Kohle-Pulvis o.Magensonde
PZN: 01448903
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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage (bei Heilwassern das Etikett) und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Apotheke. Bei Tierarznei lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie die Tierärztin, den Tierarzt oder die Apotheke.
Darreichungsform: Pulver
- Das Präparat ist ein Arzneimittel gegen Durchfall (Antidiarrhoikum) und ein Gegenmittel (Antidot) bei Vergiftungen.
- Es wird angewendet:
- zur Verhinderung der Aufnahme in den Körper bei akuten oralen Vergiftungen und bei Überdosierung von Arzneimitteln.
- zur Beschleunigung der Ausscheidung bei Vergiftungen mit Stoffen, die vom Darm in die Leber übergehen können (z. B. Carbamazepin, Phenobarbital, Phenylbutazon, Theophyllin).
- zur symptomatischen Behandlung des Durchfalls bei Erwachsenen; bei Säuglingen und Kindern nur nach ärztlicher Anweisung.
- Wenn Sie sich bei Durchfällen nach 2 - 3 Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
- Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes, Apothekers oder des medizinischen Fachpersonals ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
- Dosierungsempfehlung bei Vergiftungen:
- Je nach aufgenommener Giftmenge sind 50 bis 100 g Pulver mit ca. 400 ml Wasser oder ungesüßtem Tee aufzurühren und oral oder mit Magenschlauch zu verabreichen. Bei Kindern wird die Gabe von 1 g/kg Körpergewicht (max. 50 g) empfohlen. Bei schweren Vergiftungen und zur Unterbrechung der Aufnahme von Stoffen, die vom Darm in die Leber übergehen können, ist eine wiederholte Verabreichung in Abständen von 2 bis 4 Stunden angezeigt. Im Allgemeinen sind im Anschluss an die Kohlegabe Abführmaßnahmen durchzuführen.
- Dosierungsempfehlung bei Durchfällen:
- Zur unterstützenden Therapie bei Durchfall erhalten Erwachsene mehrmals täglich 10 g des Arzneimittels.
- Das Präparat ist als Aufschlämmung mit Wasser im Verhältnis 1:10 nach Aufrühren anwendungsbereit.
- Anwendung bei Kindern
- Bei Säuglingen und Kindern soll das Arzneimittel grundsätzlich nur im Rahmen einer ärztlichen Behandlung angewendet werden.
- Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
- Nach Gabe sehr hoher Dosen kann es in Einzelfällen zum mechanischen Ileus (Darmverschluss) kommen, der durch die Gabe von salinischen Abführmitteln (Laxanzien) verhindert werden kann.
- Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Medizinische Kohle sind.
- bei fieberhaftem Durchfall.
- Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
- Nebenwirkung mit nicht bekannter Häufigkeit (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar): Nach Gabe sehr hoher Dosen kann es zu Verstopfung kommen.
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
Medizinische Kohle - peroral- bei akuter Vergiftung oder Überdosierung von Medikamenten
- zuerst einen Arzt oder eine Giftinformationszentrale kontaktieren und gemäß deren Anweisungen sofort danach nach deren Anweisung Kohle verabreichen
- medizinische Kohle nicht geeignet zur Adsorption von organischen und anorganischen Salzen und Lösungsmitteln, z.B.
- Salze von Eisenverbindungen
- Lithium
- Thallium
- Cyanid (Blausäure)
- Methanol
- Ethanol
- Ethylenglykol
- petroleumhaltige Lösungsmittel
- Hinweis
- bei diesen Stoffen sind andere Maßnahmen zur Giftelimination erforderlich (z.B. Magenspülung)
- die wichtigsten Gifte, bei denen medizinische Kohle wirkungslos ist und eine geeignete orale Therapie bekannt ist, sind
- Cyanid
- spezifisches Antidot: Natriumnitrit, 4-Dimethylaminophenol
- Eisenverbindungen
- spezifisches Antidot: Deferoxamin (Desferrioxamin)
- Lithium
- spezifisches Antidot: Calciumpolystyrensulfat
- Methanol
- spezifisches Antidot: Ethanol
- Ethylenglykol
- spezifisches Antidot: Ethanol
- Cyanid
- nicht wirksam bei Verätzungen mit Säuren oder Laugen
- medizinische Kohle kann nachfolgende endoskopische Diagnostik erschweren
- bei vielen Intoxikationen soll neben medizinischer Kohle zusätzlich ein spezifisches Antidot verabreicht werden (z.B. N-Acetylcystein bei Paracetamolvergiftungen)
- in Fällen, bei denen eine orale Therapie oder ein orales, spezifisches Antidot von wesentlicher Bedeutung ist, wird von der Anwendung von medizinischer Kohle abgeraten
- motilitätshemmende Substanzen
- Anwendung von medizinischer Kohle nicht ratsam bei Patienten, die motilitätshemmende Medikamente einnehmen oder eine giftige Substanz mit motilitätshemmender Wirkung geschluckt haben, da das Risiko eines paralytischen Ileus besteht, was zu einer Perforation führen könnte
- Patienten, bei denen eine mehrfache Gabe von medizinischer Kohle nach einer Vergiftung notwendig ist
- bei diesen Patienten sollte die Peristaltik durch eine Überprüfung der gastrointestinalen Geräusche in kurzen Abständen überwacht werden
- bewusstlose Patienten
- zur Vermeidung einer Aspiration sollte bei bewusstlosen Patienten ein Arzt oder das Krankenpflegepersonal unter ärztlicher Aufsicht die Suspension durch eine Magensonde verabreichen
- Schwarzfärbung des Stuhl
- Anwendung von medizinischer Kohle geht mit einer Schwarzfärbung des Stuhls einher
- Schwarzfärbung des Stuhls kann Blutungen im Verdauungstrakt verbergen
- Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie das Präparat einnehmen.
- Medizinische Kohle wirkt nicht bei Vergiftungen mit folgenden Substanzen: Lithium, Thallium, Eisensalze, Blausäure, Borsäure, Methanol, Ethanol, Ethylenglykol. Hier sind andere Maßnahmen zur Giftentfernung (z. B. provoziertes Erbrechen, Magenspülung) angezeigt.
- Medizinische Kohle ist nicht wirksam bei Verätzungen mit Säuren oder Laugen und kann eine nachfolgende endoskopische Diagnostik erschweren.
- Kinder
- Bei Säuglingen und Kindern soll das Arzneimittel grundsätzlich nur im Rahmen einer ärztlichen Behandlung angewendet werden.
- Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Das Arzneimittel hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
- Kohle, medizinisch (1 g pro 1 Gramm)
- Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
- Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.
- Die Wirkung oral eingenommener Medikamente wird im Allgemeinen durch die Anwendung des Präparats verringert.
- Der Gebrauch des Arzneimittels kann die Zuverlässigkeit von oralen Kontrazeptiva/Ovulationshemmern reduzieren, wodurch eine zusätzliche Methode der Empfängnisverhütung nach dem Gebrauch des Präparats notwendig ist.
Herstellerinformationen
Dr. Franz Köhler Chemie GmbH
Website
https://www.koehler-chemie.de
Weitere Herstellerinformationen
Werner-von-Siemens-Str. 14-28
64625 Bensheim
Deutschland
Telefon +49 6251 1083-0
E-Mail info@koehler-chemie.de
Impressum
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