Sonne, Haut und Hautkrankheiten

Mechanismus der Hautbräunung
Für die meisten von uns bedeutet eine braune Haut Attraktivität und Gesundheit. Leider, denn die UV-Strahlen der Sonne sind eigentlich Gift für unsere Haut. Ihre braune Färbung geht auf den Farbstoff Melanin zurück, der durch die Pigmentzellen der Haut gebildet wird. Ihre Gesamtzahl wird beim Menschen auf etwa zwei Milliarden geschätzt. Die Unterschiede in der Hautfarbe der Menschen werden von Größe, Dichte, Verteilung und Anhäufung des Melanins in den Hautzellen bestimmt. Die Pigmentzellen sind in der Oberhaut nicht gleichmäßig verteilt. Durch ihre unterschiedliche Dichte wird auch eine unterschiedlich starke Pigmentierung hervorgerufen. An den Oberarminnenseiten befinden sich zum Beispiel etwa 1100/mm2, im Gesicht dagegen 2900/mm2.
Schwarze und Weiße haben die gleiche Anzahl Pigmentzellen
Erstaunlicherweise unterscheiden sich aber dunkel- und hellhäutige Menschen nicht durch die Anzahl ihrer Pigmentzellen. Die individuelle Hautfärbung wird lediglich durch eine unterschiedlich starke Aktivität der Melanozyten bestimmt. Sogar Albinos besitzen die gleiche Zahl pigmentbildender Zellen, allerdings unterbleibt bei ihnen die Bildung des Melanins.
Bräunung: Schutz der Haut vor Sonnenschäden
Maßgeblich beeinflusst wird die Melanin-Produktion durch starkes Sonnenlicht. UV-Strahlen bewirken eine verstärkte Melanin-Produktion. Das schützende Pigment wird an benachbarte Zellen abgegeben und legt sich wie ein Schutzmantel um deren Zellkern. Im Zellkern befindet sich das Erbgut der Zellen, die DNA. Ihre Schädigung kann der erste Schritt zur Bildung von Hautkrebs sein. Die Bräunung ist also ein reiner Schutzmechanismus der Haut. Eine gesunde Bräunung gibt es nicht. Sie ist immer ein Zeichen für einen Angriff durch UV-Strahlen.



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