Häufige Krankheiten

Erhöhte Cholesterinwerte
Was ist Cholesterin?
Cholesterin zählt zu den Fetten, die in unseren Körperzellen viele lebenswichtige Aufgaben erfüllen. Es dient als Baustoff für die Zellwände sowie für bestimmte Hormone und Vitamin D. Außerdem hilft Cholesterin bei der Immunabwehr und bei der Bildung der Gallensäure, ohne die unser Körper kein Fett verdauen könnte.
Wie entsteht Cholesterin?
Den größten Teil des Cholesterins produziert unser Körper vorwiegend selber, hauptsächlich in der Leber. Den kleineren Teil nehmen wir mit tierischen Nahrungsmitteln (Fleisch, Wurst, Käse, Eier) über unsere Ernährung auf. Häufig sind hohe Cholesterinwerte auch genetisch bedingt, also vererbt.
Gibt es verschiedene Cholesterin-Arten?
Der Cholesteringehalt in unserem Blut, der in Milligramm pro Deziliter (mg/dl) angegeben wird, setzt sich aus zwei unterschiedlichen Fettstoffen, sogenannten Lipoproteinen zusammen:
1. Das "gute" HDL-Cholesterin, das wahrscheinlich vor Arteriosklerose schützt.
2. Das "böse" LDL-Cholesterin, das für die Arterienverkalkung verantwortlich ist.
Welche Cholesterinwerte sind normal?
Welcher Cholesterinwert im Blut "normal" ist, hängt hauptsächlich vom Alter ab. Heute gilt jeder Wert über 250 mg pro Deziliter Blut als zu hoch. Die Anteile von "gutem" HDL-Cholesterin und "bösem" LDL-Cholesterin im Blut betragen ca. 20% zu 80%.
Zuviel Cholesterin. Was kann passieren?
Ist im Körper auf Dauer zuviel Cholesterin, dann lagert es sich an den Wänden der Adern ab. Damit beginnt die gefährliche Arterienverkalkung (Arteriosklerose). Durch diese Ablagerungen z.B. in den Herzkranzgefäßen wird die Sauerstoffversorgung des Herzens erschwert, es treten Herzschmerzen auf. Im schlimmsten Fall kann es zum Herzinfarkt oder im Gehirn zu einem Schlaganfall kommen.
Cholesterin und Ernährung
Häufig ist der zu hohe Cholesterinwert eine Folge unserer Ernährungs- und Lebensgewohnheiten. Bei fast allen Menschen mit einer Cholesterinerhöhung ist fettarme Ernährung die Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung dieser Fettstoffwechselstörung.
Cholesterin und Rauchen
Wenn Sie rauchen und Ihr Cholesterin erhöht ist, leiden Ihre Blutgefäße unter einer Doppelbelastung. Denn: Nikotin verengt die Adern und begünstigt - ebenso wie erhöhtes Cholesterin - die Arterienverkalkung. Die Gefahr für Herz und Kreislauf verdoppelt sich.
Cholesterin und Alkohol
Alkohol, wie z.B. Rotwein, in Maßen getrunken, bedeutet noch kein zusätzliches Risiko. Mit zunehmendem Alkoholspiegel steigt jedoch auch der Cholesteringehalt im Blut. Vermeiden Sie deshalb Liköre und Schnaps.
Cholesterin und Stress
Dauerhafter Stress kann auch auf Dauer die Cholesterinwerte erhöhen. Legen Sie sich ein "dickeres Fell" zu und erwarten Sie niemals zu viel von sich und von anderen. Wenn Sie gar nicht mehr abschalten können, versuchen Sie es einmal mit autogenem Training.
Behandlung mit Medikamenten
Die erhöhten Blutfettwerte mit Medikamenten zu senken, ist nur dann sinnvoll, wenn eine Ernährungsumstellung nach etwa einem halben Jahr keine ausreichende Reduzierung zeigt oder Durchblutungsstörungen bereits Beschwerden verursachen. Ihr Arzt wird Ihnen in diesem Fall ein geeignetes Medikament verordnen.
Achten Sie auf Cholesterin!
Reduzieren Sie den Genuß von:
- Pommes frites, Chips
- Sahnetorten, Fettgebackenes
- Süßigkeiten, Honig
- Sahne, Speiseeis
- fette Wurstwaren
- fettreichen Käse
- Speck, Schmalz
- Innereien
- Krabben, Muscheln
- Schweinefleisch
- Schnaps, Likör
"Normale" Cholesterinwerte
- Erwachsene bis 29 Jahre: bis 200 mg/dl
- Erwachsene von 30 bis 39 Jahre: bis 225 mg/dl
- Erwachsene von 40 bis 49 Jahre: bis 245 mg/dl
- Erwachsene über 50 Jahre: bis 265 mg/dl



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