Entspannungsmethoden

Fußreflexzonen-Massage

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts entdeckte der britische Neurologe Sir Henry Head, dass großflächige Hautbereiche des ganzen Körpers über reflektorische Nervenverbindungen mit inneren Organen verbunden sind. Er nannte sie Head-Zonen.
Wärme- und Kältereize auf diesen Hautarealen bewirken eine stärkere Durchblutung der zugehörigen inneren Organe - beispielsweise einen besseren Abtransport von Giftstoffen, eine bessre Versorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff sowie eine höhere Aktivität der Abwehrzellen.
Diese Erkenntnis bildet auch die Grundlage der Behandlung mit kalten und/oder warmen Wickeln.

Anfang des 19. Jahrhunderts führte der amerikanische HNO-Arzt Dr. William Fitzgerald aufgrund seiner Erfahrungen eine zusätzliche Einteilung des Körpers in 2 x 5 senkrechte Reflexzonen ein, die jeweils in den Händen und Füßen enden.
Hieraus entwickelte die amerikanische Masseurin Eunice Ingham die Hand- und Fußreflexzonenmassage, wie sie heute noch praktiziert wird.
In der Reflexzonenmassage entsprechen bestimmte Hautbereiche der Füße inneren Organen wie Lunge, Darm oder Augen, wobei sich der Kopfbereich an den Zehen widerspiegelt, der Unterleib an der Ferse.

Übersicht über die wichtigsten Reflexzonen der Füße

Fussreflexzonen 1 Gehirn
2 Hals
3 Schultern
4 Augen
5 Lunge, Bronchien
6 Leber
7 Magen
8 Zwölffingerdarm
9 Bauchspeicheldrüse
10 Galle
11 Milz
12 Dickdarm
13 Dünndarm
14 Blinddarm
15 Becken

Durch die gezielte Massage der Füße sollen Verhärtungen, Ablagerungen und Verspannungen im Hautgewebe gelockert werden, was gleichzeitig die entsprechenden Organe positiv beeinflusst.
Andersherum sollen Veränderungen im Gewebe der Füße auf Funktionsstörungen der jeweiligen Organe schließen lassen.
Obwohl diese Methode wissenschaftlich nicht eindeutig bewiesen ist, zeigt die Praxis, dass die Massage von Füßen (und Händen) nicht nur sehr entspannend ist, sondern auch Unpässlichkeiten günstig beeinflussen kann.

Die Fußreflexzonenmassage wird ohne Öl (evtl. mit einer Hautlotion) und mit sanftem Druck der Fingerkuppen ausgeführt.
Schmerzhafte Stellen sollten dabei nur so lange massiert werden, wie der zu Behandelnde den Schmerz aushält. Nach einer Erholungspause kann man dann erneut auf diese Stellen zurückkommen, weil sich gerade hier die Verhärtungen befinden.

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