Gesunde Ernährung

Vitamin B-Komplex
Vitamin B1
Ein wasserlösliches, weißes Pulver, das man auch als Thiamin bezeichnet.
Wirkung im Körper
- Beteiligung an Energiegewinnungsprozessen aus Kohlenhydraten.
- Hilft bei der Erregungsübertragung von Nerven auf die Muskel und der Regeneration des Nervensystems.
- Fördert Wachstum, Fruchtbarkeit und Stillfähigkeit.
Täglicher Bedarf
Durchschnittlich 1,2 Milligramm.
Der Bedarf steigt mit der Menge der aufgenommenen Kohlenhydrate und ist im Alter und bei Alkoholikern erhöht. Erhöhter Bedarf auch bei Menschen, die viel schwitzen (Schwerstarbeiter, Sportler, Kranke).
Mangelerscheinungen
- Beriberi-Krankheit (Versteifung der Beine) vorwiegend in Asien und Indien
- Verdauungsstörungen, Appetitmangel, Müdigkeit, nachlassendes Gedächtnis
- Möglicherweise Entstehung psychischer Störungen
Überdosierung
Oral eingenommenes Vitamin B1 zeigt keine Nebenwirkungen.
Vitamin B2
Das chemisch reine Vitamin B2 (heute meist als Riboflavin bezeichnet) ist ein wasserlösliches, orangefarbenes Pulver, das in der Lebensmittelindustrie als natürlicher Farbstoff Verwendung findet.
Wirkung im Körper
- Als Enzymbestandteil (Coenzym) hilft es bei der Steuerung von energieliefernden Prozessen beim Zuckerabbau.
- Auf- und Abbauprozessen von Fetten und Eiweißen.
- Unterstützung von Heilungsprozessen der Haut.
Täglicher Bedarf
Durchschnittlich 1,6 Milligramm.
Erhöhter Bedarf in der Schwangerschaft und Stillzeit und bei erhöhtem Eiweißkonsum (Fleisch, Fisch oder Milch)
Mangelerscheinungen
Bei uns normalerweise keine.
In der dritten Welt Mangel durch Unterernährung.
Symptome: Müdigkeit, Arbeitsunlust, Halsschmerzen, rissige Mundwinkel oder brennende Augen
Überdosierung
Keine Symptome bekannt.
Vitamin B6
Bei Vitamin B6 handelt es sich um drei gleichwertige Vitaminstoffe, die man üblicherweise als Pyridoxin bezeichnet.
Wirkung im Körper
- Steuerung des Auf- und Abbaus von Eiweiß
- Umwandlung von Energiereserven in Zucker
- Bildung von Gallensäuren (zur Fettverdauung), des Blutfarbstoffes Hämoglobin und einigen Gewebshormonen
- Vermittlung der Impulse zwischen den Nervenzellen
- Steuerung der Spezialisierung und Teilung von Körperzellen (Wachstum!)
Täglicher Bedarf
Durchschnittlich 1,7 Milligramm.
Bei der Einnahme bestimmter Medikamente wie Antibiotika, Antidepressiva oder der Antibabypille steigt der Bedarf.
Mangelerscheinungen
Sehr selten, da Vitamin B6 in vielen Lebensmitteln enthalten ist.
Leichter Mangel zeigt sich durch Hautprobleme, rissige Mundwinkel, Darmbeschwerden, Müdigkeit und Lustlosigkeit und erhöhter Neigung zu Infekten.
Starker Mangel führt zu Funktionsstörungen der Leber und des Nervensystems.
Desweiteren Menstruationsbeschwerden, wie Wasseransammlungen im Gewebe, unregelmäßige Blutungen oder Akne.
Wichtig für Schwangere und Frauen, die die Pille nehmen:
Vitamin B6 wird beim Eiweißstoffwechsel verbraucht. Mangel führt zu Ödemen (Wasseransammlungen) und Übelkeit.
Überdosierung
Mehr als 2000 Milligramm täglich (über längere Zeit genommen) können Schäden des Nervensystems hervorrufen.
Schon ab 500 mg/Tag kannGefühllosigkeit in Händen und Füßen auftreten.
Vitamin B12
Unter Vitamin B12 versteht man eine Gruppe chemisch verwandter Verbindungen, die ausschließlich von Mikroorganismen produziert werden kann und somit nicht in Pflanzen vorkommt. Die stabilste Verbindung ist das sogenannte Cyanocobalamin, welches in Vitamin B12-Präparaten steckt.
Wirkung im Körper
- Regulation der Speicherung von Nahrungsenergie im Muskelgewebe
- Aktivierung des Vitamins Folsäure bei seiner Aufgabe, die Blutbildung zu steuern
- Wachstumsfaktor
Täglicher Bedarf
Durchschnittlich 3 Mikrogramm.
Mangelerscheinungen
Blutarmut (Perniziosa), weiße Lippen, gelbliche Schleimhäute, Zungenbrennen, Schäden an der Magenschleimhaut mit Völlegefühl im Oberbauch, Nerven- und Gedächtnisstörungen.
Besonders häufig bei Vegetariern oder Kleinkindern, deren Mütter streng vegetarisch leben.
Überdosierung
Praktisch keine



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