Sexualität

Natürliche Verhütung

Die natürliche Verhütung beruht auf der Beobachtung verschiedener Vorgänge im Körper, die sich während des Zyklus ändern.

Temperaturmethode:

Bei ihr muß täglich vor dem Aufstehen, möglichst zur gleichen Zeit, die Aufwachtemperatur gemessen und in ein Kurvenblatt eingetragen werden, das in der Apotheke erhältlich ist. Die Temperatur steigt in der Zyklusmitte nach dem Eisprung an. Ist sie an mindestens drei Tagen und 0,5 Grad erhöht, ist die empfängnisbereite Phase zu Ende.

Schleimbeobachtung:

Der Muttermundschleim verändert sich während des Zyklus. An den fruchtbaren Tagen ist er dünnflüssig und durchsichtig. Die Schleimbeschaffenheit muß täglich geprüft und notiert werden. Minimikroskope helfen bei der Schleimbeobachtung: Sie machen die charakteristische Farnstruktur von Schleimsekret oder Speichel zur Zeit des Eisprungs deutlich. Die kleinen Mikroskope gibt es in der Apotheke.
Die Kombination beider Methoden erhöht die Sicherheit. Bei einer korrekten Anwendung liegt der Pearl-Index bei 3.

Vorteile:

Frauen erfahren, viel über ihren Körper. Die Methode hat keine Nebenwirkungen.

Nachteile:

Funktioniert nur bei einem regelmäßigen Zyklus und erfordert viel Disziplin. Sicherheit besteht nur für die zweite Zyklushälfte. Rein rechnerisch kommen je nach Zykluslänge noch einige Tage am Zyklusanfang dazu. In der fruchtbaren Phase sollten andere Methoden, etwa Kondome oder Diaphragma, Anwendung finden - oder es muß auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden.

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