Häufige Krankheiten

Große Fülle verschiedener Reizstoffe

Ob in der Wohnung, im Freien, beim Essen oder bei Kontakt mit Haustieren - Allergie auslösende Stoffe sind nahezu überall in unserer Umwelt verbreitet.

Auslöser von Allergien

Bei den meisten allergieauslösenden Stoffen, den Allergenen, handelt es sich um Eiweißsubstanzen tierischer oder pflanzlicher Herkunft, etwa von Blütenpollen, Milben und Schimmelpilzen. Entsprechend den Allergenen unterscheidet man zwischen folgenden Allergietypen:

1. Lebenmittelallergien

Lebensmittelallergie Etwa jeder fünfte in Deutschland vermutet einen Zusammenhang zwischen bestehenden Beschwerden und der Einnahme bestimmter Nahrungsmittel. Denn häufig treten die Beschwerden sofort auf, beispielsweise nach dem Verzehr von Fisch oder Hühnereiweiß. Tatsächlich kommen Nahrungsmittelunverträglichkeiten in Deutschland nur bei etwa bei zwei bis drei Prozent der Bevölkerung vor.

Eindeutige Symptome

Vor allem spontan nach dem Verzehr aber tückischerweise auch mit Verzögerung kann es zu harmlosen bis heftigen Reaktionen kommen, die zu den typischen Leiden eines Allergikers führen:

  • Kribbeln, Juckreiz, Brennen und Schleimhautschwellungen im Mund- und Rachenraum
  • Migräne
  • Übelkeit, Erbrechen und Durchfall
  • Hautausschlag, Nesselsucht
  • allergische Rhinitis, allergisches Asthma
  • Gelenkerkrankungen (Arthritis)
  • Versagen der Kreislaufregulation (Anaphylaxie oder anaphylaktischer Schock)

Intolerant von Kindheit an

Eine Intoleranz gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln entwickelt sich oft in den ersten Lebensjahren bis zum Erreichen des zehnten Lebensjahres. Schätzungsweise sind fünf bis sechs Prozent aller Kinder betroffen. Zu den wichtigsten Nahrungsmittelallergenen bei Kindern zählen Kuhmilch, Hühnereieiweiß, Erdnüsse, Weizen und Nüsse. Im Erwachsenenalter sind dagegen oftmals Früchte, Nüsse, Gewürze oder Fisch bzw. Meeresfrüchte problematisch. Ebenso spielt bei ihnen verstärkt die pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie eine Rolle: Bei etwa 75 Prozent aller Birkenpollenallergiker tritt eine Kreuzreaktion gegenüber Obst, vor allem Äpfel, sowie Nüssen und rohem Gemüse, insbesondere Sellerie und Karotte, auf.

PDF-Download: Übersicht über mögliche Kreuzallergien

Lieber gekocht als roh

Die Struktur der Nahrungsmittelallergene kann sich je nach Verarbeitungsgrad des Lebensmittels ändern: So bereiten manche Nahrungsmittel im rohen Zustand Allergikern Beschwerden, gekocht verursachen sie dagegen keine allergische Reaktion. Pollenallergiker sollten vor allem bei Verzehr von Honig vorsichtig sein: Pollenrückstände, vor allem von Löwenzahn, Raps und Klee können Heuschnupfen verschlimmern. Häufiger reagieren aber Bienengiftallergiker auf den Genuss von Honig mit allergischen Symptomen.

Finger weg

Bereits geringste Spuren des Allergens stellen eine Gefahr für sensible Allergiker dar. Oftmals werden Spuren von Erdnüssen oder Sellerie, die nicht als Inhaltsstoffe aufgeführt sind, zum Verhängnis. Dies kann für Allergiker fatale lebensbedrohliche Folgen haben. Grundsätzlich ist ein genaues Prüfen der Inhaltsstoffe sowie Inhaltszusatzstoffe, wie etwa Geschmacksverstärker, unverzichtbar. Bei Zweifeln lassen Sie ein Produkt lieber im Regal und greifen zu einer sicheren Alternative. Seit 2004 wird die Lebensmittelauswahl für Nahrungsmittelallergiker erleichtert, da versteckte Allergene zumindest auf verpackten Lebensmitteln kennzeichnungspflichtig sind. Insgesamt müssen 14 Allergene, z. B. Gluten, Milch, Hühnereiweiß, Soja, Weichtiere, Erdnuss und Nüsse auf allen Lebensmittelverpackungen vermerkt sein.

Umgang mit der Allergie

Treten Anzeichen einer Unverträglichkeit nach dem Essen auf, führen Sie am besten ein Ernährungs-Symptom-Protokoll in Form eines Tagebuchs. Auf dieser Grundlage kann der Allergologe einen Zusammenhang zwischen der Nahrungsmittelzufuhr und den auftretenden Symptomen herstellen. Ist das allergieauslösende Nahrungsmittel gefunden, hilft es, dieses aus dem Speiseplan komplett zu streichen. Bei schwerwiegenden Lebensmittelallergien wird dem Patienten ein Notfallset, bestehend aus Antihistaminikum, Kortison sowie unter Umständen ein Adrenalin-Pen, verordnet.

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