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Corona Schnelltests

Corona-Selbsttests aus der Apotheke: Wie sie funktionieren, wie aussagekräftig sie sind

Selbsttests oder Laientest helfen jedem dabei, Kontakte so sicher wie möglich zu gestalten. Mit ihnen kann sich jeder selbst unkompliziert und zuverlässig auf eine COVID-19-Infektion testen. Das Testergebnis erhalten Sie innerhalb von nur 15 Minuten.

Wie läuft ein Selbsttest ab?

Die Selbsttests funktionieren alle sehr ähnlich. Jeder Test hat vier Schritte:

  1. Probengewinnung und -aufbereitung,
  2. Start der Analyse, indem Proben und Testreagenzien vermischt werden,
  3. Wartezeit von meist 15 Minuten,
  4. Zeitfenster, in dem Sie das Ergebnis ablesen können.

Der Großteil der bislang in Deutschland zugelassenen Tests zählt zu der auch als „Popeltest“ bekannten Testart. Das bedeutet, dass Sie die Probe als vorderen Nasenabstrich nehmen. Dafür bewegen Sie ein Stäbchen oder einen Tupfer dort ein paarmal kreisend hin und her. In der Selbstanwendung ist das eine zuverlässigere Variante als der berüchtigte nasopharyngeale Abstrich der bislang bekannten Corona-Tests. Weil er nicht so unangenehm ist, können auch Laien diesen Abstrich erfolgreich durchführen. Inzwischen hat das Bundesministerium für Arzneimittel und Medizinprodukte auch erste Spucktests zugelassen. Sie sind für die Testung von Kindern besser geeignet, weil die Probengewinnung nicht unangenehm ist.

Die Probe wird dann mit einer Flüssigkeit vermischt und auf einen Teststreifen getropft. Dieser funktioniert ähnlich wie ein Schwangerschaftstest, nur dass hier das Virus nachgewiesen wird und kein Hormon. Die Teststreifen „erkennen“ einen Virusteil, der auch als Antigen bezeichnet wird. Daraufhin verfärben sie sich.

Färbt sich nur die Kontrolllinie, ist alles in Ordnung und eine COVID-19-Infektion sehr unwahrscheinlich. Verfärbt sich die Kontrolllinie nicht, ist der Test ungültig. Tauchen zwei Linien auf, ist der Test positiv. Betroffene haben dann die Möglichkeit, einen PCR-Test zur Abklärung zu machen und sollten sich unverzüglich in häusliche Isolation begeben.

Spezifität vs. Sensitivität: Wie aussagekräftig sind Schnelltests?

Schnelltests können nicht jede Corona-Infektion genau nachweisen. Wie hoch die Fehlerquote ist, geben die Hersteller in Spezifität und Sensitivität an. Jeder Testhersteller muss diese Daten für den deutschen Markt veröffentlichen.

Die Spezifität gibt an, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Gesunder auch als gesund erkannt wird. Eine Spezifität von 99,80 % bedeutet also, dass von 1.000 Getesteten 2 Personen fälschlicherweise als mit COVID-19 infiziert gelten.

Die Sensitivität gibt hingegen an, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine Erkrankter durch den Test ermittelt wird. Eine Sensitivität von 98,70 % bedeutet also, dass von 1.000 Infizierten 23 nicht erkannt werden.

Damit Ihr Schnelltest aussagekräftig ist, ist es wichtig, dass Sie sich genau an die Anleitung halten, die dem Schnelltest beiliegt. Wenn Sie die Anweisungen beachten, können Sie den Test auch ohne Erfahrung so durchführen, dass er aussagekräftig ist. Im Zweifel berät Sie Ihre Apotheke gern.

Selbsttest, Schnelltest, Antikörpertest: den Überblick behalten

Bei all den verschiedenen Tests ist es nicht leicht, den Überblick darüber zu behalten, wer genau welchen Test wann durchführen sollte und wie welcher Test tatsächlich heißt. Wenn Sie einen Selbsttest kaufen möchten, ist die wichtigste Unterscheidung der zwischen Antigen- und Antikörpertest.

Antigentests weisen eine aktuelle Infektion mit COVID-19 nach. Darunter fallen: PCR-Test, Schnelltest und Selbsttest (Laientest). Antikörpertests weisen hingegen Antikörper gegen den Corona-Virus nach und deuten somit auf eine zurückliegende und überstandene Infektion hin. Sie sind teurer als Selbsttest und nur sinnvoll, wenn Sie neugierig sind, ob Sie unbemerkt eine COVID-19-Infektion überstanden haben.

Die Antigentests werden noch einmal in drei weitere Tests unterteilt:

  •  Selbsttests: oft auch als Laientests bezeichnet.
  • Schnelltests: finden vor Ort durch geschultes Personal statt. Sie erhalten in der Regel ein Zertifikat (z.B. für den Arbeitgeber)
  • PCR-Tests: Der Standard bei der Identifizierung von COVID-19-Infektionen, Terminvergabe nur in begründeten Verdachtsfällen.

Selbsttest in Apotheken kaufen

Die Selbsttests sind inzwischen in größerer Menge auf dem Markt und werden auch von Discountern und Drogerien vertrieben. Sobald sie in Masse am Markt sind, werden sie nicht mehr so schnell vergriffen sein. In der Regel vertreiben Apotheken Selbsttests, die vom BfArM zugelassen worden sind.

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