose, mikrokristallin
  • Copovidon
  • Crospovidon
  • Macrogol 3350
  • Natrium stearylfumarat
  • Opadry 03 F 280001, weiß
  • Hypromellose 2910
  • Titan dioxid
  • Macrogol 3350
  • Talkum
  • Silicium dioxid, hochdispers
  • Talkum
  • Gesamt Natrium Ion (274 mg pro 1 Stück)
  • Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen.
    • Es ist besonders wichtig, dass Sie Ihren Arzt informieren, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:
      • Kortikosteroid-Hormone zur Behandlung verschiedener Entzündungen, Erkrankungen des Immunsystems und bestimmter Krebsarten (z. B. Dexamethason, Prednisolon, Prednison),
      • Corticotropin, ein Medikament zur Untersuchung der Funktion der Nebennieren oder zur Behandlung bestimmter entzündlicher Erkrankungen oder Erkrankungen des Immunsystems,
      • Octreotid, ein Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Krebsarten,
      • Medikamente zur Behandlung von Bluthochdruck, sogenannte ACE-Hemmer (z. B. Captopril),
      • Mecamylamin, ein Medikament zur Behandlung von sehr hohem Blutdruck,
      • Diuretika (entwässernde Medikamente), die den Verlust von Kalium mit dem Urin fördern (z. B. Chlorothiazid, Furosemid),
      • Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen (z. B. Chinidin, Flecainid, Procainamid, Propafenon),
      • Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie (z. B. Lamotrigin),
      • Arzneimittel zur Behandlung von Allergien (z. B. Diphenhydramin),
      • Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen (z. B. Amitriptylin, Citalopram, Escitalopram),
      • Arzneimittel gegen Malaria (z. B. Chloroquin, Hydroxychloroquin),
      • starke Schmerzmittel (z. B. Propoxyphen),
      • Arzneimittel zur Behandlung von Magengeschwüren und Sodbrennen, so genannte Histamin-2-Rezeptor-Antagonisten (z. B. Cimetidin, Famotidin, Ranitidin),
      • antivirale Arzneimittel (z. B. Cabotegravir, Rilpivirin, Ledipasvir),
      • Antimykotika (z. B. Ketoconazol, Itraconazol),
      • Antibiotika (z. B. Tetracycline, Fluorchinolone, Methenamin),
      • Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Krebsarten (z. B. Infigratinib, Selpercatinib, Sotorasib, Acalabrutinib, Bosutinib, Dasatinib, Gefitinib, Nilotinib, Pazopanib, Erdafitinib),
      • Acetylsalicylsäure (Aspirin),
      • Sympathomimetika zur Behandlung von Bronchialkrämpfen, verstopfter Nase oder zur Stimulierung des Nervensystems (z. B. Ephedrin, Pseudoephedrin, Amphetamin),
      • orale Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes (z. B. Chlorpropamid, Glipizid),
      • Lithium, ein Medikament zur Behandlung psychischer Erkrankungen,
      • Barbiturate, Arzneimittel zur Behandlung von Schlaflosigkeit und Krampfanfällen (z. B. Phenobarbital),
      • Memantin, ein Arzneimittel zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit,
      • Medikamente, die einen Überschuss an positiv geladenen Ionen im Körper entfernen (so genannte Kationenaustauscher),
      • Kalziumpräparate.

Herstellerinformationen

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Website
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