Gesunde Ernährung

Makrobiotik
Ursprung:
Ohsawa, Georges, (1893-1966), erkrankte mit 16 Jahren an Tuberkulose und behauptet, sich durch strenge Diät selbst geheilt zu haben, widmete sein ganzes Leben der Erforschung makrobiotischer Erkenntnisse
Makrobiotik heißt "langes, großes, weltumfassendes Leben"
Basis ist der aus China stammende Zen-Buddhismus
Grundlagen:
Yin & Yan-Prinzip
- Lebensmittel mit überwiegendem Yang-Anteil: Tafelsalz, Eier, Fleisch, salziger Hartkäse, Geflügel, Fisch, Meerestiere etc.
- Lebensmittel mit überwiegendem Ying-Anteil: Polierter Reis, Auszugsmehle, Tomaten, Kartoffeln, Milch, Sahne Joghurt, Pfeffer, Curry, Kaffee etc.
- Ein ausgewogenes Ying-Yang-Verhältnis besteht bei 5:1
- Wichtigste Bestandteile der Makrobiotik sind Getreide und Gemüse aus kontrolliert biologischem Anbau sowie regionales Obst.
- Kartoffeln, Tomaten, Auberginen, Fleisch, Milch und Milchprodukte, Fruchtsäfte, Limonaden, Tee, Kaffee, Zucker, Honig, Süßstoff und industriell verarbeitete Lebensmittel sollen gemieden werden.
- 10-Stufen die sich in ihrem Anteil an Getreide unterscheiden, wobei die vollkommenste Stufe eine Kost empfiehlt, die nichts außer Getreide enthält.
- Bis zu 30 g Salz werden empfohlen.
- Trinken soll man so wenig, wie möglich.
Beurteilung:
Vorteile:
Vertretbar sind lediglich die ersten drei Ernährungsstufen und der Verzicht auf isolierte Kohlenhydrate, sowie die Förderung vom ökologischen Lebensmittelanbau. Auch die Betonung auf einen erhöhten Getreideverzehr ist zu begrüßen.
Nachteile:
Makrobiotik ist als Dauerkost nicht zu empfehlen.
- Mangelernährung von Vit. A, D, B12, Niacin, Folat, Vit.C, Eisen, Calcium, Jod, Eiweiß vor allem in den höheren Stufen
- Kritisch ist der hohe Salzkonsum und die mangelnde Flüssigkeit, insbesondere für Hypertoniker, Nierenkranke und Senioren
- Heilversprechen (Krebs) sind wissenschaftlich nicht belegbar
- Argumentation Mensch könne Vit. C selbst synthetisieren und hätte die Fähigkeit zur "stofflichen Transformation" ist falsch.



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