Gesunde Ernährung

Calcium

Täglicher Bedarf

Der Erwachsene benötigt täglich ca. 1 g Calcium, Schwangere 1,5 g täglich.

Was stört die Calcium-Aufnahme?

Übermäßiger Konsum von Süßigkeiten, Kochsalz, konservierte Nahrungsmittel und Limonaden stören die Calcium-Versorgung des Körpers. Vitamin D, Sonnenlicht, Mangan und Fluor fördern den Kalk-Einbau in Knochen und Zähne.

Auch bestimmte Nahrungsmittel (Spinat, Kakao, Rhabarber) sollten nicht im Übermaß konsumiert werden, da diese den Calcium-Einbau hemmen.

Stress baut die Kalkdepots des Körpers ab, das gleiche gilt bei erhöhter Proteinzufuhr.

Welche Folgen hat Calcium-Mangel?

Extreme Calcium-Mängel führen zu Krämpfen (Tetanie), da der Muskel viel Calcium benötigt. Kinder mit erhöhter Krampfneigung (Spasmophilie) haben einen Calcium- und Vitamin D-Mangel, oft auch Mangan-Mangel.
Der alte Spruch "jedes Kind kostet der Mutter einen Zahn" sollte eigentlich der Vergangenheit angehören. Der erhöhte Calcium-Bedarf in der Schwangerschaft kann heute durch gezielte Ernährung und Nahrungsergänzungen ohne weiteres gedeckt werden. Ähnliches gilt bei der Osteoporose (Entkalkung). Auch hier gilt Mangan nicht vergessen!

Ein Erwachsener trägt bis zu 1,5 kg Calcium in sich, 99 % davon im Knochen. Verständlich, daß Calcium-Mangel Knochenbrüchigkeit (und schlechte Zähne) bedingt. Die Hauptursache brüchiger Nägel und welker Haut ist meist ein Mangel an Calcium.

Wie decke ich meinen Calcium-Bedarf?

Milchprodukte, Leber, Schalentiere, Sprotten, Hülsenfrüchte, Nüsse und Vollwertprodukte enthalten viel Calcium.

Überdosierung

Calcium-Überschuss tritt durch die Ernährung praktisch nicht auf!

Erfahrungsberichte aus der Praxis

Zur Knochenbildung ist nicht nur Calcium, sondern auch Magnesium und Phosphor wichtig. Vitamin D3 und andere Nährstoffe benötigt man zur besseren Aufnahme der Mineralstoffe.

Seit etwa einem Jahr ist bei Frau St., 53 Jahre alt, die Regelblutung ausgeblieben. Bei gewissen Bewegungen klagt Sie über Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule und der linken Hüfte. Weder Röntgenbefund noch Blutuntersuchung bestätigen meine vorerst vermutete Diagnose "Osteoporose". Durch die Haar-Mineralstoff-Analyse wird ein deutlicher Calcium-Mangel aufgedeckt. Nachdem Frau St. ihre Ernährung umstellte und die fehlenden Mineralstoffe ergänzte, linderten sich bald ihre Schmerzen und auch der fortlaufende Prozess der Knochenentkalkung konnte verlangsamt werden. Sie betreibt heute zweimal wöchentlich Sport und fühlt sich agil wie nie zuvor.

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