Sexualität

Chemische Mittel
Spermientötende Mittel (Spermizide) enthalten überwiegend Nonoxinol-9 oder Octoxinol. Sie werden tief in die Scheide eingeführt und überziehen den Gebärmutterhals mit einem dichten, spermizid wirkenden Film, der das Eindringen der Spermien verhindern soll.
Die Mittel gibt es als Zäpfchen, Salben, Cremes, Tabletten und Schaumovula und -sprays.
Vorteile:
Die chemischen Verhütungsmittel lassen sich nur bei Bedarf ohne große Vorbereitung einsetzen. Auf die Anwendungshinweise achten, sie sind je nach Präparat verschieden! Die Wirkstoffe bieten einen gewissen Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen.
Nachteile:
Allein angewendet gelten chemische Verhütungsmittel als relativ unsicher. Die Angaben zum Pearl-Index schwanken zwischen fünf und 30. Chemische Verhütungsmittel sollten möglichst nur gemeinsam mit anderen Barrieremethoden wie Kondom oder Verhütungskappe zum Einsatz kommen.
Vorsicht:
Kondome nicht zusammen mit fetthaltigen Trägersubstanzen benutzen. Auf die Herstellerhinweise achten! Die Substanzen führen gelegentlich zu Reizungen von Scheide und Penis. Bei häufiger Anwendung können sie das bakterielle Gleichgewicht in der Scheide stören und infektionsanfälliger machen.



