Gesunde Ernährung

Haysche Trennkost

Ursprung:

Hay, Howard, Dr., Amerikanischer Arzt, gründete seine Theorie um das Jahr 1930

In Deutschland durch Dr. Walb vertreten

Grundlagen:

  • Kein gleichzeitiger Verzehr von Kohlenhydraten und Eiweiß, da es sonst zu einer Übersäuerung des Magens käme.
  • Fette sind als neutral anzusehen
  • Unterscheidung von Säurebildnern (kohlenhydrat- und eiweißreiche Lebensmittel) und Basenbildnern (Gemüse, Obst, Salate); sollten im Verhältnis 1:5 gegessen werden

Beurteilung:

Vorteile:

Erfolge sind weniger auf das Trennprinzip zurückzuführen, sondern auf die Lebensmittelauswahl mit einem geringen Fleisch-, Fett- und Cholesterinanteil bei hohem Ballaststoffgehalt und der Meidung von raffinierten Lebensmitteln.

Nachteile:

Die Argumentation für die Trennung von Lebensmitteln ist falsch.

  1. findet die saure Eiweißverdauung im Magen statt und die alkalische Kohlenhydratverdauung erst im Dünndarm.
  2. kann ohnehin keine saubere Trennung vollzogen werden, da in den Lebensmitteln bereits mehrere Nährstoffe vorhanden sind, z.B. sind in der Milch Kohlenhydrate und im Getreide auch Eiweiße.
  3. wäre von der Natur eine Trennung vorgesehen, würde auch die Muttermilch nicht gleichzeitig Kohlenhydrate und Eiweiße enthalten.

Als Dauerkost ist die Trennkost nicht geeignet.

  • Da zu wenig Getreide und Milchprodukte, Fleisch und Fisch verzehrt werden, kann es zu einem Mangel an Vit. B1, Calcium, Eisen, Jod kommen.
  • Ferner kann die Biologische Wertigkeit des Eiweißes nicht ergänzt werden.
  • Zu wenig Eiweiß steht zur Synthese von Körpereiweiß zur Verfügung.

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