Gesunde Ernährung

Mangan
Täglicher Bedarf
Der tägliche Bedarf des Erwachsenen beträgt ca. 10-30 mg Mangan.
Was stört die Mangan-Aufnahme?
Fehlende Magensäureproduktion, manganarme Böden sowie industrielle Verarbeitung von Lebensmitteln sind wohl die Hauptursachen eines Mangan-Mangels beim Menschen.
Auffallend hoch ist die Häufigkeit von Mangan-Mängeln in Österreich.
Längerdauernde und hochdosierte Zink-Zufuhr (60 mg täglich über Monate) bewirkt übermäßige Mangan-Ausscheidung. Daher sollte hochdosierte Zink-Einnahme immer mit Mangan kombiniert werden.
Welche Folgen hat Mangan-Mangel?
Mangan-Mangel hemmt den Calcium-Einbau in Knochen und Zähne. Daher sollte jede Osteoporose-Therapie, die Calcium beinhaltet, unbedingt mit Mangan gekoppelt werden. Ähnliches gilt bei schlecht heilenden Knochenbrüchen.
Allergiker und Asthmatiker weisen häufig Mangan-Mangel auf, ebenso wie Epileptiker, Diabetiker und Rheumatiker. Diese Beschwerden können durch Mangan-Gaben gelindert werden.
Auch Spätfolgen von Diabetes (Schäden an Blutgefäßen) werden mit Mangan-Mangel in Zusammenhang gebracht.
Wie decke ich meinen Mangan-Bedarf?
Weizenkleie, Haferflocken und Haselnuß sowie Vollkornprodukte sind die manganreichsten Nahrungsmittel.
Achtung: Müesli sind meist hochkalorische Nahrungsmittel!
Überdosierung
Überdosierungen treten erst bei 50-fachen Tagesdosierungen auf und äußern sich in Muskelzittern, Nierenversagen, Erkrankungen des zentralen Nervensystems, Halluzinationen.
Erfahrungsberichte aus der Praxis
Bei jeder Mangan-Therapie sollte auch unbedingt Eisen, Kalium, Magnesium und Kupfer im Abstand von 5 Stunden eingenommen werden.
Vermeiden Sie phosphorhaltige Speisen, da diese die sowieso schon dürftige Mangan-Aufnahme zusätzlich hemmen. Mangan-Konzentrationen des Haares gleichen denen anderer Gewebe. Zeigen sich niedrige Manganwerte, deutet dies auf einen echten Manganmangel hin. Meist zeigt hier der Befund verminderte Eisen- und Kupferwerte und Selenmangel. Solche Befunde finden sich auch bei erhöhtem Blutdruck, verringerter Widerstandskraft, gestörtem Zuckerstoffwechsel.



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