Gesundheitstipps A-Z

Schlafstörungen und innere Unruhe
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Ihre alltäglichen Lebens- und Arbeitsumstände wirken auf viele Menschen buchstäblich "Nerv tötend". Sie sind nervös, reizbar, fühlen sich gestresst, verspüren eine innere Unruhe und schlafen zu allem Übel auch noch schlecht. |
Auf Signale achten
Wer durchs Leben hechelt, Aufgaben und Pflichten erfüllt und dabei die Signale des eigenen Körpers überhört, ist zwangsläufig früher oder später ausgebrannt. Wichtig ist, zu erkennen, wann die Grenze der Belastbarkeit und des Durchhaltens erreicht ist. Hören Sie bewusst auf die Signale Ihres Körpers. Sorgen Sie für eine gesunde Work-Life-Balance. Das heißt, im Spannungsfeld zwischen Arbeit und Privatleben das eigene Gleichgewicht zu finden.
Symptome und Ursachen
Das Gefühl des Aufgeriebenseins kann darauf hindeuten, dass Erholungsphasen fehlen. Menschen, deren „Akkus“ leer sind, haben häufig den Eindruck, der Arbeit, Familie und vor allem sich selbst nicht mehr gerecht zu werden. Nervosität und Reizbarkeit können auch auf einen Nährstoffmangel hindeuten. Leiden Sie zum Beispiel auch unter Kopfschmerzen, Verspannungen im Nacken und nächtlichen Wadenkrämpfen, dann ist ein Magnesiummangel sehr wahrscheinlich. Innere Unruhe, insbesondere in Verbindung mit einer Gewichtsabnahme und zitternden Händen, kann schließlich auch auf eine innere Erkrankung hinweisen. Ein Gesundheits-Check beim Arzt gibt Aufschluss über die Ursachen der Beschwerden.
Vorsicht mit Medikamenten
Die Symptome können darüber hinaus Nebenwirkungen bestimmter Arzneimittel sein, zum Beispiel Schmerztabletten oder Erkältungsmittel, die zusätzlich Koffein enthalten. Insbesondere blutdrucksteigernde Medikamente, besonders wenn sie anregende Inhaltsstoffe beinhalten, können zu innerer Unruhe führen. Schildern Sie beim Arzt oder in Ihrer Apotheke, welche Mittel Sie einnehmen und nennen Sie auch Beschwerden, die scheinbar nichts mit Ihrer Nervosität oder mit Schlafstörungen zu tun haben.
Bewusst abschalten
Bauen Sie regelmäßige Ruhe- und Entspannungspausen in Ihr Leben ein. Tun Sie sich bewusst etwas Gutes – und wenn es täglich nur eine Kleinigkeit ist, die Ihnen Freude bereitet, wie zum Beispiel bei einer Tasse Cappuccino in einem guten Buch zu lesen. Im Übrigen sollte es bei wenigen Tassen Kaffee am Tag bleiben, denn Koffein kann die Unruhe noch verstärken. Eine ähnliche negative Wirkung hat auch Nikotin.
Viele Dauergestresste vergessen, dass sie, wenn es ihnen nicht gut geht, auch keine guten Chefs, Mitarbeiter, Kollegen, Elternteile, Freunde oder Partner sein können. Wenn Sie sich um Ihr eigenes Wohl kümmern, tun Sie daher in letzter Konsequenz auch anderen einen Gefallen. Mehr Ausgeglichenheit erreichen Sie durch Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung. Einmal erlernt, können Sie diese in Stresssituationen „abrufen“ und zur Ruhe finden.
Hilfe aus der Apotheke
Wellness-Tees mit Roiboos oder Kräutern wirken entspannend. Baldrian, Hopfen, Melissen und Lavendel können als Tee abends getrunken bei Schlafstörungen und innerer Unruhe helfen. Homöopathische Tabletten oder Tropfen und pflanzliche Präparate auf der Basis von Baldrian, Hopfen und Passionsblume können Sie dabei unterstützen, zur Ruhe zu kommen. Auch die Aroma-Therapie kann sich positiv auf die innere Balance auswirken. Beispielsweise wirken Bäder mit duftenden Rosenblütenextrakten über den Geruchssinn ausgleichend auf das "limbische System" im Hirn. Für Menschen, die in ihrem Leben etwas ändern möchten, eignet sich auch die Bachblüten-Therapie. Mit der Auswahl der passenden Blüten beginnt bereits eine konstruktive Auseinandersetzung mit sich selbst.
Entspannen mit Bachblüten
In Stresssituationen und Krisen im Alltag kann die „Rescue“-Notfallmischung Linderung bringen. Es gibt sie als Tropfen, Creme, Pastillen oder Kaugummi. In Ihrer Apotheke gibt es die 38 Bachblüten-Essenzen in den originalen "Stock-Bottles" - das sind kleine braune Aufbewahrungsfläschchen. So können Sie Ihre Blüten variabel handhaben: in akuten Situationen pur auf die Zunge tropfen oder über einen längeren Zeitraum verdünnt mit stillem Wasser einnehmen. In der Apotheke können Sie sich auch individuelle Blüten-Essenzen in 30 ml-Behandlungsfläschchen mischen lassen.
Zehn Schlafmythen
Wer sich tagsüber aufreibt und nachts regelmäßig schlecht schläft, sollte diesen Teufelskreis dringend durchbrechen, um mehr Lebensqualität zu gewinnen. Manche Menschen haben jedoch falsche Vorstellungen von einem gesunden Schlaf. Zehn Schlafmythen sollen dies näher beleuchten.
1. Am Abend Sport treiben, hilft beim Einschlafen
Wer sich am Abend auspowert, um buchstäblich hundemüde ins Bett zu fallen, tut sich damit keinen Gefallen. Denn der Körper schüttet Stresshormone aus, die das Gegenteil bewirken: Sie erschweren das Einschlafen.
2. Nach einer durchwachten Nacht, muss der Schlaf in der folgenden Nacht nachgeholt werden
Das ist falsch: Der Körper gleicht mangelnden Schlaf durch eine bessere Schlafqualität aus, nicht durch Langschlafen.
3. Mit dem Alter verstärken sich die Schlafprobleme
Tatsache ist, dass der Schlaf bereits ab einem Alter von 40 Jahren zunehmend leichter und damit störbarer wird - kein Grund zur Sorge: Häufiger aufzuwachen, gehört zum gesunden Schlaf.
4. Die Müdigkeit nimmt im Lauf des Tages stetig zu
Das trifft nicht zu: Die Müdigkeit schwankt in einem Rhythmus von etwa vier Stunden.
5. Bei Vollmond schläft man schlecht
Einen Zusammenhang zwischen Schlafverhalten und Mondphasen ist wissenschaftlich nicht erwiesen. Vermutlich ist es die Erwartungshaltung, bei Vollmond nicht schlafen zu können, die manchen den Schlaf raubt.
6. Das Schlafzimmer muss kühl sein
Nein, jeder kann individuell bestimmen, welche Temperatur ihm in seinem Schlafzimmer angenehm ist.
7. Die Schlafstunden vor Mitternacht sind die effektivsten
Das ist falsch: Die Tiefschlafphase im ersten Drittel des Schlafes ist unabhängig von der Einschlafzeit.
8. Acht Stunden Schlaf sind notwendig, um sich zu erholen
Nein, manche Menschen kommen mit fünf Stunden Schlaf zurecht, andere brauchen neun Stunden, um fit zu sein.
9. Wer nachts schlecht schläft, muss sich am Tag schonen
Das trifft nicht zu: Eine ausreichende Aktivität am Tag ist die Voraussetzung für einen gesunden Nachtschlaf.
10. Der Schlaf besteht zum Großteil aus Tiefschlaf
Nein, maximal 20 Prozent des Schlafs bestehen aus Tiefschlaf.



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