Sexualität

Pille
Die Hormonkombination aus Östrogen und Gestagen täuscht dem Körper eine Schwangerschaft vor und verhindert Eireifung und Eisprung (Ovulation). Einphasenpräparate enthalten für den gesamten Einnahmezyklus eine feste Gestagen- und Östrogenkombination. In Zwei- und Dreiphasenpräparaten sind die Hormone - ähnlich wie beim natürlichen Zyklus - in unterschiedlicher Dosierung vorhanden.
Die Mikropille zeichnet sich durch einen sehr niedrigen Östrogenanteil aus.
Die Minipille enthält nur Gestagen und unterdrückt den Eisprung nicht. Sie bremst den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und macht den Muttermundschleim für Spermien undurchdringlich.
Vorteile:
Bequeme Verhütung mit sehr hoher Sicherheit. Der Pearl-Index (die Anzahl der Schwangerschaften pro Jahr bei 100 Frauen, die mit einer bestimmten Methode verhüten) liegt für die Kombinationspräparate bei 0,1 bis 0,9, für die Minipille bei 0,4 bis 4.
Die Menstruation verläuft meist schwächer und weniger schmerzhaft.
Nachteile:
Die Hormone können Blutzucker- und Blutfettwerte erhöhen sowie die Blutgerinnung beeinflussen. Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, depressive Verstimmungen, Gewichtszunahme, Brustspannen oder Rückgang der sexuellen Lust lassen sich dagegen meist mit einem Präparatewechsel beheben. Um gesundheitliche Risiken zu vermeiden, verordnet der Arzt die Pille nur nach gründlicher Beratung.



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