Gesunde Ernährung

Eisen
Täglicher Bedarf
Erwachsene benötigen täglich 10-15 mg, geschlechtsreife Frauen und Jugendliche im Wachstum 20 mg, Schwangere bis zu 60 mg Eisen.
Was stört die Eisen-Aufnahme?
Kinder, die wenig Obst und Gemüse essen, leiden an Eisen-Mangel. Auch menstruierende Frauen, Leistungssportler, Schwangere, Blutspender und besonders Jugendliche im Wachstumsalter benötigen mehr Eisen als Normalverbraucher. Ältere Menschen leiden häufig an zu geringer Magensäureproduktion und verwerten dadurch Eisen sehr schlecht.
Hinweis: Der häufige Genuß von schwarzem Tee (Gerbstoffe!) bindet Eisen im Darm und macht es nicht verfügbar!
Welche Folgen hat Eisen-Mangel?
Eisen ist in den roten Blutkörperchen enthalten, welche für die Sauerstoffversorgung unseres Körpers verantwortlich sind. Also bedingt Eisen-Mangel auch einen Sauerstoff-Mangel. Die roten Blutkörperchen sind auch für den Abtransport der "Schlacke" und von Kohlendioxid notwendig. Daher bedingt Eisen-Mangel auch eine schlechte Entschlackung unseres Körpers. Daher sind Menschen mit Eisen-Mangel antriebsschwach, haben eine schlecht durchblutete Haut, leiden oft unter Migräne, weisen Mundwinkeleinrisse auf und sind häufig unkonzentriert.
Eisen-Mangel ist, besonders unter den Risikopersonen, weit verbreitet.
Wie decke ich meinen Eisen-Bedarf?
Die eisenreichsten Nahrungsmittel sind Bohnen, Salzheringe, Hirse, Nüsse und Hülsenfrüchte. Spinat enthält wenig Eisen!
Eisen sollte zusammen mit Vitamin C und Kupfer (zeitversetzt) zugeführt werden.
Überdosierung
Vergiftungen treten erst in der 200-fachen Tagesdosierung auf (5 g täglich).
Gefährlich ist die Zufuhr allerdings bei Eisenverwertungsstörungen und bei der Eisenspeicherkrankheit.
Erfahrungsberichte aus der Praxis
Frau L., 23 Jahre alt, ist im fünften Monat schwanger. Sie klagt über Haarausfall, Müdigkeit und fühlt sich allgemein nicht wohl. Die im Mutter-Kind-Paß geforderte Blutuntersuchung ergibt im großen und ganzen keine Auffälligkeiten.
Die bei Frau L. durchgeführte Mineralstoff-Analyse konnte einige Mängel ans Tageslicht bringen. Ein gewaltiger Eisenmangel war die Ursache, der gemeinsam mit Gabe von Vitamin C, Vitamin B6, Zink und Kupfer im Laufe der Schwangerschaft behoben werden konnte. Auch der erniedrigte Calciumspiegel wurde abgedeckt. Frau L. brachte einen Buben mit 4,10 Kilo und 51 cm zur Welt. Auch in der Stillperiode empfahl ich ihr die regelmäßige Einnahme von Mineralstoffen und Spurenelementen, sodaß es zu keinen weiteren Mängeln kommen konnte, was auch die Kontrollanalyse nach einem Jahr bestätigte.



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