Häufige Krankheiten

Haarausfall
Ist Haarausfall normal?
Durch die tägliche Erneuerung der Haare besteht bei jedem Menschen auch ein gewisser Haarausfall. Dabei wird das lockere alte Haar durch nachwachsendes neues Haar herausgeschoben. Auch beim Kämmen werden die nicht mehr so elastischen und locker sitzenden Haare "herausgerissen".
Wieviele Haare dürfen ausfallen?
Ein gesundes Haar wächst ca. 2-6 Jahre lang - pro Tag etwa 0,35 mm. Auf diese Wachstumsphase folgt eine etwa 3-monatige Ruhepause. Das Haar fällt dann aus und nach einiger Zeit wächst an der gleichen Stelle ein neues Haar nach.
Durchschnittlich befinden sich 100.000 - 150.000 Haare auf der Kopfhaut, von denen man pro Tag etwa 30-60 verliert. Allgemein gilt ein täglicher Verlust von bis zu 100 Haaren noch als normal.
Wann wird Haarausfall am Kopf sichtbar?
Wenn keine neuen Haare mehr anstelle der Ausgefallenen nachwachsen, so daß haarlose Stellen auf der Kopfhaut bleiben. In diesem Fall spricht man von Haarausfall oder Alopezie.
Beim vorübergehenden, also zeitlich begrenzten Haarausfall, produziert die Haarwurzel für einige Zeit kein neues Haar, erholt sich aber wieder und produziert dann erneut normales Haar. Der bleibende Haarausfall beruht auf dem endgültigen Schwund von Haarwurzeln.
Mögliche Ursachen für vorübergehenden Haarausfall:
- Mechanische Schädigung der Haarwurzel durch anhaltende Reibung (heftiges frottieren)
- Dauerhafter Haarzug bestimmer Frisuren und Frisiergewohnheiten (Zöpfe, Pferdeschwanz, Lockenwickel)
- Unsachgemäße Dauerwelle oder häufiges Färben mit chemischen Farbstoffen
- Schwere, fieberhafte Erkrankungen
- Hormonveränderungen in der Pubertät, den Wechseljahren und nach einer Schwangerschaft
- Kopfhauterkrankungen, z.B. durch Pilzinfektion oder Ekzem
- Plötzlich einsetzender, kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata) ohne erkennbare Ursache.
Was sind die Ursachen für bleibenden Haarausfall?
Auch hierfür gibt es verschiedene Ursachen. So können z.B.
- Verbrennungen oder wiederholte Bestrahlungen (bei Krebspatienten) durch narbige Zerstörung der Kopfhaut zu flächigen Haarausfällen führen.
- Verätzungen mit chemischen Mitteln die Haarwurzeln zerstören
- das männliche Geschlechtshormon Testosteron bereits in der Pubertät zu vermehrter Fettabsonderung und starken Schuppung der Kopfhaut führen. Dadurch entsteht lästiger Juckreiz, die kräftigen Haare fallen nach und nach aus und werden durch immer dünnere ersetzt.
Wie ensteht die Glatze?
Etwa ab dem 30. Lebensjahr des Mannes gehen die Haarwurzeln an bestimmten Stellen der Kopfhaut zurück und produzieren keine neuen Haare mehr. Diese Formen nennt man Glatze.
Die männliche Glatze ist fast immer erblich bedingt, so daß sich die gleiche Glatzenform über mehrere Generationen derselben Familie wiederholt. Weil es sich um eine erbliche Veranlagung handelt, bewirkt auch die beste Behandlung wie z.B. Massage oder Einreibungen mit durchblutungsfördernden Mitteln maximal nur eine Verzögerung der Glatzenbildung.
Die Typen der männlichen "Glatze":
- Geheimratsecken
- Halbglatze
- Glatze
Falsche Ansichten über Haarausfall:
- Das Ausreißen von Haaren (z.B. beim Kämmen) führt nicht dazu, daß an den betreffenden Stellen keine Haare mehr nachwachsen.
- Schuppen oder zu häufiges Haarewaschen mit Shampoos führt nicht zu Haarverlust.
- Häufiges Haareschneiden hat keinen Einfluß auf das Haarwachstum oder den Haarausfall.
Tipps für´s Haarewaschen
- Kaufen Sie ein mildes Shampoo, das Ihrem Haartyp entspricht (trocken, normal, fett)
- Einmal shamponieren genügt.
- Gut und lange mit Wasser ausspülen.
- Schonend trocknen, am besten an der Luft, da heiße Fönluft das Haar schädigen kann.



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