Häufige Krankheiten

Allergien: Das Immunsystem schlägt Alarm

Allergien Tränende Augen, Triefnase oder Übelkeit - wenn der Körper allergisch auf einen bestimmten Stoff reagiert, kann sich dies auf die unterschiedlichste Art und Weise auswirken. Im Prinzip kann jeder Stoff in unserer Umwelt eine Allergie auslösen - ob Obst, Tierhaar, Insektenstiche oder frisch gewaschene Wäsche: Nach vorsichtigen Schätzungen sind an die 20.000 Substanzen für ihre allergieauslösende Wirkung bekannt.

Allergische Krankheiten

Bei der teils angeborenen, teils erworbenen Immunreaktion, bzw. Überempfindlichkeit auf bestimmte Stoffe, den Allergenen, können folgende typische allergische Symptome, so genannte Allergosen auftreten:

  • Augen: rote, tränende Augen, Lidschwellung, Bindehautentzündung
  • Atemwege: Heuschnupfen (saisonaler Schnupfen), Dauerschnupfen, Schwellungen der Atemwege, Asthmatische Beschwerden
  • Haut: Neurodermitis, partielle Schwellung (Angioödem/Quincke-Ödem), Entzündung der Haut (Ekzem), Nesselsucht (Urtikaria)
  • Magen-Darm-Trakt: Übelkeit, Durchfall, Magenschleimhautentzündung

Überreaktion des Immunsystems

Unter einer Allergie versteht man eine Überempfindlichkeitsreaktion: Trifft das Allergen, beispielsweise Pollen, auf die Nasenschleimhaut des Allergikers, kommt es zu einer Überreaktion des Immunsystems auf den eigentlich harmlosen Stoff aus der Umwelt. Als Folge wird der Körper in einen Alarmzustand versetzt und es erfolgt eine so genannte überschießende Reaktion des Immunsystems. "Überschießend", weil das körpereigene Immunsystem auf Fremdstoffe reagiert, die anders als Krankheitskeime im Normalfall keine Gefahr für die Gesundheit darstellen.

Vielfältige Ursachen

Die Veranlagung zu einer Allergie wird häufig vererbt: Sind beide Eltern betroffen, hat das Kind ein 60-prozentiges Risiko, ebenfalls eine Allergie zu entwickeln. Finden sich in der Familie keine Allergiker, besteht dennoch ein gewisses Risiko für eine Allergie in Höhe von fünf bis 15 Prozent. Ferner belasten die Umweltverschmutzung sowie alle möglichen chemischen Substanzen den Körper. Neben den typischen Auslösern wie Blüten- und Gräserpollen wird die Liste kritischer Stoffe, die allergische Reaktionen hervorrufen können, immer länger. Zudem kann das Ausmaß einer allergischen Reaktion durch seelische Spannungen verstärkt werden.

Wirkung von Histamin

Bei der überschießenden Reaktion schüttet der Körper große Mengen an Histamin aus. Bei erhöhter Ausschüttung dieses Botenstoffs schwellen als Folge die Schleimhäute an. Der Stoff verursacht das Jucken in der Nase sowie tränende Augen und eine gereizte Bindehaut. Oft bilden sich auf der Haut kleine Quaddeln oder Bläschen. Um diese Symptome zu lindern, helfen antiallergische Produkte, so genannte Antihistaminika.

Allergietest nur vom Facharzt

Um herauszufinden, auf welches Allergen Ihr Körper allergisch reagiert, suchen Sie am besten einen Allergologen auf. Mit dem so genannten Prick-Test, wird die Haut leicht eingeritzt, damit die möglichen Allergene in Tropfenform in die Oberhaut gelangen. Nach etwa 15 bis 20 kann der Arzt erkennen, auf welche Stoffe der Körper reagiert.

Übrigens: Schließen Sie von bestimmten Symptomen nicht gleich auf eine Allergie. Viele scheinbar allergische Reaktionen können auch auf eine andere Krankheit hinweisen. Die genauen Ursachen müssen durch einen Arzt abgeklärt werden.

Tauschen Sie Erfahrungen aus

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Lesen Sie, welche Reizstoffe unterschiedliche Allergien auslösen können.

Bei weiteren Fragen zum Thema Allergie wenden Sie sich an Ihre "meine apotheke"-Apotheke: Dort finden Sie kompetente und individuelle Beratung.

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